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Gastroenterologie
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Studienergebnisse mit Certolizumab Pegol bei Morbus Crohn im New England Journal of Medicine (NEJM) veröffentlicht

 

‑ Erster PEGylierter, Fc‑freier anti‑TNF‑Wirkstoff vorgestellt in zwei Publikationen

‑ Daten bestätigen die Wirksamkeit von Certolizumab Pegol bei Morbus Crohn

 

Kerpen (18. Juli 2007) ‑ Die Ergebnisse von zwei Phase‑III‑Studien mit dem neuen anti‑TNFWirkstoff Certolizumab Pegol erscheinen heute in der Ausgabe des renommierten Fachjournals nNew England Joumal of Mediciney (NEJM). Die Studienergebnisse zeigen die Sicherheit und anhaltende Wirksamkeit von Certolizumab Pegol bei mittelschwerem bis schwerem Morbus Crohn. Die Studien PRECISE 1 und PRECISE 2 (Pegyiated antibody fRagment Evaluation in Crohn's dlsease Safety and Efficacy) zeigen, dass im Vergleich zu Placebo statistisch signifikant mehr Patienten mit mittelschwerem bis schwerem Morbus Crohn auf Certolizumab Pegol ansprachen und der Response über den Studienzeitraum aufrecht erhalten werden konnte. Certolizumab Pegol wurde alle 4 Wochen über einen Zeitraum von 26 Wochen verabreicht mit nur einer zusätzlichen Gabe in der Induktionsphase in Woche 2. Patienten, die in der offenen Vorbehandlungsphase auf Certolizumab Pegol ansprachen und im Verumarm verblieben, hatten eine höhere Wahrscheinlichkeit auf anhaltendes Ansprechen und Remission in Woche 26 als solche Patienten, die in der PRECISE 2‑Studie Placebo erhalten hatten.

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Adalimumab jetzt auch für Morbus Crohn zugelassen

Höhere Remissionsrate bei frühem Einsatz von Adalimumab

 

Hamburg (4. Juli 2007) - Seit dem 4. Juni 2007 ist der vollständig humane und selbst-applizierbare monoklonale Antikörper Adalimumab (Humira®) als erster seiner Klasse von der EMEA für die Therapie des schwergradigen, aktiven Morbus Crohn zugelassen. Neue Ergebnisse zu Adalimumab wurden kürzlich auf der Digestive Disease Week (DDW), dem weltweit größten gastroenterologischen Kongress, vorgestellt. Auf einem von Abbott Immunology veranstalteten Symposium in Hamburg wurden einige der wichtigsten Abstracts der DDW zu verschiedenen Themengebieten wie chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED), endoskopische Techniken und maligne Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes von Experten vorgestellt und diskutiert.
Die Zulassung von Adalimumab basiert unter anderem auf der CHARM- (Crohn’s trial of the fully Human antibody Adalimumab for remission Maintenance) Studie, die mit fast 500 Patienten, so Prof. Dr. Stefan Schreiber, Kiel, eine der größten Studien bei Morbus Crohn ist. In dieser plazebokontrollierten Doppelblindstudie konnte durch die Erhaltungstherapie mit Adalimumab bei rund 40 % der Teilnehmer eine Remissionen langfristig über 56 Wochen aufrecht erhalten werden [1]. Im Plazeboarm gelang dies nur bei 12 % der Patienten.

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Helicobacter pylori

Die Geschichte einer unglaublichen Entdeckung

 

helicobacter pylori Photo: AltanaKonstanz/Ludwigshafen/Magdeburg (31. Mai 2007) ‑ Mit viel persönlichem Einsatz und unbedingtem Glauben an die eigene Urteilsfähigkeit haben J. Robin Warren und Barry J. Marshall die Behandlung von Magenerkrankungen revolutioniert. 2005 erhielten die beiden australischen Forscher für die Entdeckung des Helicobacter pylori als Krankheitserreger den Medizin‑Nobelpreis. Etwa die Hälfte der Menschheit ist mit dem „Magenteufel" infiziert, der Geschwüre in Magen und Zwölffingerdarm sowie Magenkrebs verursachen kann.

 

„Unmöglich!" hätten wohl die meisten Wissenschaftler gedacht. „Unglaublich!" war wohl die Reaktion von J. Robin Warren, als er 1979 bei der Biopsie eines Patienten große Mengen von Bakterien fand, die offenbar die Magenschleimhaut besiedelten. Im unwirtlichen Milieu der Magensäure können Bakterien nicht langfristig überleben, geschweige denn sich vermehren ‑ das besagte seinerzeit die Schulmedizin. Doch Warren beharrte auf dem, was er mit eigenen Augen gesehen hatte. Und so kam es, dass nicht ein hochgerüstetes Hightechlabor, sondern ein Facharzt an einem Krankenhaus in Perth, Australien, einen Paradigmenwechsel in der Behandlung von Magenerkrankungen einläutete.

