Kinder- und Jugendmedizin

URMEL-ICE Studie zeigt:

Prävention hilft gegen Übergewicht

Präventionsstudie Urmel-Ice. Grafik: UK Ulm 

Ulm (15. Juli 2008) - Eine Reduktion des Konsums zuckerhaltiger Getränke, eine Steigerung der täglichen Bewegungszeit und eine Verringerung der Zeit, die Kinder vor Bildschirmmedien verbringen, beugt Übergewicht vor. Das ist eines der Ergebnisse der URMEL-ICE Studie, an der sich 1037 Zweitklässler aus 34 Grundschulen in Ulm und Neu-Ulm, im Alb-Donau-Kreis und dem Kreis Neu-Ulm beteiligt haben.

Ziel der Studie war, ein wissenschaftlich begründetes, strukturiertes Präventionsprogramm aufzubauen, das frühzeitig ansetzt, über die Schule wirkt, ohne zusätzlichen Expertenunterricht auskommt und das soziale Umfeld wie Schulklassen und Familien einbezieht. "URMEL-ICE ist eine wissenschaftliche Studie und nicht nur eine gut gemeinte Initiative und kann als eine der großen deutschen Interventionsstudien positive Ergebnisse liefern", erklärt Studienleiter Prof. Dr. Jürgen M. Steinacker, Leiter der Sektion Sport- und Rehabilitationsmedizin an der Ulmer Universitätsklinik für Innere Medizin II. URMEL-ICE steht für "Ulm Research on Metabolism, Excercise und Lifestyle Intervention in Children".

Asthma bronchiale bei Kleinkindern: Vorläufige Bewertung therapeutischer Maßnahmen liegt vor

IQWiG nimmt Stellungnahmen entgegen / Nutzen und Schaden unklar

 

Berlin (1. Juli 2008) - Welchen Nutzen oder Schaden 2-bis 5-Jährige mit bronchialer Obstruktion oder Asthma bronchiale von Maßnahmen haben könnten, die im Disease-Management-Programm (DMP) Asthma bislang nur älteren Kindern angeboten werden, hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) untersucht. Auf den Prüfstand kamen dabei sowohl medikamentöse als auch nichtmedikamentöse Verfahren. Am 1. Juli 2008 haben die Wissenschaftler ihre vorläufigen Ergebnisse präsentiert. Bis zum 29. Juli können alle Interessierten schriftliche Stellungnahmen zum Vorbericht an das IQWiG richten.

KKH meldet Zunahme der Krankheit ADHS um 50 Prozent

Bewegung statt Pillen

 

Hannover (9. Juni 2008, ots) - Die Kaufmännische Krankenkasse (KKH) verzeichnete von 2004 bis 2007 - also in nur drei Jahren - eine Zunahme der Diagnose ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Syndrom) um 50 Prozent. Waren im Jahr 2004 noch 21 von 1.000 Jugendlichen betroffen, so lag die Zahl 2007 bereits bei 33 ADHS-Diagnosen auf 1.000 Jugendliche. Eine halbe Million Kinder und Jugendliche sind in Deutschland betroffen. Jungen erkranken dreimal so häufig wie Mädchen. "ADHS ist keine Krankheit, die vom Himmel fällt. Vielmehr scheint es so zu sein, dass gesellschaftliche und psychosoziale Entwicklungen eine Rolle spielen - wie etwa Reizüberflutung, mangelnde Zuneigung, familiäre Konflikte und zu wenig körperliche Bewegung. Dem darf nicht nur mit Arzneimitteln begegnet werden", erklärt Ingo Kailuweit, Vorstandsvorsitzender der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH). Zuwendung, Freunde und Bewegung bei Spiel und Sport seien entscheidende Parameter.

Gegen häufigste Erreger von Magen-Darm-Erkrankungen bei Säuglingen

Techniker Krankenkasse übernimmt Kosten der Impfung gegen Rotaviren

München (10. März 2008) - Als eine der ersten Krankenkassen bundesweit hat sich nun die Techniker Krankenkasse entschlossen, die Rotavirus-Impfung für Säuglinge ab der 7. Lebenswoche zu erstatten. Die Sächsische Impfkommission (SIKO) empfiehlt bereits seit dem 1. Januar 2008 die Impfung gegen Rotavirus-bedingte Magen-Darm-Infektionen generell für alle Säuglinge in Sachsen.(1)

„Wie berechenbar sind Kinder?"

