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Rheumatoide Arthritis

Schnelle Schmerzreduktion mit RoACTEMRA

Frankfurt am Main (2. September 2016) - Weniger Schmerzen – das ist für Patienten mit rheumatoider Arthritis (RA) das wichtigste Therapieziel.1 Die Schmerzreduktion sollte aus Patientensicht schnell und nachhaltig erfolgen. Aufgrund der zentralen Rolle von Interleukin (IL)-6 im entzündlichen Schmerzgeschehen kann dieses Ziel mit dem IL-6-Inhibitor RoACTEMRA® (Tocilizumab) effektiv erreicht werden, wie zahlreiche Studiendaten belegen.2-6 Beispielsweise verringerten sich Schmerzen bei RA-Patienten in der MIRAI-Studie nach 16 Wochen Therapie mit Tocilizumab um mehr als die Hälfte. Das Thema Schmerz war einer der Schwerpunkte im Symposium von Roche und Chugai im Rahmen des DGRh-Kongresses 2016. Daneben standen mit Knochen- und Gelenkschädigungen sowie kardiovaskulären Komorbiditäten zwei häufige und schwerwiegende Auswirkungen des entzündlichen Geschehens der RA im Fokus.

RA-Patienten haben häufig Komorbiditäten, da die zugrunde liegende Erkrankung das Risiko für beispielsweise Osteoporose und kardiovaskuläre Erkrankungen erhöht.7 Verantwortlich dafür sind die chronisch-inflammatorischen Prozesse bei der RA, die zum einen knochenabbauende Effekte und zum anderen arteriosklerotische Veränderungen auslösen können. Zudem hat man erkannt, dass auch Autoantikörper und Rheumafaktoren beim Knochenabbau eine Rolle spielen.8

Auch Gelenkschmerzen werden entscheidend durch das Ausmaß der entzündlichen Aktivität gesteuert. Das Zytokin IL-6 besitzt eine Schlüsselrolle beim Schmerzempfinden: Eine Reihe von Untersuchungen hat ergeben, dass IL-6 und schmerzrelevante Parameter sehr oft korrelieren. So zeigte sich beispielweise, dass die Höhe des IL-6-Spiegels bei RA-Patienten im zeitlichen Verlauf mit Gelenkschmerz und Morgensteifigkeit korreliert.2 Wie Daten zu Tocilizumab belegen, kann mit der therapeutischen IL-6-Inhibition eine effektive Schmerzreduktion bei RA-Patienten erzielt werden.


Rasche und deutliche Schmerzverringerung unter Tocilizumab

In der deutschen Phase-III-Studie MIRAI verringerten sich Schmerzen (gemessen an der Visuellen Analogskala, VAS) bereits nach 16 Wochen Therapie mit Tocilizumab um 56 %. Die Studie umfasste 519 RA-Patienten (DAS28 > 3,2; Erkrankungsdauer ≥ 6 Monate), die unzureichend auf konventionelle krankheitsmodifizierende Antirheumatika (Disease-Modifying Anti-Rheumatic Drugs, DMARDs) angesprochen hatten.3 Einträge im Patiententagebuch der Phase-IIIb-Studie TAMARA mit 286 RA-Patienten zeigen, dass Patienten bereits nach der ersten Behandlungswoche mit Tocilizumab deutlich weniger Schmerzen hatten.4 Dass die Schmerzreduktion unter Tocilizumab nachhaltig ist, belegen die 2-Jahresdaten der Phase-III-Studie ACT-RAY mit 556 Biologika-naiven RA-Patienten, die auf eine Therapie mit Methotrexat (MTX) nicht angesprochen hatten: Sowohl unter einer Tocilizumab-Monotherapie als auch unter der Kombination von Tocilizumab mit MTX verbesserten sich die Schmerzen auf der VAS deutlich (mittlere Änderungen vom Ausgangswert: -36,3 bzw. -38,1).5 Im Vergleich mit anderen Biologika weist eine Tocilizumab-Monotherapie die stärkste Schmerzreduktion auf. Dies ergab eine aktuelle Metanalyse von 17 randomisierten klinischen Studien zu biologischen DMARDs, die die Effektivität der Substanzen als Monotherapie oder in Kombination mit MTX speziell im Hinblick auf Patient-reported Outcomes (PROs) untersuchte. Unter der Tocilizumab-Monotherapie nahm der Ausgangswert auf der VAS um 34,3 mm ab im Vergleich zu 23,3 mm unter TNFInhibitoren.6

