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15 | 12 | 2017
Infektiologie
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BODE SCIENCE CENTER: Patientenschutz? App-timierbar! „Die Digitalisierung geht nicht wieder weg, wie ein Schnupfen. Wir müssen uns mit ihr auseinandersetzen“, machte PD Dr. Urs-Vito Albrecht, Peter L. Reichertz Institut für Medizinische Informatik, Hannover, auf dem fünften Mittags-Symposium des BODE SCIENCE CENTER am 12.10.2017 in Berlin unmissverständlich klar. Nach Meinung des eHealth-Experten sind digitale Lösungen bereits allgegenwärtig und werden künftig einen unverzichtbaren Bestandteil der Patientenversorgung ausmachen. Dabei müssen neue Technologien vor allem eins: Einen nachweisbaren Mehrwert für den Patienten erbringen. In Berlin wurden gleich zwei Ansätze vorgestellt, die diese Prämisse erfüllen.BODE SCIENCE CENTER

Patientenschutz? App-timierbar!

Berlin (12. Oktober 2017) - „Die Digitalisierung geht nicht wieder weg, wie ein Schnupfen. Wir müssen uns mit ihr auseinandersetzen“, machte PD Dr. Urs-Vito Albrecht, Peter L. Reichertz Institut für Medizinische Informatik, Hannover, auf dem fünften Mittags-Symposium des BODE SCIENCE CENTER am 12.10.2017 in Berlin unmissverständlich klar. Nach Meinung des eHealth-Experten sind digitale Lösungen bereits allgegenwärtig und werden künftig einen unverzichtbaren Bestandteil der Patientenversorgung ausmachen. Dabei müssen neue Technologien vor allem eins: Einen nachweisbaren Mehrwert für den Patienten erbringen. In Berlin wurden gleich zwei Ansätze vorgestellt, die diese Prämisse erfüllen.

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Neues Forschungsprojekt entwickelt energieeffiziente Belüftung in multifunktionalen Operationsräumen

Keine Chance den Keimen

Berlin (11. Mai 2017) - In Operationssälen mit höchsten Reinheitsanforderungen ist zur Belüftung ein sogenanntes TAV-Deckenfeld von zehn Quadratmetern vorgeschrieben. Außerdem muss pro Stunde hundertmal die Luft gewechselt werden. In Büroräumen geschieht das nur drei- bis sechsmal. Diese Decken sollen sicherstellen, dass der Raum darunter zuverlässig mit keimfreier Luft versorgt wird. TAV steht für vertikale turbulenzarme Verdrängungsströmung. Doch trotz hohen energetischen Aufwands zur Luftbeförderung, Be- und Entfeuchtung sowie Lufttemperierung sind diese Decken nicht in der Lage, den notwendigen Schutz bei Operationen am OP-Tisch zu gewährleisten. Es besteht die Gefahr, dass sich die Wunde infiziert.

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Neues Impfschema

STIKO empfiehlt sequenzielle Pneumokokken-Impfung für Hochrisikopatienten

Berlin (30. April 2017) - In Deutschland erkranken jährlich etwa 400.000 bis 680.000 Menschen an einer ambulant erworbenen Pneumonie (CAP).1 Häufigster Erreger sind Pneumokokken.2 Besonders gefährdet, an Pneumokokken-Infektionen zu erkranken, sind Menschen mit geschwächtem Immunsystem. Für den Schutz von Hochrisiko-patienten empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut (RKI) daher erstmalig eine sequenzielle Pneumokokken-Impfung mit einem 13-valenten Konjugatimpfstoff (z.B. Prevenar 13®) gefolgt von einem 23-valenten Polysac-charidimpfstoff. Hochrisikopatient ist, wer an einem angeborenen oder erworbenen Immundefekt bzw. Immunsuppression leidet oder anatomische und Fremdkörper-assoziierte Risiken für eine Pneumokokken-Meningitis aufweist.3

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Neue Verfahren für Kampf gegen Keime

