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Junge mit Maske und Pflege. Photo: Lindes Healthcare DeutschlandDGKJ 2013

LIVOPAN® schließt Lücke in der analgetischen Medikation

 

Düsseldorf (14. September 2013) - Anlässlich der 109. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) in Düsseldorf, fand am 14.09.2013 ein „Meet the Experts“ zur inhalativen Analgesie mit dem Lachgas-Sauerstoff-Gemisch LIVOPAN® statt. Die Experten Dr. Michael Barthel aus Bielefeld, Dr. Kolja Eckert aus Essen sowie Dr. Matthias Kuch aus Karlsruhe berichteten von ihren Erfahrungen mit der 50 % : 50 %  Lachgas / Sauerstoff Mischung in der kinderchirurgischen Ambulanz.

 

Schmerzen sowie Aufregung und Angst vor der unbekannten Situation sind für die kleinen Patienten in einer kinderchirurgischen Ambulanz belastende Aspekte. Sie können dazu führen, dass wenig schmerzhafte, aber unangenehme medizinische Prozeduren zum Problem werden. Somit stellt sich immer wieder die Frage, wie Schmerzen und Ängste erfolgreich vermieden werden können, wenn eine tiefe Analgosedierung oder eine Narkose nicht indiziert ist. Mit LIVOPAN® steht in Deutschland eine inhalative Alternative zu den bisher gängigen intravenösen Sedierungen mit Midazolam oder Ketamin zur Verfügung.

 

Dr. Michael Barthel, Chefarzt an der Klinik für Kinderchirurgie am Evangelischen Krankenhaus Bielefeld in Bethel berichtete: „Das gebrauchsfertige Gasgemisch aus Sauerstoff und Lachgas im festen 50 : 50 Mischungsverhältnis hat sich bei allen kurzen, leicht bis mäßig schmerzhaften Prozeduren und Eingriffen bewährt. Es kann als alleiniges Analgetikum oder in Kombination mit anderen Verfahren eingesetzt werden. Eine langfristige Nachbeobachtung entfällt, da das Gas rasch abgeatmet wird und die Wirkung dann vorüber ist.“ Der kleine Patient bleibt zudem während des Eingriffs bei Bewusstsein, so dass bei einer Monotherapie mit LIVOPAN® die natürlichen Schutzreflexe erhalten bleiben.

 

Barthel wies darauf hin, dass zur Neueinführung an einer Klinik unbedingt eine Einweisung durch den Hersteller erfolgen muss, bei der alle späteren Anwender, also auch das Pflegepersonal mit einbezogen werden. „Zudem sollte eine neue Methode zuerst von den Chefärzten selbst angewendet und dann an die Kollegen übergeben werden. Das ist für die Akzeptanz und Etablierung in den Klinikalltag sehr wichtig“, betonte Barthel.

 

Seit 2010 verwendet Dr. Kolja Eckert, Funktionsoberarzt an der Klinik für Kinderchirurgie am Elisabeth-Krankenhaus in Essen LIVOPAN® bei kleineren schmerzhaften Prozeduren. „LIVOPAN® hat einen festen Platz in unserer kinderchirurgischen ambulanten Notfallversorgung. Es schließt eine Lücke in der analgetischen Medikation bei schmerzhaften Eingriffen an Kindern. Wir verwenden das inhalative Analgetikum vorwiegend bei Eingriffen wie Wundversorgungen, Repositionen einfacher Brüche, Verbandswechsel und Gipsanlagen. Wichtig ist es, sowohl die Eltern als auch die Patienten ausreichend über die zu erwartenden Effekte und das Ausmaß der Schmerzlinderung zu informieren. Dann verbessert sich die Compliance von Patient und Eltern deutlich“, erklärte Eckert. Nebenwirkungen wie Schwindel, Übelkeit und Erbrechen treten der Erfahrung von Eckert nach nur selten auf und verschwinden nach Beendigung der Inhalation sehr rasch wieder. „Zusätzlich werden, um die Inhalation des Analgetikums für die Kinder noch angenehmer zu machen, spezielle Duftstifte angeboten, die z. B. nach Schokolade, Vanille oder Erdbeere riechen und so den Eigengeruch von Gas und Maske überdecken“, berichtete Eckert. 

