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Inkontinenz
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12. Bamberger Gespräche
Harninkontinenz ‑ Gibt es geschlechtsspezifische Unterschiede?

Geschlechtsspezifische Unterschiede ‑ eine Einführung

Von Prof. Dr. med. Ingo Füsgen

Bamberg (13. September 2008) - Sowohl in der medizinischen Forschung als auch in der Praxis der Prävention, Diagnostik und Therapie müssen Einflussfaktoren wie biologisches Alter, Funktionsfähigkeit der Organsysteme, Multimorbidität und Polymedikation beachtet werden. Die besondere „Variable" weibliches Geschlecht, wurde lange Zeit nicht oder nur wenig berücksichtigt. Dabei impliziert am Beispiel der Pharmakotherapie der zunehmende Einfluss der Pharmakokinetik dies (Thürmann 2005). Dazu kommt, dass ein Großteil der älteren Patienten Frauen sind, denn sie haben eine höhere Lebenserwartung. Beim bestehenden demographischen Wandel kommt ihnen besondere Bedeutung zu. Frauen bewerten ihren Gesundheitszustand durchschnittlich schlechter als gleichaltrige Männer. Sie sind meist weniger „fit" im Alter als Männer. Frauen sind häufiger bei Ärzten in Notfallambulanzen. Frauen sind multimorbider. Frauen werden auch häufiger als Männer stationär aufgenommen (Höltmann 2008).

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12. Bamberger Gespräche 2008

Harninkontinenz ‑ Gibt es geschlechtsspezifische Unterschiede?

 

Einfluss des Geschlechts auf die Diagnostik der Harninkontinenz

 

Von Prof. Dr. med. Helmut Madersbacher

 

Bamberg (13. September 2008) - Frauen und Männer unterscheiden sich nicht nur durch ihre Geschlechtsmerkmale, ihre Körper ticken insgesamt in vielen Bereichen ganz anders: diesbezüglich erforscht sind Atmung, Blut, Energieverbrauch, Fettstoffwechsel, Herz, Lunge, Stimmbänder oder der Wasserhaushalt.

Genderspezifische Unterschiede in der Harninkontinenz, bezüglich Prävalenz, Pathophysiologie, Diagnostik und Therapie wurden bisher wenig beachtet, obwohl sich die Prävalenz der Harninkontinenz bei Mann und Frau wesentlich unterscheidet und die verschiedenen Formen der Harninkontinenz bei Frau und Mann in sehr unterschiedlichem Ausmaß auftreten: reine Belastungsinkontinenz bei Frauen in 40 %, bei Männern in 5 %, reine Dranginkontinenz bei Frauen in 20 %, bei Männern in 85 %, gemischte Belastungs- /Dranginkontinenz bei Frauen in 40 %, bei Männern in 10 %, postmiktionelles Nachträufeln bei Männern in 67 %, bei Frauen nur in 16 %, nächtliche Inkontinenz bei Frauen in 4 %, bei Männern in 16 %. Zudem ist auch das diagnostische und therapeutische Procedere bei den beiden Geschlechtern unterschiedlich.

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12. Bamberger Gespräche 2008

Harninkontinenz ‑ Gibt es geschlechtsspezifische Unterschiede?

 

Medikamentöse Therapie der Überaktiven Blase

 

Von Dr. med. Andreas Wiedemann

 

Bamberg (13. September 2008) - Wie wird aktuell eine Überaktive Blase behandelt? In der europaweit größten Befragung von 2.500 Hausärzten zu ihrem Management der Harninkontinenz wurde deutlich, dass in der Therapie das Verordnen eines Medikamentes neben der Überweisung zum Facharzt die größte Rolle sowohl bei Hausärzten als auch bei Gynäkologen spielt. Die Verordnung eines Anticholinergikums besitzt dabei den größten Stellenwert ‑ neben dem am längsten auf dem Markt befindlichen Anticholinergikum Oxybutynin kennen die Befragten Trospiumchlorid in über 2/3 der Fälle (Wiedemann und Füsgen 2008).

Liegt eine Anticholinergika-Resistenz vor oder ist eine Anticholinergika-Therapie nicht durchführbar, kommen invasive Ersatztherapie-Verfahren zum Einsatz (z.B. Botulinum-Toxin-Injektion). Woran kann ein scheinbares Versagen der medikamentösen Therapie der OAB liegen bzw. was kann bei scheinbarer „Anticholinergika-Resistenz" helfen, doch noch eine Wirkung zu erzielen?

