Medizin

Kongress der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe in Hamburg (16.-19.9.2008)

Erste zehn Spezialzentren für Genitalkrebs der Frau zugelassen

 

Hamburg (18. September 2008) - Nach den Brustkrebs-Spezialeinrichtungen erhielten im Rahmen des 57. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe nun auch die ersten zehn Einrichtungen das Gütesiegel Gynäkologisches Krebszentrum für die Behandlung der verschiedenen Genitalkrebsarten.

Metafolin® und DHA: Primäre Prävention in der Mutterschaftsvorsorge optimieren

 

  • Natürliche Vitaminform 5‑Methyltetrahydrofolat ist synthetischer Folsäure überlegen
  • Internationaler Konsens empfiehlt 200 mg DHA täglich
  • Femibion®‑Versorgungskonzept

 

Hamburg (18. September 2008) ‑ „Die Gabe von Folat‑haltigen Multivitaminpräparaten ist eine der wenigen und wirksamsten Möglichkeiten einer echten Prävention in der Schwangerschaft", erklärt Professor Wolfgang Holzgreve im Rahmen des 57. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe in Hamburg. Auf einem von Merck Selbstmedikation unterstützten Workshop stellt der Chefarzt der Baseler Universitätsfrauenklinik heraus, dass das Potential der Folatprophylaxe noch zu selten und vor allem nicht rechtzeitig genug vor der Konzeption wahrgenommen wird. Die hervorragende primäre Prävention von Neuralrohrdefekten, Fehlbildungen des Herzens, Lippen-Kiefer-Gaumenspalten und anderen Anomalien sei sicher bewiesen. Ebenso könne durch die Prophylaxe die Frequenz von Spontanaborten und Frühgeburten vermindert werden. Professor Klaus Pietrzik empfiehlt, in Ergänzung zu Folsäure die körpereigene, natürliche Vitaminform 5‑Methyltetrahydrofolat (5-MTHF) zu supplementieren. Somit könnten auch diejenigen Frauen profitieren, die aufgrund eines Enzympolymorphsimus nicht ausreichend biologisch aktives Folat aus synthetischer Folsäure bilden können. „Immerhin jede zweite Frau ist hiervon betroffen“, so der Folatexperte vom Institut für Ernährungs- und Lebensmittelwissenschaft der Universität Bonn.

WORKSHOP: Versorgungskonzept für die sichere und gesunde Entwicklung des Kindes

 

Mutterschaftsvorsorge: Chancen der primären Prävention

 

Von Prof. Dr. med. Dr. h.c. mult. Wolfgang Holzgreve

Hamburg (18. September 2008) ‑ Eine Schwangerschaft ist schon immer einerseits eine Phase freudiger Erwartung, andererseits auch mit Ängsten verbunden, ob sich alles normal entwickelt. In „Low income“-Ländern sind die Risiken für die Schwangeren und deren Kinder noch immer sehr beträchtlich: Über 500.000 Frauen sterben pro Jahr an den Folgen einer Geburt. Auch die Kindersterblichkeit ist in vielen Teilen der Welt erschreckend hoch, u.a. weil eine effektive Schwangerenvorsorge nicht durchgeführt werden kann.

WORKSHOP: Versorgungskonzept für die sichere und gesunde Entwicklung des Kindes

 

Neubewertung von Folsäure und Folat

 

Von  Prof. Dr. med. vet. Klaus Pietrzik

 

Hamburg (18. September 2008) - Folsäure hat in den letzten Jahren stark an Aufmerksamkeit gewonnen, da man zeigen konnte, dass durch perikonzeptionelle Zufuhr das Risiko für Neuralrohrdefekte und andere angeborene Fehlbildungen signifikant gesenkt wird. Eine adäquate Versorgung mit Folsäure bzw. Folat ist für Frauen bereits ab Kinderwunsch wichtig. Dennoch erhalten nur wenige Frauen im gebärfähigen Alter eine wirksame perikonzeptionelle Folsäure‑/Folatzufuhr. Ganz unberücksichtigt bleiben der weitere Schwangerschaftsverlauf und die Laktation, die jedoch ganz erhebliche Anforderungen an die Folatzufuhr stellen.

WORKSHOP: Versorgungskonzept für die sichere und gesunde Entwicklung des Kindes

 

Docosahexaensäure: Kindliche Entwicklungspotentiale fördern

 

Von PD Dr. med. Irene Hösli

 

Hamburg (18. September 2008) - Das Interesse an einer ausgewogenen und vielseitigen Ernährung nicht nur in der präkonzeptionellen Phase, sondern auch während der Schwangerschaft und Stillzeit, ist in den letzten Jahren stark angestiegen. Hintergrund ist eine große Anzahl an Veröffentlichungen, welche zeigen, dass eine gesunde Ernährung sich positiv auf das fetale, neonatale und mütterliche Outcome auswirkt. Im Gegensatz dazu wird häufig eine sich kontinuierlich verringernde Einnahme von Omega‑3‑Fettsäuren (Omega‑3­FS) beobachtet, obgleich Nahrungsmittel wie Fisch (reich an Omega‑3‑FS) in genügender Menge vorhanden sind und valide Daten die Notwendigkeit einer ausreichenden Zufuhr in Schwangerschaft und Stillzeit bestätigen. Eine wichtige Ursache für den mangelnden Fischkonsum spielt die Befürchtung, hiermit Schwermetalle (Quecksilber) oder dioxinähnliche Verbindungen (Biphenyle) aufzunehmen, die sich vor allem in großen Raubfischen (Hai, Schwertfisch) anreichern.