Medizin

Therapie der Gluten-/Weizensensitivität

Neue Daten zur Veränderung des Mikrobioms unter Low-FODMAP- und glutenfreier Ernährung

München (13. September 2018) - Der Personenkreis, der nach dem Verzehr von Getreide- und speziell Weizenhaltigen Produkten klinische Beschwerden aufweist, steigt in den letzten Jahren kontinuierlich an. Bei bestimmten gastrointestinalen Erkrankungen werden ungünstige Veränderungen des intestinalen Mikrobioms beobachtet. Eine neue Studie belegt nun, dass eine Ernährung, die auf Gluten und FODMAPs verzichtet, bei Patienten mit Gluten-/Weizensensitivität zu einer optimierten Zusammensetzung des Mikrobioms und zu einer Besserung der Symptomatik führen kann. Ergebnisse dieser Studie wurden auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) diskutiert. Auch beim Reizdarm-Syndrom können mit diesen diätetischen Maßnahmen gute Erfolge erzielt werden.

4 Jahre Erfahrung mit Vedolizumab (Entyvio®)

First-Line-Biologikum bei Colitis ulcerosa
und Morbus Crohn in Klinik und Praxis

München (13. September 2018) – Bei Colitis ulcerosa (CU) und Morbus Crohn (MC) sollte möglichst in einem frühen Krankheitsstadium, im „window of opportunity“, eine geeignete Therapie mit guter Wirksamkeit zum Einsatz kommen, um Krankheitsprogression und Kompli-kationen zu verhindern.1 Der seit 2014 in Europa zugelassene darmselektiv wirkende2 α4β7-Integrin-Antagonist Vedolizumab (Entyvio®*) nimmt hierbei im Therapiealgorithmus einen wichtigen Stellenwert ein. Klinische Studien bestätigen Vedolizumab eine gute Langzeit-Wirk-samkeit und -Sicherheit in der Therapie von erwachsenen CU- und MC-Patienten und unter-mauern zudem den Einsatz bei Biologika-naiven Patienten.3-5 Real-World-Daten unterstützen diese Ergebnisse und geben neue Impulse für die moderne Behandlung dieser Erkrankungen.6-10 Vedolizumab wird sowohl in den Europäischen CU- und MC-Leitlinien11,12 als auch in der neuen S3-Leitlinie Colitis ulcerosa13 der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) u. a. als ein First-Line-Biologikum empfohlen.

Erhöhtes Risiko für neurokognitive Störungen im Erwachsenenalter bei männlichen Nachkommen von Müttern mit nur milder Zikavirus-Infektion

Neue Erkenntnisse zu Langzeitfolgen einer Zikavirus Infektion während der Schwangerschaft

Hamburg (10. September 2018) - Ein Wissenschaftsteam aus der Abteilung „Virale Zoonosen - One Health“ des Heinrich-Pette-Instituts (HPI) und der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) hat die dringende medizinische Frage untersucht, ob vermeintlich gesunde Nachkommen von Zikavirus-infizierten Müttern unter langfristigen gesundheitlichen Beeinträchtigungen leiden. Die Ergebnisse sind nun im Journal „Nature Microbiology“ erschienen.

Anlässlich des DGVS-Kongresses berichteten und diskutierten Experten über neue Erkenntnisse und praktische Aspekte zur Behandlung von Eisenmangel bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen.


Eisenmangel bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen erhöht den Leidensdruck

 

  • Bis zu 80 % der Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) weisen einen Eisenmangel und etwa ein Drittel eine Anämie auf.1 Für die Patienten bedeutet dies eine erhebliche Erhöhung des Leidensdrucks und eine Einbuße an Lebensqualität.2,3 Prognose und Produktivität verschlechtern sich zudem.3
  • Um dieser zusätzlichen Patientenbelastung entgegenzuwirken, befürworten aktuelle Leitlinien zur Eisensubstitution bei CED-Patienten mit Eisenmangel(-Anämie) eine i.v. Eisengabe zumindest bei ausgeprägter Krankheitsaktivität4, Unverträglichkeit von oralem Eisen2,4,5, Hb-Werten < 10 g/dl2,4,5 und Bedarf für Erythropoese-stimulierende Agentien.2,4
  • Umfangreiche Evidenz-basierte Studiendaten zeigen den klinischen Nutzen einer i.v. Eisentherapie mit Eisencarboxymaltose (ferinject®) bei CED-Patienten mit Eisenmangel (-Anämie)6-9, einschließlich Verbesserungen der Lebensqualität.7,9

 

München (11. September 2018) - Eisenmangel ist keine Seltenheit bei gastroenterologischen Erkrankungen. Zwischen 60 % und 80 % der Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED), wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa, leiden an einem Eisenmangel und etwa ein Drittel weist eine Anämie auf.1 Die Anämie mit all ihren potenziellen negativen Konsequenzen ist die häufigste systemische Komplikation und extraintestinale Manifestation bei CED2,3; sie wird in bis zu 90 % der Fälle durch ein Eisendefizit verursacht.10 Patienten mit CED sollten daher hinsichtlich eines Eisenmangels regelmäßig überwacht und ggf. adäquat behandelt werden, betonten Experten übereinstimmend auf einer Pressekonferenz von Vifor Pharma und Vifor Fresenius Medical Care Renal Pharma. Die Veranstaltung fand im Rahmen des Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Verdauung und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) in München statt. 
 

Aktuelles aus Forschung und Praxis

Eisenmangel und Hyperkaliämie beim kardio-renalen Patienten

  • Herzinsuffizienz (HI) und Nierenfunktionsstörung treten häufig gemeinsam auf1,2 und sind zudem oft mit Eisenmangel3,4 und/oder Hyperkaliämie5 assoziiert. Diese Befunde  stellen einen ungünstigen prognostischen Faktor dar3,6.
  • Die aktuelle ESC-Leitlinie empfiehlt bei symptomatischen HI-Patienten (HFrEF) mit Eisenmangel eine i.v. Therapie mit Eisencarboxymaltose (ferinject®) für die Behandlung des Eisendefizits zu erwägen, um die Symptome der HI dadurch zu lindern sowie die Leistungsfähigkeit und Lebensqualität zu verbessern1.
  • Der innovative Kaliumbinder Patiromer (Veltassa®) ermöglicht bei Patienten mit Hyperkaliämie eine langfristige Kontrolle des Kaliumspiegels7 – und dadurch eine Fortführung der Therapie mit Renin-Angiotensin-Aldosteron-System-Inhibitoren8.

München (24. August 2018) – Kardio-renale Patienten leiden an wechselseitigen Funktionseinschränkungen des Herzens und der Nieren. Herzinsuffiziente Patienten haben daher häufig auch eine Nierenfunktions­störung1 und umgekehrt2. Im Praxisalltag erfordert dies ein interdisziplinäres und abgestimmtes Vorgehen unter Einbeziehung von Expertise aus Kardiologie und Nephrologie2. Darüber waren sich Experten beider Fachgebiete auf einer Presseveranstaltung von Vifor Pharma und Vifor Fresenius Medical Care Renal Pharma anlässlich des Kongresses der European Society of Cardiology (ESC) in München einig.