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Lysosomale Speicherkrankheiten:

Eine Einführung

 

Von Prof. Dr. med. S. vom Dahl, Köln

 

Wiesbaden (16. April 2007) - Die etwa fünfzig bisher bekannten lysosomalen Speicherkrankheiten sind genetisch bedingte Stoffwechsel-Störungen. Zugrunde liegt in der Regel ein Enzymdefekt beim Abbau eines Sphingolipids oder Glykogen, der zur lysosomalen Speicherung des entsprechenden Lipids bzw. von Glykogen führt. Die lysosomalen Speicher-Krankheiten gehören zwar zu den seltenen Erkrankungen („orphan diseases"), sind aber unter den seltenen Stoffwechselkrankheiten mit einer Frequenz von 1 ‑ 3 pro 100.000 Einwohner recht häufig. Sie werden in der Regel autosomal‑rezessiv vererbt. Abortive Formen dieser Erkrankungen werden oft zu spät oder gar nicht diagnostiziert. Zwischen den ersten Symptomen und der Diagnose vergehen meist 5‑10 Jahre, u. a. auch, weil immer noch nicht allgemein bekannt ist, dass einige der lysosomalen Speicherkrankheiten inzwischen gut behandelbar sind. Hierzu gehören die Sphingolipidosen (u.a. M. Gaucher und M. Fabry), die Mukopolysaccharidosen (Typ I ‑ M. Hurler, Typ II ‑ M. Hunter sowie Typ VI M. Maroteaux‑Lamy) sowie die Glykogenose Typ II (M. Pompe). Pathophysiologisches Prinzip der derzeit verfügbaren etablierten medikamentösen Behandlungsformen dieser Erkrankungen ist entweder die Verhinderung der weiteren Akkumulation der jeweiligen Substanz (Substratregulationstherapie) oder die Förderung des Abbaus der jeweiligen Speichersubstanz (Enzymersatztherapie).

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Remicade® erhält positive Empfehlung für EU-Zulassung bei Patienten mit Morbus Crohn im Kindes- und Jugendalter

 

München (16. April 2007) – Die Europäische Zulassungsbehörde EMEA (European Medicines Agency) hat eine Empfehlung für REMICADE® (Infliximab) zur Anwendung bei Patienten mit schwergradigem aktiven Morbus Crohn (MC) im Kindes- und Jugendalter ausgesprochen. Nach Annahme dieser Empfehlung wird sich die Zulassung von REMICADE® in Kürze auf die Behandlung von Patienten mit dieser chronisch-entzündlichen Darmerkrankung im Alter zwischen 6 und 17 Jahre erweitern. Die Empfehlung wurde vom zuständigen Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der EMEA für Patienten erteilt, die auf eine konventionelle Therapie einschließlich einem Kortikosteroid, einem Immunmodulator und einer primären Ernährungstherapie nicht angesprochen haben, oder die einer Unverträglichkeit oder medizinische Gegenanzeige für solche Therapien haben. Damit zieht die EMEA die erwarteten Schlussfolgerungen aus der REACH-Studie (Randomized, Multicenter, Open-label Study to Evaluate the Safety and Efficacy of Anti-TNF alpha Chimeric Monoclonal Antibody REMICADE® in Pediatric Subjects with Moderate to Severe Crohn’s Disease). In dieser Phase-III-Studie wurde Infliximab ausschließlich in Kombination mit der bisherigen konventionellen Standardtherapie geprüft, in der Immunsuppressiva
(6-Mercaptopurin [6-MP], Azathioprin [AZA], Methotrexat [MTX]), Aminosalicylate und Kortikosteroide eingesetzt werden konnten. 

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Remicade® erhält EU-Zulassung für flexiblere Dosierung bei Patienten mit Rheumatoider Arthritis

 

München (16. April 2007) – Die Europäische Kommission hat erneut einer Zulassungserweiterung für REMICADE® zugestimmt; sie bezieht sich auf eine größere Dosierungs-Flexibilität in der Behandlung von Patienten mit rheumatoider Arthritis (RA). Die Zulassung folgt einer positiven Empfehlung des Ausschusses für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMEA) vom November 2006.

