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22 | 01 | 2018
Nephrologie
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Verbrauch von Erythropoese-stimulierenden Faktoren in der Therapie der renalen Anämie - eine „real life“- Analyse der Versorgungssituation in Deutschland

 

Göttingen (27. September 2009) - Erythropoese-stimulierende Faktoren (ESF) sind wichtiger Bestandteil der Therapie der renalen Anämie bei Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz (CNI). Neben Epoetin alfa und beta und Darbepoetin alfa sind Methoxy-Polyethylenglycol-Epoetin beta sowie Epoetin-Biosimilars zugelassen. Die ESF unterscheiden sich hinsichtlich Darreichungsweg, Applikationsfrequenz und Dosierung. Beim Vergleich von Therapiekosten wird vorwiegend Dosisvergleichbarkeit mit dem Bezug auf eine definierte Tagesdosis (DDD) unterstellt, obwohl diese nicht notwendigerweise der therapeutischen Tagesdosis entspricht. Ziel dieser Analyse war es, die tatsächlich eingesetzte Tagesdosis verschiedener ESFs zu bestimmen.

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Erythropoese-stimulierende Faktoren (ESF)

Bestandsaufnahme zur ESF-Therapie 2009

 

Dr. med. Martina Berthold, Weimar

 

Göttingen (27. September 2009) - Eine regelmäßig auftretende Begleiterscheinung der chronischen Nierenerkrankung (CKD), die mit zahlreichen Komplikationen einhergeht, ist die Anämie. Die Anämiekorrektur wird daher seit langem als eine wichtige Säule in der Therapie von CKD-Patienten verstanden. Das zugrunde liegende Konzept war ursprünglich, durch eine Hb-Korrektur die Lebensqualität zu verbessern, und die Zahl der notwendigen Transfusionen möglichst gering zu halten, da jede Transfusion das Risiko einer Sensibilisierung mit Antikörperbildung gegen ein späteres Transplantat birgt. Verschiedene Observationsstudien zeigten dann auch eine inverse Korrelation des Hb-Wertes mit verschiedenen Komorbiditäten (wie z.B. der linksventrikulären Hypertrophie/LVH) [1], der Mortalität [2, 3] sowie der Progression der renalen Grunderkrankung [4]. Dieses erklärte man sich durch die bei Anämie verschlechterte Gewebeoxygenierung und eine kompensatorische Zunahme des Herzzeitvolumens. Aus diesen Erkenntnissen wurde die Hypothese generiert, dass eine Anämiekorrektur zur Reduktion der LVH und kardialen Mortalität sowie zur Progressionshemmung der CKD führen könnte. Auf der Grundlage wurde auch vermutet, dass ein Hb-Wert im (Sub-) normalen Bereich als Therapieziel optimal sein könnte. Verschiedene randomisierte prospektive Studien wurden initiiert, um den Effekt einer vollständigen Anämiekorrektur zu objektivieren.

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Über 2.000 Experten der Nierenheilkunde tagen in Göttingen

 

Göttingen (23. September 2009) - Vom 26. bis zum 30. September 2009 findet in Göttingen der Kongress für Nephrologie statt. Mit über 2.000 Teilnehmern aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz ist es der größte deutschsprachige Kongress auf diesem Fachgebiet. Mehr als 200 wissenschaftliche Vorträge decken das gesamte Spektrum der aktuellen Forschung in der Nierenheilkunde ab. Außer Medizinern aus dem In- und Ausland wird auch Kardinal Karl Lehmann (Mainz) an dem Kongress teilnehmen. Kardinal Lehmann spricht am Montag, 28. September 2009, über ethische Aspekte der Organtransplantation. Diese Veranstaltung ist öffentlich.

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Nur ein einziger Schnitt: Neue Methode bei Nierentumor-OP

 

Zufriedene Gesichter bei Arzt und Patient: PD Dr. Christian Wülfing und Kurt Begemann freuen sich über den erfolgreichen Verlauf der Nierentumor-OP. Photo: UKMMünster (7. September 2009) - Weltpremiere am Universitätsklinikum Münster (UKM): In der Klinik und Poliklinik für Urologie wurde erfolgreich die erste retroperitoneoskopische Single Port-Nierenentfernung bei einem Patienten mit bösartigem (malignem) Nierentumor durchgeführt. Dabei handelt es sich um eine neue Methode der Schlüsselloch-Chirurgie, bei der nur noch ein einziger kleiner Schnitt notwendig ist.

