Innere Medizin

Katheter legen ohne Röntgenbelastung

 

Aufgerollter Führungsdraht. Photo: Fraunhofer IPTMünchen (2. März 2009) - Röntgenstrahlen durchleuchten den Patienten und zeigen dem Arzt, wie er den Katheter durch die Arterie lenken muss. Künftig lässt sich die Position des Katheters verfolgen, ohne den Patienten der Röntgenstrahlung auszusetzen. Auch Kontrastmittel ist überflüssig.

Haben sich die Herzkranzgefäße, Herzklappen oder der Herzmuskel des Patienten krankhaft verändert? Ärzte können dies mit Kathetern feststellen - und mit ihrer Hilfe auch die nötigen Therapien durchführen. Durch einen kleinen Schnitt in der Leistengegend führen die Mediziner den Katheter in den Körper ein und schieben ihn über das Gefäßsystem bis zum Herzen. Ein metallischer Führungsdraht im Inneren des Katheters dient als Navigationshilfe. Durch Ziehen und Drehen des Führungsdrahtes kann der Mediziner den Draht und damit auch den Katheter lenken. Doch wie sieht der Arzt, wo im Gefäßsystem sich der Katheter gerade befindet? Röntgenstrahlen durchleuchten den Patienten und zeigen dem Arzt die genaue Position des Katheters. Das Problem bei dieser Computertomografie: die Strahlenbelastung ist recht hoch. Zudem muss dem Patienten ein Kontrastmittel gespritzt werden, um das Gefäßsystem und die Weichteile auf den Aufnahmen sichtbar zu machen.

Wege zum Spezialisten zu lang

Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin legt Ergebnisse zur internistischen Versorgung vor

 

Wiesbaden (12. Februar 2009) - In deutschen Krankenhäusern ist die Innere Medizin die mit Abstand größte Fachrichtung. Dennoch sind nicht alle internistischen Schwerpunkte flächendeckend vorhanden. Patienten mit speziellen Erkrankungen müssen in einigen Regionen lange Wege auf sich nehmen. Dies ergibt eine Untersuchung der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM). Die DGIM legt die Ergebnisse zur "Struktur der stationären Leistungsangebote der Inneren Medizin und ihrer Schwerpunkte in Deutschland" jetzt vor.

„Schaufensterkrankheit“ einfach erkennen und Leben verlängern

Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin empfiehlt Blutdrucktest an Arm und Bein

 

Berlin (29. Januar 2009) – Durch den einfachen rechnerischen Vergleich des Blutdrucks an Arm und Bein lässt sich eine bestehende periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK) der Beine erkennen. Selbst beschwerdefreie PAVK-Patienten sind hochgradig gefährdet, innerhalb weniger Jahre einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden. Eine aktuelle Studie bestätigt den Nutzen des Tests. Experten der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) fordern deshalb für ältere Menschen Reihenuntersuchungen. Die Ergebnisse und weitere aktuelle Aspekte von Gefäßerkrankungen und Bluthochdruck diskutieren sie im Rahmen einer Pressekonferenz heute in Berlin.

Zavesca® (Miglustat) erhält EU-Zulassung für die Behandlung progressiver neurologischer Symptome bei Patienten mit Niemann-Pick Typ C

 

ALLSCHWIL/BASEL, SCHWEIZ (29. Januar 2009) - Actelion Ltd (SIX: ATLN) teilte heute mit, dass Zavesca® (Miglustat) in der Europäischen Union für die Behandlung progressiver neurologischer Symptome bei Erwachsenen und Kindern mit der Niemann-Pick Typ C-Krankheit (NPC) zugelassen wurde. Zavesca® ist das erste Präparat, das in dieser Indikation eine Zulassung erhält. Niemann-Pick Typ C ist eine sehr seltene, kontinuierlich fortschreitende, genetisch bedingte neurodegenerative Erkrankung mit tödlichem Ausgang, an der sowohl Kinder als auch Erwachsene leiden.

Risikoärmere Diagnose der Schaufensterkrankheit

 

Bonn (16. Januar 2009) - Verengungen der Beinarterien können unbehandelt schwere Folgen haben, die bis zur Amputation reichen. Entsprechend wichtig ist die frühzeitige korrekte Diagnose des Leidens, das im Volksmund auch unter dem Namen "Schaufensterkrankheit" bekannt ist. Das bislang beste Diagnoseverfahren ist aber nicht ungefährlich. Mediziner der Universität Bonn haben nun in der Fachzeitschrift "Radiology" eine Alternative vorgestellt. Das neue Verfahren ist weniger riskant, scheint aber laut ihrer Studie ebenso sichere Ergebnisse zu liefern.

Die Durchblutungsstörung äußert sicht zunächst oft ganz unspektakulär mit kalten Füßen. Später kommen bei längeren Wanderungen krampfartige Schmerzen hinzu. Schließlich treten die Beschwerden schon bei kurzen Spaziergängen auf. Die Betroffenen müssen dann anhalten, bis die Schmerzen abgeklungen sind. Aus Scham oder zur Ablenkung erfolgen diese Stopps häufig an Schaufenstern, daher der Name "Schaufensterkrankheit".