Die Zulassungserweiterung ermöglicht eine schrittweise Erhöhung der Dosis in der Kombinationstherapie mit Methotrexat (MTX) von 3 mg/kg KG auf maximal 7,5 mg/kg KG alle 8 Wochen oder eine Verkürzung des Intervalls der 3 mg/kg-Dosis von 8 auf 4 Wochen bei RA-Patienten, die auf die initiale Therapie mit REMICADE®/MTX innerhalb von 12 Wochen nur unzureichend ansprechen oder das Ansprechen nach dieser Zeit verlieren.

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Fortschritte im Umgang mit TNFα-assoziierten chronisch-entzündlichen Erkrankungen

 

Wiesbaden (16. April 2007) – Das Zytokin Tumornekrosefaktor alpha (TNFa) spielt eine Schlüsselrolle in der Pathogenese verschiedenartiger chronisch-entzündlicher Erkrankungen. Neue Einblicke in die pathophysiologischen Zusammenhänge dieser TNFα-assoziierten Erkrankungen machen ein koordiniertes ärztliches Vorgehen in Diagnostik und Therapie möglich. Sie erlauben eine gezielte, individuelle interdisziplinäre Steuerung der Behandlung. Dazu trägt insbesondere der Einsatz moderner TNFα-Inhibitoren wie Infliximab (REMICADE®) bei.

Allerdings besteht in Bezug auf die Versorgung der betroffenen Patienten in Deutschland noch Nachholbedarf, wie Daten aus Untersuchungen zur Medikation bei Patienten mit Morbus Bechterew oder Psoriasis bzw. Psoriasis Arthritis zeigen. Diese Erkenntnisse wurden auf einer von essex pharma GmbH unterstützten Presseveranstaltung anlässlich des 113. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) am 16. April 2007 in Wiesbaden für die ärztliche Praxis diskutiert.

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Morbus Fabry

Niereninsuffizienz – Kardiomyopathie – Neurologische Störungen

 

Vom unklaren Symptomkomplex zur ganzheitlichen Diagnose

 

Wiesbaden (15. April 2007) - Bei Morbus Fabry handelt es sich um eine progressive systemische Erkrankung, die sich über Jahre und Jahrzehnte in Gewebestrukturen und Organen manifestiert, erläuterte Professor Christoph Wanner, der an der Universitätsklinik Würzburg das dortige Fabry-Zentrum leitet. Die Früherkennung der lysosomalen Erkrankung ist von eminenter Bedeutung für die Patienten. Je früher mit der kausalen Enzymersatztherapie mit Agalsidase Beta (Fabrazyme®) begonnen wird, desto besser ist die Prognose. Das bestätigt die größte bisher durchgeführte Therapiestudie mit Patienten im fortgeschrittenen Krankheitsstadium (Banikazemi et al.; Agalsidase-Beta Therapy for Advanced Fabry Disease. Annals of Internal Medicine; 146:77-86, 2007).

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Geld oder Leben?

Antibiotikatherapie im  Spannungsfeld zwischen Ökonomie und Resistenz

 

Wiesbaden (15. April 2007 ) – In Deutschland ist laut Prof. Dieter Adam aus München seit 1985 ein deutlicher Anstieg an bakteriellen Resistenzentwicklungen zu beobachten. Dieser Trend habe sich nach Erhebungen der Paul-Ehrlich-Gesellschaft in den letzten Jahren verstärkt, so Adam auf einem Symposium des Unternehmens Abbott beim diesjährigen Internistenkongress in Wiesbaden. Das gälte auch für die weltweite Resistenzsituation, die Adam als besorgniserregend bezeichnete.

