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Neues starkes Antidepressivum schließt Therapielücke in Deutschland

                                    • Einzigartige Interaktionstauglichkeit, da kein Abbau über das Cytochromsystem
                                    • Studien belegen eine mit Venlafaxin, SSRI und TZA vergleichbare Wirkung
                                    • Günstiges Verträglichkeitsprofil

Langenfeld/München (23. Juni 2016) - Depressionen gehen oftmals mit weiteren ebenfalls therapiebedürftigen Begleiterkrankungen einher. Entsprechend groß ist die Gefahr von Arzneimittelinteraktionen und daraus resultierenden Nebenwirkungen. Das Risiko für solche Interaktionen steigt mit dem Alter der Patienten und dem Grad der Multimorbidität. Mit MILNAneuraX® steht in Deutschland seit 1. August 2016 ein potentes Antidepressivum mit einzigartigem Wechselwirkungsprofil zur Verfügung. Der enthaltene Wirkstoff Milnacipran wird der Gruppe der selektiven Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SSNRI) zugeordnet und ist zur Behandlung von depressiven Episoden bei Erwachsenen indiziert. Der Wirkstoff wird nicht über das Cytochromsystem abgebaut und beeinflusst den Abbau anderer Pharmaka daher nicht. „Das ist ein Alleinstellungsmerkmal und ein enormer Zugewinn für die Arzneimittelsicherheit, wenn wir die Probleme betrachten, die es bei der Wechselwirkungspharmakologie gibt“, erklärte Dr. Gabriel Eckermann, Facharzt für Psychiatrie, Psychopharmakologie und Arzneimittelsicherheit. Das führe zu einer wesentlich risikoärmeren Therapie und erleichtere somit das ärztlich-therapeutische Handeln enorm, so Eckermann.

Milnacipran wirkt im Vergleich zu anderen SSNRI ausgewogen im Hinblick auf das serotonerge und das noradrenerge System – es hemmt die Serotonin- und Noradrenalin-Wiederaufnahme ungefähr gleich stark – und kann aufgrund dieses Wirkmechanismus gut zur Behandlung der Depression eingesetzt werden. Der Wirkstoff, der in Nachbarländern wie Österreich oder Frankreich schon seit Jahren etabliert ist und nun erstmalig auch in Deutschland zugelassen und eingeführt wird, wird gut toleriert1. Das bestätigte auch Prof. Dr. Siegfried Kasper, Vorstand der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Wien, der auf knapp 20 Jahre Erfahrung mit Milnacipran zurückblicken kann: „Besonders gut geeignet ist die Substanz bei multimorbiden Patienten, bei denen eine antidepressive Therapie mit einem guten Wechselwirkungsprofil erwünscht ist.“ Zum Indikationsspektrum gehören laut Prof. Kasper Patienten mit z.B. Leberproblemen, Übergewicht, Diabetes, sexuellen Funktionsstörungen, Herzproblemen, generalisierter Angststörung oder auch Patienten, die an einer Fibromyalgie leiden.

MILNAneuraX® bietet diesem Patientenkreis eine Therapieoption mit einzigartigem Interaktionspotenzial und günstigem Nebenwirkungsprofil. Es schließt somit eine wichtige Lücke in der Behandlung von Depressionen in Deutschland.


Über neuraxpharm Arzneimittel GmbH

Als Arzneimittelhersteller bietet neuraxpharm® mit über 95 Wirkstoffen in mehr als 400 Darreichungsformen die größte generische Produktpalette für die Fachbereiche Neurologie und Psychiatrie an. In enger Abstimmung mit Fachärzten werden neue patientengerechte Formulierungen entwickelt – wichtige Voraussetzungen für eine optimale Therapie.


Weitere Informationen


Anmerkung

  1. CNS Drug Reviews 1998, Vol 4. No 2 pp 137 ‐ 148

Quelle: Neuraxpharm, 23.06.2016 (tB).