Kinder- und Jugendmedizin

www.initiative-familienbande.deLARES Geschwisterkinder

Fragebogen erkennt Hilfebedarf von Geschwistern chronisch kranker oder behinderter Kinder

 

Frankfurt am Main (10. November 2011) - In Deutschland leben rund zwei Millionen Kinder und Jugendliche mit einem schwer chronisch kranken oder behinderten Geschwisterkind(1). Durch die besondere Situation sind die betroffenen Familien häufig sehr belastet. Das kann sich auch auf die Entwicklung der gesunden Geschwisterkinder auswirken. Mit dem Fragebogen „LARES Geschwisterkinder“ gibt FamilienBande, eine Initiative der Novartis-Gruppe Deutschland, erstmals Fachkräften aus dem Gesundheits- und Sozialwesen ein geprüftes Analyse-Instrument an die Hand, mit dem die Belastung und der damit verbundene Leidensgrad dieser Geschwister erkannt  und das Kind spezifischen Hilfen zugeführt werden kann. „LARES Geschwisterkinder“ kann von Fachkräften sofort eingesetzt werden. Das Verfahren wird kontinuierlich weiterentwickelt.

 

PAH und Komplikation – Eisenmenger-Syndrom bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen

Erfahrungen aus dem Alltag mit APAH-AHF – wie würden Sie entscheiden?

 

Prof. Dr. med. Gorenflo, Heidelberg

 

Weimar (3. Oktober 2011) - Der vorgestellte Fall einer zum Zeitpunkt der Untersuchungen 45 Jahre alten Patienten mit einem prä-trikuspidalen Shunt-Vitium bei Ellis-van-Creveld-Syndrom (chondroektodermaler Dysplasie) zeigt, das auch eine chronische Mehrdurchblutung allein, vor allem auch bei syndromal erkrankten Patienten, zu einer pulmonalen Vaskulopathie (pulmonal arteriellen Hypertonie, PAH) führen kann. Die pulmonale Vaskulopathie entsteht durch eine pulmonale Mehrdurchblutung mit oder ohne pul­monale Druckerhöhung bei Shunt-Vitium. Vorgestellt werden die typi­schen klinischen, elektrokardiographischen und echokardiographischen Veränderungen sowie die hämodynamischen Befunde.

 

PAH und Komplikation – Eisenmenger-Syndrom bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen

Management von Patienten mit AHF und Eisenmenger-Syndrom

 

Dr. med. Mebus, München

 

Weimar (3. Oktober 2011) - Bei dem Eisenmenger-Syndrom handelt es sich um die schwerste Form der pulmonal arteriellen Hypertension, welche bei angeborenen Herz­fehlern mit großem systemisch pulmonalem Shunt entstehen kann. Es ist ein schwerwiegendes, multimorbides Krankheitsbild mit hoher indivi­dueller, familiärer und gesellschaftlicher Belastung.

 

PAH und Komplikation – Eisenmenger-Syndrom bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen

Erfahrungen aus dem Alltag: Patient mit AHF und PAH?

 

Prof. Dr. med. Stiller, Freiburg

 

Weimar (3. Oktober 2011) - Im Kindesalter ist die Diagnostik der idiopathischen PAH (iPAH) an­gesichts der Seltenheit dieses Krankheitsbildes sehr schwierig. Zu den häufigen Fehldiagnosen zählt die Verkennung des Krankheitsbildes als Asthma oder als Epilepsie, wobei die Synkopen bei schwerer Hypoxie durchaus auch mal mit Krampfanfällen einhergehen können. Die Symp­tome der IPAH sind leider unspezifisch, und viele Routine­untersuchungen wie Röntgen-Thorax, EKG, Lungenfunktion und Spiro­ergometrie sind nicht ausreichend, um eine PAH zu diagnostizieren.

 

Photo: Linde GasInhalative Analgesie mit LIVOPAN®

Erfahrungen aus dem Klinikalltag

 

Bielefeld (24. September 2011) - Als fixes 50% Sauerstoff- / 50% Lachgasgemisch findet das inhalative Analgetikum LIVOPAN® eine stetig wachsende Akzeptanz beim Klinikpersonal in den verschiedensten Anwendungsbereichen. Daher setzen immer mehr Kliniken die einsatzbereite Fertigmischung zur Behandlung von kurzzeitigen Schmerzzuständen von leichter bis mittlerer Intensität insbesondere bei Kindern und Jugendlichen ein.

 

Photo: CytonetNeonatale Harnstoffzyklusdefekte

„Wait and see“ ist kontraindiziert

 

Bielefeld (24. September 2011) - Erbrechen, Lethargie, Gerinnungsstörungen, Apnoe und Koma – treten diese Symptome einige Stunden bis Tage nach der Geburt auf, denken 50 Prozent der Ärzte an Sepsis und 9 Prozent an eine Stoffwechselerkrankung (Maestri et al. J Pediatr 1999,134:255). „Und an was denken die restlichen 41 Prozent?“, fragt Prof. Dr. med. Prof. h.c. (RCH) Georg Friedrich Hoffmann, Ärztlicher Direktor der Universitätskinderklinik Heidelberg, anlässlich eines Experten­gesprächs der Cytonet GmbH in die Runde. Gerade bei der ge­nannten hochakuten Symptomatik in der Neonatalperiode sei jedoch schnelles und gezieltes Handeln auf der Grundlage einer rationalen Verdachtsdiagnose lebenswichtig, so Hoffmann weiter. Diese Symptome müssen neben der Sepsis immer auch an eine Hyperammonämie in Folge angeborener Harnstoffzyklusdefekte denken lassen. Bei dieser seltenen Störung der Leberzellen kann das im Proteinstoffwechsel anfallende Ammoniak nicht zu Harn­stoff abgebaut werden. Die Folgen sind schwere neurologische Schäden, die zu geistiger Behinderung bis hin zum Tode führen können. „Aufgrund dieser Dramatik ist es uns so wichtig, Neona­tologen und Kinderärzte stetig über diese Erkrankung aufzuklären und zu informieren, zumal es mit der zurzeit in Studien unter­suchten Leberzelltherapie eine vielversprechende therapeutische Option geben könnte“, erläutert Hoffmann das Ziel der Veran­staltung.