 

Für die weite Verbreitung resistenter und multiresistenter Mikroorganismen gibt es verschiedener Ursachen. Im Vordergrund stehe, laut Adam, die nicht indizierte Antibiotikatherapie bzw. -prophylaxe. Darüber hinaus gibt es ein so genanntes Klassenphänomen. Ist ein Erreger resistent gegen einen Wirkstoff einer Antibiotikagruppe, so ist er gleichzeitig resistent gegenüber allen anderen derzeitigen Substanzen dieser Gruppe. Allerdings muss die im Labor ermittelte Resistenz nicht immer mit klinischem Therapieversagen korreliert sein. So ist z.B. von den Makrotiden bekannt, dass Substanzen mit sehr guter Gewebegängigkeit (wie Clarithromycin) in vivo durchaus noch wirksam können, selbst wenn im Labor eine niedriggradige Resistenz festgestellt wurde.

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Kardio-vaskulärer Schutz durch effektive RAS-Blockade

Nutzen von Telmisartan bei Nephropathie und Herzinsuffizienz

 

Ingelheim (13. April 2007) – Hochrisikopatienten mit terminalem Nierenversagen und Herzinsuffizienz profitieren von einer Therapie mit Telmisartan (Micardis®): Durch Gabe des AT1-Antagonisten zusätzlich zu einer Standardbehandlung ließen sich in einer Multizenterstudie Todesfälle sowie stationäre Einweisungen wegen Herzinsuffizienz verhindern. Das Ergebnis gibt Hinweise auf einen organprotektiven Effekt von Telmisartan. Dieses vielversprechende Potenzial wird in der Megastudie ONTARGET weiter abgeklärt.

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Schwerpunkt: diagnostische Schnelltests zur Infektionsprävention

3M Health Care ruft Medical Diagnostics Sparte ins Leben

 

München (2. April 2007) - 3M Health Care gab heute den Start seiner neuen Sparte Medical Diagnostics bekannt. Diese wird sich auf die Entwicklung und Kommerzialisierung schnelldiagnostischer Produktlösungen zum Nachweis wichtiger infektiöser Krankheitserreger konzentrieren, darunter Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus (MRSA) und andere gegenüber Antibiotika behandlungsresistente Bakterien.

 

3M Healthcare verfügt über ein umfangreiches Produkt-Portfolio zur Infektionsprävention. Der neue Geschäftsbereich erweitert  dieses Angebot um effiziente diagnostische Schnelltests, mit denen sich potenziell gesundheitsschädliche Bakterien nachweisen lassen, ehe sie sich ausbreiten und Patienten infizieren können. 3M Medical Diagnostics bietet Krankenhäusern damit schnelle und einfach anwendbare mikrobiologische Diagnostik-Tests, die dabei helfen können, die Ausbreitung von Infektionen zu verhindern, Kosten zu senken und die Rentabilität im Labor zu steigern.

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Schnelle Erkennung von MRSA-Infektionen

 

München (2. April 2007) - Das „Superbakterium“ Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus (MRSA) ist eines der häufigsten Ursachen lebensbedrohlicher Infektionen bei Krankenhauspatienten. Das Bakterium ist leicht übertragbar und schwer zu bekämpfen. Anscheinend besteht die allgemeine Gefährdung in Europa aufgrund der nachlassenden Wirksamkeit von Antibiotika unverändert weiter (1).

Die MRSA-Prävalenzraten in Europa werden in erster Linie vom European Antimicrobial Resistance Surveillance System (EARSS) zusammengestellt. Dort unterhält man ein umfassendes, nationale Netzwerke verknüpfendes Überwachungs- und Informationssystem. (2)

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Eine neue Waffe im Kampf gegen MRSA: der 3M BacLite Rapid MRSA Test liefert innerhalb von fünf Stunden ein bestätigtes negatives MRSA-Ergebnis direkt aus klinischen Proben. Photo: 3M3M Health Care präsentiert eine neue Waffe im Kampf gegen MRSA

Erster auf Kulturen basierender Schnelltest liefert Ergebnisse in nur fünf Stunden

