News

Erwerbsbiographien

Früher Arbeitsplatzverlust beeinträchtigt Gesundheit langfristig

Bamberg (14. Februar 2019) - Zahlreiche Studien legen nahe, dass Arbeitsplatzverluste und Arbeitslosigkeit zu einer schlechteren Gesundheit führen. Soziologen der Universität Bamberg greifen diese Forschung nun auf und fragen: Hat der Verlust des Arbeitsplatzes auch dann noch Auswirkungen auf die Gesundheit, wenn er schon Jahrzehnte zurückliegt und gegebenenfalls anschließend weitere Anstellungen folgten? Jonas Voßemer und Prof. Dr. Michael Gebel vom Lehrstuhl für Soziologie, insbesondere Methoden der empirischen Sozialforschung, an der Universität Bamberg zeigen in einer aktuellen Studie: Der unfreiwillige Verlust des Arbeitsplatzes in einer frühen Phase des Berufslebens beeinträchtigt die Gesundheit langfristig. Mehr als 30 Jahre später lassen sich noch Auswirkungen auf die Gesundheit ausmachen, die auf diesen Bruch in der Biographie zurückzuführen sind.

Erste prospektive Studie zur Risikobewertung

Mit Tattoos in den Scanner?

Leipzig (30. Januar 2019) - Tätowierungen liegen im Trend, etwa jeder Achte in Deutschland hat sich bereits ein Tattoo stechen lassen. Eine aktuelle repräsentative Befragung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) zeigt: Für viele Menschen gelten Tätowierungen als gesundheitlich unbedenklich, von den bereits tätowierten Personen denken das fast 90 Prozent. Wenn Menschen mit Tattoos im Magnetresonanztomographen (MRT) untersucht werden sollen, tritt häufig die Frage auf, wie riskant das für sie wirklich ist. Die erste prospektive Studie mit statistisch belegbaren Zahlen dazu hat nun eine Forscherteam um Nikolaus Weiskopf im renommierten New England Journal of Medicine vorgelegt.

Radiologie MünchenKrebsdiagnostik mit PET/CT:

Radiologie München eröffnet neuen Standort in Großhadern

  • Eines der wenigen Zentren, die dieses nuklearmedizinische Verfahren anbieten
  • Verkürzung der Wartezeiten für Krebspatienten im Großraum München
  • Hightechausstattung mit weiteren Hochleistungsgeräten für modernste Bildgebung

München (24. Januar 2019) - Großzügige Praxisflächen, angenehmes Ambiente und Ausstattung mit Hochleistungsgeräten der neuesten Generation – die Radiologie München hat am Max-Lebsche-Platz im Stadtteil Großhadern jetzt ihren achten Standort eröffnet und ermöglicht damit vor allem Krebspatienten Zugang zu hochmodernen Diagnoseverfahren. Im Mittelpunkt des neuen Zentrums steht das PET/CT, das bayernweit nur in wenigen ambulanten Zentren zum Einsatz kommt und im Gegensatz zu herkömmlichen Verfahren bösartige Gewebeveränderungen im Rahmen der Krebsdiagnostik bereits in frühen Stadien sichtbar macht. Prof. Dr. med. Thorsten Johnson, Facharzt für Radiologie und Standortleiter: „Im ambulanten Bereich gibt es bislang kaum PET/CTs. Sie vereinen die Funktion zweier Großgeräte – eines PET und eines CT – und benötigen deshalb auch eine entsprechende Expertise, Fachärzte beider Disziplinen, Nuklearmedizin und Radiologie, und natürlich geschultes Assistenzpersonal. Insgesamt ist dies extrem aufwendig und investitionsintensiv, jedoch auch von entscheidender Bedeutung für die Krebsdiagnostik, da die Erkennung von Tumoren und Metastasen über Stoffwechselveränderungen präziser und früher erfolgt als über klassische, rein morphologische Bildgebung. Für Patienten und die behandelnden Kollegen bedeutet der neue Standort eine deutlich verbesserte Verfügbarkeit dieses Verfahrens, das für viele Krebserkrankungen eine Schlüsselrolle spielt, und damit verkürzte Wartezeiten.“

Bürger fragen – Wissenschaftler antworten

Das IQWiG legt vier neue Themen für HTA-Berichte fest

Köln (23. Januar 2019) - Depressionen bei Kindern, mHealth-Lösungen bei Multipler Sklerose, Elephantiasis und Schmerzen bei Endometriose – Fragen zu diesen vier medizinischen Themen hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) in diesem Jahr aus den Vorschlägen von Bürgerinnen und Bürgern für die wissenschaftliche Bewertung in Form von HTA-Berichten ausgewählt. Externe Sachverständige werden nun den Fragen der Bürgerinnen und Bürger nachgehen und dann jeweils eine wissenschaftliche Bewertung von medizinischen Verfahren und Technologien (engl. Health Technology Assessment = HTA) erstellen. Diese Bewertung wird dann als sogenannter HTA-Bericht beim ThemenCheck Medizin des IQWiG veröffentlicht.

DIMDI veröffentlicht alle drei Bände

ICD-10-WHO Version 2019

Köln (21. Januar 2019) - Das DIMDI veröffentlicht die ICD-10-WHO Version 2019, die deutsche Übersetzung der englischen Originalfassung der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Die Klassifikation dient in Deutschland unter anderem der Verschlüsselung von Todesursachen für die Todesursachenstatistik.

SymPartner von SIBISForscher der Uni Siegen haben einen Roboter designt, der SeniorInnen dabei unterstützen soll, länger selbstständig in der eigenen Wohnung zu leben

Ein Roboter als Mitbewohner

Siegen (16. Januar 2019) - Wenn Frieda nach dem Einkaufen nach Hause kommt, wartet in der Wohnung der 75-Jährigen ein Roboter auf sie. Sympartner heißt er, ist 1,50 m groß, begrüßt die Seniorin und fragt, ob er ihre Wohnungsschlüssel aufbewahren soll. Der untere Teil des Roboters besteht aus Holz, darauf können SeniorInnen zum Beispiel ein Buch oder Magazin ablegen. Vorn ist ein Tablet eingebaut, das SeniorInnen im Sitzen bedienen können. Das Besondere an Sympartner ist seine soziale Funktion. Er soll dafür sorgen, dass SeniorInnen sich nicht einsam fühlen, wenn sie im Alter alleine wohnen, und dabei unterstützen, dass sie länger selbstständig im eigenen Haus leben können. Beides sind Wünsche, die ältere Menschen immer wieder äußern. In einem Kooperationsprojekt, unter anderem mit der TU Ilmenau, haben Forscher der Uni Siegen den Roboter entwickelt. Die Siegener Wissenschaftler waren für das Design des Roboters zuständig. Sie haben entschieden, wie er aussehen soll, welche Emotionen er wie zeigt und wie die SeniorInnen ihn bedienen können.

DRK Geschichte Korea BusanDeutsches Rotes Kreuz

Erinnerung an ersten Einsatz in Südkorea vor 60 Jahren

Berlin (14. Januar 2019) - Rund 60 Jahre nach dem Ende des ersten Auslandseinsatzes des Deutschen Roten Kreuzes nach dem Zweiten Weltkrieg erscheint eine Sonderpublikation zum DRK-Krankenhaus in der südkoreanischen Hafenstadt Busan. „Dieser Einsatz war die erste Auslandsmission des DRK nach Kriegsende und markiert einen wichtigen Meilenstein in der internationalen humanitären Hilfe des DRK“, sagte DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. Im Mai 1954 entsandte das Deutsche Rote Kreuz im Auftrag der Bundesregierung ein Krankenhaus in das vom Krieg verwüstete Südkorea.