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12. Bamberger Gespräche 2008

Harninkontinenz ‑ Gibt es geschlechtsspezifische Unterschiede

 

Therapie der Belastungsinkontinenz

 

Von Dr. med. Gert Naumann

 

Bamberg (13. September 2008) - Bei abnehmenden Geburtenzahlen und steigender Lebenserwartung wird der Anteil älterer Menschen in Deutschland immer größer. Schätzungen gehen davon aus, dass 2050 jeder dritte Mensch in Deutschland älter als 65 Jahre sein wird. Die Harninkontinenz ist mit einer Häufigkeit zwischen 30‑40 % aller Frauen ab 50 Jahren eine bedeutende Volkskrankheit. Bei einer stetig steigenden Zahl älterer Patientinnen in unseren Sprechstunden werden wir in unserem Fachgebiet in den nächsten Jahren einen deutlichen Zuwachs an Frauen mit einer Harninkontinenz erleben, die eine Sanierung wünschen.

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Neue Websites zur Information über Harn- und Stuhlinkontinenz:

Tabus brechen. Kontrolle übernehmen. Hilfe finden.

 

Düsseldorf (13. Juni 2008) - www.inkontinenzkontrolle.de und www.stuhlinkontinenzkontrolle.de bietet Betroffenen Informationen zu Diagnose- und Therapiemöglichkeiten sowie Hinweise zum bewussten Umgang mit der Erkrankung der Inkontinenz.

 

Informationen über die Definition von Inkontinenz, über mögliche medizinische Ansprechpartner sowie verfügbare Versorgungs- und Behandlungsoptionen werden gut verständlich dargestellt. Jede Seite verfügt über Links mit weiteren Informationen. Inkontinenz ist ein Tabuthema. Aber es betrifft Millionen von Menschen.

 

Quelle: Pressemeldung der Firma Medtronic vom 13.06.2008 (tB).

 

 
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Gewicht beeinflusst Inzidenz von Inkontinenz

Schlanke Taille, niedriger BMI – geringeres Risiko für Harninkontinenz bei Frauen

 

Heidenheim (21. Mai 2008) - Eine weitere Studie bestätigt: Starkes Übergewicht begünstigt das Auftreten von Harninkontinenz. Wissenschaftler der Harvard Medical School and School of Public Health in Massachusetts/USA vermuteten hierfür unterschiedliche Ursachen, was durch die Ergebnisse einer epidemiologischen Studie bestätigt wurde. Dieser zufolge trat bei älteren Frauen in Zusammenhang mit einem erhöhtem Taillenumfang vermehrt Stressinkontinenz auf, während Dranginkontinenz mit einem erhöhtem Body Mass Index (BMI) einhergeht (Townsend, M. K. et al. Obesity [2008], www.obesityjournal.org).

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Volkskrankheit Inkontinenz: Prominente und Urologen setzen gemeinsam auf Aufklärung
Neue Patientenbroschüre soll Hemmschwellen abbauen


Hamburg (11. April 2008) - Urologen brechen Tabus - Prominente helfen mit! Unter diesem Motto geben die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) und der Berufsverband der Deutschen Urologen e.V. in diesen Tagen eine Patientenbroschüre heraus, mit der sie das Schweigen um die heimliche Volkskrankheit Inkontinenz überwinden wollen.

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Therapie der weiblichen Belastungsinkontinenz mit Duloxetin

Expertenerfahrungen: Aus der Praxis – für die Praxis


Bad Homburg, 20. März 2008 - Welche Erfahrungen machen Kliniker und Niedergelassene bei der Therapie von Symptomen der weiblichen Harninkontinenz und welche Handlungsempfehlungen lassen sich daraus ableiten? Antworten gaben spezialisierte Gynäkologen bei einem Lunch-Symposium von Lilly Deutschland auf dem diesjährigen Fortbildungskongress der Frauenärztlichen BundesAkademie (FBA). Die Experten betonten dabei den Stellenwert von Duloxetin1 und gaben Empfehlungen für die Behandlung. Daneben stellten sie sich den Fragen, welcher Arzt welche Patientin therapieren sollte – und wie die Wirtschaftlichkeit der Therapie belegt werden könnte.
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11. Bamberger Gespräche 2007

„Pharmakotherapie und Harninkontinenz:  Im Spannungsfeld von Praxis und Forschung“

 

Medikamente bei Überaktiver Blase: Theorie und Realität

 

Von Dr. med. A. Wiedemann, Witten

 

Bamberg (8. September 2007) - Welche objektiven Kriterien haben verordnende Ärzte neben allen Marketing-konform vereinfachten wissenschaftlichen Botschaften, ein Anticholinergikum zur Therapie der OAB auszuwählen? Die Cochrane Collaboration, eine non-profit-Organisation, die sich in vielen Komitees sich mit den verschiedensten Fragestellungen beschäftigt, hat sich bereits zweimal, 2003 und 2006, mit der Anticholinergika-Therapie der Überaktiven Blase beschäftigt (1;2). In dem aktuellen Review wurden 61 randomisierte Untersuchungen von 2 unabhängigen Gruppen beurteilt und die Ergebnisse zusammengeführt.