 

München (2. April 2007) - Die Teilnehmer am 17. European Congress of Clinical Microbiology and Infectious Diseases (ECCMID) haben heute erfahren, dass es eine neue Waffe im Kampf gegen den Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus (allgemein als MRSA bezeichnet) gibt. Krankenhäuser, die gegen die Verbreitung des Superbakteriums MRSA ankämpfen, verfügen nun über einen auf Kultur-basierten 5-Stunden-Test, der die tödlichen Bakterien direkt anhand klinischer Proben nachweist. Der 3M™ BacLite™ Rapid MRSA Test wurde heute als erster Kultur-basierter Schnelltest eingeführt, der innerhalb von fünf Stunden effektiv und zuverlässig das Vorhandensein oder Fehlen von MRSA bei Patienten mit hohem Risiko für MRSA-Besiedelung nachweist.

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„tell someone: Ich sag's weiter - Du auch?"
Aufklärungskampagne zur Vorbeugung von Gebärmutterhalskrebs jetzt gestartet

Hamburg (28. März 2007) ‑ „Ich sag's weiter, weil es mir wichtig ist, dass jede Mutter und jede Frau weiß, wie einfach sie ihre Tochter und sich selbst vor Gebärmutterhalskrebs schützen kann", erklärt die Hamburger Schauspielerin Nina Petri zum Start der bundesweiten Aufklärungs-kampagne zur Vorbeugung von Gebärmutterhalskrebs „tell someone: Ich sag's weiter ‑ Du auch?". In der Hand hält sie zwei Luftballons: orange und türkis ‑ die Farben der Kampagne. Gemeinsam mit vielen anderen Luftballons steigen diese heute zum Start von „tell someone" in den Hamburger Himmel. Sie sollen die Idee des „Weitersagens" möglichst weit tragen. Das werden auch zahlreiche Frauenärzte, Kinder‑ und Jugendärzte sowie Hausärzte tun: 2007 beraten sie im Rahmen von drei Aktionswochen im März, Juni und Oktober ihre Patientinnen individuell über die Vorbeugung von Gebärmutterhalskrebs.

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Bayer Schering Pharma präsentiert Innovationen im Bereich Männergesundheit auf der 22. Jahrestagung der European Association of Urology (EAU)

 

Berlin (22. März 2007) ‑ Die Bayer Schering Pharma AG hat auf der 22. Jahrestagung der European Association of Urology (EAU) am 22. März 2007 im Rahmen einer Pressekonferenz das erweiterte neue Produkt‑ und Leistungsangebot des Unternehmens im Bereich Männergesundheit vorgestellt. Im Fokus standen dabei die Studienergebnisse für drei wesentliche Produkte im Bereich Men's Healthcare: Levitrar®, Testogel® und Nebido®

Die Studie Real‑Life Perception of Efficacy, Attitude, Satisfaction and Safety of Levitra® Therapy (REPEAT)(1) soll ermitteln, warum über 50 % der Paare mit sexuellen Problemen eine Behandlung der erektilen Dysfunktion abbrechen. Im Rahmen dieser drei Jahre dauernden Studie werden 12 Monate lang mit Levitra® behandelte Männer und deren Partnerinnen in über 20 Ländern begleitet. Für einen Behandlungserfolg ist es wichtig, die Einstellung, das Erleben und das Verhalten der Paare während der Behandlung mit PDE‑5‑Therapeutika wie Levitra® zu verstehen.

