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17 | 10 | 2017
Gastroenterologie
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Mesalazin bei Colitis ulcerosa

Sind alle therapeutischen Möglichkeiten ausgereizt?

 

Von Prof. Dr. med. Stefan Schreiber

 

Berlin (3. Oktober 2008) - Seit 1940 erstmals Sulfasalazine zur Therapie der entzündlichen Darmerkrankung eingesetzt wurden, sind die Behandlungsmöglichkeiten um eine Vielzahl anderer Medikamente erweitert worden. 1950 kamen die Steroide hinzu, 1980 6-Mercaptopurin und 1993 5-Aminosalizylat (5-ASA), dessen Stellenwert in der Behandlung der CED inzwischen klar erwiesen ist. Seit 1995 wird auch Methotrexat und seit 1999 Infliximab verwendet. Im Jahr 2007 kam MMX-Mesalazin als letzte Neuentwicklung hinzu.

Die Wirksamkeit von Mesalazin für die aktive Colitis ulcerosa und die Remissionserhaltung wurde in verschiedene Studien und Meta-Analysen belegt. Dabei wird die Bedeutung der Abheilung der Mukosa zunehmend wichtiger, da sie zum Beispiel mit einem verringerten Risiko für eine spätere Kolektomie assoziiert ist.

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Fortschritte in der Behandlung von Patienten mit Morbus Crohn

 

Von Prof. Dr. Stefan Schreiber

 

Berlin (2. Oktober 2008) - Der langjährig verlaufende Krankheitsprozess des M. Crohn wird nach den Anfangsjahren zunehmend auch von nicht-entzündlichen chronisch-destruierenden Komplikationen wie Strikturen, Abszessen und Fisteln geprägt. Trotz des stetig zunehmenden Einsatzes oraler Immunsuppressiva wie Azathioprin, bleibt jedoch die Häufigkeit der deshalb notwendigen Operationen unverändert. Ursache hierfür ist, dass mit der heutigen Standardtherapie für CED-Patienten nur eine inkomplette Remission erzielt werden kann, d. h. obwohl die Patienten symptomfrei werden, schreitet die zerstörende Erkrankung weiter fort. Hierdurch kommt es früher oder später zu einer „intestinalen Invalidität“ mit permanenten Schäden.

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Frühe Kriterien für den schweren  Morbus Crohn

 

Von Prof. Dr. med. Andreas Stallmach

 

Berlin (2. Oktober 2008) - Der Verlauf beim Morbus Crohn ist in der Regel durch den Wechsel zwischen Phasen mit hoher Krankheitsaktivität und Phasen der Remission gekennzeichnet. Das klinische Spektrum reicht dabei von leichten Beschwerden (z. B. wenige breiige Stuhlentleerungen) bis hin zum fulminanten Schub mit vitaler Bedrohung. Ca. 50 % der Patienten mit Morbus Crohn müssen wegen ihrer Erkrankung nie mit systemisch-wirkenden Steroiden behandelt werden (1). Verlaufsuntersuchungen zeigen, dass bei einem Großteil der Patienten der Krankheitsverlauf relativ „benigne“ ist und nur selten Rezidive auftreten (2). Bei diesen Patienten reicht es, beim Auftreten eines akuten Schubes eine symptom-orientierte Basistherapie einzuleiten; langfristige Behandlungsstrategien sind entbehrlich. Wir wissen aber auch, dass bei einer anderen Gruppe von Patienten mit Morbus Crohn, insbesondere jungen Patienten, die im akuten Schub mit Steroiden behandelt werden müssen, einen ungünstigen Verlauf aufweisen. Bei diesen Patienten mit kompliziertem Morbus Crohn bestehen zwei Probleme: zum Einen muss im akuten Schub eine effektive Behandlung zum raschen Erreichen einer Remission gefunden werden, zum Anderen sollte eine effektive Rezidivprophylaxe den Rückfall langfristig verhindern. Wie erkennen wir nun diese Patienten frühzeitig? Gibt es sichere prädiktive Parameter für den individuellen Verlauf?

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Wie gut ist die Versorgung von CED-Patienten in Deutschland?

