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21 | 10 | 2017
Medizin
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MabThera® ist bei Rheumatoider Arthritis „mit Sicherheit wirksam"

Aktuelle Studiendaten vom ACR-Kongress 2007 bestätigen die Effektivität und Sicherheit der B-Zell-gerichteten Therapie

 

Berlin (28. November 2007) -  Rituximab (MabThera®) ist das Therapiekonzept der Wahl direkt nach Versagen des ersten TNF-Inhibitors. Der monoklonale Antikörper hemmt die radiologische Progression effektiv in allen Sub­grup­pen. Zusätzlich zu einem konstant guten Sicherheits­profil kann die Wirksamkeit durch fortgeführte Rituximab-Kurse sogar noch verbes­sert werden. Diese und weitere Resul­tate wurden auf dem ACR-Kongress 2007 präsen­tiert.

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Telmisartan in der antihypertensiven Therapie

Nur Blutdrucksenkung oder mehr?

 

Bochum (22. November 2007) ‑ Herz‑Kreislauf‑Krankheiten sind nach wie vor weltweit die Todesursache Nummer eins und letztendlich verantwortlich für jeden dritten Todesfall. Dabei kommt der arteriellen Hypertonie als entscheidendem Risikofaktor eine besondere Bedeutung zu. Eine moderne antihypertensive Therapie sollte neben einer numerischen Blutdrucksenkung auch die hypertoniebedingten Endorganschäden an Gehirn, Herz und Niere verhindern. So lautet das Fazit des von Boehringer Ingelheim im Rahmen der 31. Wissenschaftlichen Jahrestagung der Deutschen Hochdruckliga veranstalteten Symposiums „Bluthochdrucktherapie: die Ziele im Wandel" in Bochum. Die Experten erwarten mit Spannung die Ergebnisse zur kardio‑vaskulären Protektion durch eine duale Hemmung des RAS mit der Kombination Micardis und Ramipril, die in der ONTARGET‑Studie untersucht wurde und im März diesen Jahres veröffentlicht wird.

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Ein Jahr Anaphylaxie-Register

Berlin (22. November 2007) - Jährlich sterben schätzungsweise bis zu 250 Menschen an einem anaphylaktischen Schock, der Maximalvariante einer allergischen Sofortreaktion. Da Anaphylaxien vermutlich in vielen Fällen gar nicht als solche erkannt und entsprechend behandelt werden, ist sogar von einer wesentlich höheren Dunkelziffer auszugehen. Genaue Daten gibt es bisher nicht, denn es besteht keine Meldepflicht in Deutschland. Deshalb hat die interdisziplinäre Arbeitsgruppe „Anaphylaxie“ des Allergie-Centrums-Charité in Berlin vor einem Jahr das Anaphylaxie-Register zur Erhebung der im deutschsprachigen Raum aufgetretenen anaphylaktischen Reaktionen entwickelt. Die Datensammlung bildet eine Grundlage für Verbesserungen in der Diagnostik, Behandlung und Prävention von Anaphylaxien und damit letztendlich einer besseren Versorgung der Patien­ten. Jetzt liegen Ein-Jahres-Ergebnisse aus der Datenbank vor, die in Berlin zusammen mit neuen Erkenntnissen zur Behandlung der Nahrungsmittel­allergien sowie der Leitlinien zur Behandlung anaphylaktischer Reaktionen auf einer Veranstaltung vorgestellt wurden.

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Influenza – Von der Epidemie zur Pandemie

Vernachlässigen wir die Gefahr vor der eigenen Haustür?