Maßgeschneiderte antimikrobielle Beschichtungen

Dresden (4. April 2017) - Die am Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP, einem der führenden Forschungs- und Entwicklungspartner für Dünnschichttechnologien und Elektronenstrahlanwendungen, entwickelten Technologien werden effektiv und erfolgreich zum Kampf gegen Keime eingesetzt.
Erst kürzlich veröffentlichte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine Liste mit 12 Bakterienfamilien, die resistent gegen herkömmliche Antibiotika sind. Aber nicht nur in Krankenhäusern sind gefährliche Keime zu finden – sie lauern überall. Das deutsche Magazin „Testbild“ hat zehn Berliner Hotelzimmer auf Hygiene getestet und in acht davon eine „außergewöhnlich hohe Konzentration an multiresistenten Staphylokokken“ gefunden. Das klingt alarmierend.

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Messung hirnspezifischer Neurofilamente

Erster Bluttest für Creutzfeldt-Jakob Erkrankung entwickelt

Ulm (20. Dezember 2016) - Forscher um den Ulmer Neurologie-Professor Markus Otto haben den ersten Bluttest entwickelt, mit dem sich die tödliche Creutzfeldt-Jakob Erkrankung diagnostizieren lässt. Diese Krankheit, die im Zuge der BSE-Epidemie Schlagzeilen machte, konnte bisher nur anhand von klinischen Symptomen, ergänzt durch bildgebende Verfahren, EEG-Befunde und eine Nervenwasser-Untersuchung festgestellt werden. Die Ebenbürtigkeit des Bluttests, der hirnspezifische Neurofilamante misst, wurde in einer vergleichenden Studie bestätigt. Weiterhin könnte das neue Verfahren die Diagnostik bei der Amyotrophen Lateralsklerose (ALS) verbessern.

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Fleisch aus fernen Ländern

Multiresistente Keime reisen mit

Jena (16. Dezember 2016) - Reisende, die illegal Fleisch aus Nicht-EU-Staaten in Deutschland einführen, können zur Verbreitung von potentiell gefährlichen Krankheitserregern beitragen: In Proben von zwei deutschen Flughäfen wurden jetzt multiresistente Stämme des Bakteriums Staphylococcus aureus nachgewiesen. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Untersuchung von Forschern der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) und des InfectoGnostics Forschungscampus, die kürzlich in der Fachzeitschrift PLOS ONE (DOI: 10.1371/journal.pone.0167864) veröffentlicht wurde.

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Abb.: Eine Infektion mit Helicobacter pylori kann Magenkrebs verursachen. Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung/ Manfred RohdeInfektionen mit Helicobacter pylori beeinflussen die mikrobielle Vielfalt in Mund und Dünndarm

Helicobacter – Der Herrscher im oberen Verdauungstrakt

Braunschweig (13. Dezember 2016) - Eine Infektion mit dem Keim Helicobacter pylori führt bei allen Betroffenen zu chronischen Magenschleimhautentzündungen, bei einem Teil der Infizierten zu Magenkrebs. Um das Zusammenspiel von Helicobacter mit der natürlich vorkommenden Mikroorganismengemeinschaft im oberen Verdauungstrakt besser zu verstehen, führten Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig in Kooperation mit der Universitätsklinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OVGU) im Rahmen eines neu aufgelegten clinical-leave-Programmes zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses eine gemeinsame Studie durch. Hierbei wurden Proben von Helicobacter-infizierten Patienten von der Mundhöhle bis zum Dünndarm endoskopisch gewonnen und erstmals mittels Hochdurchsatz-Sequenzierung auf Basis der RNA-Profile im Vergleich mit nicht infizierten Patienten untersucht.

