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18 | 12 | 2017
Medizin
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Epilepsie – ein vielschichtiges Krankheitsbild

Plötzlich und unerwartet – der epileptische Anfall

 

Hamburg (18. Oktober 2007) - Eine kleine Unaufmerksamkeit, ein kurzes Zucken des Arms – oft mer­ken die Betroffenen nichts von einem epileptischen Anfall. Selbst bei ei­nem „Großen Anfall“, dem Grand-Mal-Anfall, erinnert sich derjenige nicht an das Geschehene. Dass er geschrien hat, hingefallen ist und das Bewusstsein verlor, können ihm nur Zeugen berichten. Diese erleben den Grand-Mal-Anfall – in der Fachsprache heißt diese Anfallsform ge­neralisierter tonisch-klonischer Anfall – als dramatisch: Der Körper ver­krampft sich, dann zucken die Arme und Beine heftig. Der Betroffene verdreht die Augen, es kann Schaum vor den Mund treten. Nach weni­gen Minuten ist der Anfall meist vorbei und das Bewusstsein kehrt lang­sam wieder zurück. Außer ein wenig Verwirrung oder Kopfschmerzen hat der Betroffene keine Ahnung von dem, was geschehen ist. Es sei denn, er hat sich beim Hinstürzen verletzt. Doch der Grand-Mal-Anfall ist nur eine Facette und eher selten – es gibt verschiedenste Formen von epileptischen Anfällen.

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Epilepsie im Wandel der Zeit

Morbus sacer - Die heilige Krankheit

 

Hamburg (18. Oktober 2007) - Selbst für uns moderne Menschen hat es etwas Unheimliches, ja Be­ängstigendes, wenn wir erstmals einen epileptischen Anfall bei einem anderen Menschen miterleben. Zu diesen Empfindungen tritt noch ein Gefühl der Hilflosigkeit, weil man nicht weiß, wie man sich verhalten soll, wenn ein Mensch, der z.B. ganz ruhig in der U-Bahn sitzt, plötzlich einen Anfall erleidet. Um wie viel beunruhigender muss ein solches Ge­schehen auf die Menschen in der Antike oder im Mittelalter gewirkt ha­ben, also in Zeiten, in der Aberglaube, Furcht vor bösen Geistern und Hexen herrschte.

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Das Krankheitsbild hat sich verändert

Geheimnis Epilepsie

 

Hamburg (18. Oktober 2007) - Vorurteile zum Thema Epilepsie halten sich hartnäckig in der Bevölke­rung. Viele glauben, Epilepsie sei eine Geisteskrankheit, sie werde auf die Kinder vererbt, weswegen Epilepsiepatienten keine Kinder bekom­men sollten. Epileptische Anfälle machten dumm und aggressiv und zer­störten auf Dauer das Gehirn. Diese Vorurteile sind falsch, halten sich aber leider auch heute noch hartnäckig.

Vergessen wird dabei oft, dass die Medizin in diesem Bereich in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht hat. Dank moderner Diag­nose- und Therapieverfahren lässt sich eine Epilepsie heute viel besser behandeln als noch vor 20 Jahren, so dass für viele die Krankheit ihren Schrecken verloren hat. Über kaum eine andere Krankheit wissen Men­schen allerdings so wenig wie über diese häufigste Erkrankung des zentralen Nervensystems – immerhin leidet rund 1 % der Bevölkerung an einer Epilepsie und jeder 10. erleidet mindestens einmal in seinem Leben einen epileptischen Anfall.

