Kinder- und Jugendmedizin

Studie Versorgungsatlas

Jugendliche sind Vorsorge-Muffel

 

Berlin (26. April 2013) - Nur 43 Prozent aller Jugendlichen nehmen an der Gesundheitsuntersuchung J1 teil. Dies belegt erstmals eine bundesweite Studie der Wissenschaftler vom Versorgungsatlas (www.versorgungsatlas.de). Die Detail-Analyse der Daten offenbart allerdings auch gravierende regionale Unterschiede: Während in manchen Regionen nur jeder fünfte Jugendliche das Angebot in Anspruch nimmt, glänzen andere mit Teilnehmerraten knapp unter 70 Prozent.

 

Entwicklung von Kindern variabel und schwer vorhersehbar

Zeitpunkt der ersten Schritte lässt keine Schlüsse auf Intelligenz zu

 

Zürich, Schweiz (28. März 2013) - Im Durchschnitt machen Kinder im Alter von 12 Monaten ihre ersten selbstständigen Schritte. Das ist für viele Eltern ein einschneidendes Erlebnis. Doch wann es passiert, spielt offenbar keine Rolle: Kinder, die früher zu gehen beginnen, sind später weder intelligenter noch motorisch geschickter. Zu diesem Schluss gelangt eine vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) unterstützte Untersuchung.

 

ADHS ist behandelbar – Experten fordern Chancengleichheit für Betroffene

 

Wiesbaden (22. Februar 2013) – Kinder und Jugendliche mit einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) können ihre Eltern und Lehrer an den Rand ihrer Kräfte bringen. Je früher ein spezialisierter Arzt eine Diagnose stellt und eine Behandlung begonnen wird, desto eher haben die betroffenen Kinder eine Chance, sich so zu entwickeln, wie es ihren Fähigkeiten entspricht. Denn ADHS ist zwar nicht heilbar, aber inzwischen gut behandelbar (1). Bis aber ADHS-Kinder in ganz Deutschland wirklich Chancengleichheit haben, gibt es noch viel zu tun. Dies berichteten Experten auf einer Pressekonferenz anlässlich des 1. ADS-Symposiums im Museum Wiesbaden am 23. Februar 2013 (Informationen zum Symposium unter www.opti-mind.de).

 

37. Interdisziplinäres Forum „Fortschritt und Fortbildung in der Medizin“

Prävention in der Kinder- und Jugendgesundheit

 

Berlin (31. Januar 2013) - „10 bis 15 Prozent der Jugendlichen leiden an einer depressiven Episode und haben ein rund 50-prozentiges Risiko, eine weitere Episode zu erleben. Da depressive Störungen mit einer Reihe von gesundheitlichen Störungen einhergehen, die wesentlich die Lebensqualität der Betroffenen einschränkt, ist Prävention eine zentrale Herausforderung für unsere Gesellschaft.“ Das erklärte Prof. Dr. Gerd Schulte-Körne, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie, München, beim 37. Interdisziplinären Forum „Fortschritt und Fortbildung in der Medizin“ der Bundesärztekammer in Berlin.

 

Rotavirus-Erkrankungen treten deutlich häufiger als gemeldet auf

Schluckimpfung mit RotaTeq® bietet Impfschutz bis ins vierte Lebensjahr*

 

Berlin (5. Dezember 2012) - Die Rotavirus-bedingte Gastroenteritis (RVGE) ist seit 2001 bundesweit die häufigste meldepflichtige Erkrankung** (Inzidenz: 1.107 Erkrankte pro 100.000 Einwohner) bei Kindern unter fünf Jahren. Dies zeigen aktuelle Surveillance-Daten des Robert Koch-Instituts. Da eine Labordiagnostik jedoch nur selten erfolgt, muss bei der Interpretation der Ergebnisse davon ausgegangen werden, dass eine nicht unerhebliche Untererfassung besteht und somit die tatsächliche Krankheitslast deutlich unterschätzt wird. Zum einen werden Erkrankte mit milden Infektionen, die nur zu Hause behandelt werden, nicht beim Arzt vorstellig, und zum anderen wird nicht bei jeder Rotavirus-bedingten Arztkonsultation aufgrund fehlender thera­peutischer Konsequenz eine Labordiagnose veranlasst. Rotavirus-Infektionen können besonders bei Säuglingen und Kleinkindern schwere Verläufe haben. Allein im Jahr 2011 wurden 55 Prozent der betroffenen Kleinkinder stationär behandelt. Bedingt durch Komplikationen wie etwa Dehydratation oder Elektrolytentgleisung kam es im Zeitraum der letzten sieben Jahre auch zu Todesfällen.1 Beim Pressegespräch des Impfstoffherstellers Sanofi Pasteur MSD, Leimen, befürworteten Experten daher unisono die Rotavirusschluckimpfung (z.B. RotaTeq®) der Säuglinge zum Schutz vor einer Rotavirus-Erkrankung.