 

Dr. Matthias Kuch, Leitender Oberarzt der interdisziplinären Kindernotaufnahme am Städtischen Klinikum Karlsruhe, verwendet LIVOPAN® seit fast vier Jahren. In Karlsruhe wurden seither über 600 Patienten zwischen drei und 18 Jahren damit versorgt. „Das fixe Gasgemisch ermöglicht eine einfache, schnelle und sichere Anwendung und gewährleistet eine kurze Behandlungszeit bei optimaler Steuerbarkeit. Allerdings ist es nur für leichte bis mittelstarke Schmerzen angezeigt. Außerdem dürfen keine Kontraindikationen wie schwere Atemwegserkrankungen oder ein Pneumothorax vorliegen“, erklärte Kuch.

 

LIVOPAN® zeigt bereits nach etwa drei Minuten Inhalationszeit seine volle Wirkung und flutet nach Absetzen der Maske genauso rasch wieder ab. Darüber hinaus kann LIVOPAN® auch von Nicht-Anästhesisten eingesetzt werden, was den Ablauf in einer Ambulanz deutlich vereinfachen kann. Die Messung der Sauerstoffsättigung über ein Pulsoximeter wird empfohlen. „Die Wirkung von Lachgas im Kindesalter halten wir für sicher und effektiv bei korrekter Indikationsstellung. Die gebrauchsfertige Mischung mit hohem Sauerstoffanteil ist leicht anwendbar, zeit- und kosteneffektiv, verbunden mit einer hohen Zufriedenheit bei Patienten, Eltern und Personal. Aus dem Alltag der interdisziplinären Kindernotaufnahme ist LIVOPAN® als inhalatives Analgetikum nicht mehr wegzudenken“, resümierte Kuch.

 

In Karlsruhe wird LIVOPAN® seit Mai 2012 auch in der präklinischen Notfallversorgung von Kindern und Erwachsenen erfolgreich eingesetzt. Hier gilt, dass es vorwiegend zur Schmerzlinderung bei Verletzungen der Extremitäten verwendet wird und nicht bei Verletzungen von Kopf, Hals und Thorax. Unter Beachtung der Kontraindikationen, hier vor allem vermindertes Bewusstsein, werden damit sehr positive Ergebnisse erzielt.

 

In Ländern wie der Schweiz, Großbritannien oder den USA sind Lachgasgemische bereits seit Jahrzehnten etabliert. Positive Erfahrungen liegen unter anderem in der Pädiatrie, der Gastroenterologie mit Koloskopien sowie in der Geburtshilfe vor.

 

 

Über Linde Healthcare Deutschland

 

Linde Healthcare Deutschland ist einer der führenden Anbieter für die Arzneimittelversorgung mit Gasen, dazugehörige Medizinprodukte und für die Versorgung von Patienten zu Hause sowie in spezialisierten Beatmungspflege-Centern. Linde Healthcare vereint die Bereiche Homecare und Hospital Care der Linde Gas Therapeutics GmbH sowie das Beatmungspflegekonzept REMEO® der Linde Remeo Deutschland GmbH. In allen Bereichen stehen Sicherheit, Qualität und Innovation der Therapien und Dienstleistungen im Vordergrund. Linde Healthcare Deutschland umfasst rund 700 Mitarbeiter und ist Teil der globalen Geschäftseinheit Healthcare der Linde Group.

 

Linde Gas Therapeutics GmbH und Linde Remeo Deutschland GmbH sind Konzerngesellschaften der Linde Group.

 

Weitere Informationen unter www.linde-healthcare.de

 

 

Über The Linde Group

 

The Linde Group ist ein weltweit führendes Gase- und Engineeringunternehmen, das mit rund 62.000 Mitarbeitern in mehr als 100 Ländern vertreten ist. Im Geschäftsjahr 2012 hat Linde einen Umsatz von 15,280 Mrd. Euro erzielt. Die Strategie des Unternehmens ist auf ertragsorientiertes und nachhaltiges Wachstum ausgerichtet. Der gezielte Ausbau des internationalen Geschäfts mit zukunftsweisenden Produkten und Dienstleistungen steht dabei im Mittelpunkt. Linde handelt verantwortlich gegenüber Aktionären, Geschäftspartnern, Mitarbeitern, der Gesellschaft und der Umwelt – weltweit, in jedem Geschäftsbereich, jeder Region und an jedem Standort. Linde entwickelt Technologien und Produkte, die Kundennutzen mit einem Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung verbinden.

 

Weitere Informationen über The Linde Group finden Sie online unter www.linde.com

 

 

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Quelle: Linde Healthcare Deutschland, 02.10.2013 (tB).