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15 | 12 | 2017
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"SupaKids": Zentrum für Kinder kranker Eltern öffnet im Juli in Hamburg

Erste Anlaufstation in Deutschland für Kinder, die mit chronisch kranken Eltern leben / Pflegewissenschaftler der Uni Witten begleiten DRK-Projekt

 

Kinder kranker ElternWitten/Herdecke (8. Juni 2009) - Krebs, MS, Depression - Wenn Eltern chronisch krank sind, können sie oft vieles nicht mehr selbst erledigen. Hier springen nicht selten die Kinder ein und füllen die entstandenen Lücken. Sie helfen im Haushalt, kaufen ein, kümmern sich um jüngere Geschwister und sind auch in die Pflege der Eltern eingebunden. "Viele Familien sind mit dieser Situation überfordert und wünschen sich Hilfe und Unterstützung, vor allem für die Kinder. Eine zentrale familienorientierte Anlaufstelle, die diese Bedürfnisse aufgreift und koordiniert, gibt es in Deutschland bislang aber nicht" sagt Dr. Sabine Metzing-Blau vom Institut für Pflegewissenschaft der Universität Witten/Herdecke zur Situation. Für diese Kinder und ihre Familien entsteht jetzt in Hamburg-Altona das bundesweit erste Projekt "SupaKids", das von der DRK Schwesternschaft Hamburg e.V. getragen wird.

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6. Juni: Tag der Organspende

 

gfn_logoHeidelberg (5. Juni 2009) - In Deutschland herrscht nach wie vor ein eklatanter Mangel an Spenderorganen. Zu wenig Menschen machen sich Gedanken über das Thema Organspende. Die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie möchte am Tag der Organspende am 6. Juni dafür werben, sich mit der Thematik auseinanderzusetzen. Wer sich pro Organspende entscheidet, sollte das auch mit einem Organspendeausweis dokumentieren. Die Niere ist das meisttransplantierte Organ, und dennoch warten immer mehr Patienten auf ein Spenderorgan, die Warteliste wird immer länger.

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Krankenhausapotheker fordern und fördern engere Zusammenarbeit mit Ärzten

Apotheker und Ärzte erstellen gemeinsames Strategiepapier zur Versorgung

 

ADKA - Photo: Tom MillerDarmstadt (5. Juni 2009) - Eine intensivere Zusammenarbeit zwischen Krankenhausapothekern und Ärzten hat Holger Hennig, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Krankenhausapotheker (ADKA) heute in Darmstadt gefordert. „Ein sicherer und wirtschaftlicher Einsatz des Arzneimittels kann nur in der engen Partnerschaft zwischen Arzt und Apotheker auf der Station und unmittelbar am Bett des Patienten erreicht werden“, betonte Hennig anlässlich des 34. Wissenschaftlichen Kongresses der ADKA vor mehr als 750 Kongressteilnehmern. Der ADKA-Präsident verwies dabei ausdrücklich auf die therapeutischen Risiken für schwerstkranke onkologische Patienten und die hohen Kosten. „Gerade hier brauchen wir den sehr engen, persönlichen Kontakt zwischen Arzt und Krankenhausapotheker, um die schmalen therapeutischen Korridore sicher bestimmen und nutzen zu können. Das schützt den hochbelasteten Patienten vor Gefährdungen im Rahmen der Arzneimitteltherapie und es entlastet die Solidargemeinschaft durch den zielgenauen Einsatz teurer Medikamente,“ so Hennig.

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Stipendienausschreibung:

Welchen Beitrag leisten freiwillig Engagierte für das Gemeinwohl älterer Menschen?

 

csiHeidelberg (5. Juni 2009) - Bürgerschaftliches Engagement wird in Politik und Wissenschaft intensiv diskutiert. Da erst wenige Erkenntnisse darüber vorliegen, welchen Anteil Bürgerinnen und Bürger freiwillig zur Lösung sozialer Problemlagen beisteuern, steht die diesjährige Stipendienausschreibung des Heidelberger Doktorandenkollegs "Bürgerschaftliches Engagement" unter dem Leitmotiv "Der gesellschaftliche Beitrag von Freiwilligen - Engagement für ältere Menschen in Bildung, Integration und Arbeitsmarkt".

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"Patientenverfügungsgesetz jetzt!"

Kampagne für ein Patientenverfügungsgesetz läuft erfolgreich an

 

Jetzt handelnBerlin (3. Juni 2009) - Der Druck auf die Politik, noch in dieser Legislaturperiode ein Patientenverfügungsgesetz zu beschließen, steigt. Die Kampagne "Patientenverfügungsgesetz jetzt!", die die Patientenschutzorganisation Deutsche Hospiz Stiftung vergangene Woche gestartet hat, ist schwungvoll angelaufen. Täglich melden sich mehr als 1.000 Interessenten. Auf der Webseite www.patientenverfuegungsgesetz-jetzt.de können sie ihre lokalen Bundestagsabgeordneten ausfindig machen und sie per E-Mail, Brief, Fax oder Telefon auffordern, das wichtige Gesetzesvorhaben nicht an politischen Eitelkeiten scheitern zu lassen. Ein Musterbrief steht zur Verfügung.

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Bundesforschungsministerium fördert Muskeldystrophie-Netzwerk

Kooperation von Grundlagenforschung und klinischer Forschung als Schlüsselfaktor bei der Behandlung seltener Krankheiten

 

München (22. Mai 2009) - Zwischen 25.000 und 40.000 Menschen sind in Deutschland von Muskeldystrophien betroffen - Hauptsymptome dieser erblichen Erkrankungen des Muskels sind Muskelschwäche und -schwund. Da weniger als einer von 2.000 Menschen unter diesem Krankheitsbild leidet, zählen Muskeldystrophien per Definition zu den "seltenen Erkrankungen". Um die Entstehung von Muskeldystrophien besser zu verstehen, die Diagnose der Krankheiten zu optimieren und effektive Therapien zu entwickeln haben Ärzte und Wissenschaftler aus ganz Deutschland seit 2003 ihre Kompetenz im Muskeldystrophie-Netzwerk (MD-NET) gebündelt.