 

Keine alltägliche Diagnose – Gerinnungsstörungen in der Pädiatrie

Gerinnungsstörungen bei Kindern: rechtzeitig erkennen und Komplikationen vermeiden

 

Bielefeld (23. September 2011) – Kinder- und Jugendärzte sind die wichtigste Facharztgruppe zur Früherkennung angeborener Erkrankungen. Dies gilt auch für das medizinisch hochkomplexe Feld der Blutgerinnungsstörungen. Das Symposium von CSL Behring auf dem diesjährigen DGKJ gab interessierten Kinderärzten einen Überblick über relevante Gerinnungsstörungen – vom von-Willebrand-Syndrom mit hoher Prävalenz bis hin zu seltenen Störungen der Fibrinogensynthese. Die Referenten unter dem Vorsitz von PD Dr. med. Wolfhart Kreuz und Dr. med. Cornelia Wermes vermittelten die Pathophysiologie der unterschiedlichen Hämostasestörungen, gaben aber auch viele praktische Tipps, worauf Pädiater in der täglichen Praxis achten sollten, um potenzielle Gerinnungspatienten zu erkennen. Auch zur Abgrenzung von Gerinnungsstörungen und Kindesmisshandlung wurden wertvolle Ratschläge gegeben, damit betroffene Kinder rechtzeitig identifiziert, aber auch Fehldeutungen vermieden werden können.

Kleinkindermilchgetränke sind nicht besser als Kuhmilch

BfR bewertet Nährstoffe im Vergleich

Berlin (16. August 2011) - „Auf die Ernährungsbedürfnisse von Kleinkindern abgestimmt“ – solche und ähnliche Aussagen finden sich häufig auf den Verpackungen von Milchgetränken für Kleinkinder, die als Kindermilch oder Kleinkindermilch bezeichnet werden. Die Aussagen beziehen sich auf die Gehalte von Proteinen, Fett, Vitaminen und Mineralstoffen. So beuge ein – im Vergleich zu Kuhmilch – reduzierter Proteingehalt späterem Übergewicht vor, angereicherte Vitamine und Mineralstoffe trügen zur optimalen geistigen Entwicklung bei. Nach Einschätzung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) bieten Kleinkindermilchgetränke jedoch keinen Vorteil gegenüber fettreduzierter Kuhmilch, wie sie Ernährungsmediziner für Kleinkinder empfehlen.

Den Schmerz besiegen

 

Kinder lernen effektiven Umgang mit chronischen Schmerzen – Verhaltenstherapeutische Ambulanz der Justus-Liebig-Universität Gießen bietet neues Gruppentrainingsprogramm

 

Gießen (5. August 2011) - „Wenn die Kopfschmerzen kommen, bin ich zu nichts mehr zu gebrauchen. Ich werde dann ganz traurig und habe oft Angst, dass die Schmerzen immer schlimmer werden und ich nichts dagegen tun kann.“ So beschreibt der 11jährige Sven seinen Alltag mit den Kopfschmerzen, die ihn immer wieder plagen. Etwa 25 % der Kinder und Jugendlichen berichten, dass sie mindestens ein Mal pro Woche Schmerzen haben.

 

Photo: Polizei NRWHTA-Bericht: Prävention von Alkoholmissbrauch bei Kindern/Jugendlichen

Wirksamkeit ist zu prüfen

 

Köln (26. Juli 2011) - Trotz verschiedener Aktivitäten zur Prävention des riskanten Alkoholkonsums steigt die Zahl von Alkoholvergiftungen bei Zehn- bis 20-Jährigen. Wissenschaftler haben untersucht, welche Präventionsmaßnahmen unter welchen Bedingungen Alkoholmissbrauch bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen vermindern können. Sie zeigen, dass Untersuchungen über die Wirksamkeit solcher Maßnahmen lückenhaft sind. Die Ergebnisse fassen sie in einem HTA-Bericht zusammen, der kostenfrei beim DIMDI abrufbar ist.

Hochgebirgsklinik Davos

Mukoviszidose: Rehabilitation im Hochgebirge

 

Davos, Schweiz (5. Juli 2011) - Die Hochgebirgsklinik Davos bietet seit 2010 ein mit den Patientenorganisationen und Fachgesellschaften aus der Schweiz, Deutschland und Österreich abgesprochenes und von diesen akzeptiertes, multidisziplinäres Rehabilitationsprogramm für Patienten mit Mukoviszidose (Cystische Fibrose, CF). Die angeborene Krankheit erfordert eine umfassende und lebenslange Therapie. In Davos werden Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen behandelt. Dabei wird streng darauf geachtet, dass sich die Patienten in der Klinik nicht mit unerwünschten Keimen infizieren. Strikte räumliche und zeitliche Trennung von Patientengruppen mit unterschiedlicher bakterieller Besiedlung ist dabei oberstes Gebot. Die Betroffenen und ihre Familien profitieren während ihres Aufenthaltes in Davos sowohl von der hohen fachlichen Kompetenz des multidisziplinären CF- spezialisierten Teams der Hochgebirgsklinik als auch von den klimatischen Besonderheiten des 1.600 m hoch gelegenen geschützten Hochtales.