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17 | 10 | 2017
Gastroenterologie
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Satelliten-Symposium im Rahmen der 64. Jahrestagung der DGVS

Helicobacter pylori: Update 2009 – Neues aus Forschung und Praxis

 

Hamburg, 1. Oktober 2009 – Die aktuelle S3-Leitlinie zur Diagnostik, Prävention und Therapie der Helicobacter-pylori-Infektion der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoff-wechselerkrankungen (DGVS) berücksichtigt die speziellen Verhältnisse in Deutschland. Professor Dr. Wolfgang Fischbach, Aschaffenburg, unter dessen Federführung die Leitlinie entstand, stellte die Inhalte auf der 64. Jahrestagung der DGVS zur Diskussion. Professor Dr. Peter Malfertheiner, Magdeburg, stellte neue Erkenntnisse zur Immunpathogenese und zu Virulenzfaktoren von Helicobacter pylori (H. p.) vor.

 

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Hoffnung bei chronischen Darmentzündungen:

Neuer Wirkmechanismus probiotischer Bakterien entdeckt

 

Abb. 1: Nahaufnahme der entzündeten Darmwand eines Mausmodells für chronisch entzündliche Darmerkrankungen. Photo: Gabriele Hörmannsperger / TUMMünchen (23. April 2009) - Immer mehr Menschen in den Industriestaaten leiden unter chronisch entzündlichen Darmerkrankungen. Effizient therapieren kann man diese Leiden bisher nicht, doch immerhin weiß man seit einigen Jahren, dass der Verzehr von Probiotika die chronischen Entzündungsprozesse im Darm hemmen kann. Ernährungsforscher der TU München haben jetzt herausgefunden, warum: Sie haben den molekularen Wirkmechanismus einer probiotischen Mischung geknackt, die bereits in der Therapie verwendet wird - was in Zukunft die Behandlung dieser Darmkrankheiten verbessern könnte.

Über 3,5 Millionen Europäer und US-Amerikaner leiden an chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED), also an Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa. CED sind die Folge einer Überreaktion des Immunsystems auf Bakterien der normalen Darmflora und zählen wie Allergien und Autoimmunerkrankungen zu den typischen Wohlstandskrankheiten industrialisierter Länder. Bis heute können CED-Patienten nur symptomatisch behandelt werden. Klinische Studien der letzten Jahre zeigten, dass der Verzehr probiotischer Mikroorganismen wie E. coli Nissle oder der Probiotika-Mischung VSL#3 zu einer wesentlichen Verbesserung der chronischen Entzündungsprozesse im Darm führt. Warum, das war bisher trotz weltweiter Forschung weitgehend unbekannt.

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Zwischen Evidenz und Empirie – die Versorgungssituation bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen in Deutschland

Datenlage und Therapieerfahrungen sprechen für Pentasa® Xtend 2g

 

Wiesbaden (20. April 2009) - Die Diagnose CED[1] verändert das Leben der Betroffenen nachhaltig. Ziel einer jeden Therapie ist es deshalb, die Patienten so schnell wie möglich in Remission zu bringen und dort zu halten. Entscheidend für die  erfolgreiche Remissionserhaltung sind Wirk­samkeit und Akzeptanz. Aktuelle Daten der Versorgungsforschung zeigen nun, dass viele Colitis-ulcerosa-Patienten in der Remission nicht nach den derzeitigen Therapiestandards behandelt werden, insbesondere was den Einsatz von Mesalazin betrifft. Mit der aktuellen PODIUM[2]- Studie konnte gezeigt werden, dass 2g retardiertes Mesalazin (Pentasa® Xtend) „Once Daily“ eine optimale Kosten-Nutzeneffizienz in der Remissionserhaltung bei Colitis ulcerosa bietet. Dies gilt sowohl für Patienten mit linksseitiger CU als auch für Patienten mit ausgedehntem Befall.
Milde Verlaufsformen des Morbus Crohn therapieren Hausärzte und Gastroenterologen aufgrund ihrer langjährigen praktischen Erfahrung mit Mesalazin.  Neue Daten einer retrospektiven Studie zeigen nun erstmalig prognostische Parameter, die mit dem Ansprechen auf Mesalazin beim ersten Schub und in der darauf folgenden Erhaltungstherapie korrelieren.