München (21. November 2007) - Oft wird die Influenza als nur eine von vielen Atemwegsinfektionen angesehen. Sie birgt jedoch eine doppelte Gefahr: Zum einen ist sie eine hoch ansteckende Viruserkrankung, die alljährlich in unseren Breitengraden zwischen Oktober bis April epidemisch auftritt und Tausende Erkrankte sowie extreme Belastungen für die Gesundheitssysteme mit sich bringt. Zum anderen ist die Gefahr eines raschen weltumspannenden Infektionsverlaufs, einer Pandemie mit ihren enormen volkswirtschaftlichen Schäden, aktuell wie nie zuvor. Die Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und des Robert Koch-Instituts (RKI) sind sich einig – die nächste Influenza-Pandemie kommt, es bleibt nur die Frage wann? Weltweite Influenza-Ausbrüche entstehen etwa alle 10 bis 40 Jahre. Voraussetzung ist ein neuer Virus-Typ, gegen den die Bevölkerung noch nicht immun ist. Das Vogelgrippe-Virus H5N1 erfüllt bereits zwei von drei Kriterien der WHO für ein so genanntes pandemisches Virus: Die genetische Veränderung und die starke krankheitsauslösende Wirkung. Lediglich die leichte Übertragbarkeit von Mensch zu Mensch ist derzeit noch nicht gegeben. Nach Einteilung der WHO befinden wir uns in der dritten von sechs Pandemiephasen.

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Linderung der Arthroseschmerzen durch ARCOXIA® 30 mg 1x täglich - vergleichbar mit der unter hochdosiertem Ibuprofen und der empfohlenen Dosierung von Celecoxib

Neue niedrigere wirksame Dosis erweitert den Nutzen von ARCOXIA® als Therapieoption für die Behandlung der Arthrose


Haar (20. November 2007) – Arthrosepatienten in Deutschland steht nun eine neue schmerzlindernde Therapieoption zur Verfügung. MSD gab am 22. November 2007 die Verfügbarkeit der neuen Wirkstärke ARCOXIA® 30 mg zur Behandlung von Symptomen und Reizzuständen der Arthrose bekannt. Mit ARCOXIA® 30 mg (Etoricoxib, MSD) und ARCOXIA® 60 mg stehen dem Arzt nunmehr zwei Wirkstärken zur symptomatischen Behandlung der Arthrose zur Verfügung.

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ENDO CLUB NORD 2007

Narbenlose Blind­darm­operation live aus Indien!

 

Hamburg (8. November 2007) - Jedes Jahr locken spektakuläre Highlights internationale Mediziner zum größten Live-Event in der Endoskopie: Dem ENDO CLUB NORD (ECN). Unter der Leitung von PD Dr. Siegbert Faiss (Asklepios Klinik Barmbek), Prof. Dr. Friedrich Hagenmüller (Asklepios Klinik Altona) und Prof. Dr. Nib Soehendra (Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, UKE) werden Live- Demonstrationen aus den drei Hamburger Endoskopie-Zentren in das Congress Center Hamburg (CCH) übertragen. Das Highlight des ECN 2007: Erstmals wird eine Operation live aus Indien per Satellit nach Hamburg übertragen. Die Kongressteilnehmer können im CCH live mitverfolgen, wie die beiden Spezialisten Prof. Nageshwar Reddy und Prof. Venkat Rao vom Indian Institute of Gastroenterology in Hyderabad eine transgastrische Appendektomie durchführen.

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ENDO CLUB NORD 2007

Live-Übertragungen erstmals komplett in HDTV

 

Hamburg (8. November 2007) - Premiere beim 15. ENDO CLUB NORD (ECN): Erstmals werden aus den drei Hamburger Endoskopie-Zentren alle Live-Demonstrationen komplett in High Definition Television (HDTV) ins Congress Center Hamburg (CCH) übertragen. Das garantiert Olympus, Partner des ENDO CLUB NORD und einer der führenden Anbieter in der Endoskopie. Für den ECN stellt Olympus die neueste HDTV-Technologie zur Verfügung. Der weltweite digitale TV-Standard liefert für die Medizin eine optische Auflösung, die zu einem deutlichen Gewinn für die Patienten führt. Mit HDTV werden Bilder erzeugt, die mit der bisher verwendeten Übertragungstechnik in der Endoskopie nicht vergleichbar sind.

