Kinder- und Jugendmedizin

Unfälle traumatisieren auch Kleinkinder

Traumagefahr bei verunfallten Kleinkindern rechtzeitig erkennen

 

Zürich, Schweiz (23. September 2013) - Auch Kleinkinder leiden nach einem schweren Unfall an posttraumatischen Belastungsstörungen. Mithilfe eines neuen Tests können Kinder mit einem erhöhten Risiko bereits innert weniger Tage erkannt werden. Der von Wissenschaftlern der Universität und des Kinderspitals Zürich entwickelte Test hilft, dass traumatisierte Kleinkinder rechtzeitig behandelt werden können.

 

Junge mit Maske und Pflege. Photo: Lindes Healthcare DeutschlandDGKJ 2013

LIVOPAN® schließt Lücke in der analgetischen Medikation

 

Düsseldorf (14. September 2013) - Anlässlich der 109. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) in Düsseldorf, fand am 14.09.2013 ein „Meet the Experts“ zur inhalativen Analgesie mit dem Lachgas-Sauerstoff-Gemisch LIVOPAN® statt. Die Experten Dr. Michael Barthel aus Bielefeld, Dr. Kolja Eckert aus Essen sowie Dr. Matthias Kuch aus Karlsruhe berichteten von ihren Erfahrungen mit der 50 % : 50 %  Lachgas / Sauerstoff Mischung in der kinderchirurgischen Ambulanz.

 

Aktuelles vom DGKJ 2013

Blutungskomplikationen in der pädiatrischen Praxis:  Mit standardisierter Anamnese Warnsignale des vWS schnell und sicher erkennen

 

Düsseldorf (14. September 2013) – Im Rahmen der 109. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) diskutieren Experten anlässlich eines Pressegesprächs von CSL Behring über die Bedeutung der Früherkennung von Gerinnungsstörungen wie dem von-Willebrand-Syndrom (vWS) in der pädiatrischen Praxis. Im Fokus steht insbesondere die Sensibilisierung der Kinder- und Jugendärzte für die Erkrankung und die sichere Diagnosestellung mittels standardisierter Anamnese. Denn gerade bei blutungsgefährdeten Kindern ist die Früherkennung von eminenter Wichtigkeit, um – vor allem im perioperativen Umfeld – ernste Komplikationen zu vermeiden.

Elvanse® schließt Lücke in der ADHS-Therapie

 

Frankfurt am Main (5. September 2013) – Das kürzlich in Deutschland zur Zweitlinientherapie der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) zugelassene Prodrug-Stimulans Elvanse® (Lisdexamfetamindimesilat) hat sich in Studien als hoch wirksam erwiesen. Von der neuen Behandlungsoption können zahlreiche Patienten profitieren, so die Einschätzung führender Experten auf einer Pressekonferenz der Shire Deutschland GmbH in Frankfurt. Rund 30 Prozent der Kinder und Jugendlichen mit einer ADHS sprechen auf Methylphenidat nur unzureichend an (1, 2).

 

ADHS: Anwendung außerhalb einer therapeutischen Gesamtstrategie

Zusatznutzen von Lisdexamfetamin ist nicht belegt

 

Köln (2. September 2013) - Lisdexamfetamindimesilat (Handelsname Elvanse) ist seit März 2013 im Rahmen einer therapeutischen Gesamtstrategie zugelassen zur Behandlung von Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Störungen (ADHS) bei Kindern ab sechs Jahren, wenn eine vorangegangene Therapie mit dem Wirkstoff Methylphenidat nicht erfolgreich war. Bei der Bewertung des Herstellerdossiers gemäß Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) lässt sich kein Zusatznutzen des Wirkstoffs gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie feststellen. Denn der Hersteller hat keine relevanten Studien vorgelegt. Zu diesem Ergebnis kommt der am 2. September 2013 veröffentlichte Bericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG).