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Wirkmechanismen der TNF-Antagonisierung

 

Von Prof. Dr. med. Torsten Kucharzik, Münster

 

Hannover (15. September 2006) - TNF-alpha spielt als proinflammatorisches Zytokin eine wesentliche Bedeutung in der Pathogenese chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen (CED). Neben einer unmittelbaren Rolle bei der Gewebsdestruktion ist TNF-alpha sekundär auch an der Rekrutierung des entzündlichen Infiltrates bei CED beteiligt. Erhöhte Konzentrationen von TNF konnten bei Patienten mit CED im Serum und im Stuhl nachgewiesen werden. TNF ist ein 26 kDa großes transmembranöses Protein, welches nach Synthese und Transport an die Zelloberfläche durch eine Metalloproteinase (TACE) gespalten und anschließend als 17 Kilodolten Protein in den Extrazellularraum abgegeben wird. Nach Trimerisierung bindet TNF an die zwei Rezeptoren TNF-Rezeptor I (p55), den primären Rezeptor für lösliches TNF und den TNF-Rezeptor II (p75), den primären Rezeptor für membrangebundenes TNF. Membranständiges TNF stellt nicht nur einen Liganden für den TNF-RII dar, sondern kann auch Signale als Rezeptor in die Zellen vermitteln. Dieser Mechanismus ist für das Verständnis der Wirkung TNF-antagonisierender Substanzen von großer Bedeutung.

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Subkutane anti-TNF-Therapie des M. Crohn mit Certolizumab pegol Ergebnisse der Zulassungsstudien mit dem ersten pegylierten Fab-Fragment

 

Von Prof. Dr. med. Stefan Schreiber, Kiel

 

Hannover (15. September 2006) - Certolizumab Pegol ist ein Repräsentant einer neuen Gruppe hochaffiner Moleküle gegen menschliches TNF, die für eine subkutane Gabe optimiert wurden. Im Vergleich zu monoklonalen Antikörpern weist Certoiizumab Pegol nur noch minimale Proteinanteile auf ‑ das Fc-Fragment wurde durch eine PEGylierung ersetzt und ein Großteil der üblicherweise auch im Bindungsbereich vorhandenen murinen Proteine wurden durch humane Sequenzen ersetzt.

Die Halbwertszeit von Certolizumab Pegol ist zirka 14 Tage. In vitro induziert es keine Apoptose bei T-Zellen oder Makrophagen, hat aber dafür eine ausgeprägte anti-Zytokin-Wirkung. Durch den fehlenden Fc-Anteil ist eine komplementvermittelte Zytotoxizität und Antikörperinduzierte zellvermittelte Toxizität (ADCC) ausgeschlossen. Als optimale Dosis für Morbus Crohn wurden in der Phase 11.400 mg alle vier Wochen ermittelt.

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Sodbrennen und säurebedingte Beschwerden

Wenn Magensäure krank macht

 

Hydrotalcit neutralisiert überschüssige Säure und unterstützt
den körpereigenen Schutz im Magen

 

Hamburg (17. August 2006) – Ohne die Magensäure wäre Verdauung nicht möglich. Sie bereitet die Zer­legung der Eiweiße vor und macht Krankheitskeime unschädlich. Durchschnittlich ein bis drei Liter Magensaft werden pro Tag produziert. Aber bei jedem dritten Deutschen gerät die Säureproduktion aus dem Lot. Die Folge: Die Betroffene leiden unter Sodbrennen und säurebedingten Magenbeschwerden. Saures Aufstoßen nach dem Essen, Druck in der Magengrube und vor allem ein unangenehmes Brennen in der Speiseröhre sind die typischen Zeichen.

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Blähungen

Stress fördert Luft im Bauch

 

Lefax-Wirkstoff Simeticon wirkt rein physikalisch bei gasbedingten Symptomen

 

Hamburg (17. August 2006)  – In Zeiten von „take away“ und „to go“ bleiben entspannte und ausgewogene Mahlzeiten oft auf der Strecke. Das Essen wird schnell und nebenbei erledigt, in stressigen Situationen wird bevorzugt Fast Food konsumiert. Unter solchen Umständen sind Beschwerden wie Druckgefühl und Blähungen bei vielen programmiert. Doch nicht nur Hektik und Zeitmangel sind schuld: Auch manche Lebensmittel, die aufgrund ihrer Zusammensetzung für den Körper unverdaulich sind, verursachen im Verdauungs­trakt eine Extraportion Luft, die Beschwerden auslösen kann.

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