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Aktualisierte S3-Leitlinie der DGVS bei Helicobacter-pylori-Infektion

Eradikationsstrategien für den Praxisalltag in Deutschland

 

Wiesbaden (19. April 2009) - Die europäischen Maastricht-Leitlinien zur Eradikation von Helicobacter pylori lassen sich nicht eins zu eins in den deutschen Praxisalltag übertragen. Mit Spannung erwartet wird deshalb die S3-Leitlinie der DGVS zu diesem Thema. Auf dem Satellitensymposium „Die europäischen Helicobacter-Leitlinien im deutschen Kontext – Umsetzung in Ihrem Praxisalltag” im Rahmen des 114. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin am 30. März in Wiesbaden wurden bereits die Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Professor Dr. Wolfgang Fischbach, Koordinator der DGVS-Leitlinie, vorgestellt und unter Leitung von Professor Dr. Peter Malfertheiner, Magdeburg, gemeinsam mit Privatdozent Dr. Michael Vieth, Bayreuth, hochkarätig diskutiert. Im Fokus standen dabei Eradikationsstrategien bei Dyspepsie sowie im Rahmen einer NSAR und/oder ASS-Therapie und zur Prävention/Therapie von Neoplasien.

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Kochen mit Bauchgefühl:

Außergewöhnliches Kochbuch bringt neue Freude am Genießen

 

Kochbuch: Kochen mit BauchgefühlHamburg (2. April 2009) – Der Starkoch Holger Stromberg und Abbott Deutschland veröffentlichen das erste Kochbuch für Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED), das durch eingereichte Rezepte von Patienten mit CED inspiriert wurde. Denn Essen und Trinken gehört nicht nur zu den elementarsten Bereichen unseres täglichen Lebens, Ernährung und Genuss hat auch großen Einfluss auf unser Wohlbefinden. Dies gilt auch und insbesondere für Menschen mit einem sensiblen Organismus, wie Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen. 

Um diesen Patienten die Freude am Kochen und Genießen in den Ernährungsalltag zurück zu bringen, hat Holger Stromberg nun gemeinsam mit dem globalen Gesundheitsunternehmen Abbott das Buch Kochen mit Bauchgefühl – Genießen und sich wohlfühlen auch bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa veröffentlicht.

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Wenn Darmbakterien surfen gehen

Molekularer Signalweg bei Durchfallerkrankung

 

EHEC auf DarmzelleBraunschweig (19. März 2009) - Das Bakterium Escherichia coli gehört zur gesunden menschlichen Darmflora. Aber E. coli hat auch krankheitserregende Verwandte, die Durchfallerkrankungen hervorrufen: enterohämorraghische E.coli-Bakterien (EHECs).

Während einer Infektion besiedeln sie die Darmschleimhaut und verursachen dabei im Gegensatz zu gutartigen Bakterien Verletzungen. Die EHECs haften sich fest an die Oberfläche der Schleimhautzellen an und verändern deren Inneres: Ein Teil des zellulären Stützskeletts - das Aktin-Skelett - wird derart umgebaut, dass die Zelloberfläche unter den Bakterien sockelförmige Auswüchse bildet, sogenannte Pedestals. Die Bakterien sind auf diesen Sockeln fest verankert; die Pedestals dagegen sind beweglich. So können die Bakterien auf ihnen sitzend über die Zelloberfläche surfen und sich darauf vermehren, ohne aus dem Darm gespült zu werden. Wie aber bringen die Bakterien die Wirtszelle zum Umbau des Aktin-Zellskeletts? Forscher am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) haben jetzt den Signalweg aufgeklärt, der zur Bildung dieser Sockel führt.

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Mezavant® (MMX® Mesalazin) seit dem 1. Januar 2009 auch als N3 mit 120 Tabletten pro Packung erhältlich

 

Köln (5. Januar 2009) - Mezavant® 1.200mg magensaftresistente Retardtablette steht ab dem 1. Januar 2009 auch als N3 mit 120 Tabletten pro Packung zur Verfügung. Neben einer guten Wirksamkeit in der Akuttherapie hat Mezavant® mit patentierter MMX®-Technologie (Multi Matrix System) auch Erfolge in der Langzeit-Remissionserhaltung. Einen entscheidenden Beitrag zur überzeugenden Langzeiteffizienz dürfte die einmal tägliche Einnahme (2-4 Tabletten) von Mezavant® leisten, die die Therapietreue der Patienten auch in beschwerde-freien Zeiten unterstützt.

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Phase-III-Studienergebnisse zu Resolor(R) (Prucaloprid) von Movetis bei Patienten mit chronischer Obstipation in den Fachzeitschriften "Gut" und "Alimentary Pharmacology and Therapeutics" veröffentlicht

 

Turnhout, Belgien (18. Dezember 2008) - Mit der Veröffentlichung von Artikeln in den medizinischen Fachzeitschriften The Gut und Alimentary Pharmacology and Therapeutics (APT) und dem ersten Artikel über die Ergebnisse der zulassungsentscheidenden Phase-III-Studie, der im Mai 2008 im New England Journal of Medicine (NEJM) erschienen ist, sind die zulassungsrelevanten Phase-III-Studiendaten zu Prucaloprid jetzt vollständig veröffentlicht. Die Ergebnisse bestätigen in ihrer Gesamtheit die Wirksamkeit und Sicherheit der Behandlung mit Prucaloprid bei Patienten mit chronischer Obstipation, die mit Laxanzien (Abführmitteln) keine ausreichende Verbesserung ihres Zustands erzielen konnten.