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Epilepsie_logo.jpg„Mehr Leben, weniger Epilepsie“:

Neue Initiative für Epilepsiepatienten mit Anfällen und Beeinträchtigungen

 

Hamburg (18. Oktober 2007) - Viele Epilepsiepatienten nehmen ihre Erkrankung als gegeben, sogar als Schicksal hin. Beeinträchtigungen, die durch Anfälle oder durch uner­wünschte Medikamentennebenwirkungen entstehen, werden irgend­wann als „Normalzustand“ akzeptiert. Dabei sind auch für Menschen mit Epilepsie ein weitgehend normaler Alltag und individuelle Lebens­qualität möglich. Beinahe sieben von zehn Patienten könnten anfallsfrei sein (1) – es ist aber sehr wahrscheinlich, dass es weniger sind. Auch Pati­enten, die nahezu ohne Anfälle leben, leiden dennoch häufig unter Ne­benwirkungen ihrer Epilepsie-Therapie. In einer aktuellen Studie wurden 173 Patienten mit einer guten Anfallskontrolle von Fachärzten unter­sucht. 67 % der Patienten zeigten medikamentöse Beeinträchtigungen, die nicht unbedingt hingenommen werden müssen (2).

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Psychiatrische Versorgungsstrukturen:

Rückblick und Gegenwart

Von Univ.-Prof. Dr. med. Georg Juckel, Ärztlicher Direktor, LWL-Klinik Bochum Psychiatrie – Psychotherapie – Psychosomatik – Präventivmedizin, Klinik der Ruhr-Universität Bochum

Münster (17. Oktober 2007) - Nach der Auflösung der Großkrankenhäuser, meist abseits außerhalb der Städte und Ge­meinden gelegen, hat sich eine ganze Reihe von neuen, effektiven und menschenwürdigen Versorgungsformen psychiatrischer Patienten entwickelt. Analog zu dieser Entwicklung ha­ben sich die Therapieziele insbesondere bei der Versorgung schizophrener Patienten geän­dert. Stand früher eher die Reduktion von Positivsymptomatik und damit die Möglichkeit der Rückkehr in die Gemeinde im Vordergrund, so standen die 90er Jahre unter dem Ziel, phar­mako- und andere therapeutische Verfahren zu haben und zu entwickeln, um die sog. Ne­gativsymptomatik schizophrener Patienten effizienter zu behandeln, damit ein reintegriertes Leben zu Hause noch besser möglich ist.

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Perspektiven für die psychiatrische Versorgung

Von Prof. Dr. med. Jürgen Fritze,
Aktionskreis Psychiatrie, Gesundheitspolitischer Sprecher der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN)

Münster (17. Oktober 2007) - Der Arzt ist im Rahmen der Wirtschaftlichkeitsprüfung nach § 106(5a) SGB V mit Regress bedroht, wenn er die Richtgrößen (RG) für die Arzneimittelversorgung gemäß § 84(6) über­schreitet. In mehrfacher Hinsicht problematisch ist die Definition der RG. Das Arzneimittel­verordnungswirtschaftlichkeitsgesetz (AVWG; § 84(7a) SGB V) verpflichtet den Arzt, bei ver­ordnungsstarken Wirkstoffgruppen (für Psychiater sind dies derzeit die selektiv-serotonergen Antidepressiva) bestimmte Durchschnittskosten je DDD nicht zu überschreiten. Alternativ können die Vertragsparteien auf Landesebene (KVen, GKV) nach § 84(7a) SGB V Zielver­einbarungen treffen, wonach derzeit bestimmte Anteile von Generikaverordnungen vom Arzt erreicht werden und Überschreitungen bestimmter Quoten sog. Me-Too-Drugs (Analogprä­parate) vermieden werden müssen, um Regress zu vermeiden. Die Verträge werden ohne die in § 35b SGB V vorgesehene Nutzen-Bewertung (optional Kosten-Nutzen-) geschlossen. Diese Regelungen setzten als Lex specialis im Grundsatz den Anspruch des GKV-Versi­cherten auf gleichmäßige und bedarfsgerechte Therapie gemäß des Standes der Wissen­schaft (§ 2, § 70 SGB V) außer Kraft und stehen auch in logischem Widerspruch zur Fortbil­dungsverpflichtung des Arztes (§ 95d SGB V) und zur Informationspflicht des Krankenhau­ses nach § 115c SGB V. Das BSG hat den Off-Label-Use zu Lasten der GKV grundsätzlich ausgeschlossen; dieser Ausschluss konfrontiert die Psychopharmakotherapie mit spezifi­schen Problemen, indem hier keine ätiologische, sondern eine symptom- und syndromo­rientierte Therapie indiziert ist. Rechtliche Klarstellungen sind anzustreben.

