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18 | 05 | 2012
Inkontinenz
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Defizite bei der Inkontinenzversorgung in Pflegeheimen:

Heimbetreiber, Krankenkassen und Industrie an einem Tisch

 

Berlin (30. November 2011) - Pflegeheimbetreiber, Krankenkassen und die im BVMed organisierten Hersteller von Inkontinenzprodukten wollen sich den Defiziten der Inkontinenzversorgung in Pflegeheimen in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe annehmen. Die Gründung der Arbeitsgruppe "zur Optimierung der Inkontinenz-Versorgung in institutionellen Einrichtungen" wurde auf einem Round-Table-Gespräch im November 2011 in Berlin beschlossen, teilte BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Joachim M. Schmitt mit. Alle Beteiligten seien sich einig gewesen, dass es Optimierungsbedarf bei der Inkontinzenzversorgung in Heimen gebe, so BVMed-Hilfsmittelexpertin Daniela Piossek.

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Neues OP-Verfahren verbessert Kontinenz und Lebensqualität 

Hamburg (19. August 2011) - Chirurgen der Hamburger Martini-Klinik am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) haben eine Operationsmethode entwickelt, bei der es im Falle einer Entfernung der Prostata gelingt, die Funktionsfähigkeit des Harnröhren-Schließmuskels besser zu erhalten. Dadurch entfallen die nach den sogenannten Prostatektomien häufig auftretenden Kontinenz-Probleme weitgehend. Neu ist, dass sich der Zeitraum bis zur Wiedererlangung der Kontinenz deutlich verkürzt hat. Die meisten Männer erlangen unmittelbar nach der OP die Kontrolle über ihre Blasenfunktion vollständig zurück. So kann die Lebensqualität von Prostatakrebs-Patienten beträchtlich verbessert werden.

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Instruktion zu Beckenboden-Muskeltraining nach Prostataoperation nicht effektiv

 

 

Zürich, Schweiz (16. August 2011) - Fragestellung der Studie: Effekt der individuellen Instruktion für Beckenbodenmuskeltraining auf die Inkontinenzrate nach Prostataoperation?

 

Hintergrund

 

Urininkontinenz ist eine der unangenehmen Folgen nach einer Prostataoperation, sowohl nach einer radikalen als auch einer transurethralen Prostatektomie. Je nach Studie klagen ein Jahr nach der Operation etwa 15% der radikal und 1 % der transurethral operierten Männer über Inkontinenz. Bei Frauen mit Inkontinenz, zumindest bei einigen Formen, ist ein Beckenboden-Training effektiv, während die Datenlage bei Männern über die Wirksamkeit unklar ist. Aus diesem Grunde wurde diese Studie durchgeführt, in der die Wirksamkeit untersucht wurde, sowohl bei Männern nach einer radikalen oder transurethralen Resektion.

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Harninkontinenz: nicht still darunter leiden, sondern Hilfe annehmen

Kontinenzzentren – wichtige Anlaufstelle für Betroffene

 

Aachen (15. Juli 2011) – Harninkontinenz ist weit verbreitet. Was viele nicht wissen: An unfreiwilligem Harnverlust leiden mehr Menschen als an den ‚Volkskrankheiten‘ Bluthochdruck oder Diabetes. Das Problem: Die Betroffenen  ziehen sich aus Scham immer mehr aus dem gesellschaftlichen Leben zurück, da sie beispielsweise Geruchsbelästigung oder Nässesituationen fürchten. Die Folge: Verlust der Lebensqualität durch den Kreislauf aus Schweigen und sozialem Rückzug.

 

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Vorstoß der niederländischen Ministerin sorgt für Unverständnis

 

Neue Züge ohne stilles Örtchen: Deutsche Kontinenz Gesellschaft warnt vor Nachahmereffekt

 

Kassel (22. März 2011) -  Neue Nahverkehrszüge ohne stilles Örtchen? Der jüngste Vorstoß der niederländischen Verkehrsministerin Melanie Schultz van Haegen, ausgerechnet bei den Toiletten sparen zu wollen, stößt auf Empörung bei der Deutschen Kontinenz Gesellschaft. Vorsitzender Prof. Dr. med. Klaus-Peter Jünemann: „Diese Entwicklung ist ausgesprochen problematisch. Hier wird wieder einmal verkannt, dass Blasenschwäche jeden treffen kann – und jeder neunte Bundesbürger leidet bereits an Inkontinenz.“