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Weltweit führender Fortbildungskongress in Hamburg

ENDO CLUB NORD 2007

Hamburg (8. November 2007) - Es ist das größte Live-Event in der Endoskopie: Mediziner aus aller Welt treffen sich vom 9. – 10. November  2007 zum 15. ENDO CLUB NORD. Die Kongressteilnehmer können die Live-Demonstrationen aus den drei Hamburger Endoskopie-Zentren – dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) und den Asklepios Kliniken Altona und Barmbek – im Congress Center Hamburg mitverfolgen. Der Kongress genießt national und international ein hohes Ansehen und entwickelte sich in den vergangenen Jahren zu einer Erfolgsstory. Das Highlight 2007: Die Live-Übertragung einer transgastrischen Operation aus Indien.  Der ENDO CLUB NORD wurde 1991 als praxisorientiertes Fortbildungsforum für die gastroenterologische Endoskopie gegründet. Unter der Leitung von Prof. Dr. Friedrich Hagenmüller (Asklepios Klinik Altona), Prof. Dr. Nib Soehendra (UKE) und PD Dr. Siegbert Faiss (Asklepios Klinik Barmbek) richtet sich der Kongress an Ärzte, Pflegepersonal und Studierende mit dem Ziel, die endoskopische Aus- und Weiterbildung zu fördern. Mittlerweile hat sich die jährlich im November stattfindende Veranstaltung zu einer internationalen Institution für Spezialisten aus der ganzen Welt entwickelt. Im Mittelpunkt stehen dabei Live-Demonstrationen, die dieses Jahr erstmals komplett in HDTV übertragen werden. Das Spektrum reicht dabei von praxisbewährten Methoden über technisch aufwendige Eingriffe bis hin zu zukunftsweisenden Entwicklungen.

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Neuer CCR-5 Inhibitor jetzt verfügbar
Maraviroc (Celsentri®) verbessert Therapieoptionen bei HIV

Karlsruhe / Berlin (6. November 2007) - In der HIV-Therapie stellt das jetzt erhältliche Medikament Maraviroc (Celsentri®) für Patienten mit CCR5-tropen HI-Viren eine grundlegend neue Option dar. Maraviroc blockiert den CCR5-Korezeptor, den das HIV-Virus für das Eindringen in CD4-Zellen benötigt und verhindert damit die Virus-Replikation. In den zulassungsrelevanten Studien MOTIVATE (Maraviroc plus Optimized Background Therapy in Viremic Antiretroviral Treatment-Experienced patients) 1 und 2 verringerte die Therapie mit Maraviroc zusätzlich zu einer optimierten antiretroviralen Basistherapie die Viruslast der Patienten mit CCR5-tropen Viren signifikant stärker als die optimierte Basistherapie alleine. Zudem erreichten beinahe dreimal so viele Patienten unter Maraviroc eine Viruslast unterhalb der Nachweisgrenze. Maraviroc ist der erste Vertreter der neuen Substanzklasse der CCR5-Inhibitoren, für den Pfizer im September 2007 die Zulassung der EU-Kommission erhalten hat.

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Welt-Psoriasis-Tag 2007
Anspruch und Wirklichkeit: Aktuelle Daten zur Versorgung der Psoriasis 2007

Von Prof. Matthias Augustin

Hamburg (29. Oktober 2007) - Die Psoriasis vulgaris ist häufig, geht bei vielen betroffenen Patienten mit einem sehr hohen Leidensdruck einher und verursacht erhebliche Folgekosten. Obwohl für alle Formen und Schweregrade der Psoriasis wirksame Therapeutika zur Verfügung stehen, ist nach klinischen Erfahrungen und Patientenberichten die Versorgung in Deutschland oftmals unzureichend. Unklar war bisher, welche Patienten in welchem Maße von dem Leidensdruck betroffen sind, welchen Zugang die Patienten zur modernen Versorgung haben und inwieweit eine Unter-, Fehl- oder Überversorgung besteht. Unklar war ferner, welchen Nutzen die Patienten selbst durch die Versorgung ihrer Erkrankung erleben.

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Welt-Psoriasis-Tag 2007

Weg von der Oberfläche – Psoriasis ist eine systemische Immunerkrankung

Von Prof. Dr. med. Kristian Reich 

Hamburg (29. Oktober 2007) - Psoriasis eine reine Erkrankung der Haut? Eine Grippe der Haut, die folgenlos ausheilt? Diese Einschätzungen der häufigsten chronischen Entzündungskrankheit in Deutschland gehören der Vergangenheit an. Die Psoriasis steht heute in einer Reihe mit Erkrankungen wie der rheumatoiden Arthritis oder dem Morbus Crohn – Hautrheuma wäre vielleicht ein passender Begriff. Dies betrifft Gemeinsamkeiten in den Krankheitsmechanismen, der Krankheitslast für die betroffenen Patienten und auch den Begleiterkrankungen.