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Epilepsie
3. Turmgespräch Epilepsie

Patienten – Positionen – Perspektiven

Köln (9. Oktober 2007) - Jeder Mensch kann in jedem Alter plötzlich da­von betroffen sein – rund zehn Prozent der Bevölkerung haben min­destens einen epileptischen Anfall in ihrem Leben. Bei rund einem Pro­zent resultiert eine behandlungsbedürftige Epilepsie. Betroffen sein kann jeder, sei es zum Beispiel durch einen Unfall oder durch eine Er­krankung, die das Hirngewebe beeinträchtigt hat. Entsprechend vielfäl­tig ist das Patientenbild: ob Sportler, Schulkind, Berufstätiger oder Se­nior – so individuell wie die Epilepsiepatienten sind, so individuell sind die Anforderungen an ein wirkungsvolles Therapiemanagement der Krankheit. Beim 3. Turmgespräch Epilepsie in Köln, das von Professor Dr. med. Bernhard J. Steinhoff, Kehl, eingeleitet wurde, diskutierten Epileptologen und Betroffene die vielfältigen Positionen und Perspekti­ven von Patienten mit Epilepsie.

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Synergien nutzen – von anderen PIAs lernen

Initiative PlusPunkt PIA

Frankfurt (27. Oktober 2007) - Psychiatrische Institutsambulanzen (PIAs) haben sich zu einem unverzichtbaren Bestandteil einer leistungsfähigen Versorgung schwer psychisch Kranker entwickelt. Um die therapeu­tische Arbeit noch effektiver gestalten zu können, besteht bei den PIAs großes Interesse an Fortbildungen sowie dem Austausch untereinander und mit den niedergelassenen Fach­ärzten (1). Aus diesem Grund hat AstraZeneca im Jahre 2006 die Initiative „PlusPunkt PIA“ ins Leben gerufen. Diese Initiative möchte den Austausch zwischen Mitarbeitern von psychiat­rischen Institutsambulanzen (PIAs), aber auch mit niedergelassenen Fachärzten und der Bevölkerung fördern.

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Bencard-Symposium 2007
Adjuvanzien wie MPL® machen die Therapie effektiv und sicher
 
Lübeck (28. September 2007) - Die Spezifische Immuntherapie (SIT) ist ein unverzichtbarer Baustein im modernen Management der Allergietherapie, ihr klinischer Erfolg zweifelsfrei belegt. Dennoch besteht weiterhin Handlungsbedarf in Bezug auf Innovationen, erklärte Professor Dr. Harald Renz, Vorsitzender des Bencard Symposiums anlässlich des 2. gemeinsamen Kongresses des Ärztevereins Deutscher Allergologen (ÄDA)und der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI).

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Symposium „Zeitgemäße spezifische Immuntherapie ‑ Adjuvanzien machen den Unterschied"

Adjuvanzien wie MPL® machen die Therapie effektiv und sicher

Lübeck (28. September 2007) - Die Spezifische Immuntherapie (SIT) ist ein unverzichtbarer Baustein im modernen Management der Allergietherapie, ihr klinischer Erfolg zweifelsfrei belegt. Dennoch besteht weiterhin Handlungsbedarf in Bezug auf Innovationen, erklärte Professor Dr. Harald Renz, Vorsitzender des Bencard Symposiums, anlässlich des 2. gemeinsamen Kongresses des Ärztevereins Deutscher Allergologen (ÄDA) und der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI).

