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23 | 01 | 2018
Neurologie
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Abb.: Psychogene Störungen haben objektiv messbare neurophysiologische Korrelate. Quelle: UniMagdeburgDurchbruch beim Verständnis funktioneller Erkrankungen

 

Magdeburg (28. März 2011) - Funktionelle Erkrankungen sind Erkrankungen mit körperlichen Symptomen, für die sich keine hinreichende medizinische Ursache findet. In unserer Gesellschaft sind diese rätselhaften Krankheitsbilder weit verbreitet. Dennoch sind sie wissenschaftlich ungenügend verstanden und diagnostisch schwer greifbar – sie werden daher häufig nicht erkannt. Ärzten der Kliniken Schmieder ist gemeinsam mit Wissenschaftlern der Universitäten Magdeburg und Konstanz ein wichtiger Durchbruch beim Verständnis funktioneller Erkrankungen gelungen. Erstmalig konnten neurale Funktionsmechanismen nachgewiesen werden, die einer typischen pseudoneurologischen Störung zugrunde liegen.

 

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Antidepressivum verbessert die Rehabilitation nach Schlaganfall

 

Kommentierte Studie

 

Berlin (8. März 2011) - Das Antidepressivum Fluoxetin kann die Erholung von Schlaganfall-Patienten verbessern. Die Patienten werden beweglicher und damit auch eigenständiger. „Sollten sich diese Befunde in weiteren Untersuchungen erhärten, könnte diese Art der Behandlung eine neue Strategie darstellen, um die Folgen eines Schlaganfalls zu begrenzen“, kommentiert Professor Dr. med. Martin Grond von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie. „Das wäre äußerst bemerkenswert, denn bisher ist das therapeutische Fenster für den Einsatz von Medikamenten auf wenige Stunden nach dem Insult begrenzt“, fügt der Chefarzt vom Kreisklinikum Siegen hinzu.

 

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DSG: Nach Schlaganfall sofort mit Physiotherapie beginnen

 

Berlin (16. Februar 2011) – Strenge Bettruhe kann nach einem Schlaganfall mehr schaden als nutzen. Muskeln werden abgebaut, der Kreislauf geschwächt. Je früher Ärzte und Pfleger mit der Mobilisierung der Patienten beginnen, desto eher erlangen diese auch ihre Gehfähigkeit zurück. Darauf weist die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) anlässlich einer australischen Studie hin, die kürzlich in der Fachzeitschrift „Stroke“ erschienen ist. Diese konnte den Erfolg der frühen Mobilisierung erstmals wissenschaftlich belegen. Demnach sollen Betroffene bereits in den ersten 24 Stunden nach dem Schlaganfall das Bett erstmals verlassen und sei es nur für einen kurzen Moment.

 

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Schlaganfallvorbeugung bei Patienten mit Vorhofflimmern

Acetylsalicylsäure spielt in Zukunft keine Rolle mehr

 

Berlin (10. Februar 2011) - Weit mehr als die Hälfte der Patienten in Deutschland mit Vorhofflimmern nehmen Acetylsalicylsäure zur Vorbeugung eines Schlaganfalls. Das wird sich bald deutlich ändern: In der großen AVERROES-Studie mit rund 5.600 Patienten erwies sich der neue Blutgerinnungshemmer Apixaban im Vergleich zur etablierten Acetylsalicylsäure (Aspirin®) als deutlich überlegen. Mit Apixaban behandelte Patienten haben demnach ein um 55 Prozent vermindertes Risiko einen Schlaganfall zu erleiden. „Dieses Ergebnis ist ein Durchbruch in der modernen Schlaganfallprävention und wird die Weichen in der Behandlung völlig neu stellen“, so Prof. Dr. med. Hans-Christoph Diener von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie, Direktor der Neurologischen Universitätsklinik Essen und Leiter des Adjudizierungskomitees der Studie. Die AVERROES-Studie hat Prof. Diener heute auf einer Pressekonferenz der American Heart Association in Los Angeles vorgestellt. Zeitgleich wird sie im renommierten New England Journal of Medicine veröffentlicht.