Die positiven Daten zur Schmerzreduktion unter Tocilizumab haben dazu geführt, dass jetzt eine nicht-interventionelle Studie u.a. untersuchen soll, welche, wie viele und in welcher Kombination nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) eingenommen werden, ob dies als Selbstmedikation oder per ärztlicher Verordnung erfolgt und welchen Einfluss Tocilizumab auf den Gebrauch von NSAR hat. Die CONIFER-Studie soll an 30 Zentren mit etwa 150 RAPatienten mit unzureichendem Ansprechen unter DMARDs durchgeführt werden; die Rekrutierung der Patienten soll noch 2016 beginnen.


Schmerzverringerung aus Patientensicht am bedeutendsten

Dass Schmerzen für RA-Patienten sehr relevant sind, zeigt sich in einer Befragung von 254 Betroffenen in Großbritannien, die hinsichtlich Charakteristika wie Alter, Erkrankungsdauer und RA-Medikation als repräsentativ galten: Für 42 % der Befragten war es das wichtigste Ziel der Behandlung, Schmerzen zu verringern. Andere Ziele wie die Verrichtung von Alltagstätigkeiten (28,5 %), die Hemmung der Gelenkdestruktion (28,5 %) und die Erhöhung der Mobilität (24,4 %) wurden von den Patienten als weniger relevant eingestuft.1 Daten der Kerndokumentation des Deutschen Rheuma-Forschungszentrums 2013 zeigen zudem: Mehr als die Hälfte der RA-Patienten (51 %) leidet trotz bestehender Therapie an mittleren bis starken Schmerzen.9 Eine effektive DMARD-Therapie muss daher Schmerzen von RAPatienten deutlich verringern können – um damit eine längerfristige Begleitmedikation mit Glukokortikoiden oder NSAR sowie eine Schmerzchronifizierung zu vermeiden.


Literaturverweise

  1. Sanderson T et al. Arth. Care&Research 2010; 647-656
  2. Gibbs JE, Ray DW. Arthritis Res. Therap 2013, 15:205-213
  3. Iking-Konert C et al. EULAR 2015; Poster EULAR15-4500
  4. Burmester GR et al. Ann Rheum Dis. 2011;70(5):755-9
  5. Huizinga TWJ et al. Ann Rheuma Dis 2015;74:35-45
  6. Jansen JP et al. Health and Quality of Life Outcomes 2014;12:102
  7. Dougados M et al. Ann Rheum Dis. 2014;73(1):62-8
  8. Schett G. Z Rheumatol 2016; 75:531-533
  9. Kerndokumentation 2013, Deutsches Rheuma-Forschungszentrum Berlin


Roche weltweit

Roche ist ein globales Unternehmen mit Vorreiterrolle in der Erforschung und Entwicklung von Medikamenten und Diagnostika und ist darauf fokussiert, Menschen durch wissenschaftlichen Fortschritt ein besseres, längeres Leben zu ermöglichen. Roche ist das größte Biotech-Unternehmen weltweit mit differenzierten Medikamenten für die Onkologie, Immunologie, Infektionskrankheiten, Augenheilkunde und Erkrankungen des Zentralnervensystems. Roche ist auch der bedeutendste Anbieter von In-vitro-Diagnostika und gewebebasierten Krebstests und ein Pionier im Diabetesmanagement. Dank der Kombination von Pharma und Diagnostika unter einem Dach ist Roche führend in der Personalisierten Medizin – einer Strategie mit dem Ziel, jedem Patienten die bestmögliche Behandlung zukommen zu lassen. Seit der Gründung im Jahr 1896 erforscht Roche bessere Wege, um Krankheiten zu verhindern, zu erkennen und zu behandeln und leistet einen nachhaltigen Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung. Auf der Liste der unentbehrlichen Arzneimittel der Weltgesundheitsorganisation stehen heute 29 von Roche entwickelte Medikamente, darunter lebensrettende Antibiotika, Malariamittel und Krebsmedikamente. Ausgezeichnet wurde Roche zudem bereits das siebte Jahr in Folge als das nachhaltigste Unternehmen innerhalb der Pharma-, Biotechnologie- und Life-Sciences-Branche im Dow Jones Sustainability Index. Die Roche-Gruppe mit Hauptsitz in Basel, Schweiz ist in über 100 Ländern tätig und beschäftigte 2015 weltweit über 91.700 Mitarbeitende. Im Jahr 2015 investierte Roche CHF 9,3 Milliarden in Forschung und Entwicklung und erzielte einen Umsatz von CHF 48,1 Milliarden. Genentech in den USA gehört vollständig zur Roche-Gruppe. Roche ist Mehrheitsaktionär von Chugai Pharmaceutical, Japan.