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Bencard Förderpreis 2007
„Spezifische Immuntherapie“

Lübeck (28. September 2007) - Die Verleihung des diesjährigen Bencard Förderpreises „Spezifische Immuntherapie“ erfolgte im Rahmen des 2. gemeinsamen Kongresses des Ärzteverbandes deutscher Allergologen (ÄDA) und der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und Klinische Immunologie (DGAKI) in Lübeck während einer Feierstunde durch den Vizepräsidenten der DGAKI, Professor Dr. Dr. Johannes Ring, München. Preisträgerin ist die österreichische Allergologin Dr. Ines Swoboda vom Institut für Pathophysiologie der Medizinischen Universität Wien. Sie erhielt die Auszeichnung für ihre Arbeit „A Recominant Hypoallergenic Parvalbumin Mutant for Immunotherapy of IgE-Mediated Fish Allergy“.

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2. Gemeinsamer Deutscher Allergie-Kongress – Lübeck 2007

Neue Behandlungsmöglichkeiten bei Neurodermitis

 

Lübeck (26. September 2007) ‑ In Deutschland sind etwa 2,5 Millionen Menschen an Neurodermitis erkrankt. Bei den Betroffenen besteht eine genetische Vorbelastung, die in Verbindung mit bestimmten Umweltfaktoren (Allergene und Reizstoffe) zu einer Fehlsteuerung des Abwehrsystems und einer krankhaften Immunreaktion der Haut führt. „Bei vielen Neurodermitikern lässt sich ein Gendefekt nachweisen, der eine Störung der Hautbarriere zur Folge hat", erläuterte die Hautärztin und Allergologin Professor Dr. Regina Fölster‑Holst vom Ärzteverband Deutscher Allergologen (ÄDA). Fölster‑Holst, die an der Kieler Universitäts‑Hautklinik seit knapp 20 Jahren eine Neurodermitis‑Ambulanz leitet, wies auf dem 2. Gemeinsamen Deutschen Allergie‑Kongress vom 26. bis 29. September 2007 in Lübeck auch auf neue Behandlungsmöglichkeiten bei Neurodermitis hin: „Die Mehrzahl der Patienten reagiert allergisch auf Hausstaubmilben. Interessante Ergebnisse erzielt derzeit eine Hyposensibilisierung, auch spezifische Immuntherapie genannt, gegen die Milbenallergie. Diese ursächliche Allergiebehandlung hilft vielen Neurodermitikern, wie erste Studienergebnisse mit molekular definierten Allergenpräparaten gezeigt haben", so Fölster‑Holst. „Nach wie vor steht bei Patienten mit Neurodermitis eine regelmäßige Hautpflege im Vordergrund."

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Kreuzallergenität bei Süßgräsern

Wenn Gräser über Kreuz miteinander liegen

 

Lübeck (26. September 2007) ‑ Menschen mit einer Allergie auf Gräser- oder Roggenpollen reagieren allergisch auf bestimmte Eiweiße in den Pollenkörnern. Diese Überempfindlichkeit des Immunsystems lässt sich mit gereinigten Gräserpollenextrakten gut behandeln. Aufgrund der Kreuzallergenität vieler Gräser wirkt ein Extrakt aus Wiesenlieschgras auch bei Allergien gegen andere Gräser und bei einer Roggenpollenallergie. Das stellte Dr. Jörg Kleine-Tebbe, Allergie- und Asthma-Zentrum Westend, Berlin, am 26. September 2007 auf dem 2. Gemeinsamen Deutschen Allergie-Kongress in Lübeck fest.

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Spezifische Immuntherapie mit Gräser-Impf-Tablette

Allergie-Impfung in Tablettenform ist wirksam

 

Lübeck (26. September 2007) ‑ Die Gräser-Impf-Tablette zur ursächlichen Behandlung einer Allergie auf Gräserpollen gewöhnt das Immunsystem an den Allergieauslöser. Dadurch bessern sich die Symptome von Heuschnupfen. Im zweiten Behandlungsjahr steigert sich die Wirkung der Gräser-Impf-Tablette weiter. Das stellte Professor Dr. Alexander Kapp, Direktor der Hautklinik der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), am 26. September 2007 auf dem 2. Gemeinsamen Deutschen Allergie-Kongress in Lübeck fest.

