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18 | 05 | 2012
Nephrologie
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Schwere Nierenerkrankungen früh erkennen – neue Biomarker auf die Probe gestellt

 

Berlin-Buch (10. Januar 2012) - Wie erkennt ein Arzt, ob bei einem Patienten, der in die Notaufnahme einer Klinik eingeliefert wird, die Nieren akut geschädigt sind? Diese Frage ist mit bisherigen Tests häufig nur schwer zu beantworten, für die frühe Beurteilung der Schwere des Krankheitsbildes jedoch von großer Bedeutung. Kliniker vom Experimental and Clinical Research Center (ECRC) des Max-Delbrück-Centrums (MDC) und der Charité, des Helios-Klinikums Berlin und dreier US-Kliniken haben jetzt gezeigt, dass der Nachweis von Proteinen, die eine geschädigte Niere in den Urin ausschüttet, hilft, Hochrisikopatienten sehr früh zu erkennen (Journal of the American College of Cardiology, online, 9. Januar 2012)*.

 

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Zusammenfassender Bericht zur Qualität von Dialyse-Behandlungen veröffentlicht

 

Berlin (20. Oktober 2011) – Erstmalig in diesem Jahr wurde im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) vom Zentralinstitut für die Kassenärztliche Versorgung in Deutschland (ZI) ein zusammenfassender Jahresbericht zur Qualität der Dialysebehandlungen vorgelegt, der die Einzelberichte der Berichtersteller zusammenfasst.

 

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Bahrs Vorstoß zum Transplantationsgesetz

"Scheininnovation" und "Outsourcing von Eigenverantwortung"

 

Berlin (7. Oktober 2011) - Vergangene Woche stellte Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr seinen Vorschlag für die Novellierung des Transplantationsgesetzes vor. Wesentliche Eckpunkte: Eingeführt werden soll die Entscheidungslösung, der eine umfassende Information der Bürger über die Organspende vorausgehen soll - eine Entscheidungspflicht besteht aber nicht. Die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie kritisiert dieses Konzept als Scheininnovation.

 

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G-BA-Therapiehinweis

Erythropoese-stimulierende Wirkstoffe bei Niereninsuffizienz zurückhaltend verordnen

 

Berlin (22. September 2011) – Bei der Verordnung von Arzneimitteln mit „blutbildenden“ (Erythropoese-stimulierenden) Wirkstoffen (ESAs) zur Behandlung einer symptomatischen Blutarmut bei chronischer Niereninsuffizienz gelten ab heute verbindliche Therapiehinweise. Der entsprechende Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) vom 23. Juni 2011 ist nach der Veröffentlichung im Bundesanzeiger am 22. September 2011 in Kraft getreten.

 

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Wie wirken sich Gefäßverkalkungen auf die Prognose der Patienten aus?

Welche therapeutischen Maßnahmen stehen zur Verfügung – und wann ist der richtige Zeitpunkt für den Therapiebeginn?

 

Prof. Dr. med. Matthias Blumenstein, Klinikum Augustinum München

 

Berlin (11. September 2011) - Der Kalzifikationsgrad der Koronararterien, der mittels CAC-Score erhoben wird, ist nicht nur ein diagnostisches Tool für die Erfassung und Validierung von Gefäßverkalkungen, sondern auch Prädiktor kardiovaskulärer Ereignisse und der Mortalität. Blacher et al. [1] teilten in ihrer prospektiven Studie 110 Hämodialysepatienten je nach Verkalkungsscore in vier Quartilen auf – je niedriger der CAC-Score lag desto höher war die Überlebenswahrscheinlichkeit der Patienten. Eine weitere prospektive Erhebung an 117 Prädialysepatienten [2] ergab, dass bei einem sehr hohen CAC-Score (über 400) über 25% der Patienten ein kardiovaskuläres Ereignis erlitten, fast 40% hospitalisiert werden mussten und 15% der Patienten verstarben. Das illustriert die Aussagekraft und den prognostischen Stellenwert des CAC-Scores im Hinblick auf die Morbidität und Mortalität.

 

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Wie werden Gefäßverkalkungen diagnostiziert?

Ist ein Screening aller CKD-Patienten auf Kalzifizierungen sinnvoll?

Prof. Dr. med. Ralf Schindler, Charité Berlin

Berlin (11. September 2011) - Patienten mit chronischer Nierenerkrankung (CKD) erleiden signifikant häufiger kardiovaskuläre Ereignisse als nierengesunde Patienten. Das Risiko steigt mit dem Grad der Niereninsuffizienz. Treten bei einer GFR (glomerulären Filtrationsrate) von 30-44 ml/min/1,37 m2 etwa zehn kardiovaskuläre Ereignisse pro 100 Personen-Jahre auf, sind es im terminalen Stadium der chronischen Nierenerkrankung, wenn die GFR unter 15 ml/min/1,37 m2 liegt, bereits über 35 Ereignisse [ 1 ].