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Deutscher Pflegerat

Memorandum zur Pflegebildung

 

deutscher_pflegerat_logoBerlin (15. Mai 2009) - Der Deutsche Pflegerat e.V. und seine Mitgliedsverbände fordern die Parteien des Deutschen Bundestages und der Landtage auf, unverzüglich eine grundlegende Reform von Alten- und Krankenpflegegesetz vorzunehmen.

Die demographische Entwicklung führt zu einem steigenden Bedarf an pflegerischer Unterstützung und Betreuung bei Pflegebedürftigkeit, chronischer und akuter Krankheit, zur Prävention und Rehabilitation und am Ende des Lebens in der Palliativversorgung bei gleichzeitig sinkenden Zahlen von Schulabgängern. Diese Herausforderungen verlangen eine umfassende Investition in die Pflegebildung zur qualitativen und quantitativen Sicherstellung der professionellen pflegerischen Versorgung der Bevölkerung.

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Rätsel um Morgen- und Abendtypen geklärt

 

Basel, Schweiz (24. April 2009) - Forschende der Universitäten Basel, Brüssel und Lüttich konnten klären, weshalb bestimmte Menschen abends länger wach und aktiv sind als andere. Diese sogenannten Abendtypen profitieren im Gegensatz zu den Morgentypen von einem im Hirn ausgelösten abendlichen Wecksignal. Je stärker dieses Wachsignal ist, desto effizienter wirkt es dem Schlafdruck entgegen. Die Forschungsergebnisse sind in der renommierten Fachzeitschrift "Science" nachzulesen.

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Gesundheitsausgaben 2007 um knapp 8 Milliarden Euro gestiegen

 

Wiesbaden (6. April 2009) - Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des Weltgesundheitstages mitteilt, betrugen die Ausgaben für Gesundheit in Deutschland im Jahr 2007 insgesamt 252,8 Milliarden Euro. Sie stiegen gegenüber dem Vorjahr um 7,8 Milliarden Euro oder 3,2 %. Damit entsprachen die Ausgaben 10,4 % des Bruttoinlandsproduktes oder gut 3.070 Euro je Einwohner. Trotz des Anstieges der Gesundheitsausgaben ist ihr Anteil am Bruttoinlandsprodukt im Vergleich zu 2006 gesunken (2006: 10,5 %).

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US-amerikanisches Konjunkturprogramm berücksichtigt den Pflegekollaps

 

Berlin (25. März 2009) - Die USA verzeichnen einen dramatischen Pflegekollaps, auf den mittlerweile auch das Weiße Haus reagiert. Am 5. März war der Notstand explizit Thema in einer Sitzung zur geplanten Gesundheitsreform des neugewählten US-Präsidenten. Momentan sind 116.000 Stellen in US-amerikanischen Krankenhäusern unbesetzt, weitere 100.000 Stellen sind in Pflegeheimen und im ambulanten Bereich unbesetzt.

Der gesamte Pflegesektor biete dem Nachwuchs unattraktive Ausbildungsbedingungen, beklagen Verbandsvertreter der American Association of Colleges of Nursing (AACN). In den Ausbildungseinrichtungen wird seit Jahrzehnten gespart, die Pflegefakultäten werden nicht hinreichend ausgebaut. Es fehlt an geeignetem Lehrpersonal. Allein in 2008 haben 50.000 angehende Lehrkräfte die Ausbildung abgebrochen, ebenso sind 6.000 Studenten aus den Master-Programmen ausgeschieden. Dies geschieht vor dem Hintergrund, dass eine graduierte Pflegende in der Praxis auf ein durchschnittliches Jahresgehalt von etwa 82.000 USD kommt - fast 20 Prozent mehr als Lehrende mit etwa 68.000 USD im Jahresdurchschnitt verdienen.

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"Mit Medikamenten allein kommen wir nicht weiter"

 

EUROASPIRE-Studie: Ärzte sollten sich verstärkt der Lebensstil-Beratung zuwenden

 

Münster (20. März 2009) - Nikotin verursacht Krebs und verursacht Herzkreislaufkrankheiten - ein Satz, wie ihn viele Patienten von ihren Ärzten zu hören bekommen. Und ein falscher, wie Prof. Ulrich Keil klarstellt: "Nikotin ist nur der Stoff der Begierde. Verantwortlich sind einige der anderen 3.800 Inhaltsstoffe von Zigaretten". Dass selbst Fachleuten solche Zusammenhänge oft nicht bekannt sind, sei kennzeichnend für ein Gesundheitssystem, das zu stark auf Medikamente und zu wenig auf Vorbeugung setze, so die Meinung des Mediziners. Bestätigt sieht sich Keil durch die dritte "EUROASPIRE"-Studie, an der der Leiter des Institutes für Epidemiologie und Sozialmedizin der Universität Münster federführend mitgewirkt hat: Deren - zumeist negativen - Ergebnisse sind nun nachzulesen in "The Lancet".

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Parallelen zwischen Wundheilung und Krebs

 

Zelluläre Parallelen zwischen einem Tumor und einer Hautwunde. Die Abbildung zeigt einen epithelialen Hautkrebs und eine Hautwunde in der Phase der Bildung von neuem Gewebe. Sowohl in der Wunde als auch im Tumor findet man ein Fibringerinnsel, Entzündungszellen (neutrophile Granulozyten, Makrophagen, Mastzellen, Lymphozyten), neugebildete Blutgefässe, und eine grosse Anzahl an Fibroblasten/Myofibroblasten. Diese Zellen sind Bestandteile des sogenannten Wund-Granulationsgewebes, das starke Ähnlichkeiten mit dem Tumorstroma aufweist. Zusätzlich findet man wandernde und proliferierende Keratinozyten in der Wunde und im Tumor. Der Hauptunterschied zwischen Wunden und Tumoren ist das invasive Wachstum der maligne transformierten Epithelzellen. Aus: Schäfer, M., and Werner, S. (2008). Cancer as an overhealing wound - an old hypothesis revisited. Nat. Rev. Mol. Cell Biol. 9, 628-638.München (18. März 2009) - Immer mehr Menschen erkranken weltweit an Hautkrebs. Grund dafür sind die erhöhte Lebenserwartung und die zunehmende Belastung durch UV-Strahlen. Die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Sabine Werner an der ETH Zürich erforscht die molekularen Mechanismen, die der Entstehung und dem Wachstum von Hauttumoren zugrunde liegen. Dabei nutzt sie ihre Erfahrungen auf dem Bereich der Wundheilung und die interessanten Parallelen zwischen Wundheilung und Krebs.

