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23 | 04 | 2018
Nephrologie
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Mehr als „nur“ Nierenwerte: Nierenparameter haben eine hohe prognostische Aussagekraft für den allgemeinen Gesundheitszustand

 

Prof. Dr. Jan Galle, Pressesprecher der DGfN

 

München (25. Juni 2010) - Schaut man sich die Prävalenz der einzelnen Stadien der chronischen Nierenerkrankung genauer an, zeigt sich, dass fast11 % der Bevölkerung von einer Nierenerkrankung betroffen ist, der Anteil der Patienten im CKD-Stadium4 sowie im CKD-Stadium 5, die eine Nierenersatztherapie (Dialyse/Transplantation) bedürfen, hingegen mit 0,2 % / 0,1 % im Vergleich dazu relativ gering ist (Abb. 1).

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Wie funktioniert die Früherkennung von chronischen Nierenerkrankungen (CKD) – und mit welchen Maßnahmen versucht die DGfN der Herausforderung der steigenden CKD-Prävalenz zu begegnen?

 

Prof. Dr. Reinhard Brunkhorst, Präsident der DGfN

 

München (25. Juni 2010) - Die CKD-Früherkennung ist einfach, tut nicht weh und kostet wenig. Für den Patienten ist sie sogar kostenfrei, denn der Urincheck (auf Eiweiß im Urin/Albuminurie) ist im Vorsorgepaket der Kassen enthalten (35+Check up-Untersuchungen). Jeder Hausarzt führt sie durch. Zusätzlich wird die Nierenfunktion (Entgiftungsleistung) genau bestimmt. Sie lässt sich aus einem Blutwert und verschiedenen anderen Parametern (Alter, Geschlecht, Hautfarbe) berechnen. Auch diese Laboruntersuchung wird vom Hausarzt durchgeführt bzw. in Auftrag gegeben. Stellt sich heraus, dass die Nierenfunktion eingeschränkt oder die Eiweißausscheidung erhöht ist, sind weiterführende Untersuchungen beim Nierenspezialisten (Nephrologen) notwendig. Früh erkannte Nierenerkrankungen können in der Regel gut behandelt werden. Oftmals kann eine Nierenersatztherapie lange hinausgezögert oder sogar ganz verhindert werden.

 

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Die steigende Prävalenz von chronischen Nierenerkrankungen wird gesundheitsökonomisch zu einem wachsenden Problem


Prof. Dr. G. London, Präsident der ERA-EDTA

 

München (25. Juni 2010) - The ERA-EDTA (European Renal Association – European Dialysis and Transplant Association) ist eine an Mitgliedern wachsende medizinische Fachgesellschaft, deren Ziel es ist, Fortschritte in den Bereichen klinische Nephrologie, Dialyse- und Transplantationsmedizin und benachbarter Fachgebiete zu forcieren und bekannt zu machen. Im Moment zählt diese nephrologische Fachgesellschaft 4.339 Vollmitglieder und 1.187 assoziierten Mitgliedern (Stand Januar 2010). Deutschland ist mit 437 Mitgliedern besonders gut vertreten, aber auch Polen mit 351, Griechenland mit 314 und UK mit 299 Mitgliedern sind in der Fachgesellschaft stark repräsentiert.

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Genetische Ursachen des Nierenversagens entdeckt

Wissenschaftler wollen Dialyse langfristig überflüssig machen

 

Greifswald (12. April 2010) - Wissenschaftler der Uni Greifswald haben zusammen mit Forschern aus Europa und den USA mehrere Genvarianten identifiziert, welche die Nierenfunktion beeinflussen. Wie das renommierte Wissenschaftsjournal Nature Genetics in seiner aktuellen Ausgabe* berichtet, gelang es dem internationalen Wissenschaftskonsortium, über ein Dutzend Genvarianten ausfindig zu machen, die langfristig die Nierenfunktion beeinflussen.

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Chronische Niereninsuffizienz:

Früherkennung ist Kardioprotektion

Wiesbaden (11. April 2010) – „Die chronische Nierenerkrankung geht nicht nur an die Nieren, sondern schädigt auch das kardiovaskuläre System. Eine frühzeitige Diagnose und Therapie zahlt sich also in doppelter Hinsicht aus“, so PD Dr. med. Jan T. Kielstein (Hannover) auf dem Symposium „Auf Herz und Nieren geprüft“ im Rahmen der 116. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Internistische Medizin (DGIM). Schwerpunkt der Veranstaltung war die Früherkennung der chronischen Nierenerkrankung und deren Bedeutung für die allgemeinmedizinische Versorgung. Das Fazit der Experten: Eine noch engere Verzahnung zwischen Allgemeinmedizinern und Nephrologen ist erforderlich.

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Neue Stadieneinteilung bei chronisch nierenkranken Patienten

KDIGO erreicht Konsens

 

San Diego, USA / Weimar (4. November 2009) – Die Prognose von Patienten mit chronisch Nierenerkrankung (CKD) könnte besser verdeutlicht werden, wenn bei der CKD-Stadieneinteilung neben der GFR auch die Albuminurie Berücksichtigung fände und darüberhinaus die renale Grunderkrankung. Ein Konsens zu entsprechenden Änderungen des aktuellen CKD-Klassifizierungssystems wurde kürzlich im Rahmen einer aktuellen „Controversies Conference“ in London von KDIGO (Kidney Disease: Improving Global Outcomes) erarbeitet und am 1. November in San Diego auf dem Kongress der American Society of Nephrology präsentiert.