Unstatistik des Monats

„Sie sind wahrscheinlich HIV-Positiv“

Essen (8. Januar 2019) - Seit Oktober dürfen in Deutschland HIV-Schnelltests frei verkauft werden, die man in Apotheken, Drogerien oder über das Internet bestellen und anonym selbst durchführen kann. Zum verantwortungsvollen Umgang mit ihnen gehört, verständlich zu erklären, was ein positives Testergebnis wirklich bedeutet. Denn bei einem positiven Testergebnis liegt die Wahrscheinlichkeit, dass man infiziert ist, nur bei etwa 8 Prozent.

Sorge um Datensicherheit

Bürger fürchten die Nebenwirkungen der digitalen Medizin

Düsseldorf (4. Januar 2019) - Der frühere US-Vizepräsident Dick Cheney ließ aus Angst vor einem Hackerangriff die Fernsteuerungsfunktion seines Herzschrittmachers ausschalten. Ebenso wie Cheney fürchten auch deutsche Bürger die Risiken und Nebenwirkungen der modernen Medizin: Drei von zehn Patienten haben Angst vor dem Ausfall der Computersysteme bei einem Krankenhausaufenthalt. Die Versicherten befürchten, dass gerade kleinere kommunale Krankenhäuser in ländlichen Gegenden schlecht auf einen Angriff aus dem Netz vorbereitet sind, wie 51 Prozent bestätigen. Nachholbedarf in puncto Datensicherheit sehen die Bürger auch bei konfessionellen Krankenhäusern (46 Prozent) und Hausarztpraxen (45 Prozent). Das sind zentrale Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC unter 1.000 Bundesbürgern.

IQWiG-Herbst-Symposium 2018

Saure Früchte vom Baum der Erkenntnis?
Wie wir Evidenz kommunizieren

Köln (27. Dezember 2018) - Patientinnen, Ärzte, Medienvertreter und Politikerinnen: Die Kommunikation gesundheitsbezogener Evidenz hat mehrere Zielgruppen, die sich in ihrem Vorwissen, ihren Absichten und ihrem Informationsbedarf stark unterscheiden. Es gibt aber Gemeinsamkeiten, etwa in der Kommunikationspsychologie und -soziologie: Die kommunizierte Evidenz stößt oft auf innere Widerstände wegen Informationsüberflutung, liebgewonnene Vorurteile und konkurrierende Einflüsse – von Marketing-Frames bis zu echten Fake News.

DRK-Erste-Hilfe-Tipps zum Jahreswechsel

Was tun, wenn der Silvesterböller ins Auge geht?

Berlin (27. Dezember 2018) - Mehr als 137 Millionen Euro geben die Deutschen für Silvesterböller aus. Es wird ausgelassen gefeiert - mitunter jedoch mit schwerwiegenden Folgen wie Handverletzungen, abgerissenen Fingern, Verletzungen am Auge oder Schädelverletzungen. Allein in der Berliner Charité mussten nach der Silvesternacht 2017/18 mehr als 40 Augenverletzungen behandelt werden - doppelt so viel wie in den Vorjahren. „Leider sorgt fahrlässiger Umgang mit Böllern Jahr für Jahr aufs Neue für schwere Verletzungen“, warnt DRK-Bundesarzt Prof. Peter Sefrin. Er gibt folgende Erste-Hilfe-Tipps für den Fall, dass es doch zu Verletzungen kommt:

Erholungsforschung

Aktuelle Studie zu Erholung und Wohlbefinden in der Weihnachtszeit

Berlin (17. Dezember 2018) - Die gute Nachricht kurz vor Weihnachten kommt in diesem Jahr aus der Erholungsforschung: Allem Stress zum Trotz steigt die positive Stimmung derjenigen, die sich auf Weihnachten freuen, schon in der Adventszeit kontinuierlich an. Das zeigt eine aktuelle Studie, die in der Fachzeitschrift „Work & Stress“ veröffentlicht wurde. Der Studie zufolge lohnt es außerdem, in den Weihnachtsferien bewusst von der Arbeit abzuschalten. Wer sich gut erholt und es dann auch noch schafft, die Entspannung in die Wochenenden des neuen Jahres zu übertragen, profitiert auch länger von der Erholung. Arbeitgeber können die Erholungserfahrungen ihrer Angestellten zudem gezielt beeinflussen.

PTC Therapeutics LogoSeltene Erkrankungen

Früherkennung der Duchenne-Muskeldystrophie verbessert Prognose

München (17. Dezember 2018) – Die Duchenne-Muskeldystrophie (DMD), eine seltene und tödlich verlaufende Erkrankung, führt bereits ab der frühen Kindheit zu einem fortschreitenden Muskelabbau, zunächst der Bewegungs- und später der Atem- und Herzmuskulatur. Die meist männlichen Patienten versterben vorzeitig, oft schon im dritten Lebensjahrzehnt, an Lungen- oder Herzkomplikationen.1,2 Neben der Behandlung kommt der Diagnostik der DMD besondere Bedeutung zu, denn gerade die frühzeitige Diagnose der DMD kann die Prognose der Betroffenen erheblich verbessern3. Dabei ist es wichtig, die ersten muskelspezifischen sowie auch die unspezifischen frühen Zeichen (motorische, kognitive und sprachliche Entwicklungsverzögerungen) einer DMD rechtzeitig zu erkennen, um früh gezielte Maßnahmen einleiten zu können, so das Resümee eines vom Biopharmaunternehmen PTC Therapeutics organisierten Expertentreffens.

Krankenkassen erreichen so viele Menschen mit Gesundheitsförderung wie noch nie

Präventionsbericht 2018

Berlin/Essen (14. Dezember 2018) - Die gesetzlichen Krankenkassen haben im vergangenen Jahr 8,1 Millionen Menschen mit präventiven und gesundheitsförderlichen Maßnahmen erreicht. Das sind so viele wie nie zuvor, heißt es im aktuellen Präventionsbericht des GKV-Spitzenverbandes und des Medizinischen Dienstes des GKV-Spitzenverbandes (MDS). Mit insgesamt 520 Millionen Euro unterstützten die Krankenkassen Projekte in Lebenswelten, Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung sowie individuelle Präventionskurse. Das entspricht 7,18 Euro je Versichertem. Die Krankenkassen schöpften damit den gesetzlich vorgesehenen Gesamtbetrag aus. „Die hohen Ausgaben für Prävention und Gesundheitsförderung zeigen, dass die gesetzlichen Krankenkassen konsequent Prävention und Gesundheitsförderung ausbauen. Prävention kann aber nur gelingen, wenn verschiedene Maßnahmen und Handlungen ineinandergreifen. Deshalb wird es künftig auf eine noch intensivere Vernetzung aller verantwortlichen Partner ankommen“, sagt Gernot Kiefer, Mitglied im Vorstand des GKV-Spitzenverbandes.