"Tumore sind Wunden, die nicht heilen", ist eine wichtige Aussage des amerikanischen Pathologen Dr. Harold Dvorak. Sie beruht auf histologischen Beobachtungen, die er bereits vor mehr als 20 Jahren an Hautwunden und bösartigen Tumoren gemacht hat. Seine Hypothese konnte inzwischen zumindest teilweise bestätigt werden. Insbesondere auf der molekularen Ebene lassen sich wichtige Parallelen zwischen Wundheilung und Krebs finden. So konnte gezeigt werden, dass das Genexpressionsmuster in heilenden Wunden starke Ähnlichkeit mit dem Genexpressionsmuster in bösartigen Tumoren aufweist, wobei die Parallelen bei besonders aggressiven Tumoren am stärksten sind. Es ist deshalb wichtig, die Gene zu identifizieren und funktionell zu charakterisieren, die sowohl die Wundheilung als auch das Wachstum von Tumoren steuern. Das Team von Prof. Dr. Sabine Werner an der ETH Zürich konnte in den neuesten Arbeiten zeigen, dass dieselben Mechanismen, welche für die Wundheilung entscheidend sind, auch beim Entstehen und Wachsen von Tumoren eine Rolle spielen.

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Alt und behindert

Berlin (18. März 2009) - Eine Studie des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung zeigt, wie sich der demografische Wandel auf Menschen mit lebenslanger Behinderung auswirkt. Jeder zwölfte Bundesbürger besitzt einen Schwerbehindertenausweis. Die meisten dieser 6,7 Millionen Personen sind im Rentenalter und wegen einer langjährigen Erkrankung in ihrem Leben eingeschränkt. Doch nur ein Bruchteil davon braucht Unterstützung im Alltag.

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Wie "tickt" der Mensch?

Charité-Forscher entdecken neues Gen für die innere Uhr

 

Berlin (16. März 2009) - Ein Forscherteam der Charité - Universitätsmedizin Berlin hat jetzt einen neuen Regulator der inneren Uhr entdeckt. Diese prägt mit ihrem festen Takt von Wach- und Schlafphasen unseren gesamten biologischen Rhythmus. Doch welcher Mechanismus sorgt dafür, dass wir abends müde ins Bett gehen und morgens erholt aufwachen? Die Arbeitsgruppe um Prof. Achim Kramer vom Institut für Medizinische Immunologie sucht im menschlichen Gencode nach jenen Rädchen, die unseren eingebauten Taktgeber in Schwung halten. Erste Ergebnisse präsentiert das Team jetzt in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "Genes & Development"*.

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Grundsteinlegung für neue Produktionsgebäude für Tollwut- und FSME-Impfstoffe bei Novartis Behring in Marburg

 

  • 168-Mio-Euro Gesamtprojektkosten
  • Neue Produktionsanlagen sichern mittel- und langfristig die Versorgung mit lebensrettendem Tollwut- und FSME-Impfstoff
  • Grundstein enthält Mitarbeiterwünsche auf einer Pergamentrolle

 

Grundsteinlegung MARS-Projekt. Photo: Tom MillerMarburg (27. Februar 2009) – Den Grundstein zum neuen Produktionsgebäude für Tollwut- und FSME-Impfstoffe bei Novartis Behring in Marburg haben heute Dr. Andrin Oswald, CEO Novartis Vaccines and Diagnostics, der Ministerialdirigent des hessischen Wirtschaftsministeriums Klaus-Dieter Jäger und Marburgs Oberbürgermeister Egon Vaupel gelegt. Gemeinsam brachten sie in einem symbolischen Akt die Wünsche der Mitarbeiter für die Zukunft auf einer 20 Meter langen Pergamentrolle in den Grundstein des Produktionsgebäudes ein. „Novartis Vaccines and Diagnostics hat sich zum Ziel gesetzt, Menschen in aller Welt vor Krankheiten wie Tollwut und durch Zeckenstich übertragene Frühsommer-Meningoencephalitis (FSME) zu schützen.

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"Diakonie hat Einheit der Deutschen am Leben gehalten"

 

Berlin, 13. Februar 2009   "Ohne die Diakonie wäre das Gesundheits- und Sozialsystem der DDR überfordert gewesen", betonte Bundesinnenminister Dr. Wolfgang Schäuble beim Jahresempfang der Diakonie am 13. Februar. Die Diakonie habe sich um jene Menschen gekümmert, die nach Ansicht des DDR-Regimes "keinen Beitrag zum Aufbau des Sozialismus leisten konnten: Schwer kranke, alte und vor allem geistig behinderte Menschen".

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Gelähmte Muskelfasern durch niedrige Kaliumkonzentration

 

Ulm an der Donau (12. Februar 2009) - Neue Erkenntnisse über den Einfluss der Kaliumkonzentration im Blut auf die Funktion von Muskelfasern hat eine Forschungsgruppe des Instituts für Angewandte Physiologie der Universität Ulm gewonnen. Die Wissenschaftler um Professor Frank Lehmann-Horn und Privatdozentin Dr. Karin Jurkat-Rott gehen in ihrer Studie auch auf eine bewusste Erhöhung der Kaliumkonzentration im Zusammenhang mit Therapiekonzepten ein. Veröffentlicht haben die Arbeit am Mittwoch die "Proceedings of National Academy of Sciences of USA" (PNAS), den Autoren zufolge nach Nature und Science das bedeutendste Journal für die Natur- und Lebenswissenschaften.

