ENS 2013
Personalisierte Therapie von Multiple Sklerose entscheidet über Behandlungserfolg
Barcelona, Spanien (10. Juni 2013) – Trotz zahlreicher neuer Behandlungsoptionen lässt sich Multiple Sklerose immer noch schwer in den Griff bekommen. Experten/-innen forderten beim Kongress der Europäischen Neurologengesellschaft in Barcelona massive Anstrengungen in der Pharmakogenetik, um Erfolg und Nebenwirkungen von Medikamenten individuell vorhersagbar zu machen. In neuen MS-Behandlungsrichtlinien wird auf patientenzentrierte Faktoren für Behandlungserfolge ein besonderer Schwerpunkt gelegt.
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Im Frühstadium der Erkrankung verhindert Hormon EPO, dass Nervenzellen in Sehnerv und Netzhaut absterben
Multiple Sklerose: Neues Behandlungskonzept schützt Nervenzellen
Heidelberg (6. Mai 2013) - Das Hormon Erythropoietin, auch bekannt als Dopingmittel EPO, kann bei einer Entzündung des Sehnervs - einem frühen Stadium der Multiplen Sklerose - das Absterben von Nervenzellen verhindern. Dies hat die Heidelberger Neurologin Professor Dr. Ricarda Diem im Rahmen einer Pilotstudie gezeigt. Nun soll das neue Behandlungskonzept in einer groß angelegten Patientenstudie der Universitätskliniken Heidelberg und Freiburg überprüft werden. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat die Förderung des Projekts mit einer Million Euro bewilligt. Erste Patientinnen und Patienten werden ab Oktober 2013 eingeschlossen.
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Daclizumab-Spritzen alle vier Wochen reduzieren Schübe und bleibende Schäden
Neues Medikament gegen Multiple Sklerose
Bochum (4. April 2013) - Auf der Suche nach neuen Medikamenten gegen die schubförmige Multiple Sklerose (MS) haben Forscher unter Studienleitung der Neurologie des RUB-Klinikums St. Josef Hospital (Prof. Dr. Ralf Gold) einen erfolgversprechenden Kandidaten getestet: Eine pharmakologisch modifizierte Form von Daclizumab reduzierte im Vergleich zu Placebo bei Anwendung alle vier Wochen über ein Jahr hinweg die Wahrscheinlichkeit für einen MS-Schub um über 50 Prozent. Auch das Risiko für bleibende Einschränkungen sank um rund die Hälfte. Die Forscher berichten in der aktuellen Ausgabe des renommierten Magazins „The Lancet“.
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Multiple Sklerose
Kein Nutzen durch umstrittenen Eingriff an Blutgefäßen
Berlin (26. März 2013) - Ein Eingriff an den Halsvenen, der angebliche Blutflussblockaden bei MS-Patienten beseitigen soll, hat in der bislang strengsten Untersuchung zu diesem Thema schlechtere Ergebnisse erbracht als eine Scheinbehandlung. Dies berichteten die Studienärzte aus New York auf der weltweit größten Neurologen-Tagung AAN in San Diego vergangene Woche. Bereits im Jahr 2010 hatte die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) erstmals vor dem Eingriff gewarnt und darauf hingewiesen, dass die zugrunde liegende Venöse Stauungshypothese der MS (CCSVI) nicht haltbar ist. Dennoch wurden bisher weltweit rund 30.000 Eingriffe vollzogen – unter anderem auch in Deutschland.
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Multiple Sklerose: Neue Medikamente für die Basistherapie
Fumarat und Teriflunomid zur Behandlung der schubförmigen MS in der EU zugelassen
München (22.März 2013) – Das Krankheitsbezogene Kompetenznetz Multiple Sklerose (KKNMS) begrüßt die Entscheidung der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA), Fumarat (BG-12) und Teriflunomid zur Behandlung der schubförmig verlaufenden Multiplen Sklerose (MS) zuzulassen. Mit dem positiven Votum haben nun auch MS-Patienten in der Basistherapie die Möglichkeit, auf orale Präparate zurückzugreifen. BG-12 kommt unter dem Namen Tecfidera® auf den europäischen Markt, Teriflunomid unter dem Handelsnamen Aubagio®.