Die Babyboomer – eine aktive Generation: erwerbstätig, engagiert, pflegend

Berlin (11. Dezember 2018) – Die Babyboomer – die geburtenstarken Jahrgänge zwischen 1955 und 1964 – wuchsen in einer Zeit gesellschaftlicher Umbrüche auf. Wie hat sich dies auf das Erwerbsverhalten, das ehrenamtliche Engagement und die Fürsorgetätigkeiten und die materielle Lage dieser Generation(en) ausgewirkt? Ulrike Ehrlich und Claudia Vogel vom Deutschen Zentrum für Altersfragen stellten fest: die Babyboomer sind in höheren Anteilen erwerbstätig, häufiger engagiert als die Jahrgänge der Nachkriegszeit und übernehmen genauso häufig Pflegeaufgaben. Ihre materielle Lage unterscheidet sich jedoch kaum von der Vorgängergeneration und noch immer übernehmen Frauen häufiger unbezahlte Pflegeaufgaben.

Miete oder Medikament

Nicht zu verhungern reicht nicht

Berlin (11. Dezember 2018) - Können sich die Menschen in Deutschland eine medizinische Versorgung leisten oder geraten sie im Krankheitsfalle in finanzielle Nöte? Dieser Frage gingen die TU-Professoren Dr. Martin Siegel und Dr. Reinhard Busse nach und kamen zu einem für das deutsche Gesundheitssystem positiven Befund. Im Vergleich mit den meisten anderen europäischen Ländern steht Deutschland gut da: Der Zugang zur Gesundheitsversorgung ist für gesetzlich Krankenversicherte weitgehend vom Einkommen der Haushalte getrennt und die wenigsten Haushalte haben wegen Gesundheitsausgaben finanzielle Engpässe.

dgch logo„Deutschland profitiert in unangemessener Form von seinen Nachbarländern“

Chirurgen-Präsident fordert Widerspruchslösung in der Organspende

Berlin (5. Dezember 2018) – Deutschland liegt bei den Organspenden auf einem der hintersten Plätze in Europa, täglich sterben drei Patienten auf der Warteliste. Um die Situation zu verbessern, fordert der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (DGCH), Professor Dr. med. Matthias Anthuber, die doppelte Widerspruchslösung. Sie ist in vielen Nachbarländern bereits üblich. „Deutschland importiert viel mehr Organe aus dem Ausland, als es einbringt. Wir verschlechtern somit die Transplantationschancen von Patienten auf ausländischen Wartelisten“, erklärte Anthuber auf der Jahrespressekonferenz der DGCH.

AdventBfS rät dazu, bei Innenraum-Beleuchtung auf Blaulichtanteil zu achten

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt

Berlin (30. November 2018) - Kurze Tage und der zusätzliche Wunsch nach Behaglichkeit lassen gerade in der Vorweihnachtszeit Wohnungen und Häuser in künstlichem Licht erstrahlen. Rund 73 Prozent der Haushalte nutzen aktuell LEDs als Innenraumbeleuchtung - nach dem Aus der Glühlampe und dem schrittweisen Verschwinden der Energiesparlampe ist ihr Marktanteil in den letzten zehn Jahren von 1,4 Prozent auf 61 Prozent gestiegen. Um mögliche Risiken für das Auge zu vermeiden, rät das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) dazu, bei künstlicher Beleuchtung auf den Blaulichtanteil zu achten. Ob und in welchem Umfang künstliche Lichtquellen zu Langzeitfolgen beitragen können, ist Gegenstand der Forschung.

Deutsche Hochdruckliga

Rezeptierbarkeit von Fixdosis-Kombinationspräparaten:
In der Praxis ein Problem!

Berlin (22. November 2018) –-Die neue europäische Leitlinie [1] für die Behandlung von Bluthochdruck empfiehlt den Einsatz von sogenannten Fixkombinationspräparaten, also von „2 in 1“ (oder „3 in 1“)-Blutdrucksenkern, denn die erleichtern die Therapietreue und das wiederum führt zu einer höheren Rate an Patienten, deren Blutdruck erfolgreich in den Zielbereich gebracht werden kann. Allerdings sind diese Präparate vielfach teurer. Verschiedene Arzneimittelvereinbarungen mit den Krankenkassen sehen nur einen Verordnungsanteil für Fixkombinationspräparate von 3,5% vor. Leitlinie und Abrechenbarkeit klaffen damit weit auseinander, das muss laut Deutscher Hochdruckliga angepasst werden.

DIVI

Kritik an Personalmangel auf Kinderintensivstationen:
Sofortiger Notfallplan gefordert!

Berlin (20. November 2018) - Auf deutschen Kinderintensivstationen herrscht ein gravierender Mangel an Pflegepersonal. Zuletzt mussten deshalb Betten der Kinderintensivstation an der Medizinischen Hochschule Hannover gesperrt werden. „Das gefährdet die Patientensicherheit und Versorgungsqualität kritisch kranker und verletzter Kinder, insbesondere in den großen Ballungsräumen, wo Sperrungen von Betten aufgrund eines Mangels von Pflegenden an der Tagesordnung sind“, sagt Privatdozent Dr. Florian Hoffmann, Sprecher der Sektion „Pädiatrische Intensiv- und Notfallmedizin“ der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI). Als Dachgesellschaft bündelt die DIVI das Engagement von rund 30 medizinischen Fachgesellschaften und fordert die Politik jetzt auf, die Rahmenbedingungen für die Kinderintensivpflege mittels eines sofortigen Notfallplans zu retten.

Welttoilettentag 2018Welttoilettentag: Arzneimittel umweltschonend entsorgen

Berlin (19. November 2018) - Im Abwasser haben abgelaufene Medikamente oder angebrochene Arzneimittelpackungen nichts verloren. Am Welttoilettentag weist der BPI auf den umweltschonenden Umgang mit dem Örtchen hin. „Eine Toilette ist kein Mülleimer. Entsorgen Sie Arzneimittel richtig, nämlich direkt im Hausmüll. So werden sie sicher verbrannt“, so Britta Ginnow vom Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI). Die Arzneimittelexpertin erklärt warum: „Durch die Verbrennung werden die Arzneimittelwirkstoffe zerstört und haben keinen Einfluss mehr auf die Umwelt."

Cas9 5AXW: Thomas Splettstoesser/WikipediaUnerwünschte Immunreaktionen bei Gentherapie

Sind wir immun gegen die Genschere CRISPR-Cas9?

Berlin (30. Oktober 2018) – Die Genschere CRISPR-Cas9 weckt in der Gentherapie große Hoffnungen, Erbkrankheiten auf molekularbiologischer Ebene behandeln zu können. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Charité – Universitätsmedizin Berlin haben jetzt Reaktionen des menschlichen Immunsystems auf CRISPR-Cas9 untersucht. Sie haben festgesellt, dass bei Menschen eine breite Immunität gegen das Protein Cas9 besteht. Um verschiedene Anwendungen der Genschere sicher zu machen, arbeiten die Forscher an ersten Lösungsansätzen. Über die Chancen und Risiken von CRISPR-Cas9 berichten sie in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Nature Medicine.

Internationale Studie unter Beteiligung der Uni Witten/Herdecke

Behandlungsfortschritte bei Kindern mit MS

Witten/Herdecke (29. Oktober 2018) - Bei Kindern und Jugendlichen, die an der Krankheit Multiple Sklerose leiden, zeigt das Medikament Fingolimod eine deutlich bessere Wirkung als die bisher übliche Gabe eines Interferonpräparates. Das ist das Ergebnis der kürzlich im New England Medical Journal veröffentlichten internationalen PARADIGMS Studie, an der auch die Vestische Kinder-und Jugendklinik Datteln der Universität Witten/Herdecke, unter der Leitung von Prof. Dr. Kevin Rostásy beteiligt war. (New England Journal of Medicine 2018;379:1017-27, DOI: 10.1056/NEJMoa1800149)

„In der Kürze liegt die (W…) Gefahr“

Vorsicht bei medizinischen Abkürzungen!