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Bessere Versorgung nach schweren Unfällen

 

Witten/Herdecke (12. Februar 2009) - Interdisziplinäre Forschergruppe der Universität Witten/Herdecke entwickelte weltweit ersten Standard, der die Versorgung nach schweren Unfällen mit Mehrfachverletzungen verbessern soll / Preis von der Europäischen Gesellschaft für Trauma und Notfallmedizin (ESTES)

Die langfristige Versorgung von schwerstverletzten Unfallopfern soll ein neuartiger Fragebogen verbessern helfen, den Unfallchirurgen und Wissenschaftler des Instituts für Forschung in der Operativen Medizin (IFOM) der Universität Witten/Herdecke in jahrelanger Arbeit entwickelt haben.

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Krankheitskonzepte: Wie rational entscheiden Ärzte?

 

Studie fragt zum ersten Mal nach den unbewussten Handlungs-Kriterien von Hausärzten

 

Witten/Herdecke (11. Februar 2009) - Patienten bringen in der Begegnung mit ihrem Arzt immer auch eigene Vorstellungen von den Ursachen und Folgen ihrer Krankheit mit. Die Wissenschaft nennt diese Vorstellungen Krankheitskonzepte. Bisher wurde davon ausgegangen, dass den laienhaften naiven Konzepten der Patienten die richtigen medizinisch objektiven Konzepte der Ärzte gegenüberstehen. Denn die Medizin ist eine Naturwissenschaft und deren exakte Methoden bilden die Grundlage für rationale Diagnosen und Entscheidungen der Ärzte - soweit das immer noch weit verbreitete Bild über Ärzte in der Öffentlichkeit und bei vielen Ärzten.

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Trauernde Männer gesucht

 

Würzburg (4. Februar 2009) - Für eine wissenschaftliche Studie an der Universität Würzburg werden Männer gesucht, die eine ihnen nahestehende Person durch deren Tod verloren haben und darüber trauern. Anhand von zwei Fragebögen sollen sie im Internet anonym Fragen im Zusammenhang mit ihrem Verlust beantworten. Der Zeitaufwand beträgt etwa 15 Minuten.

Wenn es um die Begleitung, Beratung und Therapie von Menschen in Trauer geht, steht Deutschland gut da. Anders verhält es sich mit dem Gebiet der Trauerforschung; diese wird in Deutschland kaum betrieben. Dies zeigt sich unter anderem darin, dass es keine wissenschaftlichen Untersuchungsverfahren zur Erfassung des Trauerns gibt, wie sie in englischer Sprache seit langem in Gebrauch sind. Dabei könnten derartige Verfahren zu einem deutlich besseren Verständnis des Trauerverlaufs beitragen; mit diesem Wissen ließe sich die Situation der Betroffenen spürbar verbessern.

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Unsichere Jobs und die Reaktionen des Körpers

Ulmer Uni-Institut erforscht Zusammenhänge

 

Ulm an der Donau (3. Februar 2009) - Nicht ohne politische Brisanz ist eine wissenschaftliche Studie, die jetzt am Institut für Epidemiologie der Universität Ulm angelaufen ist. Im Mittelpunkt dabei: Die Auswirkungen unsicherer Arbeitsbedingungen auf die Gesundheit. "Ein Zusammenhang zwischen befristeten oder anderweitig unsicheren Jobs und schlechter psychischer wie körperlicher Verfassung besteht.

Das ist inzwischen vielfach belegt", sagt Professor Richard Peter, derzeit kommissarischer Direktor des Instituts und Leiter der Untersuchung, "wir wollen nun in Zusammenarbeit mit der Universität Halle-Wittenberg den Ursachen auf die Spur kommen". Erste Ergebnisse der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Studie werden bis zum Spätherbst erwartet.

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Kleiner Helfer für Erste Hilfe

 

  • Neues System gibt bereits nach zehn Sekunden Auskunft darüber, ob eine bewusstlose Person reanimiert werden muss
  • Der Sensor passt an jeden Schlüsselbund

    Abb. 1: Klein und handlich: Der Erste-Hilfe-Sensor ist nicht größer als eine Walnuss. Photo: Marc Jäger.Karlsruhe (2. Februar 2009) - In den Industrieländern sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen die mit Abstand häufigste Todesursache. Allein in Deutschland erleiden jährlich etwa 100.000 Menschen einen plötzlichen Herzstillstand. Häufige Ursachen sind ein Herzinfarkt, schwere Verletzungen bei einem Unfall oder ein Stromschlag. Ersthelfer am Notfallort werden aber oftmals durch die diagnostische Unsicherheit vom aktiven Helfen abgehalten. Ein neuer "Erste-Hilfe-Sensor" vermag es nun, Ersthelfer schnell vom Herz-Kreislauf-Zustand des Verletzten zu informieren.

In den Industrieländern sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen die mit Abstand häufigste Todesursache. Allein in Deutschland erleiden jährlich etwa 100.000 Menschen einen plötzlichen Herzstillstand. Häufige Ursachen sind ein Herzinfarkt, schwere Verletzungen bei einem Unfall oder ein Stromschlag. Ersthelfer am Notfallort werden aber oftmals durch die diagnostische Unsicherheit vom aktiven Helfen abgehalten. Ein neuer "Erste-Hilfe-Sensor" vermag es nun, Ersthelfer schnell vom Herz-Kreislauf-Zustand des Verletzten zu informieren.