Heuschnupfen aufgrund von Gräser- oder Roggenpollen lässt sich seit kurzem mit einer Gräser‑Impf‑Tablette ursächlich behandeln. Die innovative Tablette entspricht einer „Allergie-Impfung": Sie wird täglich unter die Zunge gelegt und macht das Immunsystem so wieder unempfindlicher. Die spezifische Immuntherapie mit der Gräser-Impftablette wird über drei Jahre fortgeführt. „Schon in der ersten Pollensaison kann sich der Heuschnupfen klinisch relevant bessern", sagte Professor Dr. Alexander Kapp aus Hannover.

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Engagement für Lebererkrankungen:

Gilead unterstützt die Deutsche Leberstiftung

 

Bochum (14. September 2007) ‑ Im Rahmen des diesjährigen DGVS-Kongresses in Bochum übergab Gilead Sciences einen Scheck über 25.000 Euro an die Deutsche Leberstiftung. „Wir freuen uns, die Deutsche Leberstiftung unterstützen zu dürfen und damit auch ihre Ziele: Eine Information und Aufklärung der Öffentlichkeit und eine Verbesserung der Situation der Patienten liegt auch uns als Unternehmen am Herzen", begründete Ingeborg Kuhn‑Hartmann, Director Marketing, Gilead Sciences, die Spende. Professor Michael Manns, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leberstiftung, Sprecher des Kompetenznetz Hepatitis und Direktor der Abteilung Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie der Medizinischen Hochschule Hannover nahm den Scheck am Gilead‑Stand entgegen.

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Handeln bevor es zu spät ist:

Integrierte Versorgung – Chance für die Psychiatrie

 

Veranstaltung von AstraZeneca zum Thema Integrierte Versorgung am 14.09.07 in Hannover. Photo: Thomas BackeHannover/Wedel (17. September 2007) – Die Psychiatrie in Deutschland braucht innovative Versor­gungsmodelle, um auch in Zeiten erhöhten Kostendrucks zukunftsfähig zu bleiben. Integrierte Versorgungskonzepte bieten eine gute Möglichkeit, sowohl die Effizienz der psychiatrischen Versorgung als auch ihre Qualität weiter auszubauen. Von den bislang mehr als 4.000 abgeschlossenen Verträgen zur Integrierten Versorgung stammen jedoch nur 86 (laut DGPPN, September 2007) aus dem Bereich der Psychiatrie. Auf Initiative von AstraZeneca diskutierten Vertreter aus Medizin, Politik und Krankenkassen in Hannover über die Chancen, die integrierte Versorgungskonzepte für die Psychiatrie bieten.

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Auftaktveranstaltung „Woche des Hörens 2007“

Die Evolution des Hörens und ihre Analogie in Hörsystemen

 

Von Dipl.-Ing. Horst Warncke, Vereinigung der Hörgeräte-Industrie (VHI)

 

Erfolgsmodelle im Tierreich

Adler können aus großer Höhe eine kleine Maus entdecken, und Störche finden nach tausenden Flugkilometern punktgenau ihr Nest wieder. Diese Beispiele machen deutlich: Im Laufe der Entwicklungsgeschichte haben sich erstaunliche Fähigkeiten entwickelt. Besonders der Hörsinn ist von großer Bedeutung: So nutzen Fledermäuse den Ultraschall, um sich selbst in absoluter Dunkelheit sicher zu bewegen. Die hohen Frequenzen, die das Tier noch hören kann, erzeugen ein Echo, sodass es sogar im Schwarm von hunderten Tieren auf engstem Raum zu keiner Kollision kommt.