 

Von Dr. med. Bernd Bokemeyer

 

Berlin (2. Oktober 2008) - Nach vorliegenden Untersuchungen gibt es in Deutschland etwa 320.000 CED-Patienten, etwa jeweils zur Hälfte Morbus Crohn- und Colitis ulcerosa-Patienten. Circa 35 % werden davon im gastroenterologischen und fachinternistischen Versorgungsbereich behandelt. Demgegenüber befinden sich über 50 % dieser Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) in der Behandlung von Allgemeinärzten oder Allgemeininternisten. Hier wäre es anzustreben, zumindest diese Patienten konsiliarisch an ein gastroenterologisches Zentrum mit einem CED-Schwerpunkt anzubinden.

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Colitis ulcerosa

2g einmal täglich – die optimale Dosis zur Remissionserhaltung

 

Berlin (1. Oktober 2008) – Mit Pentasa® Xtend stellt Ferring Arzneimittel für die Therapie der Colitis ulcerosa eine neue optimal dosierte 2g -Darreichungsform zur Verfügung, die überlegene Wirksamkeit mit Kosteneffizienz verbindet. Der einfache Einnahmemodus – ‚Once-Daily’ mit genau einer Tagesdosis in der Remissionserhaltung – erhöht signifikant die klinische und endoskopische Remissionsrate und wird von den Patienten hoch akzeptiert. Eine wichtige Voraussetzung für die Therapietreue im Alltag bei der in Schüben verlaufenden chronisch entzündlichen Darmerkrankung. Darüberhinaus reduziert eine dauerhafte, ausreichend hoch dosierte remissionserhaltende Therapie das Risiko, an einem Kolonkarzinom zu erkranken.

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Wie viel Mesalazin braucht der Colitis-Patient?

Neue Daten zur optimalen Dosierung in der Remissionserhaltung

 

Von Prof. Dr. Axel Dignass, Frankfurt am Main

Berlin (1. Oktober 2008) - Mesalazin ist aktuell das wichtigste Standardmedikament für die Remissionserhaltung bei leichter bis mittelschwerer Colitis ulcerosa, was durch eine Vielzahl von randomisiert kontrollierten Studien hinreichend belegt ist. Patienten, die regelmäßig Mesalazin ein­nehmen, haben ein deutlich geringeres Risiko, einen erneuten Colitis ulcerosa-Schub zu erleiden.

Bei chronischen Erkrankungen stellt die Patientencompliance einen ganz wesentlichen Faktor für den Grad der Therapieeffizienz dar. Gerade bei asymptomatischen Patienten wird sehr häufig eine unzureichende Compliance beobachtet. Dies trifft auch für Patienten mit Colitis ulcerosa in Remission zu, wie in einer Reihe von Untersuchungen gezeigt werden konnte. Risikofaktoren für eine mangelnde Compliance bei der Einnahme von Mesalazin sind neben der Remission eine Vollzeitbeschäftigung, Mehrfachdosierungen eines einzelnen Medikamentes sowie die Kombination mehrerer Medikamente. Andererseits konnten verschiedene Untersuchungen zeigen, dass die regelmäßige Einnahme von Mesalazin umso einfacher gelingt, je weniger Tagesdosen eingenommen werden müssen.

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„Darmkrebs? Ich doch nicht….“

Vorsorge-Koloskopie und Karzinomprophylaxe bei Colitis-Patienten

 

Von Dr. Bernd Bokemeyer, Minden

Berlin (1. Oktober 2008) - Dickdarmkrebs ist in Deutschland die zweithäufigste Krebstodesursache. Die Krebs­neuerkrankungsrate, bezogen auf beide Geschlechter, ist im Vergleich zu anderen Karzinomen am höchsten. Über 70.000 Personen erkranken in Deutschland jährlich neu an Darmkrebs, was die Relevanz dieses Themas für jeden einzelnen dokumentiert.

Da die seit vielen Jahren durchgeführte Untersuchung des Stuhls auf okkultes Blut zwar eine signifikante Reduktion des Dickdarmkrebsrisikos um circa gut 20 % zeigte, bestehen doch viele Nachteile bei diesem Test, der nicht sehr spezifisch ist. Um eine bessere Effektivität in der Darmkrebsvorsorge zu erreichen, wurde 2003 in Deutschland die Vorsorge-Koloskopie eingeführt. Man geht davon aus, dass durch die Durchführung einer Vorsorge-Koloskopie alle 10 Jahre, die Karzinomrate um über 70 % gesenkt werden kann. Auf Grund dieser Daten wurde 2003 die Vorsorge-Koloskopie für alle Patienten ab dem 56. Lebensjahr kostenfrei eingeführt, die bei sonst unauffälligem Befund nach 10 Jahren wiederholt werden sollte.