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CHMP erteilt `Positive Opinion´ für Dimethylfumarat (DMF, BG-12) als Basistherapie bei Multipler Sklerose (RRMS) in der Europäischen Union
Ismaning (22. März 2013) - Biogen Idec gab heute bekannt, dass das Committee for Medicinal Products for Human Use (CHMP) eine `Positive Opinion´ mit der Empfehlung einer Marktzulassung von DMF als eine orale Basistherapie für erwachsene Patienten mit schubförmig remittierender MS (RRMS) in der Europäischen Union (EU) erteilt hat. Auf Basis der von Biogen Idec eingereichten Daten zur Wirksamkeit und Sicherheit, sieht das CHMP für DMF ein positives Nutzen-Risikoverhältnis. Die CHMP-Empfehlung wird nun an die European Commission (EC) weitergegeben, die über die finale Zulassung von Medikamenten in der EU entscheidet. Die Entscheidung über die Zulassung in den USA durch die U.S. Food and Drug Administration (FDA) wird in den kommenden Tagen erwartet.
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Herber Schlag für MS-Patienten
Harter Schlag gegen die Grundlage von Innovationen
Berlin (20. März 2013) - Der Kern des Arzneimittelmarktneuordnungsgesetzes (AMNOG) ist die Verhandlung von Rabatten auf den Listenpreis eines innovativen Arzneimittels zwischen dessen Hersteller und dem GKV-Spitzenverband. Der Gesetzgeber hat bewusst keine Festlegung getroffen, wie der Nutzen von Arzneimitteln in Euro zu bewerten ist. Diese Entscheidung wird aus gutem Grund einer Verhandlungslösung vorbehalten. Sollten sich die Verhandlungspartner nicht einigen, übernimmt eine dafür eingerichtete Schiedsstelle diese Funktion. „Mit dem gestern vorgelegten Spruch der Schiedsstelle zu einem innovativen Arzneimittel für Multiple Sklerose Patienten ist sie der falschen Logik des GKV-Spitzenverbandes gefolgt und hat so einen Schlag gegen den Kern des AMNOG geführt: In seinem Antrag an die Schiedsstelle ermittelt der GKV-Spitzenverband den Preis des Arzneimittels mit einer selbstgemachten Methode durch Zuschläge auf den Preis der Vergleichstherapie. Mit anderen Worten: Die Verhandlungslösung wird über den Umweg der Schiedsstelle faktisch durch einen mathematischen Algorithmus aus der Feder des GKV-Spitzenverbandes ersetzt“, kommentiert Henning Fahrenkamp, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie (BPI) diesen Vorgang.
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AMNOG-Prozess kann den Zugang zu innovativen Medikamenten für Patienten gefährden, bei denen andere Therapieoptionen gescheitert sind
Almirall prüft alle Optionen für Sativex® in Deutschland
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Festgelegter Erstattungsbetrag bedeutet einen Rabatt von über 60 Prozent gegenüber zur Zeit in anderen EU-Ländern erstatteten Preisen
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Neuer Erstattungsbetrag spiegelt nicht den Innovationscharakter des Medikaments und den therapeutischen Gewinn für schwer erkrankte Patienten wider
Reinbek, 19. März 2013. – Der neue Erstattungsbetrag als ein Resultat des Schiedsverfahrens im Rahmen des Arzneimittelneuordnungsgesetzes (AMNOG) spiegelt weder den Innovationscharakter des Oromukosalsprays Sativex®, noch den therapeutischen Gewinn für schwer erkrankte Patienten wider. Das Medikament ist zugelassen für mittelschwere bis schwere Spastik bei MS – eine hochgradig einschränkende Erkrankung.