 

Typ-1-Diabetes

Neuer Risiko-Test kann Erkrankungsgefahr bei Kleinkindern vorhersagen

 

Berlin (24. Oktober 2012) – Deutsche Diabetesforscher haben einen Risiko-Test entwickelt, der bereits im Neugeborenenalter eine Erkrankung am Typ-1-Diabetes vorhersehbar macht. „Das ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg, den Ausbruch eines Typ-1-Diabetes vielleicht künftig verhindern zu können“, erklärt Professor Dr. med. Stephan Matthaei, Präsident der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG). Gelingen könnte dies möglicherweise mithilfe einer Impfung, an der Forscher derzeit arbeiten.

 

Richtig reagieren im Notfall 

Atemnot bei Kindern

 

Berlin (19. Oktober 2012) - Babys und Kleinkinder stecken so ziemlich alles in den Mund, was in ihnen in die Quere kommt. Nicht selten geht der Forscherdrang der Kleinen dann so weit, dass sie kleine Teile verschlucken. Gelangen sie in die Atemwege, handelt es sich um einen echten Notfall. Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) sagt, was Eltern und Ärzte tun müssen, um den Kindern schnell und sicher zu helfen.

 

MMR, Varizellen und Rotaviren

Impf-Update für Säuglinge und Kleinkinder

 

Bad Orb (17. Oktober 2012) - Die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO) zur Impfung von Säuglingen und Kleinkindern bei Masern, Mumps, Röteln (MMR) und Varizellen wurden aktualisiert: Seit knapp einem Jahr wird bei der ersten Impfung die getrennte Gabe des MMR-Impfstoffs einerseits (z.B. MM-RvaxPro®) und eines Varizellen-Impfstoffs (z.B. Varivax®) andererseits empfohlen.1 Wie diese getrennte Gabe in der Praxis aufgenommen wurde und welche neuen Argumente aktuell eine deutsche Studie für eine Empfehlung zur Rotavirus-Schutzimpfung (z. B. mit RotaTeq®) bei Säuglingen liefert, dies erfuhren die Teilnehmer des vom Impfhersteller Sanofi Pasteur MSD, Leimen, unterstützen Symposiums beim diesjährigen Kongress des Bundesverbands für Kinder und Jugendliche (BVKJ e.V.) in Bad Orb.

 

Kinderchirurgen positionieren sich zu Gesetzentwurf

Beschneidung und Kinderrechte nicht bagatellisieren

 

Berlin (2. Oktober 2012) – Die Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH) äußert sich in einer Stellungnahme zum Eckpunktepapier des Bundesministeriums der Justiz (BMJ) „Beschneidung von Jungen – Eckpunkte einer Regelung“ vom 24. September 2012. Die Fachgesellschaft sieht in dem Papier des BMJ eine Missachtung der Argumente der medizinisch-fachlichen und der öffentlichen Diskussion. Es verharmlose einen mit unnötigen Risiken für das Kind verbundenen Eingriff. Dass die Operation auch von Nicht-Medizinern durchgeführt werden solle, bagatellisiere sie umso mehr. Der Entwurf des BMJ ordne Kinderrechte Elternrechten unter und beeinträchtige den Kinderschutz, anstatt beides zu stärken.

 

Sowohl der neue Atlas als auch Anamnesefragebögen können unter der Service-Faxnummer 0211 – 516045-249 kostenlos angefordert werden. Die Fragebögen sind in Deutsch, Türkisch, Russisch und Serbokroatisch erhältlich.Für die pädiatrische Praxis

Neuer Beratungsatlas zum von-Willebrand-Syndrom

 

Hattersheim (20. September 2012) – Schwer stillbare Blutungen bei Tonsillektomien oder nach Zahnextraktionen können in Zusammenhang mit dem von-Willebrand-Syndrom stehen. Das von-Willebrand-Syndrom ist die häufigste hereditäre Blutgerinnungsstörung und betrifft Jungen und Mädchen. Mit einer Häufigkeit von etwa 1 % hat die Erkrankung eine besonders hohe Relevanz in der Kinderarztpraxis. Das Problem ist die hohe Dunkelziffer, denn die Erkrankung wird meist erst entdeckt, wenn Blutungskomplikationen nach Verletzungen oder operativen Eingriffen den Blick auf das Blutgerinnungssystem lenken. Der anschaulich gestaltete Atlas bringt interessierten Kinder- und Jugendärzten wichtige Aspekte des von-Willebrand-Syndroms näher und zeigt auf, wie Verdachtsfälle durch eine standardisierte Gerinnungsanamnese qualifiziert werden können.

 

Analgesie und Sedierung

LIVOPAN® – positive Erfahrungen im pädiatrischen Klinikalltag bei kurzen, schmerzhaften Eingriffen

 

Berlin (14. September 2012) - Kleine chirurgische Eingriffe gehören in der Kinderambulanz zum Alltag. Die damit verbundenen Schmerzen erfordern gerade bei kleinen Patienten eine adäquate Analgesie oder Sedierung. Neben den bisher gängigen intravenösen Sedierungen, beispielsweise mit Midazolam oder Ketamin, gewinnt in Deutschland seit August 2008 das inhalative Analgetikum LIVOPAN® stetig an Akzeptanz in immer neuen Anwendungsbereichen. Das Fertiggasgemisch besteht zu gleichen Teilen aus Lachgas und Sauerstoff.