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Auch Menschenaffen sind durch das Ebola-Virus gefährdet. Photo und Copyright: RKIRobert Koch-Institut

Ebolafieber bei Menschenaffen und die Bedeutung für Ausbrüche bei Menschen

Berlin (5. Dezember 2016) - Ebolafieber stellt nicht nur für Menschen, sondern auch für Menschenaffen in Afrika eine Bedrohung dar. Ein internationales Forscherteam um Siv Aina Leendertz und Fabian Leendertz vom Robert Koch-Institut hat das derzeitige Wissen über Ebola bei Menschenaffen zusammengefasst und Verbindungen zwischen Ausbrüchen bei Affen und Menschen dokumentiert. Die Infektionskrankheit und ihre Verbreitung bei Menschenaffen müsse genauer untersucht werden, schreiben die Autoren. Außerdem müsse man darüber diskutieren, ob es möglich und machbar wäre, Menschenaffen gegen Ebola zu impfen. Auf diese Weise würde man nicht nur die vom Aussterben bedrohten Tiere schützen, sondern womöglich auch das Risiko verringern, dass das Ebolavirus auf Menschen überspringt. Der Artikel ist am 5.12.2016 im Fachmagazin Mammal Review erschienen.

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Alltagshandeln in den Kliniken so verändern, dass Patienten noch besser geschützt werden

Strategien zur Vermeidung von Krankenhausinfektionen und Multiresistenzen

Leipzig (28. November 2016) - Krankenhausinfektionen und Antibiotikaverbrauch sind zwei Seiten einer Medaille. Veränderungen an der einen Stelle ermöglichen Verbesserungen an der anderen. Wie die aktuellen Maßnahmen zur Infektionsvermeidung und zum reduzierten Antibiotikaverbrauch in Kliniken weiter verbessert werden können, wollen die Hygieneexperten des Instituts für Hygiene/Krankenhaushygiene am Universitätsklinikum Leipzig untersuchen.

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Abb.: Multiresistente Enterobakterien in der Petrischale. IMMIH, Köln/Axel Hamprecht Multiresistente Bakterien

Europaweite Studie zu Antibiotikaresistenzen in Krankenhäusern

Braunschweig (18. November 2016) - Ein internationales Team von Wissenschaftlern und Klinikern hat erstmals europaweit die Ausbreitung von besonders gefürchteten multiresistenten Enterobakterien untersucht und vergleichbare Daten erhoben. Im Fokus der Studie stehen Klebsiella pneumoniae und Escherichia coli: Darmbakterien, die immer häufiger gegen das Reserveantibiotikum Carbapenem resistent sind.

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Abb.: Elektrochemisches Biosensor-System für die patientennahe Labordiagnostik. Bild: Andreas WeltinSensor-Plattform weist das Medikament in wenigen Minuten im Blut nach

Personalisierte Antibiotika-Therapie

Freiburg (14. November 2016) - Ein Freiburger Forschungsteam hat ein von der Biologie inspiriertes Verfahren entwickelt, das verschiedene Antibiotika in menschlichem Blut oder in anderen Flüssigkeiten gleichzeitig nachweisen kann. Zukünftig ließe sich das Biosensor-System in der medizinischen Diagnostik und besonders in so genannten patientennahen Tests in Arztpraxen, Apotheken oder bei Hausbesuchen, aber auch in der Umwelt- und Lebensmittelkontrolle einsetzen. Die Forschenden haben menschliches Blut auf die Antibiotika Tetrazyklin und Streptogramin untersucht. „Die Analysezeit, von der Probenentnahme bis zum Ergebnis, liegt bei nur zehn Minuten“, erläutert der Mikrosystemtechniker Dr. Can Dincer, der das Team leitet.

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Toiletten auf Flughäfen sind auch ein „Umsteigepunkt“ für gegen Antibotika resis tente Bakterien

Wie gefährliche Keime als blinde Passagiere von einem Kontinent zum anderen reisen