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Auftaktveranstaltung „Woche des Hörens 2007“

Die psychische Dimension des Hörens

 

Von Prof. Dr. med. Claudia Spahn, Universitätsklinikum Freiburg, Freiburger Institut für Musikermedizin

 

Hamburg (14. September 2007) - Der Hörsinn ist der erste Sinn des Menschen in der embryonalen Entwicklung: Ab etwa der 20. Schwangerschaftswoche reagiert der Fötus im Mutterleib auf akustische Reize. In der Evolution hatte der Hörsinn die wichtige Aufgabe, Gefahrenquellen in der Umgebung zu identifizieren. Aus dieser lebensentscheidenden Funktion erklärt sich, dass die Hörwahrnehmung nicht abgeschaltet werden kann, Hören also permanent stattfindet. Im Unterschied zu anderen Sinneswahrnehmungen, zum Beispiel dem Sehen, sind wir unseren Höreindrücken ständig ausgesetzt und können dies nur dadurch beeinflussen, dass wir bestimmte Orte meiden oder unseren Ohren durch Kopfhörer selbst gewählte akustische Produkte anbieten und Umgebungsreize weitgehend auszuschalten versuchen.

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Beratung, Tests und neue Wege

Woche des Hörens vom 17. bis 21. September 2007

 

Wer gut hört, genießt die Welt in ihrer ganzen Vielfalt. Photo: Fördergemeinschaft Gutes HörenMünchen (14. September 2007) - Es gibt einen Tag der Arbeit, des Gebets, der Frau, des Baumes, der Pressefreiheit, des Kindes, des Meeres – die Liste ließe sich noch lange fortführen. Für das Thema „Hören“ räumt die Fördergemeinschaft Gutes Hören (FGH) nicht einen Tag, sondern sogar eine ganze Woche ein – und macht damit deutlich, welchen Stellenwert sie der Aktion beimisst. Vom 17. bis 21. September findet unter dem Motto „Gut Hören zählt“ nun zum zweiten Mal bundesweit die „Woche des Hörens“ statt.

 

Worum geht es bei dieser Aktionswoche eigentlich und was soll erreicht werden? Im Mittelpunkt der Kampagne steht die Aufgabe, deutlich zu machen, wie wichtig gutes Hören ist, sowohl im privaten, als auch im beruflichen Bereich. Beschäftigt man sich mit dem Thema erst einmal, drängt sich die Frage nach dem eigenen Hörvermögen förmlich auf: Wie ist es bei Ihnen darum bestellt? Sind Sie sicher, dass Sie noch alles hören? Allein in Deutschland leben etwa 15 Millionen Menschen mit Hörminderung, doch vielen ist das nicht einmal bewusst. Denn das Tückische am Hörverlust ist: Er tritt meist schleichend auf. Häufig lässt sich nur anhand kleiner Indizien erahnen, dass das Gehör nachlässt: der Fernseher, der immer lauter gestellt wird, die Unterhaltung mehrerer Menschen, die kaum noch verstanden wird – höchste Zeit für einen Hörtest!

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Akromegalie heute – Ein unterschätztes Phänomen?

 

Prävalenz der Akromegalie möglicherweise wesentlich höher als bisher angenommen

Primärtherapie mit Sandostatin® LAR® ermöglicht effektive Kontrolle der Akromegalie

 

Die spezifische Bindung eines Somatostatin-Analogons (blaue Kugeln) an die Somatostatin-Rezeptoren (bunte Strukturen) vermittelt die Hemmung des Wachstumshormons. Photo: Novartis OncologyNürnberg (10. September 2007) – Akromegalie ist eine endokrinologische Erkrankung, die durch einen unkontrollierten Überschuss des Wachstumshormons (GH-Exzess) hervorgerufen wird. Ursache ist in 95 % der Fälle ein Hypophysenadenom. Aufgrund der Seltenheit, aber auch der sehr unspezifischen Symptomatik vergehen im Durchschnitt etwa 9 Jahre vom Beginn der Erkrankung bis zur Diagnose. Bei der Dialogrunde „Akromegalie heute – Ein unterschätztes Phänomen?“ von Novartis Oncology am 10. September 2007 in München diskutierten Experten über die Notwendigkeit der frühen Diagnose sowie wirksame Therapieansätze. Eine wichtige Behandlungsoption, auch in der Primärtherapie, ist Sandostatin® LAR®.