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Welt-Psoriasis-Tag 2007
Was kann der Psoriasispatient heute erwarten?

Von Prof. Dr. med. Ulrich Mrowietz

Hamburg (29. Oktober 2007) - Die intensive wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Schuppenflechte (Psoriasis) und die Erkenntnisse aus der Versorgungsforschung haben unmittelbare Auswirkungen auf die Nutzung der Möglichkeiten, die heute für die Therapie der Psoriasis zur Verfügung stehen.

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Welt-Psoriasis-Tag 2007
Aktionsplan Psoriasis, Aufbau und Funktion der Psoriasisnetze 2007

Von Dr. med. Michael Reusch

Hamburg (29. Oktober 2007) - Die Psoriasis vulgaris weist in Deutschland eine Prävalenz von ca. 2 Prozent  und  somit ca. 1,6 Mio. Betroffene auf. Die Mehrzahl der Patienten wird von Dermatologen versorgt, insbesondere die schweren Formen. Dementsprechend zählt die Psoriasis in den Hautarztpraxen und -kliniken zu den fünf häufigsten Diagnosen der vertragsärztlichen Versorgung. Weitere Versorger sind im ambulanten Bereich die Hausärzte, gefolgt von Kinderärzten, Internisten/Rheumatologen.

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Welt-Psoriasis-Tag am 29. Oktober 2007

Fortschritte bei der Versorgung der Psoriasis in Klinik und Praxis umsetzen

Von Prof. Dr. Peter Elsner

 Hamburg (29. Oktober 2007) - Neue Behandlungsmethoden bei der Schuppenflechte stellen eine Hoffnung für die betroffenen Patienten dar, sagte Prof. Peter Elsner von der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft jetzt in Hamburg. Damit die Behandlung mit diesen innovativen und recht teuren Medikamenten aber kein Wunsch bleibt, sondern zur stabilisierenden Wirklichkeit für die Betroffenen wird, müsse die Kostenübernahme durch die Krankenkassen und die Umsetzung in Klinik und Praxis besser geregelt werden.

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Welt-Psoriasis-Tag am 29.10.2007

Schuppenflechte heißt – lebenslänglich!

 

Von Hans-Detlev Kunz, Geschäftsführer Deutscher Psoriasis Bund e.V.


Rückzug und Isolation
Hamburg (29. Oktober 2007) - Die genetisch determinierte, getriggerte Schuppenflechte ist eine chronische, lebenslange Erkrankung, die alle Sphären des Lebens nachhaltig beeinflusst. Menschen mit Schuppenflechte haben wegen der entzündeten, schuppenden Haut Schwierigkeiten in Partnerschaft, Familie und Beruf, die Menschen mit gesunder und intakter Haut nicht haben. Das „anders Aussehen“ und damit häufig auch das anders „Sein“ stigmatisieren kranke Menschen durch die Gesellschaft und führen häufig zum Rückzug in die Isolation. Der Deutsche Psoriasis Bund e. V. bezeichnet deshalb Schuppenflechte als versteckte Volkskrankheit.

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Allergien im Zeitalter des Klimawandels

Therapie im Hochgebirge bringt viele Vorteile

 

Davos, Schweiz (27. Oktober 2007) - Von den erwachsenen Asthmapatienten leiden zwei Drittel an einem allergischen Asthma, bei Kindern der überwiegende Teil. Daher spielen Maßnahmen der Vermeidung oder zumindest Verringerung von Allergenen in der häuslichen Umgebung für das nicht-medikamentöse Management der Erkrankungen eine wichtige Rolle. Eine möglichst allergenarme, am besten allergenfreie Umgebungssituation sollte für die wohnortferne Rehabilitation von Asthmapatienten immer angestrebt werden, denn sie unterstützt die optimale Wirkung der Behandlung wesentlich.