Münster (10. November 2016 ) – Alltag am Flughafen: Bis zum Start des Jets, der seine Passagiere in ferne Lande bringt, dauert es noch – Zeit genug, um schnell die Toilette aufzusuchen. Was die Reisenden dort erwartet, ist nicht immer ein schöner Anblick. Wesentlich schlimmer allerdings kann das sein, was sie nicht sehen: Wie Wissenschaftler der Westfälischen-Universität Münster (WWU) in Zusammenarbeit mit dem Robert-Koch-Institut in Berlin jetzt nachgewiesen haben, sind die Toiletten auf Flughäfen auch für Keime ein „Umsteigepunkt“. Auf Abstrichen von inneren Türklinken zahlreicher Toilettenkabinen fanden die Forscher weltweit Keime - darunter auch solche gegen die herkömmliche Antibiotika zur Behandlung bakterieller Infektionen nicht oder nur eingeschränkt wirken. Als „blinde Passagiere“ reisen sie quer durch die Welt, zum Beispiel von Indien nach Frankreich. Seine Erkenntnisse hat das Team jetzt in der Fachzeitschrift „Clinical Microbiology and Infection“ veröffentlicht.

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Neisseria meningitidis, Vergrößerung 20.000-fach. Photo und Copyright: Mushin Oezel, Rolf Reissbrodt/RKIRKI

Invasive Meningokokken-Erkrankungen 2012-2015

Berlin (1. November 2016) - Der Bericht im Epidemiologischen Bulletin 43/2016 beschreibt die Epidemiologie der invasiven Meningo­kokken-Erkrankungen (IME) in Deutsch­land seit 2001, mit Schwer­punkt auf den Zeit­raum 2012 – 2015. Aus­ge­wertet wurden die nach Infektionsschutz (IfSG) gemeldeten Er­kran­kungs­daten sowie die Daten des Nationalen Referenz­zentrums für Meningo­kokken und Hae­mo­philus influenzae (NRZMHi). IME traten, ähnlich wie in den Vor­jahren, am häufig­sten bei Säug­lingen gefolgt von Klein­kindern auf, mit einem zweiten, kleineren Inzi­denz­gipfel bei Jugend­lichen.

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Abb.oben: Daptomycin-Moleküle (blau) schieben sich mit dem Schwanz voran zwischen die Membran-Lipide (grau bzw. rot). In der Folge löst sich ein wichtiges Enzym (grün) von der Innenseite der Membran. © Grafik: AG Tanja Schneider/Uni BonnReserve- oder Notfall-Antibiotikum

Wie Daptomycin multiresistente Bakterien tötet

Bonn (25. Oktober 2016) - Das Antibiotikum Daptomycin ist oft die letzte Waffe gegen multiresistente Bakterien. Unklar war bislang, wie genau das Medikament wirkt. Eine neue Studie unter Federführung der Universitäten Bonn und Amsterdam bringt nun Licht ins Dunkel. Demnach hemmt Daptomycin durch einen bislang unbekannten Mechanismus die Zellwand-Synthese der Erreger. Die Arbeit ist nun in der Fachzeitschrift PNAS erschienen.

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„ Fungi in CF – Where do we stand “

Pilzinfektionen bei Mukoviszidose-Patienten erkennen und behandeln

Bonn, Mainz (27. September 2016) - Welche Rolle spielen Pilzinfektionen bei Mukoviszidose-Betroffenen? Wie können diese frühzeitig erkannt und behandelt werden? Über diese und weitere Themen diskutierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beim Seminar „Fungi in CF – Where do we stand?“ des Mukoviszidose Instituts, das vom 22. bis zum 23. September 2016 im Schloss Waldthausen bei Mainz stattfand.

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Ein besseres Erinnerungssystem für Ärzte könnte die Impfquote in Deutschland erhöhen

Impfungen nicht mehr vergessen

Braunschweig (30. August 2016) - Impfungen unterstützen die körpereigenen Abwehrkräfte dabei, Krankheitserreger frühzeitig zu beseitigen und so den Krankheitsausbruch zu verhindern. Da das Immunsystem im fortgeschrittenen Alter schwächer wird, empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert-Koch-Instituts besonders älteren Menschen Impfungen unter anderem gegen Pneumokokken und die Grippe. Allerdings wird nicht einmal die Hälfte dieser Personengruppe entsprechend dieser Empfehlungen geimpft. Dabei sind Infektionen mit Pneumokokken in Europa die häufigste Ursache bakterieller Lungenentzündungen.