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100.000 Mal Beistand in zwei Jahren

Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt gibt Startsignal für Velotaxi-Infotour

 

Abb.: Unter dem Motto 'Kommt wie gerufen' haben Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt und die Patientenbeauftragte der Bundesregierung Helga Kühn-Mengel heute das Startsignal für eine Velotaxi-Infotour zum neuen kostenfreien Beratungstelefon der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD) gegeben. 'Unter 0800 0 117722 können sich Ratsuchende montags bis freitags zwischen 10 und 18 Uhr zu Gesundheitsfragen kompetent und neutral beraten lassen', sagte UPD-Geschäftsführerin Astrid Burkhardt. Anlässlich des neuen Angebotes können sich interessierte Passanten noch bis zum 6. Februar während einer Tour durch Berlin in einem von zwei Velotaxis über die UPD informieren. Weitere Informationen im Internet unter: www.upd-online.de. Personen v.l.n.r.: Mathias in der Rieden (Velotaxi-Fahrer), Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt, Astrid Burkhardt (UPD-Geschäftsführerin), Patientenbeauftragte der Bundesregierung Helga Kühn-Mengel, Christian Henschke (Velotaxi-Fahrer), Kai Kirchner (Patientenberater). Photo: UPDBerlin (30. Januar 2009) - Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt und die Patientenbeauftragte der Bundesregierung Helga Kühn-Mengel gaben pünktlich zum zweijährigen Bestehen der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD) heute das Startsignal für eine Velotaxi-Infotour zur UPD und zum neuen kostenfreien Beratungstelefon. Unter dem Motto "Kommt wie gerufen" können sich Ratsuchende ab sofort unter 0800 0 117722 von der UPD kostenfrei beraten lassen.

 "In den zwei Jahren unseres Bestehens haben wir schon mehr als 100.000 Menschen in Gesundheitsfragen beraten und informiert", erklärte UPD-Geschäftsführerin Astrid Burkhardt. "Das jetzt kostenfreie Beratungstelefon ergänzt unsere persönliche Beratung in 22 regionalen Beratungsstellen zwischen Kiel und München. Für alle Patientinnen, Patienten und deren Angehörigen übernehmen wir eine Lotsenfunktion im Gesundheitswesen", so Astrid Burkhardt weiter.

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Gute Karten für die Zukunft?

Die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte

 

Göttingen (30. Januar 2009) - Gute Karten für die Zukunft? Mit der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte beschäftigt sich der 5. Göttinger Workshop zum Medizinrecht, der am 6. Februar 2009 an der Georg-August-Universität stattfindet. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen neben aktuellen rechtspolitischen Positionen und rechtlichen Aspekten insbesondere auch Fragen des Datenschutzes sowie mögliche Auswirkungen auf das Arzt-Patienten-Verhältnis und den Ablauf im Praxisalltag. Auf Einladung des Zentrums für Medizinrecht werden dazu Vertreter des Bundesgesundheitsministeriums und der Bundesärztekammer sowie Experten der Medizininformatik und der Rechtswissenschaft Stellung nehmen.

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Müll im Krankenhaus schluckt zu viel Geld

Eigene Desinfektionsanlage kann Entsorgungskosten reduzieren

 

Darmstadt (30.Januar 2009) - Krankenhäuser stecken schon deutlich länger in der Krise als die derzeit Schlagzeilen machenden Banken und Autohersteller. Reformen im Gesundheitssystem und andere Zwänge lassen viele Kliniken zumindest in Teilbereichen rote Zahlen schreiben. Die Senkung der Betriebskosten ist daher fast überall ein Muss. Sparen können Klinikbetreiber dabei an einer oft übersehenen Stelle: beim Müll.

"Bei der Entsorgung medizinischer Abfälle können in der Regel viele Kosten reduziert werden", erklärt Marc Hoffmann vom Fachgebiet Abfalltechnik der TU Darmstadt, "aber bislang wird diesem Bereich noch zu wenig Bedeutung beigemessen". Der Ingenieur hat am Universitätsklinikum Jena ein Modellprojekt durchgeführt, bei dem die Klinik ihre Ausgaben für die Entsorgung deutlich reduzieren konnte. Ein modernes Abfallwirtschaftskonzept kann die Gesamtkosten der Abfallbeseitigung um bis zu 20 Prozent reduzieren, schätzt Hoffmann.

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"Schwarzarbeitendes" Protein wirkt entzündungshemmend

 

Gießen (29. Januar 2009) - Ein internationales Wissenschaftlerteam unter Führung der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Andreas Meinhardt (Institut für Anatomie und Zellbiologie der Universität Gießen) hat einen neuen "Nebenjob" für ein ribosomales Protein entdeckt und damit möglicherweise einen Beitrag zur Bekämpfung von Krankheiten geleistet an denen der entzündungsfördernde Makrophagen-Migrations-Inhibitionsfaktor ursächlich beteiligt ist. Die Forschungsergebnisse sind gerade vorab online im "Journal of Biological Chemistry" erschienen.

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Rettender Eingriff an der Lunge eines Jungen im Mutterleib

 

Im Alter von zehn Wochen ruht sich Jan bei seiner Mutter aus. Photo: privatBonn (29. Januar 2009) - Jan drohte nach der Geburt zu ersticken. Denn ab der 16. Schwangerschaftswoche verlor die Fruchtblase seiner Mutter durch ein kleines Leck Wasser. Ihre Gebärmutter und seine Bauchorgane quetschten seine Lunge zunehmend ein - sie konnte dadurch nicht weiterwachsen. Mit einem Eingriff in die Atemwege des ungeborenen Kindes retteten Fetalchirurgen am Universitätsklinikum Bonn dem kleinen Jan vermutlich das Leben.

Damit gelang dieser Eingriff den Bonnern bereits zum zweiten Mal. Diesmal konnten die Ärzte aber nicht nur der Lunge beim Wachsen zu schauen, sondern bereits nach zwei Tagen eine deutlich verbesserte Lungendurchblutung feststellen. Die renommierte amerikanische Fachzeitschrift Obstetrics & Gynecology berichtete jetzt über diesen Fall.

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Landkarte der Geldflüsse - imedo sorgt für mehr Transparenz im Gesundheitswesen

 

Abb.: Das Poster 'Kosten des Gesundheitswesens' ist eine vereinfachte Darstellung ... Das Poster 'Kosten des Gesundheitswesens' ist eine vereinfachte Darstellung der Finanzströme und Kosten im deutschen Gesundheitswesen. Photo: obs/Imedo GmbHBerlin (27. Januar 2009) - Das imedo-Gesundheitskostenplakat erklärt die Kosten und Strukturen des deutschen Gesundheitswesens. "Intransparenz, gegenseitiges Misstrauen, Geldgier und soziale Verantwortungslosigkeit, der tägliche gruppenegoistische Kampf um das knappe Geld lähmen die Produktivität des Gesundheitssystems und das organisatorische Wachstum der Gesundheitswirtschaft. Jeder im Gesundheitswesen misstraut jedem, alle fühlen sich benachteiligt und verkannt, keiner blickt wirklich durch und alle sind immer unzufrieden und kranke Menschen wissen nicht mehr, auf wen sie sich noch verlassen können", erklärte Dr. Ellis Huber gestern bei der Präsentation des Gesundheitskostenplakats.