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Ambulante Versorgung schwer psychisch Kranker

Psychiatrische Institutsambulanzen

Frankfurt (27. Oktober 2007) - Eine zentrale Forderung der Psychiatrie-Enquête bestand in der Ausweitung der ambulanten Behandlungsangebote für psychisch kranke Menschen. Hiervon sollten auch schwer psychisch kranke Patienten nicht ausgenommen werden. Zu diesem Zweck wurden zunächst an den psychiatrischen Fachkliniken, ab dem Jahr 2000 auch an den psychiatrischen Abteilungen der allgemeinen Krankenhäuser, psychiatrische Institutsambulanzen (PIAs) eingerichtet. Heute besteht mit den mittlerweile 418 PIAs in Deutschland ein flächendeckendes Angebot für die ambulante Versorgung von schwer psychisch Kranken. Im Durchschnitt kommen ca. 180.000 Einwoh­ner auf eine PIA. Die Versorgungsdichte variiert bei den PIAs weit weniger stark als im niedergelassenen Bereich (1).

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Schizophrenie und Bipolare Störungen

Wenn das Leben aus dem Gleichgewicht gerät

Frankfurt (27. Oktober 2007) - Seit der Psychiatrie-Enquête in den 1970er Jahren gilt die Forderung „ambulant vor stationär“. Dies gilt auch für Patienten, die aufgrund ihrer Erkrankung deutlich beeinträchtigt sind. Sie lassen sich im niedergelassenen Bereich auch wegen der eingeschränkten Budgets, in der Hauptsache aber wegen der Schwere oder Komplexität der Erkrankungen nicht immer angemessen versorgen. Für diese Patienten sind psychiatrische Institutsambulanzen eine wichtige Anlaufstelle. Versorgt werden dort sehr viele Patienten mit Schizophrenie sowie Patienten, die an affektiven Störungen leiden, zu denen u.a. die Bipolaren Störungen zählen.  Etwa 800.000 Bundesbürger erkranken mindestens einmal im Leben an einer Schizophrenie (1). Bis zu vier Millionen Menschen leiden in Deutschland an einer Bipolaren Störung (2). Beide Erkrankungen treten meist im Jugend- oder frühen Erwachsenenalter auf: Erste Symptome einer Schizophrenie zeigen sich meist zwischen dem 18. und dem 35. Lebens­jahr. Bipolare Störungen treten in der Regel zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr auf. Die Ursachen sind bis heute nicht eindeutig geklärt. Biochemisch gehen beide Erkrankungen mit Stoffwechselstörungen im Gehirn einher. Frauen und Männer sind gleichermaßen davon betroffen.

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2. Deutscher Ambulanztag in Frankfurt

Ambulante Versorgung von schwer psychisch Kranken

Frankfurt (27. Oktober 2007) – Psychiatrische Institutsambulanzen (PIAs) haben sich seit rund 30 Jahren zum unverzichtbaren Bestandteil der Versorgung von schwer psychisch kranken Patienten entwickelt. Über 200 Mitarbeiter von Psychiatrischen Institutsambulanzen und niedergelassene Fachärzte trafen sich am 26. und 27. Oktober in Frankfurt auf dem 2. Deutschen Ambulanztag. Unter dem Titel „Versorgungssituation schwer psychisch Erkrankter. Auftrag – Kosten – Chancen der ambulanten Behandlung“ bot die Veranstaltung mit wissenschaftlichen Vorträgen Gelegenheit zur Weiterbildung und zum fundierten, interkollegialen Austausch zwischen PIA-Mitarbeitern und mit niedergelassenen Kollegen.

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Moderne Diagnostik und Therapie

Parathormon als Option in der Osteoporosetherapie


Berlin (26. Oktober 2007) ‑ Wie erkenne ich behandlungsbedürftige Patienten im Praxisalltag und wann ist welche Therapieoption lohnenswert? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des Symposiums „Osteoporose Moderne Diagnostik und Therapie", das unter Leitung von Dr. Jutta Semler, Berlin, im Rahmen des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie Ende Oktober in Berlin stattfand (1).