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Diagnostische und therapeutische Herausforderungen bei Chronisch Entzündlichen Darmerkrankungen – neue Probleme, neue Lösungen

 

InnenraumBerlin (3.Oktober 2008) - Fortschritte in der Therapie der Colitis ulcerosa standen im Mittelpunkt des Interesses auf dem Symposium „Diagnostische und therapeutische Herausforderungen bei Chronisch Entzündlichen Darmerkrankungen – neue Probleme, neue Lösungen“ im Rahmen der 63. Tagung der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselstörungen (DGVS) in Berlin. Wie die Experten unter dem Vorsitz von Professor Stefan Schreiber, Kiel, erläuterten, gewinnt der bewährte Wirkstoff Mesalazin durch eine innovative Formulierung neue Bedeutung: Die Multi Matrix-Technologie (MMX®) sorgt dafür, dass der Wirkstoff verzögert und verlängert im Dickdarm freigesetzt wird. Die einmal tägliche Einnahme kann bei akuter, leichter bis mittelschwerer Colitis ulcerosa bereits nach kurzer Zeit zu einer deutlichen Besserung führen. Auch für den Erhalt einer Remission ist die einmal tägliche Einnahme ausreichend und gut verträglich. Das einfache Therapieregime kann die Compliance erhöhen und senkt damit gleichzeitig das Risiko der Karzinomentstehung um 50 %, schlussfolgerten die Referenten.

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Infectious causes of Chronic Intestinal Infection

Emerging Challenges for differential diagnoses

 

Von Dr. med. Gillian Watermeyer

 

Berlin (3. Oktober 2008) - Die Häufigkeit entzündlicher Darmerkrankungen nimmt in der dritten Welt zu, die Diagnose wird jedoch durch eine Vielzahl infektiöser Darmerkrankungen kompliziert. Zahlreiche chronische Infektionen haben starke Ähnlichkeit mit Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn, müssen aber unbedingt ausgeschlossen werden bevor die Diagnose Chronische Entzündliche Darmerkrankung (CED) gestellt wird. Andernfalls könnte die Behandlung mit Steroiden, Immunsuppressiva oder Biologika verhängnisvolle Folgen haben. Gut zu unterscheiden von der CED ist die akute infektiöse Kolitis, ausgelöst durch Shigellen, Salmonellen, Campylobacter oder Escherichia coli. Typisch sind hier der akute Beginn, die kurze Dauer der Symptomatik und eine positive Stuhlkultur. Histologisch finden sich die Zeichen einer akuten, selbst limitierenden Kolitis mit zahlreichen Neutrophilen in der Lamina propria. Histologische Zeichen der Chronizität wie Kryptendestruktion oder basale Lymphoplasmozytose fehlen.

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Chemoprävention des kolorektalen Karzinoms

Akademische Diskussion oder Notwendigkeit zum Handeln?

 

Von PD Dr. med. Michael Bläker

 

Berlin (3. Oktober 2008) - Bereits 1863 hatte Rudolf Virchow die Vermutung geäußert, dass in entzündetem Gewebe der Ursprung von Krebs zu suchen sei. Moderne zellbiologische Erkenntnisse über die Karzinogenese bestätigen diesen Verdacht. Durch Zellproliferation und Ausschüttung von Zytokinen (u.a. TNF und Interleukine) unterstützt die entzündete Mukosa des Darmes alle drei Phasen der Karzinogenese (Tumorinitiation, -promotion und -progression).

Patienten mit chronisch entzündlicher Darmerkrankung haben gegenüber der Normalbevölkerung ein deutlich erhöhtes Risiko, an einem kolorektalen Karzinom zu erkranken. Nach verschiedenen Studien erhöht ein Morbus Crohn das Risiko um den Faktor 2,3, eine Colitis ulcerosa um den Faktor 3,4. Bei der CU wächst das Karzinomrisiko mit der Dauer der Erkrankung und auch mit ihrer Ausdehnung. Eine zusätzlich bestehende Primär sklerosierende Cholangitis (PSC) erhöht das Karzinomrisiko um den Faktor 5. Die chronische Entzündung des Darmes führt zu intraepithelialen, dysplastischen Veränderungen der Schleimhaut, die in Low-Grade- und High-Grade-Dysplasie eingeteilt werden und als Vorstufe des Kolonkarzinoms zu betrachten sind. Dies konnte in einer Analyse eines 30-jährigen kolonoskopischen Überwachungsprogramms an 600 Patienten mit Colitis ulcerosa klar gezeigt werden. Von den 46 Low-Grade-Dysplasien entwickelten 20 % ein Karzinom, von den 19 High-Grade-Dysplasien sogar 46 %. Bei 30 Patienten wurde gleich zu Beginn ein Karzinom gefunden.

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