Die Vorteile dieser Methode liegen für den Leitenden Oberarzt der Klinik Privat-Dozent Dr. Christian Wülfing, der die Operation gemeinsam mit seinem Kollegen Privat-Dozent Dr. Edwin Herrmann durchführte, auf der Hand: "Im Vergleich zu herkömmlichen OP-Methoden haben die Patienten weniger Schmerzen, es kommt seltener zu Komplikationen und die Betroffenen erholen sich schneller."

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„Meinen Nieren zuliebe"

Mehr Bewusstsein für die eigene Niere bei den Vattenfall Cyclassics

 

ikidneYouHamburg (16. August 2009) - Am 16. August radelten 31 Patienten, Ärzte, Pfleger und Angehörige als   * -Team die 55 km-Strecke der Jedermann-Tour der „14. Vattenfall-Cyclassics“ in Hamburg und schärften mit ihren leuchtend gelben Trikots das Bewusstsein für Nierenerkrankungen in der Öffentlichkeit. Den Teilnehmern danken wir herzlich und gratulieren zu dieser sportlichen  Leistung (Tabelle mit Zeiten s.u.).

Abgerundet wurde die Aktion durch ein Aktionszelt vor Ort. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, sich über die Themen Nierenerkrankungen und Prävention sowie Organspende zu informieren und nahmen darüber hinaus auch an den kostenlosen Gesundheitstests (Blutdruckmessung, Blutzuckertest, BMI-Bestimmung und Fitnesstest) teil.

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Forschungshighlights vom Weltnierenkongress

 

gfn-logoHeidelberg (29. Mai 2009) - Über 10.000 Nierenexperten kamen zum internationalen Nierenkongress nach Mailand. Die deutsche "ASCEND"-Studie brachte neue Erkenntnisse zur Therapie der diabetischen Nephropathie, "HOT" war darüber hinaus das Ergebnis einer gleichnamigen australischen Beobachtungsstudie, der zufolge CKD-Patienten mit Hypertonie hinsichtlich des Überlebens von einem schlichten Hausmittel, nämlich Aspirin, profitieren könnten.

Mit über 10.000 Teilnehmern ging am vergangenen Dienstag der Weltnephrologiekongress in Mailand zu Ende, der in Kooperation von der europäischen Nierengesellschaft (ERA-EDTA/European Renal Association/European Dialysis and Transplant Association) und der internationalen nephrologischen Fachgesellschaft (ISN/International Society of Nephrology) durchgeführt wurde und als eines der bedeutendsten Foren für innovative nephrologische Forschung gilt.

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Mikroalbuminurietest nun auch im Vorsorgepaket der gesetzlichen Kassen

Früherkennung von nachlassender Nierenfunktion

 

Abb. oben : Streifentest zur Mikroalbuminuriebestimmung.Heidelberg (22. April 2009) - Die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie (DGfN / www.nierengesellschaft.de ) gibt bekannt, dass der Mikroalbuminurie-Test, ein effektiver und sensitiver Test zur Früherkennung von nachlassender Nierenfunktion, nun auch im Vorsorgeangebot der gesetzlichen Kassen enthalten ist und von Hausärzten deutschlandweit bei den kassenärztlichen Vereinigungen abgerechnet werden kann (Ziffer 32135).Damit ist ein Meilenstein in der Vorsorge von Nierenerkrankungen erreicht, für den sich die Fachgesellschaft seit langem eingesetzt hat.

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Weltnierentag 2009

 

Dr. Jochen Selbach (Bad Mergentheim, behandelnder Nephrologe von Rudi Wartha), Udo Lindenberg und Rudi Wartha Photo:Copyright Tine AckeHeidelberg (12. März 2009) - Heute ist Weltnierentag Ziel des Aktionstages ist, den Mitbürgern nahe zubringen, wie wichtig die Nierenfunktion für die Gesundheit ist und wie man Nierenerkrankungen vorbeugen kann.

Der heutige Tag steht unter dem Motto „Blutdruck senken, Nierenfunktion erhalten“. Damit ist eine wichtige Präventionsmaßnahme prägnant zusammengefasst, denn Nierengesundheit und Bluthochdruck bedingen sich gegenseitig:

Einerseits kann eine Nierenerkrankung die Ursache für Bluthochdruck sein, andererseits ist Bluthochdruck der bedeutsamste Faktor, der ein chronisches Nierenversagen vorantreibt. Menschen mit Bluthochdruck sollten regelmäßig ihre Nierenfunktion überprüfen lassen, damit ein Nierenfunktionsverlust rechtzeitig erkannt und behandelt werden kann.

