Kinder- und Jugendmedizin

Fortschritt in der Enuresis-Therapie mit der ersten Desmopressin „Schmelztablette“

Geringere Wirkstoffbelastung bei kinderleichter Einnahme

 

Kiel  (1. Juli 2011) – Mit der Zulassung der ersten „Schmelztablette“ zur Behandlung der Enuresis nocturna (nächtliches Einnässen) erweitert die FERRING Arzneimittel GmbH, Kiel, ihre Produktpalette in der Urologie. Das ab 1. Juni in Deutschland erhältliche Präparat Minirin® 60 I 120 I 240 Mikrogramm Lyophilisat zum Einnehmen ist die Weiterentwicklung des Klassikers Minirin® und setzt neue Standards in der Therapie des kindlichen Bettnäs­sens. Rund zehn Prozent der Schulanfänger leiden an Enuresis nocturna.(1)

 

Sexuellen Missbrauch an Kindern frühzeitig erkennen

 

  • Uniklinik Ulm entwickelt Fortbildungssoftware für Pädagogen und Heilberufe
  • BMBF fördert das Projekt im Rahmen des "Runden Tischs Kindesmissbrauch

 

Berlin (1. Juli 2011) - Wie kann ich sexuellen Missbrauch erkennen? Wie kann man ihn möglicherweise verhindern? Wie gehe ich damit um, wenn ein Kind sexuell missbraucht wurde? Welche Möglichkeiten gibt es, das Geschehene zu verarbeiten? All dies sind Fragen, die sich Menschen, die in pädagogischen Berufen und in Heilberufen in Betreuungseinrichtungen arbeiten, stellen müssen. Die Bundesregierung hat deshalb den Runden Tisch - Sexueller Kindesmissbrauch in Abhängigkeits- und Machtverhältnissen in privaten und öffentlichen Einrichtungen und im familiären Bereich ins Leben gerufen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat in diesem Zusammenhang seine Bildungs- und Gesundheitsforschung intensiviert. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf den Erfahrungen mit innovativen Lernansätzen im E-Learning Bereich.

 

Talkumhaltiger Babypuder ist ein Gesundheitsrisiko

Schwere Gesundheitsstörungen bei unsachgemäßem Gebrauch möglich

 

Berlin (27. Juni 2011) - Talkumhaltiger Babypuder kann bei Babys und Kleinkindern zu schweren Gesundheitsstörungen führen. Atmet ein Baby oder Kleinkind versehentlich den Puder ein, kann er in die Lunge gelangen und zu Atembeeinträchtigungen bis hin zu schweren Lungenschäden führen. „Eine typische Unfallsituation besteht, wenn das Kind zum Wickeln auf dem Rücken liegt, sich die Puderdose unbeabsichtigt über ihm öffnet und der Puder herausrieselt“, sagt Professor Dr. Dr. Andreas Hensel, Präsident des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR). Um zukünftig solche Unfälle zu vermeiden, sollten die Puderdosen entweder auf sichere Verschlusssysteme umgestellt oder talkumhaltiger Babypuder verboten werden.

Kommunikation schafft Sprachfähigkeit

Photo: DAMM & BIERBAUM

 

Karlsruhe (22. Juni 2011) - Der Deutsche Bundesverband für Logopädie e.V. (dbl) macht mit einer Kampagne auf das Thema Sprachentwicklung aufmerksam. Mit pfiffigen Motiven, die pro bono von der Agentur Damm & Bierbaum entwickelt worden sind, werden Eltern, Lehrer und Erzieher auf die Website www.sprachentwicklung-dbl.de hingewiesen. Hier finden sie kostenlos umfangreiche Informationen zu den Themen Sprachentwicklung, Mehrsprachigkeit und Sprachförderung. Abgebildet werden die Motive im Internet und auf Plakaten, die in Logopädie- und Kinderarztpraxen, in KITAS und Grundschulen zum Einsatz kommen.

 

Wie ADHS-Kinder ihre Konzentration verbessern können

 

Frankfurt am Main (27. April 2011) - Sie sind nicht weniger intelligent als ihre Mitschüler und doch sind ihre schulischen Leistungen meist schlechter: Kinder, die unter einer Störung mit Aufmerksamkeitsdefizit und Hyperaktivität (ADHS) leiden, haben es schwer im Schulsystem. Wie können sie lernen, ihre Gefühle, Gedanken und Handlungen bewusst zu beeinflussen und sich nicht ablenken zu lassen? Untersuchungen am Frankfurter IDeA-Forschungszentrum zeigen, dass zum Beispiel konkrete Wenn-Dann-Pläne die Konzentrationsfähigkeit deutlich verbessern können.