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Abb.: Tuberkulose-Bakterien unter dem Elektronen-Mikroskop. Photo und Copyright: RKIRKI

Schnittstelle für eine erfolgreiche Tuberkulosekontrolle

Berlin (22. August 2016) - Ein Beitrag im Epidemiologischen Bulletin 33/2016 erläutert anhand eines Fall­bei­spiels diag­nos­tische Fall­stricke und mög­liche Ur­sa­chen für eine ver­zö­gerte Tuber­kulose-Diag­nose. Dabei wird die heraus­ra­gende Rolle der haus­ärzt­lichen Be­handler deut­lich, die bei un­klaren Krank­heits­bildern die weiter­füh­ren­de Diag­nos­tik bahnen und daher in Deutsch­land eine ent­schei­dende Schnitt­stelle für eine er­folg­reiche Tuber­kulose­kontrolle sind. Ent­schei­dend ist es, Risiko­gruppen und Risiko­faktoren für Tuber­kulose zu kennen und die ent­spre­chen­den Infor­ma­tionen anam­nestisch zu er­fragen. Wesent­lich ist auch eine zu­ge­wandte, ver­ständ­liche Patienten­auf­klärung und konti­nu­ier­liche Therapie­be­treuung, dies bedarf oft­mals eines hohen En­ga­ge­ments aller in die Patienten­be­treuung ein­ge­bun­denen Per­so­nen, ein­schließ­lich des Gesundheitsamtes.

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Abb.: Multiresistente Enterobakterien in der Petrischale, © IMMIH, Köln/HamprechtMitbringsel

Wie kommen die gefürchteten multiresistenten Bakterien ins Krankenhaus?

Braunschweig (15. August 2016) - In Deutschland sterben bis zu 15.000 Patienten im Jahr an Krankenhausinfektionen, so schätzt das Nationale Referenzzentrum für die Überwachung dieser Infektionen. Eine große Rolle spielen hier die multiresistenten Bakterien, denen die gängigen Antibiotika nichts mehr anhaben können. Doch wo kommen diese Keime her? Dieser Frage gingen DZIF-Wissenschaftler von der Uniklinik Köln nach und fanden in einer der bisher größten Studien dieser Art in Europa heraus, dass fast zehn Prozent der aufgenommenen Krankenhauspatienten die gefürchteten Keime bereits von zu Hause mitbringen.

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Colistin-resistente Bakterien

Reisende importieren «Super-Keime»

Bern, Schweiz (19. Juli 2016) - Drei von vier Touristen, die von Indien in die Schweiz zurückkehrten, waren bei einer Untersuchung mit multiresistenten Keimen infiziert. Mikrobiologen der Universität Bern konnten zudem einen Bakterienstamm isolieren, der ein Gen besitzt, das es diesen gefährlichen Erregern ermöglicht, auch gegen die momentan einzige noch wirksame Antibiotika-Therapie resistent zu werden.

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Abb.: Candida albicans (in grün) wird von der Dendritischen Zelle (in blau) gefressen. Eine andere Dendritische Zelle wird jedoch von dem Hefepilz getötet, indem seine Pilzfäden. Photo: MFPL/IMBACandida albicans

Neue Behandlungsmöglichkeit gegen tödliche Pilzinfektionen

Wien, Österreich (18. Juli 2016) - Wiener ForscherInnen des IMBA (Institut für Molekulare Biotechnologie) und der Max F. Perutz Laboratories (MFPL) der MedUni Wien und Universität Wien haben einen völlig neuen Mechanismus entdeckt, der es ermöglichen könnte, lebensbedrohliche Pilzinfektionen zu therapieren: Blockiert man das Enzym CBL-B, verstärkt dies die Immunabwehr gegen den Pilzerreger Candida albicans. Wenn im Tiermodell CBL-B „ausgeschaltet“ war, konnten die körpereigenen Abwehrkräfte aktiviert und eine invasive, oft tödlich verlaufende Infektion abgewehrt werden.