 

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62. Kongress der deutschen Gesellschaft für Urologie

Heterogene Patientenbilder, eine Lösung – Behandlungsfortschritt in der Therapie der überaktiven Blase

 

Düsseldorf (24. September 2010) – Harninkontinenz stellt immer noch ein Tabuthema dar, so dass Patienten oft nicht identifiziert und einer adäquaten Therapie zugeführt werden können. Anlässlich des diesjährigen 62. Kongresses der deutschen Gesellschaft für Urologie in Düsseldorf diskutieren führende Experten über innovative Behandlungs­möglichkeiten der überaktiven Blase (OAB: overactive bladder). Aufgrund ihrer besonderen Molekülstruktur und pharmakologischen Eigenschaften bietet die Retardformulierung von Trospiumchlorid (uriVesc®) eine optimierte Therapie.

 

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14. Bamberger Gespräche: Blase und Gehirn

Einführung zum Thema Blase und Gehirn

 

Prof. Dr. med. Ingo Füsgen

 

Bamberg (4. September 2010) - Die letzen Jahre waren von zunehmenden Kenntnissen und Erfahrungen in der Diagnostik und Therapie von altersabhängigen und pathologischen Veränderungen an der Blase geprägt. Dies hängt damit zusammen, dass zu den Symptomen des unteren Harntrakts, die für die Betroffenen am meisten belastet sind, der imperative Harndrang und die Dranginkontinenz gehören. Die heute übliche Terminologie gemäß der Standardisierung der International Continence Society, ICS, mit der Symptomatik „überaktiven Blase“ und der urodynamischen Beobachtung der Detrusorhyperaktivität verweist offensichtlich dabei auf die Blase als Ursache. Dabei ist etwas in den Hintergrund getreten, dass Blasenfüllung und -entleerung normalerweise unter spinaler, subkortikaler und kortikaler Kontrolle stehen. Diese cerebrale Kontrolle erlangt das Kind im Verlauf der körperlichen und sozialen Entwicklung (Erziehung). Im übrigen können diese Fähigkeiten im Säugetierbereich, unabhängig von sonstiger Lernfähigkeit, nur noch Hund und Katze erwerben. Zum Hausschwein in der Wohnung gibt es unterschiedliche Meinungen. Bei dieser zentralen nervalen Kontrolle der Miktion handelt es sich um ein komplexes Geschehen mit vielen Einflußfaktoren.

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14. Bamberger Gespräche 2010: „Blase und Gehirn“

Pathophysiologische Mechanismen neurologischer und psychiatrischer Erkrankungen und ihre Rolle bei Harnblasenfunktionsstörungen

 

Prof. Dr. med. Andreas Bauer

 

Bamberg (4. September 2010) - Die in Rückenmark und Gehirn stattfindende Wahrnehmung und Verarbeitung von Informationen über den Füllungszustand der Blase ist für den Erhalt der Kontinenz von entscheidender Bedeutung. Mit steigendem Füllungsdruck gelangen die Informationen über den Dehnungszustand der Blase ins Bewusstsein und lösen das Bedürfnis zur Blasenentleerung aus. Bei gesunden Personen kann dieses Bedürfnis problemlos an die äußeren Umstände angepasst werden. Bereits diese scheinbar einfachen Zusammenhänge veranschaulichen jedoch eindrücklich, dass eine Reihe von Schaltkreisen auf der Ebene des Rückenmarks und des Gehirns bis hin zu bewusstseinsrelevanten Regionen in die Regulation der Blasenentleerung involviert ist.

 

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14. Bamberger Gespräche 2010: „Blase und Gehirn“

Altersabhängige Veränderungen der Blut-Hirn-Schranken-Funktion und ihre Bedeutung für die Behandlung von Harnblasenfunktionsstörungen

 

Prof. Dr. oec. troph. Joachim Geyer

 

Bamberg (4. September 2010) – Das Syndrom der überaktiven Blase (OAB, overactive bladder) nimmt in der älter werdenden Bevölkerung stetig zu. Die primäre Therapie von OAB-Patienten basiert vor allem auf einer oralen oder transdermalen Gabe von Anticholinergika. Die auf dem Markt befindlichen Substanzen unterscheiden sich kaum in ihrer Wirksamkeit, jedoch gibt es große Unterschiede in den physikochemischen Eigenschaften, welche maßgeblich über die Pharmakokinetik und Organverteilung entscheiden. Bei den meisten Anticholinergika handelt es sich um tertiäre Amine mit hoher Lipophilie, lediglich Trospiumchlorid ist eine quarternäre Ammoniumverbindung mit positiver Nettoladung.