 

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Kommentierte Studie

Neue Studien, neue Diskussionen, aber keine neuen Regeln: Cholesterinsenker schützen Risikopatienten

 

Berlin (3. Februar 2011) - Zwei jüngst publizierte große Metaanalysen haben die Diskussion um den Nutzen der Statine neu entfacht. Die alte Regel bleibt aber bestehen: Bei sachgemäßer Anwendung gehören die Cholesterinsenker zum Standardrepertoire in der Behandlung von Patienten mit einem erhöhten Risiko für Herzinfarkte, ischämischen Schlaganfall und anderen kardiovaskulären Ereignissen. Dies betonen Prof. Dr. med. Hans-Christoph Diener von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) und Prof. Dr. med. Joachim Röther, Präsident der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG). Es mache aber einen gewaltigen Unterschied, ob fachkundige Neurologen oder Kardiologen Statine an Patienten verschreiben, um ein wahrscheinliches und lebensbedrohliches vaskuläres Ereignis abzuwenden, oder ob man diese hochpotenten Wirkstoffe für gesunde Menschen frei verfügbar macht, wie dies beispielsweise in Großbritannien geschehen ist. Nach einer Studie durch die Cochrane Collaboration steht derzeit vor allem die Einnahme der Statine durch gesunde Menschen und ohne Rücksprache mit dem Arzt in der Kritik.

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Prävention nach Herzinfarkt oder Schlaganfall:

Weder Omega-3-Fettsäuren noch B-Vitamine schützen

 

Berlin (17. Januar 2011) - Die Ergänzung der Nahrung mit verschiedenen Formen von Vitamin B oder mit Omega-3-Fettsäuren hat offenbar keine Schutzwirkung für Patienten, die einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall erlitten haben. In einer randomisierten Studie französischer Wissenschaftler ergab sich unter 2501 Teilnehmern in vier Gruppen kein Unterschied in der Häufigkeit schwerwiegender kardiovaskulärer Ereignisse.

 

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Frühwarnsystem für ungeprüfte Therapien angemahnt

 

Berlin (16. November 2010) - Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) und die Deutsche Parkinson-Gesellschaft (DPG) halten nach einem Todesfall und weiteren schweren Zwischenfällen nach Stammzell-Transplantationen beim XCell-Center in Düsseldorf ein Frühwarnsystem für gefährliche Therapien für dringend angebracht.

 

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Heart_Head_Path. Photo: Johnson&JohnsonROCKET-AF-Studie zur Schlaganfallprophylaxe bei Patienten mit Vorhofflimmern

Einmal-täglich einzunehmendes Rivaroxaban von Bayer zeigt gegenüber Warfarin signifikante Reduktion des Schlaganfallrisikos – bei vergleichbarer Sicherheit

 

  • Rivaroxaban gegenüber Warfarin wirksamer bei der Verringerung des Risikos für Schlaganfälle jeglicher Art sowie bei systemischen Embolien außerhalb des ZNS

  • Blutungsprofil von Rivaroxaban mit Warfarin vergleichbar

  • Intrakranielle Blutungen unter Rivaroxaban signifikant seltener

  • ROCKET-AF ist die siebte Phase-III-Studie, in der Rivaroxaban gegenüber Standardtherapien größeren Nutzen demonstriert

 

Chicago, USA (15. November 2010) – In der zulassungsrelevanten, doppelblinden Phase-III-Studie ROCKET AF hat Rivaroxaban im Vergleich zu Warfarin eine überlegene Wirksam­keit in der Verringerung des Risikos für Schlaganfälle jeglicher Art sowie für systemische Embolien außerhalb des ZNS bei Patienten mit Vorhofflimmern gezeigt. Die Blutungs­raten waren dabei vergleichbar – darunter auch Blutungen, die für Ärzte und Patienten von besonderer Bedeutung sind, wie intrakranielle Blutungen, Organblutungen und töd­liche Blutungen, die in der Rivaroxaban-Gruppe jeweils seltener auftraten. Die Ergebnisse der ROCKET-AF-Studie wurden heute in einer „Late Breaker Session“ auf dem Jahres­kongress der American Heart Association in Chicago (USA) vorgestellt.