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Epilepsie – ein vielschichtiges Krankheitsbild

Plötzlich und unerwartet – der epileptische Anfall

 

Hamburg (18. Oktober 2007) - Eine kleine Unaufmerksamkeit, ein kurzes Zucken des Arms – oft mer­ken die Betroffenen nichts von einem epileptischen Anfall. Selbst bei ei­nem „Großen Anfall“, dem Grand-Mal-Anfall, erinnert sich derjenige nicht an das Geschehene. Dass er geschrien hat, hingefallen ist und das Bewusstsein verlor, können ihm nur Zeugen berichten. Diese erleben den Grand-Mal-Anfall – in der Fachsprache heißt diese Anfallsform ge­neralisierter tonisch-klonischer Anfall – als dramatisch: Der Körper ver­krampft sich, dann zucken die Arme und Beine heftig. Der Betroffene verdreht die Augen, es kann Schaum vor den Mund treten. Nach weni­gen Minuten ist der Anfall meist vorbei und das Bewusstsein kehrt lang­sam wieder zurück. Außer ein wenig Verwirrung oder Kopfschmerzen hat der Betroffene keine Ahnung von dem, was geschehen ist. Es sei denn, er hat sich beim Hinstürzen verletzt. Doch der Grand-Mal-Anfall ist nur eine Facette und eher selten – es gibt verschiedenste Formen von epileptischen Anfällen.

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Epilepsie im Wandel der Zeit

Morbus sacer - Die heilige Krankheit

 

Hamburg (18. Oktober 2007) - Selbst für uns moderne Menschen hat es etwas Unheimliches, ja Be­ängstigendes, wenn wir erstmals einen epileptischen Anfall bei einem anderen Menschen miterleben. Zu diesen Empfindungen tritt noch ein Gefühl der Hilflosigkeit, weil man nicht weiß, wie man sich verhalten soll, wenn ein Mensch, der z.B. ganz ruhig in der U-Bahn sitzt, plötzlich einen Anfall erleidet. Um wie viel beunruhigender muss ein solches Ge­schehen auf die Menschen in der Antike oder im Mittelalter gewirkt ha­ben, also in Zeiten, in der Aberglaube, Furcht vor bösen Geistern und Hexen herrschte.

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Das Krankheitsbild hat sich verändert

Geheimnis Epilepsie

 

Hamburg (18. Oktober 2007) - Vorurteile zum Thema Epilepsie halten sich hartnäckig in der Bevölke­rung. Viele glauben, Epilepsie sei eine Geisteskrankheit, sie werde auf die Kinder vererbt, weswegen Epilepsiepatienten keine Kinder bekom­men sollten. Epileptische Anfälle machten dumm und aggressiv und zer­störten auf Dauer das Gehirn. Diese Vorurteile sind falsch, halten sich aber leider auch heute noch hartnäckig.

Vergessen wird dabei oft, dass die Medizin in diesem Bereich in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht hat. Dank moderner Diag­nose- und Therapieverfahren lässt sich eine Epilepsie heute viel besser behandeln als noch vor 20 Jahren, so dass für viele die Krankheit ihren Schrecken verloren hat. Über kaum eine andere Krankheit wissen Men­schen allerdings so wenig wie über diese häufigste Erkrankung des zentralen Nervensystems – immerhin leidet rund 1 % der Bevölkerung an einer Epilepsie und jeder 10. erleidet mindestens einmal in seinem Leben einen epileptischen Anfall.

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Epilepsie_logo.jpg„Mehr Leben, weniger Epilepsie“:

Neue Initiative für Epilepsiepatienten mit Anfällen und Beeinträchtigungen

 

Hamburg (18. Oktober 2007) - Viele Epilepsiepatienten nehmen ihre Erkrankung als gegeben, sogar als Schicksal hin. Beeinträchtigungen, die durch Anfälle oder durch uner­wünschte Medikamentennebenwirkungen entstehen, werden irgend­wann als „Normalzustand“ akzeptiert. Dabei sind auch für Menschen mit Epilepsie ein weitgehend normaler Alltag und individuelle Lebens­qualität möglich. Beinahe sieben von zehn Patienten könnten anfallsfrei sein (1) – es ist aber sehr wahrscheinlich, dass es weniger sind. Auch Pati­enten, die nahezu ohne Anfälle leben, leiden dennoch häufig unter Ne­benwirkungen ihrer Epilepsie-Therapie. In einer aktuellen Studie wurden 173 Patienten mit einer guten Anfallskontrolle von Fachärzten unter­sucht. 67 % der Patienten zeigten medikamentöse Beeinträchtigungen, die nicht unbedingt hingenommen werden müssen (2).