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MIRCERA® - Neu für die Therapie der renalen Anämie

1 x monatlich für alle Patienten in der Erhaltungsphase

 

Grenzach-Wyhlen (7. September 2007) - MIRCERA hat die europäische Zulassung erhalten und wird zum 17. September zur Behandlung der renalen Anämie bei chronischer Nierenerkrankung eingeführt. MIRCERA (methoxy polyethylene glycol-epoetin beta) führt bei der Therapie der renalen Anämie zu vorhersagbar stabilen Hämoglobinwerten bei nur 1 x monatlicher Applikation in der Erhaltungsphase. Die monatliche Gabe schafft mehr Lebensqualität für den Patienten und mehr Freiräume für das Dialysepersonal durch das vereinfachte Anämiemanagement.

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Studienergebnisse mit Certolizumab Pegol bei Morbus Crohn im New England Journal of Medicine (NEJM) veröffentlicht

 

‑ Erster PEGylierter, Fc‑freier anti‑TNF‑Wirkstoff vorgestellt in zwei Publikationen

‑ Daten bestätigen die Wirksamkeit von Certolizumab Pegol bei Morbus Crohn

 

Kerpen (18. Juli 2007) ‑ Die Ergebnisse von zwei Phase‑III‑Studien mit dem neuen anti‑TNFWirkstoff Certolizumab Pegol erscheinen heute in der Ausgabe des renommierten Fachjournals nNew England Joumal of Mediciney (NEJM). Die Studienergebnisse zeigen die Sicherheit und anhaltende Wirksamkeit von Certolizumab Pegol bei mittelschwerem bis schwerem Morbus Crohn. Die Studien PRECISE 1 und PRECISE 2 (Pegyiated antibody fRagment Evaluation in Crohn's dlsease Safety and Efficacy) zeigen, dass im Vergleich zu Placebo statistisch signifikant mehr Patienten mit mittelschwerem bis schwerem Morbus Crohn auf Certolizumab Pegol ansprachen und der Response über den Studienzeitraum aufrecht erhalten werden konnte. Certolizumab Pegol wurde alle 4 Wochen über einen Zeitraum von 26 Wochen verabreicht mit nur einer zusätzlichen Gabe in der Induktionsphase in Woche 2. Patienten, die in der offenen Vorbehandlungsphase auf Certolizumab Pegol ansprachen und im Verumarm verblieben, hatten eine höhere Wahrscheinlichkeit auf anhaltendes Ansprechen und Remission in Woche 26 als solche Patienten, die in der PRECISE 2‑Studie Placebo erhalten hatten.

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Fortschritt in der Schizophrenietherapie

INVEGA® – stark wirksam gegen die Symptome der Schizophrenie

Köln (5. Juli 2007) - Mit INVEGA® (Paliperidon ER) steht ab sofort ein neues atypisches Antipsychotikum zur Behandlung der Schizophrenie zur Verfügung. Das neue Atypikum zeichnet sich durch eine starke Wirksamkeit und gute Verträglichkeit aus. Es kann neben der Positiv- und Negativsymptomatik auch das psychosoziale Funktionsniveau der Patienten verbessern. INVEGA® erfüllt somit die Anforderungen einer modernen patientenorientierten Schizophrenietherapie. Auf der Launch-Pressekonferenz in Köln [1] wurden die aktuellen Studiendaten und ihre Bedeutung für die ärztliche Praxis präsentiert.