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Omega-3-Säurenethylester 90 senken gleich doppelt das kardiovaskuläre Risiko

 

Frankfurt am Main (22. März 2007) ‑ Trotz der guten Fortschritte in der Akutbehandlung stellt die Postinfarkt‑Mortalität noch immer einen Risikofaktor für Patienten mit Myokard-Infarkt dar. Die Sekundärprävention ist daher von großer Wichtigkeit. Das bisherige sekundärpräventive Spektrum ist durch den Einsatz einer weiteren Substanzklasse, dem Omega-3-Säurenethylester 90, zu ergänzen. Diese vermindern das Risiko tödlicher kardialer Ereignisse, da sie unabhängig von ihrer starken Wirkung auf die Triglyceride im Blut in der Ischämie an der Herzmuskelzelle potente antiarrhythmische Effekte aufweisen. Neben der Indikation für die Sekundärprävention nach Herzinfarkt hat Omega-3-Säurenethylester 90 auch die Zulassung zur Behandlung der endogenen Hypertriglyceridämie. Warum und auf weiche Weise Omega-3-Säurenethylester 90 das kardiovaskuläre Risiko vermindern, zeigte das Unternehmen Trommsdorff Arzneimittel heute im Rahmen einer Pressekonferenz in Frankfurt am Main auf.

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Bewegung in der COPD‑Therapie

Lang wirksames Anticholinergikum und körperliches Training können den Behandlungserfolg steigern

 

Mannheim (15. März 2007) - Die medikamentöse Therapie der stabilen COPD mit dem lang wirksamen Anticholinergikum Tiotropium (Spiriva®) kann die typischen Beschwerden Dyspnoe und eingeschränkte Belastbarkeit lindern, die körperliche Leistungsfähigkeit sowie die Lebensqualität verbessern und die Häufigkeit von Exazerbationen vermindern. Ein ebenso unverzichtbarer Bestandteil in der Dauertherapie der COPD ist das körperliche Training, von dem auch Patienten in fortgeschrittenen Stadien der Erkrankung profitieren. Eine konsequente Therapie, die medikamentöse und nicht‑medikamentöse Optionen umfasst, kann den Verlauf der Erkrankung auch langfristig positiv beeinflussen, so die Annahme von Experten auf dem DGP‑Kongress in Mannheim. Sie sollte daher von Anfang an eingesetzt werden.

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Neue Entwicklungen in der Pharmakotherapie der ADHS

 

Aachen (16. März 2007) - Psychische Auffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen nehmen nach neuesten Erkenntnissen des Robert Koch-Instituts zur Kinder- und Jugendgesundheit stetig zu. Die häufigste kinderpsychiatrische Erkrankung ist die Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung (ADHS). Seit Jahrzehnten wird das Psychostimulanz Methylphenidat (MPH) im Rahmen der medikamentösen Therapie der ADHS eingesetzt und ist in den Leitlinien als Goldstandard und Mittel der ersten Wahl verankert. Im Rahmen des Symposiums sprechen anerkannte ADHS-Experten über die neuesten Entwicklungen in der Pharmakotherapie der ADHS. Diese umfassen unter anderem die Adaption der Fremdbeurteilungsbögen für Hyperkinetische Störungen an die verlängerte Wirkdauer von retardierten MPH-Präparaten und die Ergebnisse einer Anwendungsbeobachtung zur frühzeitigen Ein- und Umstellung auf das retardierte MPH Medikinet® retard.

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Atemwegsinfektionen

Moxifloxacin: Mit der Infektion auch die Prognose bessern

 

Mannheim (15. März 2007) - Moderne Antibiotika wie Moxifloxacin leisten weit mehr als nur das Ausheilen der Infektion: Das Fluorchinolon bewirkt infolge seiner hohen Bakterizidie und seines breiten Wirkspektrums eine rasche und zuverlässige klinische Heilung. Damit geht bei akuten Exazerbationen der chronischen Bronchitis und ebenso bei der ambulant erworbenen Pneumonie eine deutliche Prognosebesserung einher und das bis hin zu einer statistisch signifikant verringerten Sterblichkeit. Aktuelle Befunde deuten sogar eine Verbesserung der Prognose bei Patienten mit schwerem Schlaganfall durch die vorsorgliche Gabe von Moxifloxacin an, wie bei einem Symposium im Rahmen des 48. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin in Mannheim berichtet wurde.