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Mir geht’s doch gut! Herausforderung Compliance:

Erfahrungen, wirtschaftliche Aspekte und Fallbeispiele aus der Praxis

 

Von Prof. Dr. Henning Adamek, Leverkusen

 

Berlin (1. Oktober 2008) - Unter dem Begriff Compliance versteht man den Grad, in dem das Verhalten einer Person in Bezug auf die Einnahme eines Medikamentes, das Befolgen einer Diät oder die Verän­derung des Lebensstils mit dem ärztlichen oder gesundheitlichen Rat korrespondiert. Compliance könnte man auch mit „konsequentem Befolgen“ gleichsetzen. Dass das nicht so einfach ist, wusste schon Hippokrates: „Der Arzt soll sich immer der Tatsache bewusst sein, dass Patienten oft lügen, wenn sie behaupten, dass sie eine bestimmte Medizin eingenommen haben.“

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Neue Broschüre für Patienten mit Colitis ulcerosa

Ein Wegweiser für Betroffene

Neue Broschüre für Patienten mit Colitis ulcerosa – Ein Wegweiser für Betroffene

 

Köln (24. September 2008) - Ab sofort können Ärzte für ihre Colitis ulcerosa- Patienten die neue Broschüre „Aktiv leben mit Colitis ulcerosa – Ein Wegweiser für Betroffene“ kostenlos anfordern. Neben interessanten und hilfreichen Hintergrundinformationen beinhaltet diese auch wichtige Adressen von Selbsthilfe-Gruppen.

Mit der neuen Broschüre „Aktiv leben mit Colitis ulcerosa – Ein Wegweiser für Betroffene“, will die Shire Deutschland GmbH, die kürzlich Mezavant® (Mesalazin) mit der innovativen MMX®-Technologie (Multi Matrix System) einführte, Ärzte dabei unterstützen, ihre Patienten über diese Autoimmunkrankheit aufzuklären und die Compliance zu erhöhen.

Die Broschüre behandelt u.a. Fragen nach Entstehung, Beschwerden, Diagnosestellung, Behandlungsmöglichkeiten, Ernährung, Komplikationen, Sexualleben u.v.m.

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Chronisch gestresster Darm:

Neuer Entstehungsmechanismus von Darmentzündung entdeckt

 

München (29. August 2008) - Entzündliche Darmkrankheiten wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa sind Zivilisationskrankheiten, die immer häufiger auftreten. Auch wenn die Ursachen dieser Leiden noch unklar sind: Man ist nun einen Schritt weiter beim Verständnis, wie sie entstehen. Forscher der Technischen Universität München (TUM) haben herausgefunden, dass das Zusammenspiel eines Immunbotenstoffs und eines Stressproteins gestört ist.

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Studiendaten belegen lang anhaltende Remission durch Adalimumab bei Patienten mit Morbus Crohn

Bei drei von vier Patienten, die nach einjähriger Therapie mit Adalimumab in Remission waren, blieb diese auch über zwei Jahre erhalten

 

Wiesbaden (2. Juni 2008) - Die Ergebnisse einer offenen Erweiterungsphase der beiden Zulassungsstudien CHARM and GAIN zeigen, dass Patienten mit moderatem bis schwerem Morbus Crohn unter einer Therapie mit Adalimumab (Humira®) eine lang anhaltende klinische Remission und ein dauerhaftes klinisches Ansprechen erreichen. Die Daten wurden aktuell im Rahmen der Digestive Disease Week (DDW) in San Diego vorgestellt, des größten internationalen Kongresses von Ärzten, Forschern und Akademikern aus den Gebieten der Gastroenterologie, Hepatologie, Endoskopie und der gastrointestinalen Chirurgie. Patienten der Studien CHARM und GAIN wurden in einer nicht plazebokontrollierten Open-Label-Extension (OLE)-Studie mit Adalimumab weiterbehandelt. Patienten der CHARM-Studie wurden insgesamt über zwei Jahre, Teilnehmer der vierwöchigen GAIN-Studie über ein Jahr hinweg beobachtet.

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