Verbesserung der Arzneimittelsicherheit für Kinder durch Simulationstechniken

 

Hexal-Initiative Kinderarzneimittel Photo: HexalDüsseldorf (15. Februar 2008) - Kinder sind bei medikamentöser Behandlung einem größeren Risiko von Therapieversagen und Nebenwirkungen ausgesetzt als Erwachsene, da bisher aus arzneimittelrechtlichen und methodischen Gründen kaum klinische Studien mit pädiatrischen Patienten durchgeführt wurden. Ende Januar 2007 ist eine europäische Verordnung über Kinderarzneimittel in Kraft getreten. Neue Arzneimittel, die auch zur Behandlung von Kindern geeignet sind, werden nur zugelassen, wenn klinische Studien mit pädiatrischen Patienten durchgeführt wurden. Für die große Gruppe der bereits zugelassenen Arzneimittel gibt es allerdings keine Verpflichtung zur nachträglichen Durchführung klinischer Studien. Somit werden Kinder in Zukunft zwar am therapeutischen Fortschritt teilhaben, jedoch weiterhin überwiegend Arzneimittel erhalten, über deren Wirksamkeit und Sicherheit in der Pädiatrie zu wenige Daten vorliegen.

HEXAL-Initiative Kinderarzneimittel

Mehr Arzneimittelsicherheit für Kinder durch Information und Transparenz

 

Mainz (15. September 2006) Viele Kinder müssen mit Arzneimitteln behandelt werden, die für ihre Altersgruppe nicht zugelassen sind, weil nicht genügend geprüfte Arzneimittel zur Verfügung stehen. Kinder erhalten jedoch auch ungeprüfte Arzneimittel, obwohl zugelassene Alternativen zur Verfügung stehen, wie in einer Untersuchung der HEXAL-Initiative Kinderarzneimittel zum off-label use bei Kindern festgestellt wurde. Vor allem bei Arzneimitteln zur Behandlung seltener Erkrankungen im Kindesalter kann die Suche nach einem zugelassenen Arzneimittel viel Zeit erfordern. Der Zulassungsstatus muss aus der Fachinformation ermittelt werden, die vom pharmazeutischen Unternehmer entweder als Papierversion oder über das elektronische Fachinformations-Verzeichnis der Roten Liste zur Verfügung gestellt wird. Somit ist zwar ein schneller Zugriff auf einzelne Fachinformationen möglich, nicht jedoch die gezielte Suche nach einem Arzneimittel mit bestimmten Merkmalen.

Robert Koch-Institut empfiehlt Kinder-Impfung gegen Hirnhautentzündung

Meningokkoken C: Neue Impfempfehlung wird die Zahl der Todesopfer in Deutschland senken

 

Experten informierten über Notwendigkeit des Impfschutzes für Kinder und Jugendliche

Sterblichkeit und schwere Folgeschäden können durch modernen Konjugat-impfstoff nachhaltig reduziert werden.

 

Meningokokken_mikroskopisch. Photo: Novartis BehringMünchen (6. September 2006) - Trotz moderner Behandlungsmethoden weisen Meningokokken-C-Erkrankungen in Deutschland noch immer eine Sterblichkeit von über zehn Prozent auf. Von durchschnittlich 200 invasiven, das bedeutet schweren und lebensbedrohlichen, Meningokokken-C-Erkrankungen pro Jahr führen ca. 25 zum Tod der Erkrankten. Eine in etwa gleich große Zahl erleidet  durch Sepsis oder Hirnhautentzündungen schwerste Folgeschäden, die z.B. zu Amputationen der Gliedmaßen führen können. Die im Juli 2006 von der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO) ausgesprochene neue Impfempfehlung für alle Kinder im zweiten Lebensjahr wird diese erschreckenden Zahlen nachhaltig reduzieren. Dieser Hoffnung gaben alle Experten im Rahmen des Fachpressegespräches „Schutz vor tödlichen Meningokokken C – Viele Kinder und Jugendliche noch nicht geimpft“ Ausdruck, das heute in München stattfand. Veranstalter war der Impfstoffhersteller Novartis Behring.