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Neue HIV-Therapie zugelassen:

Prezista® (Darunavir) zeigt signifikante Überlegenheit

 

Dresden (10. März 2007) - Positive Daten zweier randomisierter, kontrollierter Phase-IIb-Studien (POWER 1 und 2) bilden die Grundlage für die Zulassung des neuen Proteaseinhibitors (PI) Prezista® (Darunavir), die von der europäischen Arzneimittelbehörde EMEA bedingt erteilt wurde. Die Studien verglichen die Verträglichkeit und Wirksamkeit von Prezista® zusammen mit 100 mg Ritonavir mit anderen PIs. Darunavir war den anderen Proteasehemmern virologisch und immunologisch signifikant überlegen(1,2).

Zugelassen ist das Präparat von Tibotec, Division of Janssen-Cilag GmbH, für die Therapie von HIV-infizierten Erwachsenen, bei denen es unter mehr als einem Behandlungsschema mit einem PI zu einem Therapieversagen gekommen ist. Prezista® wird zweimal täglich (600 mg) mit je 100 mg Ritonavir als Booster eingenommen und mit weiteren antiretroviralen Medikamenten im Rahmen einer HIV-Kombinationstherapie eingesetzt.

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Endokrinologische Kernkompetenz Schilddrüsenkarzinom

Leitlinien empfehlen rhTSH-stimulierte Tg-Bestimmung in der Nachsorge des differenzierten Schilddrüsenkarzinoms

Salzburg, Österreich (8. März 2007) - “Die Thyreoglobulin-Konzentration 6 Monate nach der initialen Behandlung des Schilddrüsenkarzinoms ist ein entscheidender Diagnoseparameter. „Die Tg-Bestimmung hat einen sehr hohen negativen Voraussage-Wert, wenn durch rh-TSH (Thyrotropin alpha, Thyrogen®, Genzyme) stimuliert wird“ so der Endokrinologe Professor George J. Kahaly aus Mainz während eines von Genzyme unterstützten Symposiums anlässlich der 51. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie.

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Psychiatrie Plenar 2007:

Schizophrenietherapie zwischen den Stühlen?

 

Bonn (2. März 2007) – Im Mittelpunkt der von AstraZeneca initiierten Veranstaltung Psychiatrie Plenar steht in diesem Jahr das Thema „Leitlinien versus Hirtenbriefe“. Vor dem Hintergrund gesundheitspolitischer Reformen wird die adäquate Behandlung schizophrener Patienten immer schwieriger. Welche Möglichkeiten dem behandelnden Arzt im Spannungsfeld zwischen den Konsensusleitlinien der DGPPN und den Sparappellen der kassenärztlichen Vereinigungen zu Verfügung stehen, diskutierten renommierte Experten am 2. März 2007 in Bonn.

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Cymbalta® ‑ weil Depression auch schmerzt

PADRE ‑ der depressive Patient mit körperlichen Beschwerden im Fokus

 

Grafik: Lilly/BoehringerBerlin, 8. Februar 2007 ‑ In Deutschland leiden rund 5 % der Bevölkerung unter einer Depression. Die PADRE‑Untersuchung (Painful Physical Symptoms in Depressed patients: Relation to Treatment and Outcomes) zeigte, dass bei 88,9 % der in die Anwendungsbeobachtung (AWB) eingeschlossenen Patienten eine relevante Schmerzsymptomatik vorlag.1 Doch die Bedeutung körperlicher Beschwerden im Rahmen der Depression wird immer noch viel zu oft unterschätzt. Unbehandelt wirkt sich eine Depression negativ auf die Lebensqualität, das Privatleben und das Arbeitsumfeld aus. Und selbst wenn eine Behandlung eingeleitet ist und der Patient auf die Therapie anspricht, kann die Rückfallquote durch persistierende Restsymptome hoch sein.3,4 Vollständige Symptomfreiheit sollte daher das Hauptziel antidepressiver Pharmakotherapie sein.