 

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14. Bamberger Gespräche 2010: Blase und Gehirn

Diagnostik von Harnblasenfunktionsstörungen bei neuronalen Erkrankungen aus Sicht des Urologen

Hofrat Prof. Dr. med. Helmut Madersbacher

Bamberg (4. September 2010) - Die Funktionstüchtigkeit jener Areale im Gehirn, die Detrusor und Sphinkter kontrollieren, sowie eine intakte Signalübermittlung sind die Voraussetzung, dass wir unsere Blase willkürlich, am geeigneten Ort, zur geeigneten Zeit, zügig und restharnfrei entleeren können und zwischen den Miktionen kontinent bleiben. Zerebrale, spinale und periphere Läsionen jener Nervenstrukturen, die den unteren Harntrakt innervieren, bewirken unterschiedliche Läsionsmuster mit unterschiedlichen klinischen Symptomen und unterschiedlichen Folgen für den Harntrakt. Abhängig von der Lokalisation und dem Ausmaß der Läsion können Detrusor und Sphinkter entweder überaktiv oder „unteraktiv“ werden, die Läsionsmuster von Detrusor und Sphinkter können gleichartig oder unterschiedlich sein, mitunter kann auch nur der Detrusor, nicht aber der Sphinkter und umgekehrt, von den Auswirkungen der Läsion betroffen sein.

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14. Bamberger Gespräche 2010: Blase und Gehirn

Demenz und Blasenfunktionsstörungen

 

Holger Lieberodt

 

Bamberg (4. September 2010) - Im Verlauf von Demenzen treten häufig auch Blasenfunktionsstörungen auf, je nach Art der Demenz in unterschiedlichen Stadien. In der Regel entwickelt sich eine Detrusorhyperreflexie, seltener eine Detrusor-Sphinkter-Dyssynergie. Die drei häufigsten Demenz-Formen sind Alzheimer-Demenz (AD), die vaskuläre Demenz (VD) und die Lewy-Körper-Demenz (LKD). Bei AD und LKD kommt es erst im späteren Verlauf der Erkrankung zu Blasenfunktionsstörungen, so dass diese hinter den krankheitsbestimmenden neuropsychologischen und motorischen Symptomen in den Hintergrund treten. Die VD erweist sich in vielerlei Hinsicht als heterogen.

 

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14. Bamberger Gespräche 2010: Blase und Gehirn

Morbus Parkinson und Blasenfunktionsstörungen

 

PD Dr. med. Carl-Albrecht Haensch

 

Bamberg (4. September 2010) - Parkinson-Patienten leiden insbesondere unter Nykturie (> 60 %), Pollakisurie (16-36  %), imperativem Harndrang (33-54 %) und Störungen beim Wasserlassen. Urogenitale Funktionsstörungen werden bei 75-93 Prozent der untersuchten Patienten berichtet, wobei die Probleme in vielen Fällen von den Patienten gar nicht wahrgenommen werden. Nach eigenen Untersuchungen klagen Parkinson-Patienten in 28 % über Potenzstörungen bereits in den ersten 6 Monaten der Erkrankungen, nicht jedoch über Blasenfunktionsstörungen. Für diese Störungen sind Beeinträchtigungen des zentralen Blasenzentrums, eine Detrusorhyperreflexie und eine Beeinträchtigung der zeitgerechten Relaxation des Blasenbodens verantwortlich.

 

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14. Bamberger Gespräche 2010: Blase und Gehirn

Pflegerischer Einsatz – Vorstellung und Realität

 

Prof. Dr. phil. Wilfried Schlüter und Prof. Dr. phil. Katharina Oleksiw

 

Bamberg (4. September 2010) - Wenn Tabuthemen wie Inkontinenz in der Öffentlichkeit diskutiert werden, dann geschieht dies meist sachorientiert. Das Erleben der Menschen, die von Inkontinenz betroffen sind oder die Menschen mit Inkontinenz pflegen, steht eher im Hintergrund. In diesem Vortrag werden die pflegerischen Möglichkeiten von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen in der Inkontinenzversorgung in Institutionen und notwendige Veränderungsbedarfe, um ein größtmögliches Maß an individueller Pflege zu gewährleisten, aufgezeigt.

 

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