Medizin

Therapiekonzepte der pulmonal arteriellen Hypertonie bei Kollagenosen (APAH-SSc)

 

Von PD Dr. med. Christian Opitz

 

Berlin (25. September 2008) - In den letzten Jahren gab es wichtige Fortschritte auf den Gebieten der Pathophysiologie, Epidemiologie, Diagnostik und vor allem in der Therapie der Systemischen Sklerose (SSc).

Vor dem Hintergrund der Bedeutung des Endothelins in der Pathogenese der pulmonal arteriellen Hypertonie wurde das Endothelin-System schon früh als interessanter Angriffspunkt einer gezielten therapeutischen Beeinflussung von Endothelin-assoziierten Krankheitsmechanismen.  

Epidemiologie und Pathophysiologie der Kollagenosen

 

Von PD Dr. med. Michael Sticherling

 

Berlin (25. September 2008) - Die Kollagenosen umfassen eine klinisch und pathogenetisch heterogene Gruppe von Erkrankungen, die verglichen mit anderen rheumatologischen Krankheitsbildern insgesamt selten sind, aber eine deutlich schlechtere Prognose haben. Die Bezeichnung Kollagenosen oder entzündlichen Bindegewebserkrankungen ist eher ein Misnomen, da nur bei der systemischen Sklerose (SSc) das kollagene Bindegewebe zentral im pathogenetischen und klinischen Geschehen beteiligt ist. Vielfach sind jüngere Frauen erkrankt, woraus sich große Probleme im täglichen Leben, insbesondere aber auch der Therapie ergeben. Kinder sind eher selten betroffen. Die verfügbaren epidemiologischen Daten sind je nach Studie und zugrunde liegenden Krankheitsdefinitionen, aber auch nach geographischen Bedingungen heterogen bis widersprüchlich. Dies trifft in besonderem Maße für die SSc zu, deren Inzidenz zwischen 4 und 20, in den USA nach jüngsten Daten sogar bis 260 Fällen pro 1 Million Einwohnern und Jahr angegeben wird. Die Definition der verschiedenen Kollagenosen und ihrer Untergruppen, aber auch Kriterien der Krankheitsaktivität sind bis heute umstritten und schränken daher epidemiologische Unter­suchungen und deren Vergleichbarkeit, darüber hinaus aber auch klinische Therapiestudien erheblich ein.

Computational Neuroscience:

Was läuft schief im Gehirn schizophrener Patienten?

 

In der Septemberausgabe der Zeitschrift Nature Reviews Neuroscience präsentiert eine Arbeitsgruppe aus Oxford, Barcelona und Düsseldorf erstmals eine quantitative Schizophrenietheorie, die auf einem Simulationsmodell "realistischer" so genannter neuronaler Netzwerke basiert. Bei diesen neuronalen Netzwerken handelt es sich um Rechner-gestützte Nachbildungen des Nervensystems.

DGRh: Frage und Antwort zur Anti-TNF-Therapie

Gegenwart und Zukunft der Systemtherapie entzündlich-rheumatischer Erkrankungen

 

 Roentgenbild Rheumatoide Arthritis_Schaeden am Fussgelenk.Berlin (25. September 2008) - Studienergebnisse und Fragestellungen rund um die Systemtherapie entzündlich-rheumatischer Erkrankungen mit TNFa-Inhibi­toren standen im Fokus eines interaktiven Symposiums (1), das im Rahmen des Jah­reskongresses der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) am 25. Sep­tember 2008 in Berlin stattfand. Vorgestellt wurden in diesem Zusammenhang aktuelle Daten der COMET-Studie (2), die beeindruckend belegen, dass die Hälfte der Patienten mit früher Rheumatoider Arthritis (RA) von einer Kombinationstherapie aus Etanercept und Methotrexat innerhalb eines Jahres mit einer Remission profitiert – signifikant mehr als unter einer Methotrexat-Monotherapie.

Osteoporosepatienten: Schmerzfrei mit 4 ml Zement Rasche Linderung durch Verfahren der Vertebroplastie

München (24. September 2008) - Experten schätzen die Zahl Osteoporosekranker in Deutschland auf knapp 8 Millionen* - vor allem Frauen über 50 sind von dem gefährlichen Knochenabbau betroffen. Osteoporosepatienten sind erheblich in ihren Bewegungen eingeschränkt und müssen oft starke Schmerzen ertragen. Im schlimmsten Fall kommt es zu Wirbelbrüchen. Komplizierte Operationen - häufig die letzte Möglichkeit einer Verbesserung des Krankheitsbildes - können nun bei vielen Betroffenen mit der Vertebroplastie vermieden werden: Radiologen bringen dabei mit einer Nadel eine kleine Menge medizinischen Zements in die porösen Wirbelkörper ein und stabilisieren diese von innen. Das von Dr. Tobias Jakobs geleitete Ärzteteam am Institut für Klinische Radiologie des Klinikums der Universität München hat sich auf die Vertebroplastie spezialisiert.