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Sanfte Methoden für die kolorektale Bildgebung:

Das Ende der konventionellen Vorsorge-Koloskopie?

Von Prof. Dr. Jürgen Riemann

Düsseldorf (1. Februar 2007) - Darmkrebs ist die zweithäufigste Krebstodesursache bei Männern wie Frauen. Das müsste nicht sein, würden die schon vorhandenen Möglichkeiten der Früherkennung, vor allem die konventionelle Koloskopie in großem Umfang genutzt. Trotz umfangreicher öffentlicher Kampagnen durch diverse Institutionen (z.B. Stiftung LebensBlicke, Felix-Burda-Stiftung, Deutsche Krebshilfe, Deutsche Krebsgesellschaft) ist auch nach Einführung der Koloskopie in die gesetzliche Krankenversicherung kein dramatischer Anstieg der Vorsorgewilligen zu verzeichnen. Derzeit haben maximal 5 - 10 Prozent der Anspruchsberechtigten das Angebot angenommen. Die Ursachen dafür sind vielfältig: Darmkrebs ist unverändert ein Tabuthema; Menschen, die keine Beschwerden haben, sehen den Sinn von Untersuchungen nicht ein; es besteht ein Informationsdefizit über die Entwicklung von der Vorstufe zum Krebs; die Koloskopie hat als interventionelle Maßnahme keinen guten Ruf.

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Krebsfrühstadien im Magen-Darm-Trakt:

Endoskopische Therapie statt Operation

 

Von Prof. Dr. Horst Neuhaus

 

Düsseldorf (1. Februar 2007) - Durch den zunehmenden Einsatz der Endoskopie werden häufiger Krebsfrühstadien in Speiseröhre, Magen oder Darm auch bei beschwerdefreien Patienten entdeckt. Hochauflösende Endoskope sowie ergänzende bildgebende Techniken wie das „Narrow-Band-Imaging“, das den Kontrast der Schleimhautoberfläche ohne den Gebrauch von Färbemitteln verstärkt, erlauben eine verbesserte Darstellung der Feinstruktur der Schleimhaut des Magen-Darm-Traktes. So können Krebsvorstufen oder -frühformen auch bei einer Größe von nur wenigen Millimetern erkannt und differenziert werden. Die Tiefenausdehnung der Veränderungen wird ergänzend mit endoskopischem Ultraschall beurteilt. Diese modernen endoskopischen Verfahren ermöglichen somit in Ergänzung mit Gewebeproben eine präzise lokale Diagnostik. Bei der Beschränkung des Krebses auf die Schleimhaut besteht im oberen und unteren Verdauungstrakt ein nur sehr geringes, bzw. gar kein Risiko von Lymphknotenmetastasen. Vor diesem Hintergrund zielen endoskopisch therapeutische Verfahren auf eine definitive Heilung ab durch vollständige Entfernung der entarteten Schleimhautbezirke unter Erhalt der Organe. Neue Schneidetechniken der endoskopischen Mukosaresektion (EMR) oder Mukosadissektion (ESD) stellen dabei einen guten Erhalt des abgetragenen Gewebestückes sicher, das dann histologisch untersucht wird. Nur unter dieser Voraussetzung wird der Pathologe beurteilen können, ob eine komplette Entfernung der Krebsareale gelungen ist und sie auf die Schleimhaut beschränkt sind.

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Die endoskopische / endoluminale vertikale Gastroplastik

 

Von Jaques Devière

 

Düsseldorf (1. Februar 2007) - Die extreme Adipositas (definiert als Body mass index [Körpergewicht in kg / (Größe in m)2] > 35) betrifft nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) weltweit 300 Millionen Menschen. Die Erkrankung hat in Europa und den USA jährlich über 500.000 Todesfälle zur Folge und die Zahlen weisen in den letzten Jahren eine steigende Tendenz auf. Die direkten Gesundheits-ausgaben für die extreme Adipositas werden in den USA (mit 22 Millionen betroffenen Menschen) auf 100 Milliarden Dollar jährlich geschätzt. Es handelt sich ohne Zweifel um ein wichtiges Gesundheitsproblem. Die Magenverkleinerungs-Chirurgie spielt bei der Behandlung übergewichtiger Menschen eine große Rolle.