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Hauptwirkstoff von "Spice" identifiziert

Das Institut für Rechtsmedizin des Universitätsklinikums Freiburg und das Bundeskriminalamt warnen vor der Modedroge "Spice"

 

Freiburg (19. Januar 2009) - Das Rechtsmedizinische Institut des Universitätsklinikums Freiburg und das Bundeskriminalamt warnen eindringlich vor dem Konsum von "Spice" und vergleichbaren Produkten. Bei "Spice" handelt es sich um Mischungen aus getrockneten Pflanzenteilen, die als Räuchermischungen deklariert werden, tatsächlich aber als Ersatz für Cannabisprodukte Verwendung finden. Für Konsumenten ist nicht erkennbar, ob den Kräutermischungen synthetische, hochpotente Wirkstoffe zugesetzt wurden.

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"Lepra bleibt eine potentielle Zeitbombe"

DAHW: 10 Prozent der neu entdeckten Patienten sind Kinder

 

Würzburg (16. Januar 2009) - Jeder zehnte neue Lepra-Patient ist ein Kind, darauf weist die Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe (DAHW) aus Anlass des Welt-Lepra-Tages am 25. Januar hin. "Dies ist der Beweis, dass die Ansteckung ungebrochen weitergeht", erklärt der leitende DAHW-Mediziner Dr. Adolf Diefenhardt und verweist auf das Problem der "stillen Überträger". Diese Menschen verbreiten das Bakterium durch Tröpfcheninfektion, ohne selbst zu erkranken: "Damit bleibt Lepra eine potentielle Zeitbombe."

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Beginnt die Adipositas im Kopf?

Sechs neu entdeckte Gene zur Gewichtsregulation wirken neuronal

 

Neuherberg (8. Januar 2009) - Erhebliches Übergewicht, im wissenschaftlichen Sprachgebrauch Adipositas, erhöht das Risiko für Begleiterkrankungen, wie beispielsweise die Zuckerkrankheit (Typ 2 Diabetes). Ein internationales Wissenschaftlerteam mit deutscher Beteiligung durch das Helmholtz Zentrum München konnte sechs neue Adipositasgene identifizieren. Genexpressionsanalysen zeigten, dass alle sechs Gene in Gehirnzellen angeschaltet sind.

Das internationale GIANT (Genetic Investigation of Anthropometric Parameters) Konsortium ist der Entdeckung von Adipositasgenen auf der Spur. Dazu werteten die Wissenschaftler bislang zwei Millionen DNA-Varianten in mittlerweile 15 genomweiten Assoziationsstudien mit insgesamt über 32 000 Teilnehmern aus. Die daraus resultierenden Kandidatengene wurden in weiteren 14 Studien mit 59 000 Teilnehmern validiert. Neben den bereits bekannten Genen FTO und MC4R konnten nun sechs zusätzliche Gene identifiziert werden: TMEM18, KCTD15, GNPDA2, SH2B1, MTCH2 und NEGR1.

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Sensor in Arterie misst Blutdruck

 

Abb.: Der winzige Drucksensor - hier auf einem Finger abgebildet - misst den Blutdruck direkt in der Leistenschlagader.Fraunhofer IMSDuisburg (5. Januar 2009) - Bluthochdruck kann Ärzte und Patienten vor eine Geduldsprobe stellen: Oft muss der Blutdruck längere Zeit beobachtet werden, bis er sich einstellen lässt. Ein Drucksensor vereinfacht dies nun. Er wird in die Leistenschlagader eingeführt und überträgt die Daten drahtlos.

Strömt das Blut mit zu hohem Druck durch die Arterien, auch wenn der Mensch ruhig auf dem Sofa liegt, kann dies gefährlich sein: Beim Bluthochdruck pumpt das Herz ständig auf Hochtouren, was sowohl Herz- als auch Gefäßwände belastet. Medikamente sollen Abhilfe schaffen. Bei vielen Patienten lässt sich der Blutdruck dennoch nur schwer einstellen - er muss über einen längeren Zeitraum konsequent überwacht werden.

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Der Natur abgeschaut: Kleben zum Überleben

Einsatz von biomimetischen Klebstoffen für die Medizinforschung

 

Wien (29. Dezember 2008) - Eine Gruppe um Janek von Byern, Biologe an der Universität Wien, untersucht die Hautsekretabsonderungen von Salamandern mit der Absicht, daraus neue Klebstoffe für medizinische Anwendungen zu entwickeln. Dabei werden die Struktur der Klebedrüsen und insbesondere die Zusammensetzung des Klebstoffes genau analysiert. Ziel ist es, der Natur nachgebaute, so genannte biomimetische, Klebstoffe für die Wundheilung zu gewinnen, die frei von gesundheitsschädlichen Nebenwirkungen sind.

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Magnetische Zellen sollen Schäden im Körper reparieren

 

Bonn (22. Dezember 2008) - Ein Traum der Medizin ist es, lokal begrenzte Schäden im Körper mit Hilfe gesunder Zellen zu beheben. Doch wie lässt sich verhindern, dass die Zellen nicht gleich vom Blutstrom fortgespült werden, bevor sie in das Gewebe einwachsen? Wissenschaftler der Universität Bonn haben zusammen mit Kollegen aus München und Berlin eine Lösung dieses Problems gefunden: Sie präparierten die Hilfszellen so, dass diese sich mittels starker Magnete an die passende Stelle dirigieren ließen. Die Forscher berichten in der kommenden Ausgabe der Zeitschrift PNAS über ihre Ergebnisse.