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Vaskuläre Kalzifizierungen bei Niereninsuffizienz – diagnostische und therapeutische Überlegungen

 

Berlin (11. September 2011) - Patienten mit chronischer Nierenerkrankung (CKD) haben ein dramatisch erhöhtes kardiovaskuläres Risiko. Ursache ist die mit der Urämie einhergehende Gefäßverkalkung. Zusätzlich zur „normalen“ Verkalkung (Atherosklerose), die durch die bekannten Risikofaktoren wie Rauchen, hohe Blutfette, Übergewicht hervorgerufen wird, leiden CKD-Patienten an einer speziellen Form der Gefäßverkalkung, der Mediaverkalkung (Arteriosklerose). Dabei kommt es zur Verhärtung der Gefäßwände – die Gefäße werden starr und können das Herz nicht unterstützen.

 

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Veröffentlichung des Jahresberichts 2010 zur Qualitätssicherung in der ambulanten Dialysebehandlung

Qualitätssicherung wirkt – Dialyse-Patienten profitieren von besserer Versorgung

 

Berlin (18. August 2011) - Dialyse-Patienten profitieren in Deutschland in den letzten Jahren von einer sich ständig verbessernden Versorgungsqualität. Zu diesem Ergebnis kommt der heute vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) von Ärzten und Krankenkassen abgenommene Jahresbericht 2010 zur Qualitätssicherung in der ambulanten Dialysebehandlung. Derzeit werden in Deutschland rund 61.000 Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz in rund 750 ambulanten Dialyseeinrichtungen kontinuierlich mit einem Dialyseverfahren behandelt.

 

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Deutsche Gesellschaft für Nephrologie e.V. (DGfN)

Geplante Änderung des Transplantationsgesetzes ist nicht weitreichend genug

 

Heidelberg (15. Juni 2011) - Das Gesetz zur Änderung des Transplantationsgesetzes (TPG) wird derzeit beraten. Nach einer ersten Anhörung im Bundesgesundheitsministerium finden aktuell die Anhörungen im Gesundheitsausschuss des Bundestags statt. Mit dem Gesetz- und Verordnungsentwurf soll die EU-Richtlinie 2010/53/EU umgesetzt werden. Auch wenn verschiedene Reformpunkte von der DGfN begrüßt werden, greift die Gesetzesnovellierung zu kurz: Um den eklatanten Organmangel zu beheben, erachtet die DGfN die Einführung der Widerspruchslösung für notwendig.

 

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Nationale VersorgungsLeitlinie zu Nierenerkrankungen bei Diabetes veröffentlicht

 

Berlin (9. September 2010) - Die Nationale VersorgungsLeitlinie (NVL) „Nierenerkrankungen bei Diabetes im Erwachsenenalter“ ist jetzt veröffentlicht. Die NVL Nierenerkrankungen bei Diabetes im Erwachsenenalter ist ein Teil des mehrere Module umfassenden NVL-Projekts zum Thema Diabetes. In den einzelnen NVL-Modulen werden praxisrelevante Empfehlungen zu Prävention, Diagnostik und Therapie sowie zur Versorgungskoordination bei Diabetes und dessen Spätkomplikation themenspezifisch aufbereitet. Bislang stehen die NVL-Module Typ-2-Diabetes - Präventions- und Behandlungsstrategien bei Fußkomplikationen und Typ-2-Diabetes - Prävention und Therapie von Netzhautkomplikationen öffentlich zur Verfügung. Das jetzt neu veröffentlichte NVL-Modul Nierenerkrankungen bei Diabetes im Erwachsenenalter gilt für Menschen mit Typ-1- und Typ-2-Diabetes gleichermaßen.

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ERA-EDTA 2010:

FGF-23 - ein neuer Marker in der CKD-Therapie?

 

München (27. Juni 2010) – Seit Jahren sind die Auswirkungen der Hyperphosphatämie bei chronisch nierenkranken Patienten bekannt: Hohe Phosphatwerte beschleunigen die Gefäßverkalkung und korrelieren mit einer höheren Mortalität [1]. Die Phosphatkontrolle gilt daher als ein wichtiger Grundpfeiler der Therapie niereninsuffizienter Patienten. Neue Ergebnisse stellen nun bisherige Grenzwerte und Parameter des Phosphathaushalts in Frage, wie Dr. Myles Wolf (Miami/USA) auf dem ERA-EDTA-Kongress in München ausführte. Innerhalb dieses Paradigmenwechsels gewinnt das Hormon FGF-23 an Bedeutung.

 

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