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Psychiatrische Versorgungsstrukturen:

Rückblick und Gegenwart

Von Univ.-Prof. Dr. med. Georg Juckel, Ärztlicher Direktor, LWL-Klinik Bochum Psychiatrie – Psychotherapie – Psychosomatik – Präventivmedizin, Klinik der Ruhr-Universität Bochum

Münster (17. Oktober 2007) - Nach der Auflösung der Großkrankenhäuser, meist abseits außerhalb der Städte und Ge­meinden gelegen, hat sich eine ganze Reihe von neuen, effektiven und menschenwürdigen Versorgungsformen psychiatrischer Patienten entwickelt. Analog zu dieser Entwicklung ha­ben sich die Therapieziele insbesondere bei der Versorgung schizophrener Patienten geän­dert. Stand früher eher die Reduktion von Positivsymptomatik und damit die Möglichkeit der Rückkehr in die Gemeinde im Vordergrund, so standen die 90er Jahre unter dem Ziel, phar­mako- und andere therapeutische Verfahren zu haben und zu entwickeln, um die sog. Ne­gativsymptomatik schizophrener Patienten effizienter zu behandeln, damit ein reintegriertes Leben zu Hause noch besser möglich ist.

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Perspektiven für die psychiatrische Versorgung

Von Prof. Dr. med. Jürgen Fritze,
Aktionskreis Psychiatrie, Gesundheitspolitischer Sprecher der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN)

Münster (17. Oktober 2007) - Der Arzt ist im Rahmen der Wirtschaftlichkeitsprüfung nach § 106(5a) SGB V mit Regress bedroht, wenn er die Richtgrößen (RG) für die Arzneimittelversorgung gemäß § 84(6) über­schreitet. In mehrfacher Hinsicht problematisch ist die Definition der RG. Das Arzneimittel­verordnungswirtschaftlichkeitsgesetz (AVWG; § 84(7a) SGB V) verpflichtet den Arzt, bei ver­ordnungsstarken Wirkstoffgruppen (für Psychiater sind dies derzeit die selektiv-serotonergen Antidepressiva) bestimmte Durchschnittskosten je DDD nicht zu überschreiten. Alternativ können die Vertragsparteien auf Landesebene (KVen, GKV) nach § 84(7a) SGB V Zielver­einbarungen treffen, wonach derzeit bestimmte Anteile von Generikaverordnungen vom Arzt erreicht werden und Überschreitungen bestimmter Quoten sog. Me-Too-Drugs (Analogprä­parate) vermieden werden müssen, um Regress zu vermeiden. Die Verträge werden ohne die in § 35b SGB V vorgesehene Nutzen-Bewertung (optional Kosten-Nutzen-) geschlossen. Diese Regelungen setzten als Lex specialis im Grundsatz den Anspruch des GKV-Versi­cherten auf gleichmäßige und bedarfsgerechte Therapie gemäß des Standes der Wissen­schaft (§ 2, § 70 SGB V) außer Kraft und stehen auch in logischem Widerspruch zur Fortbil­dungsverpflichtung des Arztes (§ 95d SGB V) und zur Informationspflicht des Krankenhau­ses nach § 115c SGB V. Das BSG hat den Off-Label-Use zu Lasten der GKV grundsätzlich ausgeschlossen; dieser Ausschluss konfrontiert die Psychopharmakotherapie mit spezifi­schen Problemen, indem hier keine ätiologische, sondern eine symptom- und syndromo­rientierte Therapie indiziert ist. Rechtliche Klarstellungen sind anzustreben.

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