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Sex und Gender in der Medizin: Frauen und Männer sind anders krank

 

Göttingen (12. Dezember 2008) - Die niederländische Professorin für Gender Studies im Gesundheitswesen Dr. Ineke Klinge lehrt im Wintersemester 2008/2009 an der Abteilung Ethik und Geschichte der Medizin der Universitätsmedizin Göttingen. Ihre Gastprofessur wird vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur im Rahmen des Maria-Goeppert-Mayer-Programms für internationale Frauen- und Genderforschung gefördert. In ihrer Antrittsvorlesung spricht Dr. Klinge über "Bringing gender expertise to biomedical and health research". Sie wird erläutern, warum das biologische Geschlecht (Sex) und die soziokulturelle Geschlechtsrolle (Gender) wichtige Gesundheitsfaktoren und wesentliche Aspekte der Gesundheitsforschung sind. An gut dokumentierten Beispielen wird sie zeigen, auf welch unterschiedliche Weise Frauen und Männer erkranken oder krank sind. Die Veranstaltung am Donnerstag, dem 18. Dezember 2008, findet im Seminarraum der Abteilung Ethik und Geschichte der Medizin, Humboldtallee 36, statt und beginnt um 14:30 Uhr. Die Vorlesung ist öffentlich und wird in englischer Sprache gehalten.

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Dialog zu eHealth-Anwendungen intensivieren

 

Darmstadt/Berlin (20. November 2008) - Die Arbeitsgruppe 7 "Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) und Gesundheit" des IT Gipfels der Bundesregierung hat Verstärkung bekommen: Neues Mitglied wird der GKV-Spitzenverband. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) nimmt als ständiger Gast teil. Die Arbeitsgruppe 7 beschäftigt sich mit der Einführung von neuen eHealth-Anwendungen in Deutschland. Mit der künftigen Beteiligung des GKV-Spitzenverbandes und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung als Gast sitzen Selbstverwaltung, Politik, Forschung und Industrie bei diesem Zukunftsthema nun gemeinsam an einem Tisch.

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DKG stellt "Krankenhaus Barometer 2008" vor

Kein Licht am Ende des Tunnels

 

Berlin  (29. Oktober 2008) -  Zu den Ergebnissen des "Krankenhaus-Barometers 2008" des Deutschen Krankenhausinstituts (DKI) erklärt der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Georg Baum:
"Seit Jahren haben die Krankenhäuser nicht mehr so pessimistisch und sorgenvoll in die Zukunft geschaut. Der Anteil der Krankenhäuser mit verschlechtertem Jahresergebnis hat zugenommen. Die Zahl der Kliniken mit Verlusten liegt bei knapp 30 Prozent unverändert hoch. Obwohl in der Regel zeitlich befristet, laufen noch immer rund 200 Krankenhäuser unter tariflichen Ausnahmebedingungen. Hinzu kommen viele Kliniken, die aus Tarifgemeinschaften ausgetreten sind. Noch schlechter sind laut DKI-Umfrage die Erwartungen für das laufende und für das kommende Jahr.

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Aus der Forschung entstehen Produkte für Patienten

 

BMBF zeichnet zum zehnten Mal Gewinner des Innovationswettbewerbs Medizintechnik aus

Berlin (23. Oktober 2008) - Zum zehnten Mal hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) den "Innovationswettbewerb zur Förderung der Medizintechnik" durchgeführt. "Der Wettbewerb hat sich sehr bewährt und unser wichtigstes Anliegen erfüllt: Aus innovativen Ideen der Forscher sind Produkte für Patientinnen und Patienten geworden", sagte Staatssekretär Prof. Frieder Meyer-Krahmer am Donnerstag in Berlin. Die Auszeichnung der Gewinner fand beim "Innovationsforum Medizintechnik" statt, dass das BMBF und die drei Industrieverbände BVMED, SPECTARIS und ZVEI gemeinsam veranstalteten.

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Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft:

Operation und Stent gleichermaßen erfolgreich bei der Schlaganfallvorbeugung

 

Berlin (21. Oktober 2008) - Patienten, die einen Schlaganfall aufgrund einer Verengung an der Halsschlagader erleiden, haben ein hohes Risiko eines erneuten Schlaganfalls. Viele dieser "Zweit-Schlaganfälle" lassen sich vermeiden, wenn die Verengungen rechtzeitig behoben werden. Dies ist heute durch zwei Verfahren möglich: Bei einer Endarteriektomie werden die Ablagerungen operativ entfernt. Bei einer Katheterbehandlung hingegen wird unter örtlicher Betäubung ein Stent, also eine Gefäßstütze, eingesetzt. Ein erneuter Gefäßverschluss soll dadurch vermieden werden.

Seit Jahren diskutieren Mediziner, welche der beiden Methoden die erfolgreichere ist. Neue Studienergebnisse belegen jetzt, dass die Erfolgsaussichten beider Verfahren auf lange Sicht gleich sind. Große Unterschiede gibt es allerdings bei den Komplikationsraten der einzelnen Therapiezentren. Die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft empfiehlt Betroffenen deshalb, sich vor einem Eingriff über die Komplikationsraten des jeweiligen Zentrums zu informieren.

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Wirksamkeit eines chinesischen Darmwurmmittels

 

Basel, Schweiz (20. Oktober 2008) - Forscher des Schweizerischen Tropeninstituts in Basel haben die Verträglichkeit und Wirksamkeit eines in China entwickelten Medikaments gegen Darmwürmer bestätigt. Laut ihrer Studie wirkt das neue Mittel Tribendimidine ähnlich wie das Standardmedikament Albendazole gegen Haken-, Spul- und Peitschenwürmer sowie gegen Zwergfaden- und Bandwürmer. Durchgeführt wurde die in der Fachzeitschrift "PLoS Neglected Tropical Diseases" publizierte Studie gemeinsam mit chinesischen Partnern in Simao, Shanghai und Wuxi.