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Wirkstoff Cannabis sativa (Sativex®)
Schiedsstelle setzt beim Erstattungsbetrag für Cannabisextrakt auf Zusatznutzen für Patienten
Berlin (19. März 2013) - Heute hat die Schiedsstelle nach § 130b Abs. 5 SGB V die Begründung für ihren Beschluss zum Erstattungsbetrag für den Wirkstoff Cannabis sativa (Sativex®) vorgelegt. Daraus lässt sich ablesen, dass die Schiedsstelle die Höhe des Zuschlags auf die Jahreskosten der zweckmäßigen Vergleichstherapie hauptsächlich an den patientenrelevanten Zusatznutzen gekoppelt hat.
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Kompetenznetz MS will Grundlagen- und klinische Forschung enger verzahnen
Multiple Sklerose: Vernetzte Forschung zum Patientenwohl
München (5. März 2013) – Die Mitglieder des Krankheitsbezogenen Kompetenznetzes Multiple Sklerose (KKNMS) haben sich gestern in München zu ihrer Auftaktveranstaltung in die zweite Förderperiode getroffen. Insgesamt 13 Projekte mit zum Teil mehreren Subprojekten sind von einem internationalen Gutachtergremium zur Förderung empfohlen worden. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung investiert in den kommenden drei Jahren rund 7 Millionen Euro in die Multiple Sklerose (MS) Forschung.
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GKV-Spitzenverband
AMNOG-Verhandlungen für MS-Therapeutikum erfolgreich beendet
Berlin (1. März 2013) - Der GKV-Spitzenverband und das Unternehmen Biogen Idec haben sich im Rahmen von konstruktiven und fairen Verhandlungen nach dem Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) fristgerecht auf einen Erstattungsbetrag für das Therapeutikum Fampyra® (Fampridin) geeinigt. Fampyra® ist zugelassen, um die Gehfähigkeit bei Patienten mit Multipler Sklerose (MS) der Schweregrade EDSS 4-7 zu verbessern. Der verhandelte Erstattungsbetrag spiegelt den Interessensausgleich zwischen den gesetzlichen Krankenkassen und Biogen Idec wider. Mit ihm liegt erstmals ein Verhandlungsergebnis für ein neues Arzneimittel mit einer nicht-medikamentösen zweckmäßigen Vergleichstherapie vor.
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Multiple Sklerose
Durch individuelle Behandlungskonzepte Therapieziele erreichen und Lebensqualität sichern
Ismaning (28. Februar 2013) - Schübe verhindern, die Behinderungs-progression stoppen und im Idealfall die Freiheit von jeglicher Krankheitsaktivität erlangen: Um diese Therapieziele zu erreichen, sind individuell auf den Patienten abgestimmte Behandlungskonzepte essenziell. Biogen Idec setzt auf diesem Gebiet immer wieder neue Maßstäbe. Die 1x wöchentliche Applikationsfrequenz macht das etablierte Basistherapeutikum Interferon beta-1a i.m. (Avonex®) besonders patientenfreundlich, was sich positiv auf die Adhärenz und damit auf den langfristigen Therapierfolg auswirkt. Für Patienten, die trotz Basistherapie Krankheits-aktivität aufweisen, ist eine rechtzeitige Therapieoptimierung beispielsweise mit Natalizumab (Tysabri®) entscheidend, denn diese zeigt vor allem in einem frühen therapeutischen Zeitfenster den größten Nutzen. Mit dem JCV-Antikörper-Test STRATIFY JCV kann das individuelle Sicherheitsprofil des Patienten bestimmt werden – der Status „seronegativ“ gibt größtmögliche Sicherheit und erleichtert dadurch den rechtzeitigen Therapiestart. Die symptomatische Behandlung mit dem oralen Kaliumkanalblocker Fampridin (Fampyra®) kann gezielt die Gehfähigkeit der Responder verbessern und so zum Erhalt ihrer Lebensqualität beitragen. Im Rahmen einer Pressekonferenz erläuterten namhafte Experten aktuelle Aspekte und Erkenntnisse zur Therapie der Multiplen Sklerose und gaben einen Ausblick auf neue Therapieoptionen.