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RKI: Infektionsepidemiologisches Jahrbuch für 2015 erschienen. RKI

Infektionsepidemiologisches Jahrbuch für 2015 erschienen

Berlin (14. Juli 2016) - Das Infektionsepidemiologische Jahrbuch für 2015 ist erschienen. Im Infektions­epi­de­mio­lo­gischen Jahr­buch werden die an das Robert Koch-Institut über­mittelten Daten zu melde­pflichtigen Infektions­krank­heiten zusammen­gestellt und bewertet. Das Jahr­buch er­gänzt die wöchent­liche Ver­öffent­lichung von Mel­de­daten im Epi­demio­lo­gischen Bulletin und in SurvStat@RKI, das eine inter­aktive Ab­frage von Melde­daten er­mög­licht. Eine Zusammen­fassung infor­miert im Jahrbuch über die wichtigsten Trends und Aus­bruchs­geschehen. So setzte sich z.B. im Jahr 2015 ein großes Masern-Aus­bruchs­geschehen, das 2014 begonnen hatte, fort. Insgesamt wurden dem RKI fast 2.500 Masern-Erkrankungen übermittelt. Damit hat Deutschland mit einer Inzidenz von 3,1 Erkran­kungen pro 100.000 Ein­wohner das Elimina­tionsziel der Welt­gesund­heits­orga­nisation (WHO) von < 0,1 erneut weit verfehlt.

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Abb.: Das Bakterium Staphylococcus aureus (rot) bildet häufig Resistenzen gegen Antibiotika aus und ist besonders für Patienten gefährlich, die bereits unter einer Infektion mit dem AIDS-Erreger HIV leiden. Photo: HZI/M. RohdeNeuer Wirkstoff hemmt AIDS-Erreger und resistente MRSA-Bakterien zugleich

Doppelschlag gegen Bakterien und Viren

Braunschweig (11. Juli 2016) - Eine neuartige Substanzklasse wirkt sowohl gegen den AIDS-Erreger HIV als auch gegen antibiotikaresistente MRSA-Bakterien. Diese beiden Krankheitserreger treten häufig gemeinsam auf. Künftig – so die Hoffnung der Entdecker – könnten sie mit einem einzigen Medikament bekämpft werden. Wissenschaftler des Helmholtz-Instituts für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS) haben sogenannte duale Wirkstoffe entwickelt, die das Wachstum beider Erreger hemmen. Ihre Erkenntnisse darüber beschreiben sie in der Fachzeitschrift Journal of Medicinal Chemistry.

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RKI: Drogen und chronische Infektionskrankheiten in Deutschland. Wie verbreitet sind HBV, HCV und HIV sowie Koinfektionen bei injizierenden Drogengebrauchenden (IVD)? Welche Kenntnisse und Verhaltensweisen in Bezug auf Übertragung und Prävention dieser Infektionen weisen Drogengebrauchende auf? Dazu hat das RKI in Kooperation mit Einrichtungen der Drogenhilfe, lokalen AIDS-Hilfen und dem Öffentlichen Gesundheitsdienst die DRUCK-Studie (Drogen und chronische Infektionskrankheiten in Deutschland) durchgeführt. Die Analyse des Risiko- und Präventionsverhaltens soll helfen, Präventionsempfehlungen zu aktualisieren und zu fokussieren. In acht Städten (Berlin, Essen, Leipzig, Frankfurt am Main, Köln, Hannover, München und Hamburg) wurden insgesamt über 2.000 IVD befragt und labordiagnostisch auf Infektionsmarker untersucht. Nach den Ergebnisberichten für die einzelnen Studienstädte ist nun der Abschlussbericht veröffentlicht worden. Er enthält auch Empfehlungen für Drogen-/Suchthilfe, Justizvollzugsanstalten und Ärzteschaft.RKI