Zürich, Schweiz (29. Oktober 2018) - Abkürzungen erfreuen sich immer grösserer Beliebtheit, auch in der Medizin. Sie dienen im Idealfall der Verkürzung eines Textes, ohne dass Informationen verloren gehen. Doch führt dies nicht immer dazu, dass die Informationen richtig verstanden werden ...
Lesen Sie die im Netzwerk CIRRNET gemeldeten Original-Fehlerberichte, den Expertenkommentar und die Handlungsempfehlungen von Patientensicherheit Schweiz im «Quick-Alert» Nr. 45.

Stiftung Warentest

Blutdruckgeräte im Test – oder: wer prüft eigentlich was?

Heidelberg (24. Oktober 2018) - Die Stiftung Warentest hat heute die Ergebnisse des neuen Tests von Blutdruckmessgeräten veröffentlicht. Von den getesteten Geräten wurde nur ein Gerät für gut befunden. Die Messgenauigkeit der geprüften Geräte wurde maximal mit befriedigend eingestuft. Die Deutsche Hochdruckliga verwendet ein anderes Verfahren zur Bewertung der Qualität von Blutdruckmessgeräten. Beide Verfahren sind nicht vergleichbar. Dennoch begrüßt die Hochdruckliga die Veröffentlichung der Stiftung Warentest. „Dadurch wird die Blutdruckmessung in den Fokus der öffentlichen Wahrnehmung gerückt.“

Inkontinenzversorgung

BVMed: Vertragspreise bei aufsaugender Inkontinenz-Versorgung bleiben ein Problem

Berlin (23. Oktober 2018) - Der Bundesverband Medizintechnologie, BVMed, kritisiert, dass trotz der Hilfsmittelreform (HHVG) die Vertragsgestaltung insbesondere im Bereich der aufsaugenden Inkontinenz-Versorgung ein großes Problem für die Versicherten bleibt. Im jüngsten Fall geht es um das Vorgehen der DAK, die quasi "einen Ausschreibungsvertrag durch die Hintertür" geschlossen hat, so die Experten des BVMed-Fachbereichs "Aufsaugende Inkontinenzversorgung" (FBI-H). Der BVMed zeigt in einem Positionspapier die Notwendigkeit für ein bundesweit einheitliches und kassenübergreifendes Festpauschal-System auf, dass die Grundversorgung von Patienten mit aufsaugenden Inkontinenzhilfen in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sicherstellt. Der BVMed spricht sich dafür aus, das Festpauschal-System so zu gestalten, dass eine individuelle Grundversorgung ohne wirtschaftliche Aufzahlungen der Patienten möglich ist. Positionspapier unter: www.bvmed.de/positionen.

BIO19446 AErzte und KlinikpersonalAktion Meditech

Digitale Medizintechnologien – welchen Nutzen bringen sie dem Patienten?

Hamburg (17. Oktober 2018) – Die fortschreitende Digitalisierung in der Medizin bietet große Chancen, die Gesundheitsversorgung durch eine stärkere Vernetzung aller Beteiligten zu verbessern sowie Qualität und Geschwindigkeit der Diagnostik zu optimieren. Gerade in den Bereichen Herzerkrankungen, Diabetes und Schlaganfall zeigen sich die Vorteile digitaler medizintechnologischer Innovationen: Sie ermöglichen Untersuchungen und Behandlungen unter einem ganzheitlichen Aspekt und helfen, dem Patienten ein größeres Maß an Autonomie und Lebensqualität zurück zu geben.

Psychologen erforschen Umgang mit Lachen und Frotzeln in Beziehungen

Was sich neckt, das liebt sich?

Halle-Wittenberg (16. Oktober 2018) - Egal ob übereinander oder miteinander: Lachen spielt in Liebesbeziehungen eine wichtige Rolle. Ähneln sich die Liebespartner in ihrem Umgang mit Lachen oder dem Ausgelachtwerden, sind diese eher zufrieden mit ihrer Beziehung. Menschen, die Angst davor haben ausgelacht zu werden, sind mit ihrer Beziehung dagegen häufig weniger glücklich. Das überträgt sich auch auf ihren Partner und ihre Sexualität. Zu diesem Ergebnis kommen Psychologen der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) in einer neuen Studie, die kürzlich in der Fachzeitschrift "Journal of Research in Personality" veröffentlicht wurde.

Bundesärztekammer

Erklärung zur Bedeutung des irreversiblen Hirnfunktionsausfalls als sicheres Todeszeichen

Berlin (11. Oktober 2018) - „Die Bedeutung des irreversiblen Hirnfunktionsausfalls (IHA) als sicheres Todeszeichen ist naturwissenschaftlich begründet.“ So lautet die Kernaussage einer wissenschaftlichen Übersichtsarbeit, die in dieser Woche im Deutschen Ärzteblatt erscheint und die im Auftrag des Vorstandes der Bundesärztekammer (BÄK) von einer Expertengruppe des Wissenschaftlichen Beirates der BÄK erstellt wurde. Die Autoren beantworten wichtige Fragen zu dem umgangssprachlich als „Hirntod“ bezeichneten IHA und stellen dessen medizinisch-naturwissenschaftliche Bedeutung als sicheres Todeszeichen fest.

DGfN

Prävalenz der chronischen Nierenkrankheit –
und deren Bedeutung für die Früherkennung

Berlin (28. September 2018) – Chronische Nierenkrankheiten stellen ein unterschätztes Gesundheitsrisiko dar – erst recht, wenn man die zukünftige demografische Entwicklung betrachtet. Die Babyboomer kommen ins Renten- und somit ins „Dialysealter“. Bei gleichbleibender Prävalenz von Nierenkrankheiten muss in den kommenden Jahren mit einem Anstieg der absoluten Zahl der Dialysepatienten gerechnet werden. Die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) fordert daher, Früherkennung und Prävention von chronischen Nierenkrankheiten zu stärken.

Weltweit Leben retten: Jetzt mitmachen beim ersten „World Restart a Heart Day“. „Jeder Mensch kann ein Leben retten!“ Unter diesem Motto steht die erste „World Restart a Heart“-Initiative (WRAH), mit der am und um den 16. Oktober 2018 weltweit Menschen geschult werden sollen, um im Falle eines plötzlichen Herzstillstands eine lebensrettende Laienreanimation praktizieren zu können. Nach Einführung des Europäischen Tages der Wiederbelebung vor fünf Jahren ist die WRAH-Initiative nun die erste Kampagne unter der Schirmherrschaft des International Liaison Committee on Resuscitation (ILCOR), mit der weltweit auf die Wiederbelebungsproblematik hingewiesen werden soll. Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) unterstützt die Initiative: „Wir rufen Mediziner aller Fachgesellschaften auf, Kinder wie Erwachsene in der Anwendung der lebensrettenden Wiederbelebungsmaßnahmen zu schulen“, sagt DIVI-Präsident Professor Stefan Schwab, Direktor der Neurologischen Klinik des Universitätsklinikums Erlangen. Weltweit Leben retten:
Jetzt mitmachen beim ersten „World Restart a Heart Day“

Berlin (11. September 2018) - „Jeder Mensch kann ein Leben retten!“ Unter diesem Motto steht die erste „World Restart a Heart“-Initiative (WRAH), mit der am und um den 16. Oktober 2018 weltweit Menschen geschult werden sollen, um im Falle eines plötzlichen Herzstillstands eine lebensrettende Laienreanimation praktizieren zu können. Nach Einführung des Europäischen Tages der Wiederbelebung vor fünf Jahren ist die WRAH-Initiative nun die erste Kampagne unter der Schirmherrschaft des International Liaison Committee on Resuscitation (ILCOR), mit der weltweit auf die Wiederbelebungsproblematik hingewiesen werden soll. Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) unterstützt die Initiative: „Wir rufen Mediziner aller Fachgesellschaften auf, Kinder wie Erwachsene in der Anwendung der lebensrettenden Wiederbelebungsmaßnahmen zu schulen“, sagt DIVI-Präsident Professor Stefan Schwab, Direktor der Neurologischen Klinik des Universitätsklinikums Erlangen.