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11. Bamberger Gespräche 2007

„Pharmakotherapie und Harninkontinenz:  Im Spannungsfeld von Praxis und Forschung“

  

Einführung zum Thema: Pharmakotherapie in der Praxis

 

Von Prof. Dr. med. I. Füsgen

 

Bamberg (8. September 2007) - Wie viele Menschen genau an Harninkontinenz leiden, lässt sich derzeit nicht genau sagen, da es sich immer noch um ein Tabuthema handelt. Geschätzt wird, dass fast 4 Millionen Menschen unter unfreiwilligem Harnabgang in Deutschland leiden. Dabei stellt mit zunehmendem Alter die Dranginkontinenz die häufigste Inkontinenzform dar und bekommt angesichts des demographischen Wandels für die Gesellschaft eine hohe gesundheitspolitische Bedeutung. Im Hinblick auf die Drangsymptomatik wurde eine neue Definition verabschiedet (Abrams 2002). Der Begriff „Überaktive Blase" wurde 2002 von der ICS (International Continence Society) eingeführt. Manches dicke Buch zu dem Thema der überaktiven Blase (Kreder 2007) zeigt aber auf, dass zum Thema der Dranginkontinenz noch eine Fülle von Fragen bezüglich dem Verständnis bei Diagnostik und Therapie offen sind. Dies gilt im besonderen Maße für den hauptsächlich von der überaktiven Blase betroffenen älteren Patienten. Multimorbidität, Multimedikation und Compliance in der Pharmakotherapie sollen heute hier angesprochen werden.

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Medtronic erhält FDA-Zulassung für das Interstim® II-System:

Behandlung der überaktiven Blase und des Harnverhalts

 

Düsseldorf (7. Juli 2007) - Medtronic, Inc. gibt bekannt, dass die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) die Zulassung für das InterStim® II-System des Unternehmens zur Behandlung therapieresistenter Fälle der überaktiven Blase und der Harnverhaltung erteilt hat.

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Behandlungsrealität der weiblichen Harninkontinenz in Deutschland und im europäischen Vergleich

Konservatives Spektrum bietet Chancen

 

Berlin (20. September 2006) - Das konservative Therapiespektrum bei weiblicher Harninkontinenz erfährt in Deutschland noch nicht die Beachtung, die aktuelle internationale Leitlinien fordern(1). Dieses Ergebnis einer europäischen Beobachtungsstudie (PURE)' biete deutliche Ansatzpunkte zur Verbesserung der Versorgungslage von Frauen mit Harninkontinenz, stellte eine Expertenrunde im Rahmen des 56. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) in Berlin fest. Anhand von Fallbesprechungen aus dem gynäkologischen und urologischen Praxisalltag demonstrierten sie, wie insbesondere eine kombinierte Behandlung mit Duloxetin* und einem professionell angeleiteten Beckenbodentraining die Symptome einer Belastungsinkontinenz reduzieren kann.

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10. Bamberger Gespräche 2006

„Therapie der überaktiven Blase – Fortschritte, Trends, Visionen“

 

Therapie der überaktiven Blase – Fortschritte, Trends, VisionenVon Prof. Dr. Ingo Füsgen

 

Bamberg (2. September 2006) - Seit dem 1. Bamberger Gespräch 2001 stand immer wieder die Drang-Symptomatik mit ihren Inkontinenz-Problemen im Vordergrund der Referate. Die Drangsymptome finden sich besonders häufig beim Älteren und sie gehen bei einem Drittel mit einer Drang-Inkontinenz einher (Herbison 2003). Drang-Symptomatik und Drang-Inkontinenz sind häufig mit dem älteren chronisch Kranken verbunden und deshalb kommt altersabhängigen Erkrankungen und der häufig im Alter bestehenden Multimorbidität in diesem Zusammenhang besondere Bedeutung zu. So standen in den Referaten auch immer begleitende und beeinflussbare Fakten beim älteren Patienten im Zusammenhang mit dem Drang im Vordergrund. Erinnert sei dabei an die Multimorbidität und Harninkontinenz 1996, Schlaganfall und Harninkontinenz 1997 oder Diabetes mellitus und Harninkontinenz 2003, Nykturie und Harninkontinenz 2004 und der ältere Patient mit Blasenfunktions-störungen letztes Jahr.

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