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Analgesie und Sedierung

LIVOPAN® – positive Erfahrungen im pädiatrischen Klinikalltag bei kurzen, schmerzhaften Eingriffen

 

Berlin (14. September 2012) - Kleine chirurgische Eingriffe gehören in der Kinderambulanz zum Alltag. Die damit verbundenen Schmerzen erfordern gerade bei kleinen Patienten eine adäquate Analgesie oder Sedierung. Neben den bisher gängigen intravenösen Sedierungen, beispielsweise mit Midazolam oder Ketamin, gewinnt in Deutschland seit August 2008 das inhalative Analgetikum LIVOPAN® stetig an Akzeptanz in immer neuen Anwendungsbereichen. Das Fertiggasgemisch besteht zu gleichen Teilen aus Lachgas und Sauerstoff.

 

Frau Dr. Tanija Hüttl, Oberärztin mit Schwerpunkt Kinderanästhesie am Klinikum der Universität München in Grosshadern, berichtete anlässlich der wissenschaftlichen Sitzung „Versorgung von Bagatelltraumen im Ambulanz-Kinder-OP“ am Hauptstadtkongress der DGAI (HAI) in Berlin von ihren Erfahrungen mit dieser inhalativen Analgesie: „Der Einsatz intravenöser Substanzen erfordert das Legen eines Zugangs, was gerade von Kindern häufig als schmerzhaft und unangenehm empfunden wird. Zudem ist bei der Versorgung kleinerer Verletzungen oder bei anderen kurzen, wenig schmerzhaften Eingriffen keine tiefe, intravenöse Sedierung notwendig. In diesen Fällen kann die Lachgas-Sauerstoff-Kombination LIVOPAN®  eingesetzt werden. LIVOPAN® wirkt bei leichten bis mittleren Schmerzen gut analgetisch. Aufgrund der inhalativen Applikation über eine Maske kann auf einen venösen Zugang verzichtet werden. Zudem ist nur eine kurze Nachbeobachtung erforderlich. Der Patient bleibt während des Eingriffs bei Bewusstsein, sodass bei bedarfsgesteuerter alleiniger Gabe von LIVOPAN® die natürlichen Schutzreflexe erhalten bleiben.“ Hüttl konnte bereits während ihrer Arbeit am Kinderspital in Zürich umfangreiche Erfahrungen mit dem inhalativen Analgetikum sammeln.

 

In ihrem Vortrag stellte Hüttl unter anderem einen Anwendungsbericht vor, bei welchem LIVOPAN® bei 39 Prozeduren in der pädiatrischen Onkologie, vorrangig bei Lumbalpunktionen eingesetzt und dokumentiert wurde. 88 Prozent der Patienten gaben an, keine oder fast keine Schmerzen während des Eingriffs gespürt zu haben. 84 Prozent der Anwender wiesen keinerlei Nebenwirkungen auf, bei 11 Prozent trat Müdigkeit, bei 5 Prozent Erbrechen auf. Bei zwei Patienten musste die Inhalation aufgrund fehlender Kooperation abgebrochen werden. Insgesamt kam die inhalative Analgesie mit LIVOPAN® bei den Patienten sowie bei deren Eltern sehr gut an1.

 

Auch bei einer groß angelegten retrospektiven Umfrage in Frankreich (1.019 Anwendungen bei Kindern zwischen 0 und 18 Jahren) erzielte die Analgesie mit dem Fertiggemisch aus 50 Prozent Lachgas und 50 Prozent Sauerstoff eine sehr hohe Akzeptanz. 93 Prozent der Kinder ab 6 Jahren würden die Analgesie mit N2O/O2 wieder akzeptieren2.

 

Das Analgetikum zeigt bereits nach etwa drei Minuten Inhalationszeit seine volle Wirkung und flutet nach Absetzen der Maske genauso rasch wieder ab. Darüber hinaus sind bei LIVOPAN® durch die fixe Kombination Fehler in der Anwendung minimiert, weshalb Hüttl diese Art der Analgesie als sehr sicher – auch für die Anwendung durch Nicht-Anästhesisten – bewertet. „In einer Stellungnahme des BDA und der DGAI wird das 1:1 Fertiggemisch zur Analgosedierung für kurze unangenehme Prozeduren mit mäßigen Schmerzen bei alleiniger Gabe auch als Option für Nicht-Anästhesisten eingestuft, da es keine erhöhte Komplikations- oder Nebenwirkungsrate aufweist. Die Überwachung mit einem Pulsoximeter wird als empfehlenswert angegeben“, berichtete Hüttl. Durch die Selbstapplikation über ein Demandventil entweicht nur wenig Lachgas in die Umgebungsluft. Es empfiehlt sich nach Möglichkeit eine adäquate Absaugung oder aber eine gute Raumlüftung, um die vorgegebenen Arbeitsplatzgrenzwerte auf jeden Fall einzuhalten. „Das sollte aber in keinem Klinikum ein Problem darstellen“, resümierte Hüttl.

 

Seit seiner Zulassung im August 2008 gewinnt das inhalative Analgetikum zur Behandlung kurzfristiger Schmerzzustände leichter bis mittlerer Intensität auch in Deutschland zunehmend an Akzeptanz und Verbreitung. In Ländern wie der Schweiz, Großbritannien oder den USA sind Lachgasgemische bereits seit Jahrzehnten etabliert. Positive Erfahrungen liegen unter anderem in der Pädiatrie, der Koloskopie sowie in der Geburtshilfe vor.

 

 

Referenzen

 

1. Dresbach T. et al. (2009) Poster DGKJ, Mannheim

2. Annequin D. et al. (2000) Fixed 50% nitrous oxide oxygen mixture for painful procedures: A French survey. Pediatrics 105(4):E47

 

 

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Linde Gas Therapeutics GmbH ist der führende Anbieter für die Arzneimittelversorgung mit Gasen, den dazugehörigen Medizinprodukten und für die aktive Betreuung beatmungspflichtiger Patienten in Deutschland. In allen Bereichen stehen Sicherheit, Qualität und Innovation der Therapien und Dienstleistungen im Vordergrund. Die Geschäftseinheit in Deutschland umfasst rund 500 Mitarbeiter für den Arzneimittel- und Medizinprodukteverkauf sowie die Patientenversorgung zu Hause oder in eigenen Beatmungspflegeeinrichtungen.

 

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Quelle: Linde Gas Therapeutics, 14.09.2012 (tB).