 

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„Initiative: München gegen den Schlaganfall“

Breit angelegte Aufklärungsaktion will die Bevölkerung in München für richtige Reaktion im Notfall fit machen

 

München (20. Oktober 2010) - In Deutschland erleiden jedes Jahr etwa 230.000 Menschen einen Schlaganfall. Um das Wissen über die Symptome des Schlaganfalls und die richtige Reaktion im Notfall zu verbessern, hat sich in der Region jetzt ein starkes Aktionsbündnis zusammen geschlossen: Unter der Schirmherrschaft des Münchner Oberbürgermeisters Christian Ude starten die Vertreter der vier  Münchner Stroke Units, die Deutsche Stiftung Neurologie (DSN), die AOK Bayern sowie das forschende Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim im Oktober 2010 eine sechsmonatige Kampagne unter dem Motto „Schlaganfall – ein Notfall“.

 

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BioMarin-Symposium DGN-Neurowoche 2010 Mannheim

Lambert-Eaton Myasthenisches Syndrom richtig diagnostizieren und leitliniengerecht therapieren

 

Mannheim (23. September 2010) – Voraussetzung einer optimalen Behandlung der seltenen neuromuskulären Transmissionsstörung Lambert-Eaton myasthenisches Syndrom (LEMS) ist eine rasche und exakte differenzialdiagnostische Beurteilung der Befunde sowie eine leitliniengerechte Therapie, erklärten Experten anlässlich des BioMarin Symposiums während der DGN-Neurowoche am 23. September. Den Patienten steht hierzu seit April 2010 das erste und bislang einzige zugelassene spezifische LEMS-Medikament für die symptomatische Behandlung von Erwachsenen mit LEMS zur Verfügung: Amifam­pridinphosphat (FirdapseTM), ein einheitlich dosierbares 3,4-Diaminopyridin (3,4-DAP)-Fertigpräparat. Die Leitlinien der European Federation of Neurological Societies (EFNS) empfehlen 3,4-DAP als Erstlinientherapeutikum zur Behandlung der Symptome bei LEMS. Bis zur Zulassung von FirdapseTM stand 3,4-DAP nur in Form von Individualrezepturen zur Verfügung. Deren 3,4-DAP-Gehalt unterliegt jedoch zum Teil erheblichen Schwankungen mit den damit für die Patienten verbundenen und gegebenenfalls erheblichen Risiken einer Unter- bzw. Überdosierung (Green 2010).

 

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Plädoyer für ein Umdenken in der Medizin

Weg von der Bürokratie und von der Fließbandmedizin

 

Prof. Dr. Heinz Reichmann, 1. Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Neurologie

 

Mannheim (21. September 2010) - In deutschen Zeitungen liest man immer häufiger von einem zunehmenden Ärztemangel. Nicht nur in Sachsen, wo ich arbeite, ist dieses Thema relevant, zunehmend auch in Ballungsräumen wie München, Berlin oder Düsseldorf. Andererseits wissen wir, dass auf jeden Studienbewerber, den wir für das Studium der Humanmedizin in Dresden zulassen, mehr als zehn Bewerber kommen, die bei uns keinen Studienplatz erhalten. Das führt dazu, dass sich manche Studenten einklagen und zusätzlich zu der vorgesehenen Zahl bei uns ausgebildet werden müssen.