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Roche in Deutschland

Roche beschäftigt in Deutschland rund 15.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Bereichen Pharma und Diagnostik. Das Unternehmen ist an den drei Standorten in Grenzach-Wyhlen (Roche Pharma AG), Mannheim (Roche Diagnostics GmbH, Roche Diabetes Care GmbH sowie Roche Diagnostics Deutschland GmbH und Roche Diabetes Care Deutschland GmbH) und Penzberg (Biotechnologie-Kompetenzzentrum, Roche Diagnostics GmbH) vertreten. Die Schwerpunkte erstrecken sich über die gesamte Wertschöpfungskette der beiden Geschäftsbereiche Pharma und Diagnostics: von Forschung und Entwicklung über Produktion, Logistik bis hin zu Marketing und Vertrieb, wobei jeder Standort neben dem Deutschland-Geschäft auch globale Aufgaben wahrnimmt. Roche bekennt sich klar zu den deutschen Standorten und hat in den letzten fünf Jahren in diese rund 2 Milliarden Euro investiert.

  • Weitere Informationen zu Roche in Deutschland finden Sie unter www.roche.de


Roche Pharma AG

Die Roche Pharma AG im südbadischen Grenzach-Wyhlen verantwortet mit rund 1.300 hochqualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern das deutsche Pharmageschäft. Dazu gehören Marketing und Vertrieb von Roche Medikamenten in Deutschland sowie der Austausch mit Wissenschaftlern, Forschern und Ärzten in Praxen und Krankenhäusern. Im Bereich der klinischen Forschung koordiniert der Standort alle zulassungsrelevanten Studien.


Eindeutige Kennzeichnung von biologischen Arzneimitteln in der medizinischen Kommunikation

Für die Patientensicherheit ist es wichtig, biologische Arzneimittel durch ihren Handelsnamen klar zu kennzeichnen. Nur so kann gewährleistet werden, dass mögliche Nebenwirkungen eindeutig einem bestimmten Produkt zugeordnet und zurückverfolgt werden können. Analog europäischer behördlicher Vorgaben für die Dokumentation des Handelsnamens in der Patientenakte nennt Roche in Publikationen, Texten und Presseinformationen deshalb neben dem internationalen Freinamen auch den Handelsnamen.

für Deutschland sowie Studien für bereits auf dem Markt befindliche Produkte. Für den europäischen Raum erfolgen in Grenzach-Wyhlen zudem zentrale Elemente der technischen Qualitätssicherung.


Über Chugai Pharma

Chugai wurde 1925 als Familienunternehmen in Japan gegründet und zählt heute zur Spitze der japanischen Pharmaindustrie. Als forschendes Unternehmen konzentriert sich Chugai Pharmaceutical aktiv auf die Entwicklung neuer Therapieprinzipien; bis zu 20 Prozent des Umsatzes werden in Forschung und Entwicklungen investiert. Die japanischen Wurzeln sind ein essentieller Bestandteil der Firmenkultur. 2013 beschäftigte Chugai fast 6.900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Japan sowie in den europäischen Niederlassungen in Deutschland, Großbritannien, Frankreich und weiteren Standorten in den USA und Asien. Der Konzern erzielte einen Umsatz von 423,7 Yen (ca. 3 Milliarden Euro). Ein wichtiger Schritt für Chugai Pharma war die globale strategische Allianz mit Roche im Jahr 2002 bei gleichzeitiger Wahrung der unternehmerischen Unabhängigkeit von Chugai Pharma in den Ländern, in denen bereits eigene Filialen bestanden. Die deutsche Niederlassung Chugai Pharma Europe Ltd. in Frankfurt am Main engagiert sich seit 1998 intensiv auf dem deutschen Gesundheitsmarkt.


Quelle: Roche Pharma, 02.09.2016 (tB).