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Überarbeitete Empfehlung, wann die Überwachung analog zur Erstgabe wiederholt werden sollte
Rote-Hand-Brief zu Gilenya® (Fingolimod)
Berlin (8. Januar 2013) - Das selektive Immunsuppressivum Fingolimod ist als Monotherapie zugelassen zur Behandlung von Patienten mit hochaktiver, schubförmig-remittierend verlaufender Multipler Sklerose, die entweder eine hohe Krankheitsaktivität trotz Behandlung mit einem Beta-Interferon zeigen oder die einen rasch fortschreitenden, schweren Verlauf aufweisen.
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Der Patient im Fokus
Vorteile der 1x wöchentlichen MS-Basistherapie
Nürnberg (4. Dezember 2012) - In der Behandlung von Patienten mit Multipler Sklerose (MS) ist Interferon beta-1a i.m. (Avonex®) als effektives und gut verträgliches Basistherapeutikum etabliert. MS-Patienten profitieren zudem von der nur 1x wöchentlichen Anwendung, die mit der Einführung des automatischen Avonex® Pen™ noch einfacher geworden ist. Welchen Stellenwert diese Vorteile in der Praxis haben, erläuterte Privatdozent PD Dr. Ralf Linker, Erlangen, im Gespräch mit der MS-Schwester Tanja Stirnweiß und einer Patientin im Rahmen einer Presseveranstaltung der Biogen Idec GmbH.
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Multiple Sklerose
Neue Methode zum Nachweis von MS in Aussicht
Hannover (22. Oktober 2012) - Wissenschaftler der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) und der Ruhr-Universität Bochum (RUB) haben eine neue Methode zum Nachweis von Multipler Sklerose (MS) sowie zur Unterscheidung verschiedener Verlaufensformen dieser Erkrankung ausfindig gemacht. Sie machen ihre Ergebnisse an einer Studie mit mehr als 100 Teilnehmern fest, die Daten müssen noch in einer zweiten Untersuchung mit mehr als 1.000 Patienten überprüft werden. Die Forscher veröffentlichten ihre Erkenntnisse in der aktuellen Ausgabe der angesehenen Zeitschrift Neurology.
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Multiple Sklerose
Zusatztherapie mit Sativex® bessert Symptome der MS-induzierten Spastik bei mehr als der Hälfte der Patienten
Hamburg (28. September 2012) – MS-induzierte Spastik mit Muskelsteifigkeit, Bewegungseinschränkungen und Schmerzen belastet viele MS-Patienten schwer. Mit dem Endocannabinoidsystem-Modulator Sativex® konnte in der aktuellen Studie MOVE-2 die Spastik bei 58 Prozent der Patienten merklich gelindert werden. Die Therapiezufriedenheit stieg bei über einem Drittel der Patienten. Bestätigt werden die Studiendaten durch klinische Erfahrungen - beispielsweise von Professor Dr. med. Jürgen Koehler, Geschäftsführer und Ärztlicher Leiter der Marianne-Strauß-Klinik in Berg, der bereits über 120 Patienten mit MS-induzierter Spastik mit dem Oromukosalspray behandelt hat.
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DGN-Kongress 2012
Orales BG-12: Aktuelle Ergebnisse der klinischen Studien
Hamburg (27. September 2012) - BG-12 (Dimethylfumarat) wurde von Biogen Idec Anfang des Jahres zur Behandlung der schubförmigen Multiplen Sklerose (RRMS) zur Zulassung eingereicht. Mit der Entwicklung des neuen oral zu verabreichenden Präparats reagierte das Unternehmen auf den medizinischen Bedarf für neue MS-Therapien. In den Zulassungsstudien DEFINE und CONFIRM zeigte BG-12 eine gute klinische Wirksamkeit sowie ein günstiges Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil. Auf einem Symposium der Biogen Idec GmbH im Rahmen des 85. Jahreskongresses der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) in Hamburg präsentierte der Neurologe Professor Dr. med. Bernhard Hemmer, München, aktuelle Ergebnisse der klinischen Zulassungsstudien, die kürzlich im New England Journal of Medicine publiziert wurden (http://www.nejm.org).
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