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Weltnierentag 2009

Charity-Auktion eines Gemäldes – Udo Lindenberg macht sich stark für das Thema „Niere“

 

Gemälde von Udo Lindenberg: Hinterm HorizontHamburg (4. März 2009) - Udo Lindenberg hat der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) ein Bild geschenkt, das nun zum Weltnierentag auf Ebay für einen guten Zweck versteigert wird. Startschuss der Versteigerung ist am 5. März, und die Auktion endet am Weltnierentag, am 12. März, um 12 Uhr.

Das Interesse Udo Lindenbergs an der Nierengesellschaft ist sehr persönlicher Natur: Sein Double, Freund und Tourbegleiter Rudi Wartha ist nierenkrank und seit einigen Jahren Dialysepatient. Rudi Warthas Fall ist nahezu "klassisch": Er hat das Nierenleiden erst bemerkt, als es zu spät, die Dialysepflichtigkeit nicht mehr lange hinauszuzögern war. Das ist häufig der Fall, denn chronische Nierenerkrankungen verlaufen eine lange Zeit relativ symptomfrei – und die für die Patienten kostenfreien Früherkennungsmaßnahmen haben sich noch nicht etabliert. Das ist umso tragischer, da bei einer früherkannten Nierenerkrankung das Fortschreiten verhindert oder zumindest verlangsamt werden kann, sich die Früherkennung von Nierenerkrankungen also wirklich „lohnt“.

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Erstmals in Deutschland:

Blutgruppenungleiche Nierentransplantation bei laparoskopischer Entnahme des Spenderorgans

 

Abb.: Aufnahme während der OP. Photo: Universitätsklinikum / Daniel Gandyra.Halle/Wittenberg (26. Januar 2009) - Erstmals in Deutschland wurde eine blutgruppenungleiche Nierentransplantation bei laparoskopischer Entnahme des Spenderorgans vom Nierentransplantationszentrum des Universitätsklinikums Halle (Saale) durchgeführt. Damit konnten zwei Bahn brechende Techniken wie die blutgruppenungleiche Transplantation und die laparoskopische Organentnahme verbunden werden.

Erstmals in Deutschland wurde eine blutgruppenungleiche Nierentransplantation bei laparoskopischer Entnahme des Spenderorgans im Nierentransplantationszentrum des Universitätsklinikums Halle (Saale) vorgenommen. Blutgruppenungleiche Transplantationen werden seit 2005 von wenigen Zentren in Deutschland durchgeführt. Halle ist der Vorreiter im mitteldeutschen Raum. Die Operation mit der laparoskopischen Organentnahme wurde am 10. Dezember 2008 vorgenommen. Empfänger und Spender konnten nunmehr in die ambulante Betreuung entlassen werden. "Die Spenderniere arbeitet sehr gut", zeigte sich Professor Dr. Paolo Fornara, Direktor der Universitätsklinik und Poliklinik für Urologie und Leiter des Nierentransplantationszentrums, zufrieden. Der Urologie-Professor betonte, dass das positive Transplantationsergebnis durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit dem neuen Direktor der Universitätsklinik und Poliklinik für Innere Medizin II (Nierenheilkunde), Professor Dr. Matthias Girndt, und dessen Mitarbeitern möglich geworden ist. "Ohne die immunologische Vorbereitung des Patienten in der Klinik von Professor Girndt hätten wir keinen Behandlungserfolg gehabt."

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Novo Nordisk fördert pädiatrische Nephrologie

Johannes-Brodehl-Preis für 2009 ausgeschrieben

 

Mainz (5. Januar 2009) -  In diesem Jahr verleiht die Gesellschaft für pädiatrische Nephrologie (GPN) zum wiederholten Male den von der Firma Novo Nordisk gestifteten Johannes-Brodehl-Preis. Der Preis dient der Anerkennung von Kindernephrologen, die auf dem Gebiet der pädiatrischen Nephrologie klinisch-wissenschaftlich arbeiten. Bewerbungen können für den mit 8.000 € dotierten Preis bis zum 31. Juli beim Vorstand der GPN eingereicht werden.

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