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EULAR 2007: TEMPO 4-Daten belegen Wirksamkeit

Etanercept plus Methotrexat bringen die Progression der rheumatoiden Arthritis zum Stillstand

 

Gravierende Gelenkdeformationen bei rheumatoider Arthritis. Photo: Wyeth PharmaMünster/Starnberg (5. Juli 2007) - Patienten mit einer rheumatoiden Arthritis leiden neben Schmerzen vor allem unter der fortschreitenden Zerstörung ihrer Gelenke. Akutes Therapieziel ist es deshalb, diesen Prozess zum Stillstand zu bringen. Die auf dem EULAR 2007 erstmals vorgestellten radiologischen Daten der TEMPO-4-Studie zeigen, dass die zusätzliche Gabe des TNFa-Rezeptors Etanercept (Enbrel®) zu einer Methotrexattherapie bei Patienten mit einer mäßigen RA-Aktivität die Krankheit zum Stillstand bringen kann: Nach einem Jahr war die Zahl der Patienten ohne radiologische Progression unter der Kombinationstherapie signifikant gestiegen. Auf der Pressekonferenz mit dem Titel „Neu gewonnene Werte in der Therapie der Rheumatoiden Arthritis – Ein zweites Leben“, stellten Patienten zudem ihre ganz persönliche Erfolgsgeschichte dar.

Über eine halbe Million Menschen in Deutschland leiden an einer rheumatoiden Arthritis (RA), einer schmerzhaften und entzündlichen Erkrankung, die häufig die kleinen Gelenke an Händen und Füßen befällt. Schreitet die Krankheit fort, kann es zu irreversiblen Gelenkschäden kommen, die zum Funktionsverlust und zu körperlichen Behinderungen führen. Neben einer Schmerzreduktion ist das oberste Ziel der Behandlung einer RA, die Gelenkdestruktionen zum Stillstand zu bringen.

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Adalimumab jetzt auch für Morbus Crohn zugelassen

Höhere Remissionsrate bei frühem Einsatz von Adalimumab

 

Hamburg (4. Juli 2007) - Seit dem 4. Juni 2007 ist der vollständig humane und selbst-applizierbare monoklonale Antikörper Adalimumab (Humira®) als erster seiner Klasse von der EMEA für die Therapie des schwergradigen, aktiven Morbus Crohn zugelassen. Neue Ergebnisse zu Adalimumab wurden kürzlich auf der Digestive Disease Week (DDW), dem weltweit größten gastroenterologischen Kongress, vorgestellt. Auf einem von Abbott Immunology veranstalteten Symposium in Hamburg wurden einige der wichtigsten Abstracts der DDW zu verschiedenen Themengebieten wie chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED), endoskopische Techniken und maligne Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes von Experten vorgestellt und diskutiert.
Die Zulassung von Adalimumab basiert unter anderem auf der CHARM- (Crohn’s trial of the fully Human antibody Adalimumab for remission Maintenance) Studie, die mit fast 500 Patienten, so Prof. Dr. Stefan Schreiber, Kiel, eine der größten Studien bei Morbus Crohn ist. In dieser plazebokontrollierten Doppelblindstudie konnte durch die Erhaltungstherapie mit Adalimumab bei rund 40 % der Teilnehmer eine Remissionen langfristig über 56 Wochen aufrecht erhalten werden [1]. Im Plazeboarm gelang dies nur bei 12 % der Patienten.

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Neue Hoffnung für Patienten mit Rheumatoider Arthritis

IL‑6‑Rezeptor‑Inhibition mit Tocilizumab

 

München (4. Juli 2007) - Die Kombinationstherapie von Tocilizumab mit dem Basis-Therapeutikum Methotrexat (MTX) erzielt eine wirkungsvolle und signifikante Symptomreduktion bei Patienten mit rheumatoider Arthritis. Die Ergebnisse bedeuten neue Hoffnung für Tausende von Patienten, deren Erkrankung trotz einer Therapie mit Disease Modifying Anti‑Rheumatic Drugs (DMARDs) nicht zufriedenstellend behandelt werden kann.

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