Drogen und chronische Infektionskrankheiten in Deutschland

Berlin (14. Juni 2016) - Wie verbreitet sind HBV, HCV und HIV sowie Koinfektionen bei injizierenden Drogengebrauchenden (IVD)? Welche Kenntnisse und Verhaltensweisen in Bezug auf Übertragung und Prävention dieser Infektionen weisen Drogengebrauchende auf? Dazu hat das RKI in Kooperation mit Einrichtungen der Drogenhilfe, lokalen AIDS-Hilfen und dem Öffentlichen Gesundheitsdienst die DRUCK-Studie (Drogen und chronische Infektionskrankheiten in Deutschland) durchgeführt. Die Analyse des Risiko- und Präventionsverhaltens soll helfen, Präventionsempfehlungen zu aktualisieren und zu fokussieren. In acht Städten (Berlin, Essen, Leipzig, Frankfurt am Main, Köln, Hannover, München und Hamburg) wurden insgesamt über 2.000 IVD befragt und labordiagnostisch auf Infektionsmarker untersucht. Nach den Ergebnisberichten für die einzelnen Studienstädte ist nun der Abschlussbericht veröffentlicht worden. Er enthält auch Empfehlungen für Drogen-/Suchthilfe, Justizvollzugsanstalten und Ärzteschaft.

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RKI

Norovirus-Infektionen in Deutschland

 

Berlin (13. Juni 2016) - Im Epidemiologischen Bulletin 23/2016 ist ein Rückblick zu Norovirus-Infektionen im Jahr 2015 erschienen. Norovirus-Infektionen sind die am häufigsten gemeldete Infektionskrankheit in Deutschland. Die Magen-Darm-Erkrankung manifestiert sich meist durch wässrige Durchfälle mit schwallartigem Erbrechen und Übelkeit. Die Population der zirkulierenden Noroviren ist ständigen Veränderungen unterworfen. Um diese Schwankungen erfassen zu können, ist eine umfassende molekulare Surveillance notwendig. Die Kenntnis der Verteilung zirkulierender NV-Genotypen ermöglicht es, bei Veränderungen schnellstmöglich die diagnostischen Verfahren an­passen zu können. Das Konsiliarlabor für Noroviren ist am Robert Koch-Institut angesiedelt.

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69. WHO World Health Assembly

Intensivierter Kampf gegen Antibiotika-Resistenzen

Berlin (24. Mai 2016) - Antibiotika sind für die Medizin unverzichtbar. Doch die wichtigste Waffe zur Behandlung von bakteriellen Infektionen verliert zunehmend an Wirksamkeit. Jeder Einsatz dieser Medikamente kann Resistenzentwicklungen fördern. Der am 19. Mai im Vorfeld der 69sten WHO World Health Assembly veröffentlichte finale Report des *AMR-Review fordert eine Aufklärungskampagne, um das Bewusstsein für Antibiotikaresistenzen zu verbessern. In Deutschland hat sich die Charité – Universitätsmedizin Berlin dies gemeinsam mit sechs Partnern zum Thema gemacht. 2015 haben sie das Modellprojekt „Rationaler Antibiotikaeinsatz durch Information und Kommunikation“ (RAI) initiiert.

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Deutsche Krankenhausgesellschaft zur Bekämpfung von MRSA-Infektionen

Kontraproduktive GBA-Entscheidung zur MRSA-Bekämpfung

Berlin (19. Mai 2016) - Zum heutigen Beschluss des Gemeinsamen Bundesauschusses (G-BA) über die ASV-Richtlinie zur Tuberkulose und atypischer Mykobakteriose erklärt der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Georg Baum: „Der Gemeinsame Bundesausschuss hat eine Entscheidung getroffen, die eine bessere Kontrolle und Behandlung von MRSA verhindert. Der Antrag der Deutschen Krankenhausgesellschaft auch im Rahmen der ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung (ASV) Leistungen zur MRSA-Diagnostik und Therapie durchführen zu können, wurde mehrheitlich abgelehnt. Einmal mehr verhindern die Krankenkassen mit ihrer ablehnenden Haltung eine wirksame Infektionsbekämpfung.

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