 

Shire initiiert Informationskampagne

Trotz ADHS Zukunftsträume verwirklichen

 

Berlin (5. April 2011) - Heute stellte Renate Schmidt, Bundesfamilienministerin a. D. und Schirmherrin, in Berlin die Informationskampagne „ADHS und Zukunftsträume“ vor. Im Zentrum der von der Shire Deutschland GmbH initiierten Kampagne stehen die Zukunftsträume von Kindern und Jugendlichen mit einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) sowie ihre schulischen und beruflichen Perspektiven. Bedingt durch die ADHS-Symptome haben die Betroffenen schlechtere Startbedingungen in Schule und Ausbildung als nichterkrankte Gleichaltrige – sie benötigen Unterstützung. „Kinder und Jugendliche mit ADHS haben Stärken und Begabungen und sind eine Bereicherung für unsere Gesellschaft. Sie haben ein Anrecht darauf, unterstützt und gefördert zu werden, damit sie ihre Zukunftsträume verwirklichen können“, betonte Schmidt im Rahmen der Auftaktveranstaltung im Haus der Bundespressekonferenz in Berlin.

 

Fine Star Modellcasting 2011. Photo: Bayer Vital GmbHDrei starke Kids mit Diabetes gesucht!

Mitmachen beim Fine Star-Modelcasting 2011 und Fotostar werden

 

Leverkusen (21. März 2011) – Das Leben mit dem „Zucker“ ist manchmal ganz schön kompliziert. Trotzdem lassen sich viele Kinder mit Diabetes von ihrer Erkrankung nicht unterkriegen! Sie treiben Sport, pflegen ihre Hobbies, nehmen an Schulausflügen oder sogar an Wettkämpfen teil. Jetzt können starke Kids mit Diabetes beim „Fine Star“-Modelcasting mitmachen und zu echten Fotostars werden.

Fokus Stottern „So wie so“

 

„The King’s Speech“ abseits von Hollywood: Präsentation von Therapieansätzen für Jugendliche und Erwachsene

 

Heidelberg (16. März 2011) - Das mehrfach Oscarprämierte Meisterwerk „The King’s Speech“ zeigt einfühlsam, wie sehr Albert Frederick Arthur George, später bekannt als Georg VI., durch sein Stottern beeinträchtigt wird. Nach zahlreichen erfolglosen Arztbesuchen hilft ihm erst die Unterstützung seines Sprachtherapeuten Lionel Logue. Am Ende des Films gelingt es Georg VI., sein Stottern zu beherrschen und gefühlvoll vor Publikum zu sprechen.

 

Hoher Eiweißkonsum von Müttern birgt Risiken für Neugeborene

 

Wissenschaftlerteam entdeckt möglichen Risikofaktor für den Plötzlichen Kindstod

 

Gießen (10. März 2011) - Einen hohen Eiweißkonsum von Müttern haben Wissenschaftler aus Gießen, Hull (England), Rostock-Dummerstorf und Berlin als möglichen Risikofaktor für den Plötzlichen Kindstod identifiziert. Das Team um Prof. Dr. Thomas Walther vom Excellence Cluster Cardio Pulmonary System (ECCPS) der Justus- Liebig-Universität Gießen und Dr. Cornelia C. Metges (Leibniz-Institut für Nutztierbiologie Rostock-Dummerstorf) untersuchte, ob eine sehr eiweißreiche Ernährung – wie sie der weit verbreitete extreme Fleischkonsum in den westlichen Industrienationen darstellt – negative gesundheitliche Auswirkungen, wie z. B. erhöhtes Risiko für Herz- Kreislauf-Erkrankungen, auf die Nachkommen haben kann. Die Wissenschaftler zeigten durch Untersuchungen an Mäusen, dass eine Hochproteindiät der Muttertiere während der Tragezeit (Schwangerschaft) das Gewicht der Neugeborenen, deren Zahl und Lebenserwartung negativ beeinflusst.

 

Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen vorbeugen

 

Neues Fachheft der BZgA informiert über Qualitätskriterien für Angebote zur Prävention von Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen

 

Köln (22. Februar 2011) -  Gemeinsam mit einer interdisziplinären Arbeitsgruppe hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) Qualitätskriterien für Maßnahmen der Gesundheitsförderung und Prävention von Übergewicht und Adipositas bei Kindern und Jugendlichen entwickelt. Der Kriterienkatalog ist in einem neuen BZgA-Fachheft der Reihe "Gesundheitsförderung KONKRET" erschienen. Kernstück ist eine Checkliste mit 20 Qualitätskriterien, deren Notwendigkeit und Bedeutung in den dazugehörigen Hintergrundinformationen ausführlich erläutert werden.

Neuer Mukoviszidose-Test bietet Chance auf frühzeitige Behandlung

 

Heidelberg (16. Februar 2011) - Je früher die Erbkrankheit Mukoviszidose diagnostiziert und behandelt wird, desto höher sind die Chancen der Betroffenen, eine vergleichsweise hohe Lebensqualität und ein fast normales Lebensalter zu erreichen. Eine Studie am Mukoviszidose-Zentrum Heidelberg (Leiter: Professor Dr. Marcus Mall) zeigt, dass mit Hilfe eines neu entwickelten Screeningtests Mukoviszidose bereits bei Neugeborenen erfolgreich entdeckt werden kann. Die Studie, die seit 2008 bisher mehr als 100.000 Neugeborene aus dem Südwesten Deutschlands umfasst, wird von der Dietmar Hopp Stiftung mit rund 330.000 Euro finanziert.