Infektionsschutz, der bewegt: Nationale Händehygiene-Kampagne tourt durch Deutschland. Vom 3.9. bis zum 30.10.2018 geht die Aktion Saubere Hände (ASH) in Zusammenarbeit mit der PAUL HARTMANN AG auf bundesweite Tour zum Thema Händedesinfektion und Infektionsprävention. Roadshow auf bundesweiter Tour

Infektionsschutz, der bewegt:
Nationale Händehygiene-Kampagne tourt durch Deutschland

  • Vom 3.9. bis zum 30.10.2018 geht die Aktion Saubere Hände (ASH) in Zusammenarbeit mit der PAUL HARTMANN AG auf bundesweite Tour zum Thema Händedesinfektion und Infektionsprävention.
  • Das ASH-Mobil mit verschiedenen Lernstationen macht in 60 Tagen in 30 Krankenhäusern Halt.
  • Die Experten der ASH informieren die Mitarbeiter der Krankenhäuser sowie umliegende Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen fundiert und praxisnah über die Händedesinfektion.

Heidenheim (3. August 2018) - Ab dem 3. September 2018 kommt Bewegung in den Infektionsschutz. Die Aktion Saubere Hände (ASH), nationale Kampagne für eine bessere Händedesinfektion in Gesundheitseinrichtungen und 2008 ins Leben gerufen, geht mit einer Roadshow auf bundesweite Tour. In einem Zeitraum von 8 Wochen fährt die ASH in Zusammenarbeit mit der PAUL HARTMANN AG bundesweit 30 Kliniken an. Das Ziel: Die Händedesinfektion als wichtigste Einzelmaßnahme der Infektionsprävention fest im Bewusstsein des medizinischen Personals zu verankern und damit den Patientenschutz verbessern.

Contractubex® Gel und Contractubex® Intensivpatch

Narbenmanagement – Prophylaxe und Therapie pathologischer Narben

München (27. Juli 2018) - „Der kosmetische Anspruch der Patienten an die Ästhetik von Narben ist im Laufe der Zeit stetig gewachsen“, konstatierte PD Dr. med. Gerd Gauglitz, München, auf einem Mittagsseminar anlässlich der 26. Fortbildungswoche für praktische Dermatologie und Venerologie (FOBI) in München. Basis einer möglichst unauffälligen Narbenbildung sei der fachärztlich optimale operative Verschluss der Läsion. Aber selbst dann könne durch eine effektive Narbentherapie das Ergebnis noch verbessert werden, z.B. bei frischen Narben mit Contractubex® Gel oder dem Contractubex® Intensivpatch für die Nacht. Aber auch hypertrophe Narben oder Keloide seien mit verschiedenen Verfahren noch ästhetisch optimierbar.

Logo Herzenssache LebenszeitBoehringer Ingelheim und Partner gegen Diabetes und Schlaganfall

Erneuter Start der bundesweiten Tour zur Aufklärungsinitiative „Herzenssache Lebenszeit“

  • Rote Info-Busse machen von Mai bis September in knapp 100 Städten halt
  • Interessierte können sich kostenlos über die Volkskrankheiten Diabetes und Schlaganfall informieren und medizinisch beraten lassen

Ingelheim (8. Mai 2018) – Seit dem 7. Mai ist die von Boehringer Ingelheim ins Leben gerufene Aufklärungsinitiative „Herzenssache Lebenszeit“ wieder unterwegs in Deutschland. Erstmals werden dieses Jahr gleich zwei rote Info-Busse parallel touren und knapp 100 Städte besuchen. Überall dort, wo die Busse Station machen, können sich Menschen über Diabetes und das Risiko von Herz-Kreislauf- Erkrankungen informieren.

STIKO empfiehlt sequenzielle Pneumokokken-Impfung für Personen mit Immunsuppression

Berlin (16. April 2018) - In Deutschland erkranken jährlich etwa 400.000 bis 680.000 Menschen an einer ambulant erworbenen Pneumonie (CAP)1. Häufigster Erreger: Pneumokokken2. Besonders gefährdet, an Pneumokokken-Infektionen zu erkranken, sind Personen mit geschwächtem Immunsystem. Zu dieser Gruppe zählen unter anderem Menschen mit primärem (angeborenem) oder sekundärem (erworbenem) Immundefekt sowie Patienten, die aufgrund anatomischer und Fremdkörper-assoziierter Faktoren ein besonders hohes Infektionsrisiko aufweisen.3 Aufgrund des erhöhten Infektionsrisikos empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut (RKI) diesen Personen seit dem Jahr 2016 die sequenzielle Impfung gegen Pneumokokken. Zuerst soll die Impfung mit dem 13-valenten Konjugatimpfstoff Prevenar 13® erfolgen, sechs bis zwölf Monate später die Impfung mit dem 23-valenten Polysaccharidimpfstoff PPSV23.3

Angriff ist die beste Verteidigung. Aktiv gegen den Schlaganfall: Bei Vorhofflimmern in Bewegung kommen. „Was mache ich jetzt?“ Diese Frage stellen sich viele Patienten, nachdem sie mit der Diagnose Vorhofflimmern konfrontiert wurden. Rund 1,8 Millionen Menschen in Deutschland leiden an dieser häufigsten anhaltenden Herzrhythmusstörung, beziehungsweise konkret unter einem „nicht valvulären Vorhofflimmern“ (einem, das nicht auf einer Herzklappen-Fehlfunktion beruht). Leider bleibt die Volkskrankheit oft lange unentdeckt.Angriff ist die beste Verteidigung

Aktiv gegen den Schlaganfall: Bei Vorhofflimmern in Bewegung kommen

                                • Die von Bayer initiierte Aufklärungskampagne "Rote Karte dem Schlaganfall" informiert in ihrem siebten Jahr über die aktive Vorsorge, u.a. durch Sport
                                • Neue Broschüre "Angriff ist die beste Verteidigung – Leitfaden für ein Leben mit Vorhofflimmern" über den Umgang mit der Erkrankung

Leverkusen (8. März 2018) – „Was mache ich jetzt?“ Diese Frage stellen sich viele Patienten, nachdem sie mit der Diagnose Vorhofflimmern konfrontiert wurden. Rund 1,8 Millionen Menschen in Deutschland leiden an dieser häufigsten anhaltenden Herzrhythmusstörung, beziehungsweise konkret unter einem „nicht valvulären Vorhofflimmern“ (einem, das nicht auf einer Herzklappen-Fehlfunktion beruht). Leider bleibt die Volkskrankheit oft lange unentdeckt.1

Breite Öffentlichkeit gibt dem Einzelnen Schuld an seinem Übergewicht

Starkes Übergewicht wird als selbstverschuldet wahrgenommen

Berlin (5. Februar 2018) – Repräsentative Befragungen in Deutschland, Großbritannien und den USA: Obwohl Experten für die weltweite Zunahme von stark übergewichtigen Menschen hauptsächlich veränderte Umweltbedingungen verantwortlich machen, gibt die breite Öffentlichkeit dem Einzelnen die Schuld an seinem Übergewicht. Ihrer Meinung nach sollten Betroffene resultierende medizinische Behandlungskosten deshalb selbst tragen. Dies zeigt eine aktuelle Studie des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung und der Universität Mannheim, welche in der Fachzeitschrift Annals of Behavioral Medicine veröffentlicht wurde.