Langzeitstudie: Zunahme an Verhaltensauffälligkeiten, vor allem bei Jungen

Extrem lange Väter-Arbeitszeiten schaden Kindern

 

Berlin (22. August 2013) - Wenn Väter extrem lange Arbeitszeiten haben, wirkt sich das negativ auf die gesundheitliche und soziale Entwicklung von Söhnen aus. Das zeigt eine Studie im Journal of Marriage and Family von Jianghong Li, Forscherin am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, und vier australischen Koautoren.

 

Vorhersagemodell

Mit einfacher Methode das Risiko für Kinder-Asthma abschätzen

 

Bern, Schweiz (12. August 2013) - Viele Kleinkinder haben dauernd Husten oder entwickeln während einer Erkältung eine keuchende oder pfeifende Atmung. Diese Kinder müssen oft zum Arzt, werden ins Spital eingewiesen und erhalten viele Medikamente wie Antibiotika oder Asthma-Sprays. Nur wenige dieser Kinder entwickeln im Verlauf tatsächlich ein Asthma. Die meisten haben vorübergehende Probleme, die nach dem Vorschulalter verschwinden.

 

Kinderärzte fordern Pflichtimpfung zum neuen Kindergarten- und Schuljahr

Impfpflicht für Kinder in Gemeinschaftseinrichtungen endlich umsetzen

 

Berlin (7. August 2013) – Mit Blick auf das neue Schuljahr und die wachsende Zahl der Kinder in frühkindlicher Betreuung fordert die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin e.V., einen altersentsprechend vollständigen Impfschutz gemäß STIKO-Empfehlungen zur verpflichtenden Voraussetzung für den Besuch von Schulen, Kindergärten und Kinderkrippen zu machen. Ungeimpfte oder nicht nach Impfkalender geimpfte Kinder setzen sich in Gemeinschaftseinrichtungen nicht nur selbst einem Infektionsrisiko aus, sondern gefährden auch andere Kinder und speziell Kleinkinder.

 

Versorgung von Früh- und Neugeborenen

Zentrale Veröffentlichung der Klinikdaten zunächst freiwillig

 

Berlin (18. Juli 2013) – Krankenhäuser, die zur Versorgung von Früh- und Neugeborenen zugelassen sind, können ihre Ergebnisdaten künftig auch auf einer neuen Internetplattform bereitstellen, die ab dem kommenden Jahr freigeschaltet wird. Einen entsprechenden Beschluss, der zunächst eine freiwillige zentrale Veröffentlichung dieser Daten vorsieht, bevor dies für Perinatalzentren verbindlich wird, fasste der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) am Donnerstag in Berlin.

 

Abb.: Linksseitige Blutung an der Hirnoberfläche mit Verdrängung von Hirngewebe. Photo: DIVIDringender DIVI-Rat

Bei Schädel-Hirn-Trauma müssen Kinder und Jugendliche in die richtige Klinik

 

Berlin (9. Juli 2013) - Verkehrsunfälle, schlimme Stürze oder schwere Verletzungen beim Sport: täglich erleiden in Deutschland 200 Kinder und Jugendliche ein Schädel-Hirn-Trauma. Mehr als 90 Prozent verheilen ohne langfristige Schäden, doch ein Kind pro Tag stirbt an den Folgen. Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) weist darauf hin, dass der Transport in die richtige Klinik Leben retten kann. Die richtige Klinik ist aber nicht immer die nächstgelegene.

 

G-BA beschließt inhaltliche und strukturelle Überarbeitung

Richtlinie für Versorgung von Früh- und Neugeborenen

 

Berlin (20. Juni 2013) – Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat die „Vereinbarung über Maßnahmen zur Qualitätssicherung der Versorgung von Früh- und Neugeborenen“ inhaltlich und strukturell überarbeitet. Die grundlegende Änderung hatte sich vor allem aus der Auswertung der in den Jahren 2009 bis 2012 beim G-BA eingegangenen Anfragen und Stellungnahmen zu der Regelung ergeben.