 

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Neues aus der Hypertensiologie

 

Prof. Dr. Jörg Plum, Kassel

 

Göttingen (28. September 2009) - Ca. 25-30 Mio. Menschen haben in Deutschland einen hohen Blutdruck, allerdings werden nur schätzungsweise ca. 30 % von ihnen optimal behandelt [1]. Neueste Studien schätzen die Hypertonie-Prävalenz der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland zwischen 25 % und 55 % [2]. Die Prävalenz in der Allgemeinbevölkerung steigt mit dem Alter. Nach Daten des Bundesgesundheitssurveys aus dem Jahr 1998 (BGS98) sind allein 80 % aller über 65-Jährigen hyperton [3].

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Die neuen KDIGO Guidelines zur CKD-MBD („Chronic Kidney Disease – Mineral Bone Disease“)

 

Prof. Dr. Jürgen Floege, Aachen

 

Die KDIGO („Kidney Disease: Improving Global Outcomes“)-Initiative, eine internationale, unabhängige non-Profit-Organisation, wurde im Jahr 2003 mit dem Ziel gegründet, die Therapie und die Lebenserwartung von Patienten mit chronischer Nierenerkrankung durch die Ausarbeitung von wissenschaftlichen Leitlinien zu verbessern.

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Auf der Suche nach dem Jungbrunnen: Klotho / FGF23 – die neuen „Global Player“ in der Nephrologie, aber auch in der „Anti-Aging“- Medizin

 

Prof. Dr. Jan Galle, Lüdenscheid

 

Göttingen (28. September 2009) - Eine chronische Nierenerkrankung (CKD) ist ein sehr potenter „Aging-Beschleuniger“: Die kardiovaskuläre Mortalität eines 35-jährigen Dialysepatienten entspricht derjenigen eines gesunden 80-jährigen [1]. CKD-Patienten leiden typischerweise an schweren Gefäßverkalkungen und haben spezifische Veränderungen in der Zusammensetzung ihres Blutes. So weisen sie erhöhte Phosphat- und FGF23-Blutspiegel, aber verminderte „Klotho“ Spiegel auf [2]. Was sind „Klotho“ und FGF23, und wie können diese Faktoren zur erhöhten kardiovaskulären Mortalität der Nierenkranken beitragen?

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Risikostratifizierung und „maßgeschneiderte“ nephrologische Prävention der Zukunft durch „Proteomics“?

 

Prof. Dr. Gerhard Anton Müller, Göttingen

 

Göttingen (28. September 2009) - Angesichts der gravierenden Folgen, die eine chronische Nierenerkrankung (CKD) in ihrem Verlauf mit sich bringen kann, ist nicht nur eine frühestmögliche Diagnosestellung und Therapieeinleitung das Ziel, sondern besonders auch die Prävention bzw. nicht-invasive Identifikation CKD-gefährdeter Menschen.

Die Ursache der meisten chronischen Nierenerkrankungen ist jedoch meist multifaktoriell bedingt und oft nicht einmal vollständig aufgeklärt. Auch bei ein und derselben CKD-Diagnose kann der Verlauf von Patient zu Patient ganz unterschiedlich sein (z.B. IgA-Nephritis, diabetische Nephropathie). Ähnliche Probleme stellen sich oft bei der Prognoseabschätzung des akuten Nierenversagens hinsichtlich seiner Reversibilität.

Entsprechend unterschiedlich sollten die Therapien sein, ein voraussichtlich schwerer CKD-Verlauf sollte auch aggressiver behandelt werden (bis hin zur „personalized medicine“).

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Die Rolle des Nephrologen in der medizinischen Versorgung

 

Prof. Dr. Reinhard Brunkhorst, Hannover

 

Göttingen (28. September 2009) - Als eine häufige Folgeerkrankung der Volkskrankheiten Diabetes und Bluthochdruck wächst die Zahl der Menschen, die unter einer chronischen Nierenerkrankung leiden kontinuierlich. Pro Jahr sind derzeit in Deutschland etwa 16.000 Menschen [1] neu von einer terminalen Nierenerkrankung betroffen. Im Jahr 1999 lag die Inzidenz noch bei nur ca. 12.000 [2] Neuerkrankungen – die Anzahl neuer Dialysepatienten pro Jahr ist also in den letzen zehn Jahren um 30 % gestiegen. Insgesamt werden in Deutschland nun rund 67.000 Menschen dialysiert, zusätzlich sind etwa 24.000 nierentransplantiert.[3] Ein weiterer Anstieg der Inzidenz und Prävalenz ist absehbar, was die Rolle des Nephrologen in der medizinischen Versorgung maßgeblich verändert – auch unter gesundheitsökonomischen Gesichtspunkten. Insgesamt sind alle Nierenersatzverfahren relativ teure Therapien, in Deutschland werden pro Jahr für die Versorgung von Dialysepatienten und transplantierten Patienten 2,5 - 3 Mrd. € ausgegeben [4].

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