Nutzerzentriert, zukunftsorientiert und stets aktuell:
TheraKey® – die Therapiebegleitung der Zukunft

Berlin (23. Januar 2018) – Im Zuge der Digitalisierung des Gesundheitswesens müssen Pharmaunternehmen heutzutage mehr bieten als ein modernes Arzneimittel: Einen ganzheitlichen Therapieansatz, der neben einer effektiven Medikation den Nutzen von Arzt und Patient in den Mittelpunkt rückt. Berlin-Chemie verfolgt dieses Engagement mit dem einzigartigen Therapiebegleitprogramm TheraKey®. Als größtes deutschsprachiges, indikationsübergreifendes Portal, bietet es Ärzten wie Patienten die Möglichkeit die Innovationen der Zukunft zu nutzen.

Deutsche Transplantationsgesellschaft

Hat die Forschung bald alle Probleme gelöst?
Möglichkeiten zum Ersatz von Organen

Bonn (26. Oktober 2017) - Der eklatante Organmangel beschäftigt auch die Wissenschaft. Seit Jahren werden verschiedene Ansätze erforscht, um Lösungen zu finden, die eine Entspannung der Situation herbeiführen können. Besonders vielversprechend ist die Züchtung von Organen aus Körperzellen. Es ist bereits möglich, sogenannte Organoide, kleine Organvorläufer, herzustellen.
Weitere hoffnungsvolle Ansätze stellen die Xenotransplantation mit den Möglichkeiten der Gen-Manipulation, die für eine Humanisierung der Schweineorgane genutzt werden könnten, sowie auch das 3D-Bioprinting dar.

Deutsche Transplantationsgesellschaft (DTG)

Wie kann eine sinnvolle Verteilung der Spenderorgane erfolgen?

Bonn (26. Oktober 2017) - „Wir brauchen eine Organallokation, die vor dem Hintergrund des eklatanten Mangels an Spenderorganen als gerecht empfunden wird und medizinisch vertretbar ist“, erklärt Prof. Dr. Christian Strassburg, Präsident der 26. Jahrestagung der Deutschen Transplantationsgesellschaft (DTG) in Bonn und President-Elect der Fachgesellschaft. Notwendig sei dabei auch eine stärkere Beachtung der Erfolgsaussicht einer Transplantation, der Entwicklung ihrer transparenten Bewertung, was auch die Faktoren Alter und Gebrechlichkeit („frailty“) von Kandidaten umfasst.

Neues von der Jahrestagung der Deutschen Adipositas-Gesellschaft

Stellenwert von Mysimba® in der Pharmakotherapie bei Adipositas

Potsdam/Greifswald (28. Oktober 2017) – Seit über 40 Jahren steigt die globale Prävalenz der Adipositas an, wie eine Auswertung der Daten von 19,2 Millionen Erwachsenen aus 186 Ländern über einen Zeitraum von 1975 bis 2014 zeigt.1 Da die Adipositas mit zahlreichen Komorbiditäten wie kardiovaskulären Erkrankungen, Störungen des Kohlenhydratstoffwechsels und Demenz assoziiert ist, ist diese Entwicklung von bedeutender volkswirtschaftlicher Relevanz.2 Im Rahmen der 33. Jahrestagung der Deutschen Adipositas-Gesellschaft (DAG)*diskutierten die Experten Prof. Dr. Dipl.-Biol. Stefan Engeli, Hannover, und der derzeitige Vorsitzende der DAG Prof. Dr. Matthias Blüher aus Leipzig über den Stellenwert der medikamentösen Adipositastherapie. Zudem wurden Studienergebnisse zu Wirksamkeit und Verträglichkeit von Mysimba® (Naltrexon/Bupropion) im Adipositas-Management vorgestellt.3-6 Mysimba® ist bereits seit 2015 zugelassen und wird ab Januar 2018 in Deutschland verfügbar sein.

Patientenorientierung

Bayer setzt auf stärkere Patientenbeteiligung im Gesundheitswesen

  • Drei wichtige Faktoren im Fokus: Forschung und Entwicklung; Zusammenarbeit mit Ärzten, Apothekern und Patienten; Patientenbedürfnisse verstehen und umsetzen
  • Investitionen in die Gesundheit sind Zukunftsinvestitionen
  • Gesundes Altern - eine große gesellschaftliche Herausforderung

Leverkusen (7. September 2017) - Das übergeordnete Ziel für Patienten, die eine medizinische Behandlung benötigen, heißt Heilung, zumindest aber dauerhafte Linderung der Beschwerden und ein Gewinn an Lebenszeit sowie lebenswerter Lebenszeit. Dazu soll die Pharma-Industrie forschen und die besten Medikamente zur Verfügung stellen, so die Ergebnisse einer kürzlich durchgeführten Meinungsumfrage. Das Interesse der Bevölkerung richtet sich dabei besonders auf die Entwicklung neuer Wirkstoffe und Medikamente zur Behandlung chronischer und schwerer Erkrankungen. Gleichzeitig möchte jeder dritte Bundesbürger mehr Beratung bei der Medikamenteneinnahme und sieht dabei Ärzte, Apotheker und Arzneimittelhersteller als wesentliche Informationsquelle. (1)

„Warm glow“

Grosszügige leben glücklicher

Zürich, Schweiz (11.07.2017) - Grosszügigkeit macht Menschen glücklicher. Weniger glücklich sind Menschen, die aus purem Selbstinteresse handeln. Dabei ist es zweitrangig, wie grosszügig man sich verhält. Bereits das feste Versprechen freigiebiger zu sein, löst eine Veränderung im Gehirn aus, die uns glücklicher macht. Dies belegen UZH-Neuroökonomen in einer neuen Studie.

Innovationen, Nutzenbewertung, Rationierung -
wie geht es weiter mit der Arzneimittelversorgung?

  • Patientenperspektive stärker berücksichtigen
  • Patientenpräferenzen sind neben klinischen Daten wichtiger Baustein rationaler Entscheidungen Schwächen der Arzneimittelbewertung stärker in den Blick nehmen
  • Schnellen Zugang zu medizinischen Innovationen sicherstellen

Berlin (12. Juni 2017) - Für Wissenschaftler aus Medizin und Ökonomie stehen Fragen zum Wert von Arzneimitteln und die Anerkennung von Innovationen im System der gesetzlichen Krankenversicherung im Mittelpunkt der Diskussion um die Zukunft der Arzneimittelversorgung. Zentral ist, dass Innovationen nach der Zulassung schnell und sicher den Patienten zur Verfügung stehen.

Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU)

Orthopäden und Unfallchirurgen geben Tipps für die Sicherheit beim Trampolinspringen

Berlin (8. Juni 2017) - Die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie e.V. (DGOU) macht zum Tag der Kindersicherheit am 10. Juni 2017 auf Verhaltensregeln beim Trampolinspringen aufmerksam. Auf deren Einhaltung sollten Eltern und ihre Kinder achten, damit Trampolinnutzer sicher springen und vor allem wieder sicher landen. Denn seitdem vielerorts große Trampoline in privaten Gärten stehen, steigt auch die Anzahl der Verletzungen: Knochenbrüche, Gehirnerschütterungen, Prellungen und Platzwunden. Zu den Unfallursachen gehören beispielsweise gefährliche Sprünge wie Saltos, mehrere Kinder auf dem Sprungnetz sowie verwitterte bzw. kaputte Sicherheitsnetze.

bist du chrisBundesweite Aufklärungskampagne gestartet

„Bist du Chris?“
Deutschland ohne Hepatitis C

Berlin (30. Mai 2017) - Die Deutsche Leberstiftung, die Deutsche Leberhilfe e.V. und das Arzneimittelunternehmen Gilead Sciences GmbH haben die Initiative pro Leber gegründet und eine bundesweite Aufklärungskampagne gestartet. Das Ziel: Die Öffentlichkeit über die Hepatitis C aufzuklären und damit die Voraussetzung für eine Eindämmung oder Eliminierung dieser Infektionskrankheit zu schaffen. Denn das Wissen in der Bevölkerung über Risiken und Behandlungsmöglichkeiten ist gering.

Abb. 1: Eine aktuelle FORSA-Umfrage zeigte, dass 99 Prozent der Frauen und 97 Prozent der Männer in der Altersklasse 60+ jeden Morgen etwas zum Frühstück trinken. Photo: Bayer HealthCareAm Ball bleiben bei Vorhofflimmern und Schlaganfall

Therapietreue ist sehr wichtig

                                    • Die von Bayer initiierte Aufklärungskampagne „Rote Karte dem Schlaganfall“ informiert über die Bedeutung der Therapietreue bei Vorhofflimmern
                                    • Neue Broschüre „Am Ball bleiben bei Vorhofflimmern – Mit der Erkrankung leben“

Leverkusen (21. März 2017) – Ein gesundes Herz schlägt etwa 60 bis 100 Mal pro Minute. Der Rhythmus, in dem es arbeitet, wird Sinusrhythmus genannt. Bei Menschen mit Vorhofflimmern, einer Herzrhythmusstörung, zieht sich das Herz über bis zu 400 Mal in der Minute zusammen, weil der Taktgeber des Herzens (Sinusknoten) in seiner Funktion gestört ist.1 Vorhofflimmern wird Experten zufolge in den nächsten Jahren immer mehr Menschen in Deutschland betreffen. Der Grund dafür liegt in der demografischen Entwicklung. Bleibt die Herzrhythmusstörung unbehandelt, kann der Schlaganfall eine verheerende Folge sein.

Abb.: Akupunktur als Therapie? Ein neuer Forschungsverbund zu Komplementärmedizin startet. Foto: Universitätsklinikum HeidelbergPflanzliche Wirkstoffe, Ernährung, Akupunktur

Neuer Forschungsverbund der Universitätsklinika in Baden-Württemberg zu Komplementärmedizin

Heidelberg (25. Januar 2017) - Pflanzliche Wirkstoffe, Ernährung, Akupunktur – Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg fördert Forschung und Strukturbildung zur Komplementärmedizin über drei Jahre mit insgesamt 1,2 Millionen Euro / Universitätsklinika Heidelberg, Freiburg, Ulm und Tübingen bündeln Expertise in Immunologie, Onkologie, Naturstoffanalytik und Versorgungsforschung.

Palo Alto Networks nennt 6 Maßnahmen, um gefälschte E-Mails zu erkennen

Eine gesunde Portion Skepsis ist entscheidend

München (20. Januar 2017) - Im vergangenen Jahr waren Einrichtungen sämtlicher Größenordnungen von Cyberangriffen betroffen. Beispielsweise im Healthcare-Bereich kam bei den meisten der Angriffe Malware der einen oder anderen Art zum Einsatz. Bei weitem die häufigste Art und Weise, wie Malware in Kliniknetzwerke gelangt, ist die Nutzung manipulierter E-Mails.

Terrorgefahr

Mediziner fordern Ausstattung von Rettungswagen mit Tourniquets

Berlin (18.Januar 2017) - Die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie e.V. (DGU) und die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. (DGAI) fordern, dass Rettungswagen bundesweit mit sogenannten Tourniquets ausgestattet werden. Das Tourniquet ist ein Abbindesystem, mit dem eine lebensbedrohliche Blutung an Armen oder Beinen unterbrochen und gestoppt werden soll – beispielsweise nach Explosions- oder Schussverletzungen bei einem Terroranschlag. Auf diese Forderung verständigten sich die Unfallchirurgen und Rettungsmediziner auf der DGU-Veranstaltung „Terroranschläge – eine neue traumatologische Herausforderung“ am 14. Januar 2017 in München.

Sturzvermeidung: Bei Glatteis raten Orthopäden und Unfallchirurgen zum Pinguin-Gang. Aufgrund der aktuellen Wetterlage mit Blitzeis-Warnung rechnen Orthopäden und Unfallchirurgen mit einem erhöhten Unfallrisiko für Fußgänger und zahlreichen Glätteunfällen. Um Stürze zu verhindern, rät die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie e.V. (DGOU) Fußgängern bei Glatteis dazu, sich äußerst langsam und mit kleinen Schritten über den Boden zu schieben: Der Pinguin macht es vor. Beim Pinguin-Gang wird der Körperschwerpunkt über dem vorderen, also dem auftretenden Bein ausgerichtet – der Fuß setzt jeweils mit ganzer Sohle auf und zeigt leicht nach außen. Das belastete Bein steht damit im rechten Winkel zum Boden. Photo und Copyright: DGOUSturzvermeidung

Bei Glatteis raten Orthopäden und Unfallchirurgen zum Pinguin-Gang

Berlin (4. Januar 2017) - Aufgrund der aktuellen Wetterlage mit Blitzeis-Warnung rechnen Orthopäden und Unfallchirurgen mit einem erhöhten Unfallrisiko für Fußgänger und zahlreichen Glätteunfällen. Um Stürze zu verhindern, rät die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie e.V. (DGOU) Fußgängern bei Glatteis dazu, sich äußerst langsam und mit kleinen Schritten über den Boden zu schieben: Der Pinguin macht es vor. Beim Pinguin-Gang wird der Körperschwerpunkt über dem vorderen, also dem auftretenden Bein ausgerichtet – der Fuß setzt jeweils mit ganzer Sohle auf und zeigt leicht nach außen. Das belastete Bein steht damit im rechten Winkel zum Boden.

Robert KochRKI-Jubiläum

Briefe von Robert Koch transkribiert und digitalisiert

Berlin (21. Dezember 2016) - Zum Abschluss des Jubiläumsjahres, mit dem das Robert Koch-Institut 2016 sein 125-jähriges Bestehen gefeiert hat, stehen nun die Briefe Robert Kochs online zur Verfügung. Die mehr als 200 handschriftlichen Briefe an Kollegen, darunter Paul Ehrlich und Friedrich Loeffler, wurden transkribiert und in elektronische Form überführt. Die Briefe sind über den Publikationsserver des Robert Koch-Instituts abrufbar (Link siehe unten). Zudem wurden bereits zehn Briefe an Robert Koch transkribiert und sind an gleicher Stelle online verfügbar.