 

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Aktiv gegen den Personalmangel in der Neurologie:

Nachwuchs finden – Nachwuchs binden

 

Mannheim (21. September 2010) Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie macht mobil und rekrutiert aktiv neuen Nachwuchs – unter dem Dach der Kampagne „Deutschland behält die Nerven – Zukunft braucht Neurologen“ und mit ihrer Nachwuchsorganisation „Junge Neurologen“. Damit soll dem Personalmangel in neurologischen Kliniken begegnet werden, der sich in den kommenden Jahren deutlich zu verschärfen droht.

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Neue Studie: Versorgung von Alzheimer-Patienten in Deutschland mangelhaft

 

Mannheim (19. September 2010) - Eine neue Studie gibt der Betreuung von Alzheimer-Patienten in Deutschland mangelhafte Noten: Nur etwa zehn Prozent von ihnen werden mit modernen Untersuchungsverfahren (z.B. neuropsychologische Tests, Bildgebung) untersucht, weniger als die Hälfte erhält die zur Verfügung stehenden Medikamente. Die Behandlungskosten sind dennoch hoch: Sie beliefen sich pro Patient und Jahr auf rund 18.500 Euro, davon wurden etwa 8800 Euro durch die Inanspruchnahme von Pflegeleistungen verursacht. Insgesamt wurden rund 400 Alzheimer-Patienten untersucht, teilte heute die Deutsche Gesellschaft für Neurologie mit. In Deutschland sind rund eine halbe Million Menschen von der Erkrankung betroffen.

 

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Neurowoche 2010: größter Kongress für Neuromedizin in EuropaNeurowoche 2010: größter Kongress für Neuromedizin in Europa

Gesundheit des Gehirns steht in Mannheim fünf Tage lang im Fokus

Mannheim (3. September 2010) Vom 21. bis 25. September treffen sich in Mannheim mehr als 6.000 Mediziner aus dem deutschsprachigen Raum zur Neurowoche 2010. Noch nie zuvor haben sich in Europa so viele Spezialisten für Gehirn und Nerven an einem Ort über Diagnose, Therapie und Forschung ausgetauscht. Weltweit ist die Neurowoche Mannheim der zweitgrößte klinisch-neurowissenschaftliche Kongress. Fünf Fachdisziplinen (Neurologen und Kinderneurologen, Neurochirurgen, Neuroradiologen und Neuropathologen) sind auf der Neurowoche versammelt. Ihr Themenspektrum reicht von Alzheimer bis Schlaganfall, von Epilepsien bis Multiple Sklerose, von Demenz bis Gehirntumoren oder von Prionenforschung bis zum Einsatz von "Botox" in der Neurologie.

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DSG: Klinikbehandlung beim Schlaganfall - kürzerer Aufenthalt, bessere Ergebnisse

 

Berlin (17. März 2010) - Schlaganfall-Patienten können heute nicht nur früher die Klinik verlassen als noch vor einigen Jahren. Auch der Gesundheitszustand der Patienten bei der Entlassung oder Verlegung in eine Rehabilitationsklinik hat sich verbessert. Darauf weist die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) anlässlich einer aktuellen Studie hin. Befürchtungen, dass durch die Vergütung über Fallpauschalen Patienten in schlechterem Zustand entlassen werden, haben sich damit nicht bestätigt. Die höhere Behandlungsqualität führt die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft auf die zunehmende Etablierung von speziellen Schlaganfallstationen, den Stroke Units, zurück.

 

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Lauschangriff auf die Erinnerung

Nächster Schritt beim maschinellen Gedankenlesen

 

Hannover/telepolis (12. März 2010) - Zwar wissen wir inzwischen sehr genau, wie eine Nervenzelle aussieht und wie viele davon jeden Winkel des Gehirns bei Mensch oder Maus bevölkern, doch die exakte Funktionsweise des Gedächtnisses ist nach wie vor ein Rätsel. Einig ist man sich immerhin darin, dass sich Erinnerungen nicht auf einzelne Neuronen beschränken. Vielmehr handelt es sich um spezifische, aber gleichzeitig auch individuelle Muster, in denen Zellgemeinschaften der Großhirnrinde Aktivität zeigen.

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