Mariendistel bewährt bei der Therapie von Lebererkrankungen

Neue Ansätze auch bei Hepatitis C

Berlin (2. Oktober 2008) – In Deutschland leiden viele Menschen an einer Erkrankung der Leber. Betroffen sind alle Bevölkerungsgruppen. Das Problem: Aufgrund der erst verzögert auf­tretenden Symptome wird die Krankheit erst spät entdeckt. Deshalb ist die Leber-Therapie für Wissenschaft und Praxis von großer Bedeutung. Silymarin – der Extrakt aus der Mariendistel – hat sich bereits bei vielen hepatologischen Indikationen als sehr wirkungsvoll erwiesen. Neu­­­ere Studien-Daten deuten darauf hin, dass Silibinin, die aktive Komponente aus Silymarin,
ein wirksames antivirales Agens gegen Hepatitis C sein kann. Dies gilt besonders für Patienten, die auf eine Standardtherapie nicht ansprechen. Mit dem patentierten Original-Wirkstoff in Legalon® (mit der aktiven Verbindung Silibinin) verfügt der Hersteller Madaus über ein in der Lebertherapie sehr bewährtes Arzneimittel mit einer viel versprechenden Zukunftsperspektive.

Aktuelle Lebertherapie – sinnvoll erweitert durch komplementär-medizinische Maßnahmen

Von PD Dr. med. Franz-Josef Vonnahme, Hameln

Alkohol-toxische Leberschädigungen und Virushepatitiden sind die häufigsten Ursachen chronischer Lebererkrankungen. Die Sterbefälle dieser Erkrankungen sind in den letzten Jahren rückläufig, jedoch sind die Möglichkeiten einer spezifischen Therapie, die darauf abzielt, den chronischen Entzündungsprozess in der Leber gezielt zu beeinflussen, weiterhin begrenzt. Zwar haben sich in der Behandlung der chronischen Hepatitis B und C bemerkenswerte Fortschritte ergeben, dennoch bleiben bis zu 50 % der Patienten, die auf eine Therapie nicht ansprechen. Etwa 40 % dieser Patienten suchen nach komplementären und alternativen Behandlungsformen. Die dabei auch verwendeten Medikamente enthalten den Wirkstoff Silymarin.

Neue Therapieansätze bei Hepatitis C:

Silibinin ein wirksames Virusstatikum

 

Von Prof. Dr. med. Peter Ferenci, Wien

 

Berlin (2. Oktober 2008) - Die chronische Hepatitis C kann unbehandelt zur Leberzirrhose und zum Leberkrebs führen und ist heute in Europa die häufigste Indikation zur Lebertransplantation. Die Hälfte der Patienten kann durch eine Therapie mit pegyliertem Interferon/Ribavirin (PegIFN/RBV) geheilt werden, für die übrigen Patienten sind dringend neue Therapiemöglichkeiten nötig. In-vitro-Daten sprechen für eine antivirale Aktivität von Silibinin (SIL). SIL ist der aktive Hauptbestandteil des Extraktes aus der Mariendistel  (Silibum marianum Gaertn.).

Leberfibrose & Zirrhose: Mechanismen und Therapie

Von Prof. Dr. Dr. Detlef Schuppan, Boston

Berlin (2. Oktober 2008) - Die Entwicklung einer Zirrhose ist die entscheidende Ursache für die Morbidität und Mortalität chronischer Lebererkrankungen. Hauptziel einer kausalen Therapie chronischer Lebererkrankungen ist deshalb die Hemmung der Progression zur Zirrhose oder sogar die Reversion der Zirrhose. Viele Patienten können nicht kausal (z. B. durch Eradikation einer chronischen Virushepatitis B oder C) behandelt werden oder zeigen bereits eine fortgeschrittene Fibrose/Zirrhose. Dies erfor­dert eine validierte und gut verträgliche antifibrotische Therapie.

Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin fordert Fokussierung auf ärztliche Kernaufgaben

 

Wiesbaden (16. Juli 2008) - Ärzte an Krankenhäusern übernehmen im klinischen Alltag zunehmend Aufgaben, die nicht in erster Linie der Behandlung von Patienten dienen. Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) formuliert daher in einem aktuellen Positionspapier Kernaufgaben ärztlicher Tätigkeit und schlägt Lösungen vor. Ärzte müssten sich vermehrt auf die Behandlung ihrer Patienten, Forschung, Lehre und Weiterbildung konzentrieren können, so die DGIM.

114. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM)
Risikoadaptierte Therapie des Schlaganfalls

Ingelheim (24. April 2008) – Auf dem Satellitensymposium von Boehringer Ingelheim im Rahmen des diesjährigen DGIM-Kongresses (Wiesbaden, 29.3.-2.4.08) präsentierten Prof. Dr. Martin Grond, Prof. Dr. Roman Haberl und Prof. Dr. Michael Hennerici aktuelle Daten rund um den Schlaganfall. Schwerpunktthemen waren die effektive Behandlung älterer Patienten nach Ischämie, die angemessene Schlaganfall-Sekundärprävention sowie Prognose und Management der asymptomatischen Karotisstenose.