Notaufnahme statt Hausarzt

Berlin (12. Dezember 2016) - Lieber in die Notaufnahme als in die Arztpraxis: Immer häufiger suchen Patientinnen und Patienten, die keinen notfallmedizinischen Bedarf haben, Rettungsstellen auf. Das bringt die Notaufnahmen an ihre Grenzen. Wissenschaftler der Charité – Universitätsmedizin Berlin haben nun Frauen und Männer aus ländlichen und städtischen Regionen zu ihren Motiven befragt, eine Rettungsstelle aufzusuchen. Die Ergebnisse der Studie sind jetzt in der Fachzeitschrift British Medical Journal* veröffentlicht.

Neues Logo kennzeichnet Schulungsmaterial: 'Blaue Hand'. Ein neues Logo kennzeichnet künftig sogenanntes angeordnetes und behördlich genehmigtes Schulungsmaterial. Darüber informieren das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) sowie das Paul-Ehrlich-Institut (PEI). Mit solchem Schulungsmaterial werden Arzneimittel versehen, bei denen die Informationen in der Packungsbeilage allein nicht ausreichen, um das Risiko bei der Anwendung zu minimieren. Das neue Logo zeigt eine stilisierte 'Blaue Hand' und ist dem Logo der 'Roten Hand' nachempfunden, mit dem sicherheits­relevante Informationen zu Arzneimitteln gekennzeichnet werden. Es ist außerdem mit der Aufschrift 'behördlich genehmigtes Schulungsmaterial' versehen und wird auf das Schulungsmaterial selbst aufgedruckt.Neues Logo kennzeichnet Schulungsmaterial

"Blaue Hand"

Langen (1. Dezember 2016) - Ein neues Logo kennzeichnet künftig sogenanntes angeordnetes und behördlich genehmigtes Schulungsmaterial. Darüber informieren das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) sowie das Paul-Ehrlich-Institut (PEI). Mit solchem Schulungsmaterial werden Arzneimittel versehen, bei denen die Informationen in der Packungsbeilage allein nicht ausreichen, um das Risiko bei der Anwendung zu minimieren. Das neue Logo zeigt eine stilisierte "Blaue Hand" und ist dem Logo der "Roten Hand" nachempfunden, mit dem sicherheits­relevante Informationen zu Arzneimitteln gekennzeichnet werden. Es ist außerdem mit der Aufschrift "behördlich genehmigtes Schulungsmaterial" versehen und wird auf das Schulungsmaterial selbst aufgedruckt.

Präventionsbericht 2016

Krankenkassen verstärken Gesundheitsförderung in Kitas, Schulen und Betrieben

Berlin / Essen (30. November 2016) - Im vergangenen Jahr haben die gesetzlichen Krankenkassen ihr Engagement für die Gesundheitsförderung und Prävention noch einmal intensiviert. Über 317 Mio. Euro und damit neun Prozent mehr als im Vorjahr haben sie 2015 für diesen Leistungsbereich ausgegeben. Das geht aus dem aktuellen Präventionsbericht von GKV-Spitzenverband und Medizinischem Dienst des GKV-Spitzenverbandes (MDS) hervor.

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)

Auch kleine Kommunikationsgeräte können Körper belasten

Dortmund (23. November 2016) – Auch kleine Geräte können große Auswirkungen haben: ähnlich wie die traditionellen Computertechnologien beanspruchen auch Smartphone und Tablet-PC, sogenannte Smart Devices, das Muskel- und Skelettsystem. Bei intensiver Nutzung können statische Körperhaltung, häufige Bewegungswiederholungen und hohe Muskelaktivitäten auftreten, die den Bewegungsapparat belasten können. Zu diesem Ergebnis kommt die Übersichtsarbeit „Review zu physischer Beanspruchung bei der Nutzung von Smart Mobile Devices“ der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), die jetzt veröffentlicht wurde.

Medizinischer Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen

IGeL-Monitor: Keine Studien zu Schlaganfallvorsorge mit Ultraschall

Essen (18. November 2016) - Die Ultraschalluntersuchung der Halsschlagadern ist eine häufige IGeL. Studien zum Nutzen haben die Experten des IGeL-Monitors dennoch keine gefunden. Mögliche Schäden sind aber erwartbar.

Zum Weltfrühchentag am 17.11.2016

DIVI klärt über Muttermilch in der Intensivstation auf

Hamburg (17. November 2016) - Sie enthält mehr als 1.000 unterschiedliche Inhaltsstoffe in perfekter Zusammensetzung und macht deshalb weit mehr als nur satt. Muttermilch ist ein echter Krafttrunk und perfekt auf die Bedürfnisse des Neugeborenen abgestimmt. Beim Füttern überträgt die einzigartige Flüssigkeit auch Stoffe, die zur Abwehr von Bakterien, Viren und Pilze dienen. Die rund 200 verschiedenen Zuckerketten in der Muttermilch tragen darüber hinaus zur Gehirnentwicklung bei. „Da wundert es sicherlich nicht, dass Muttermilch auch auf der Frühchenintensivstation eine besondere Rolle spielt“, sagt Professor Gerhard Jorch, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin.

ICD-11: WHO eröffnet Kommentierungsphase

Wiesbaden (10. November 2016) - Die WHO hat jüngst bei ihrer Revision Conference in Tokio die revidierte Internationale Klassifikation der Krankheiten (ICD-11) vorgestellt. Sie soll 2018 fertiggestellt und verabschiedet werden. WHO-Generaldirektorin Margaret Chan hat daher die Mitgliedsländer eingeladen, die neue Version zu testen und zu kommentieren.

Bosch_LogoTechnologieunternehmen steigt in die Medizintechnik ein

Bosch wird zum Gesundheitsbegleiter im Alltag
 

                                  • Bosch Healthcare Solutions GmbH bietet Kunden vernetzte Produkte und Services im Bereich Gesundheit und Medizintechnik
                                  • Weltweit erstes Atemanalysegerät für Patienten erleichtert das Leben von Asthmatikern
                                  • Lösungen basieren auf Bosch-Kernkompetenzen: Sensorik, Software und Services

Waiblingen (10. November 2016) – Weltweit leiden rund 330 Millionen Menschen an Asthma. Jeder zwanzigste ist betroffen. Die Bosch Healthcare Solutions GmbH steigt nun mit einer Weltneuheit in den Markt für Medizintechnik ein: Vivatmo me ist das erste Atemanalysegerät, mit dem Asthma-Patienten den Entzündungsgrad ihrer Lunge auch zu Hause messen können. Damit haben Asthmatiker die Möglichkeit, ihre Werte engmaschig zu überprüfen – ähnlich wie Diabetiker ihren Blutzucker-spiegel. Die Daten speichern Patienten in der Vivatmo App und können sie so mit ihrem Arzt teilen. Dieser analysiert die zusätzlichen Messwerte und kann die Therapie dadurch genauer und individueller an den einzelnen Patienten anpassen.

Abb.: Der biotINK Gewebedrucker druckt mit einer Kanüle Gewebe in eine kleine Petrischale. TUM/ A. HeddergottSynthetische Biologie

Mit dem 3D-Drucker lebendes Gewebe herstellen

München (4. November 2016) - Bei der akademischen Weltmeisterschaft auf dem Gebiet der Synthetischen Biologie hat das gemeinsame Team aus Studierenden der Technischen Universität München (TUM) und Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) den ersten Platz (Grand Prize) in der Kategorie „Overgraduate“ belegen können. Das Münchner Team hat ein neuartiges Verfahren entwickelt, mit dem intakte Gewebe mithilfe eines 3D-Druckers erzeugt werden.