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Internationales Endoskopie-Symposium in Düsseldorf

Neue Methoden der Endoskopie und ihre Alternativen

 

Düsseldorf (1. Februar 2007) -  Die Ereignisse in der Endoskopie überschlagen sich: Die rasante Weiterentwicklung ist beeindruckend und ein Ende noch lange nicht in Sicht. Beim „9. Internationalen Symposium: Diagnostische und therapeutische Endoskopie“, das mit zu den bedeutendsten Fortbildungsveranstaltungen in der Endoskopie gehört, diskutieren vom 2. bis 3. Februar 2007 Experten und Kongress-Teilnehmer über neueste Methoden und modernste Techniken. Führende Experten aus dem In- und Ausland demonstrieren Eingriffe im Verdauungstrakt, der Leber und der Bauchspeicheldrüse, die live vom Evangelischen Krankenhaus Düsseldorf (EVK) zum Auditorium ins Congress Center Düsseldorf (CCD)-Süd übertragen werden.

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Neue Möglichkeiten im Wettlauf gegen Epidemie und Pandemie

Grippe auf dem Vormarsch – Vorbeugen ist noch möglich

 

Berlin (30. Januar 2007) – Seit dem Kälteeinbruch beginnt nun die Grippe-Saison in Deutschland. Experten warnen vor einem aggressiven Influenza-A-Virus, das die diesjährige Saison in Europa beherrschen soll. Aus Hannover wurde vor einigen Tagen bereits ein Grippetodesfall gemeldet. Insgesamt registriert das Robert Koch-Institut derzeit eine Zunahme der Influenza-Fälle. In den ver­gangenen Jahren erreichte die Grippewelle erst im Monat März ihren Höhepunkt. Da sich der Schutz innerhalb von ein bis zwei Wochen nach Impfung aufbaut, ist eine Grippeimpfung auch jetzt noch sinnvoll. „Mit der richtigen Vorbeugung und der antiviralen Therapie im Notfall können wir wirksam gegen die die saisonale Grippe, aber auch gegen eine drohende Pandemie vorgehen“, so Norbert Hehme, Grippe-Experte des Impfstoffherstellers GlaxoSmithKline.

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Lucentis®: eine neue Ära in der AMD-Therapie beginnt

EU - Zulassung für Ranibizumab steht unmittelbar bevor

 

Klinische Studien belegen: Lucentis® erste und einzige Therapie, die die Sehkraft von Patienten mit feuchter altersabhängiger Makuladegeneration (AMD) verbessert

Bei 9 von 10 AMD-Patienten stabilisiert sich das Sehvermögen, knapp die Hälfte der Patienten verbessert ihre Sehkraft – und zwar langfristig bei guter Verträglichkeit der Anwendung

 

 

Vorlesen_AMDNürnberg (24. Januar 2007) - Sehen gehört nicht nur zu den fünf Sinnen. Sehen ist der zentrale Sinn, um so alltägliche Dinge wie Lesen, Essen, mit den Enkeln Spielen oder Autofahren selbständig zu bewältigen. Diese Fähigkeit fehlt Patienten, die unter der exsudativen altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) leiden: Sie sehen ihre Umwelt verzerrt, verschwommen, in ausgewaschenen Farben und nur auszugsweise – in vielen Fällen endet dieser fortschreitende Sehverlust in der völligen Erblindung. Dies ändert sich nun mit der Zulassung von Lucentis® (Wirkstoff Ranibizumab), die die europäische Kommission in diesen Tagen erteilen werden wird: Denn Lucentis® verbessert nachweislich die Sehkraft von AMD-Patienten.

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