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Dem Erreger des Rinderwahnsinns auf der Spur

 

Zürich, Schweiz (20. Oktober 2008) - Chemikern der ETH Zürich und der TU München gelang es erstmals, ein verankertes Prion künstlich herzustellen. Damit liefern sie der Prionenforschung möglicherweise eine neue Grundlage, um herauszufinden wie BSE oder die Creutzfeldt-Jacob-Krankheit entstehen.

Mitte der 90er Jahre war der Rinderwahnsinn in aller Munde und Medienthema Nummer eins. Das Beunruhigende an der Tierseuche war die Vermutung? dass eine Variante der tödlich verlaufenden Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (vCJD) beim Menschen durch den Verzehr von BSE-verseuchtem Rindfleisch hervorgerufen wird. In beiden Spezies kommt es durch die Krankheiten zur einer Degeneration des Gehirns. Die Forschung geht seit Längerem davon aus, dass dafür falsch gefaltete Prionen verantwortlich sind. Auch wenn es ruhiger um BSE und CJD geworden ist, sind die prionenbedingten Krankheiten bis heute nicht heilbar.

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Strenger Kodex setzt klare Maßstäbe

 

Freiwillige Selbstkontrolle für die Arzneimittelindustrie bei Zusammenarbeit mit Patientenorganisationen  

 

Berlin (17. Oktober 2008). In dieser Woche hat das Bundeskartellamt den Kodex der Freiwilligen Selbstkontrolle für die Arzneimittelindustrie e.V. (FSA) zur Zusammenarbeit mit Patientenorganisationen als Wettbewerbsregel anerkannt. Der Kodex tritt damit in Kraft.

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Nationale Forschungsplattform für Zoonosen startet

 

Berlin (14. Oktober 2008) - Auf Initiative und mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) nimmt die "Nationale Forschungsplattform für Zoonosen" nun ihre Arbeit auf. Sie wird die Forschungsaktivitäten zu Infektionskrankheiten zusammenführen, bei denen die Erreger zwischen Tier und Mensch übertragen werden - so genannte Zoonosen.

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Die Initiative Pulsgesund startet durch

Ruhig Blut – Langsamer Puls verlängert das Leben

 

pulsgesundHamburg (9. Oktober 2008) - Ein langsamer Puls ist nicht nur gesund, sondern steigert auch die Lebensqualität und verlängert das Leben. Das ist das Ergebnis einer aktuellen internationalen Studie. Sie konnte zeigen, dass die Höhe des Pulsschlages das Risiko für einen Herzinfarkt entscheidend mitbestimmt – besonders bei Patienten, die bereits an einer Herzerkrankung leiden. Um über diesen bisher unterschätzten Faktor Pulsgesundheit zu informieren, und mit praktischen Tipps für mehr Pulsgesundheit zu helfen, wurde jetzt die Initiative Pulsgesund gegründet.

Das Herz schlägt im Durchschnitt über 100.000 Mal täglich. Nun hat eine neue internationale Studie gezeigt, dass die Höhe des Pulses einen direkten Einfluss auf die Gesundheit dieses kräftigsten menschlichen Muskels hat. Je schneller das Herz schlägt, desto höher ist die Gefahr eines Herzinfarktes. Besonders für Patienten mit Koronarer Herzkrankheit ist das Tempo ihres Herzschlags definitiv ein unabhängiger Risikofaktor, wie beispielsweise auch Blutdruck oder Cholesterin. So steigt bei einem Ruhepuls von dauerhaft über 70 Schlägen pro Minute das Herzinfarktrisiko für diese Patienten um 46 %.

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Welche Rolle spielen elektromagnetische Felder bei der Entstehung von Alzheimer und ALS?

 

Institut für Pathobiochemie startet Forschungsprojekt zum Einfluss niederfrequenter elektromagnetischer Strahlung auf neurodegenerative Erkrankungen

 

Mainz (7. Oktober 2008) - Die Ursachen für das Auftreten von neurodegenerativen Erkrankungen wie der Alzheimer-Krankheit oder der Amyotrophen Lateralsklerose (ALS) sind bis heute unbekannt. Zwar wird ein geringer Teil der Fälle durch genetische Mutationen bei bestimmten Proteinen ausgelöst, in den weitaus meisten Fällen konnte aber bisher keine genaue Ursache festgestellt werden. So liegt die Vermutung nahe, dass neben einer möglichen genetischen Prädisposition Umweltfaktoren, der Lebensstil oder die Arbeitsumgebung das Ausbrechen und den Verlauf der Erkrankungen beeinflussen. Unter Federführung von Dr. Albrecht Clement und Univ.-Prof. Dr. Christian Behl am Institut für Physiologische Chemie und Pathobiochemie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz wird nun in einem vom Bundesamt für Strahlenschutz geförderten Projekt untersucht, ob die lang andauernde Exposition mit niederfrequenter elektromagnetischer Strahlung Einfluss auf den Verlauf der Alzheimer-Krankheit und der ALS hat.

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Cellulose im Knie

 

Forschungsverbund will "Bioaktive Implantate" für den Wiederaufbau von Gelenkknorpel und Bandscheiben sowie zur Hernienreparatur entwickeln

 

Die bakterielle Nanocellulose ist ein guter Ersatz für die Knorpelmatrix. Photo: von der Gönna/UKJJena (2. Oktober 2008) - Gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie testen die Orthopäden des Jenaer Universitätsklinikums neuartige Biomaterialien als Knorpelersatz. Bioaktive Nanocellulose soll als Gerüst für den Aufbau neuen Knorpelgewebes dienen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Verbundprojekt "BioInside" mit 4 Millionen Euro.

In den Gelenken dient Knorpel als eine Art Stoßdämpfer für die Knochen. Das druckelastische oder faserige Stützgewebe fängt Druck- und Scherkräfte ab, die bei allen Bewegungen auf die Knochen einwirken. Wird die Knorpelsubstanz aber durch Verschleiß, Stoffwechselstörungen oder Unfälle beschädigt und in ihrer Funktion eingeschränkt, so greifen diese Kräfte direkt am Knochen an, was sehr schmerzhaft ist.

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Großdemonstration in Berlin

 

Statement von Dr. Rudolf Kösters (Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft) anlässlich der Großdemonstration am 25. September 2008 vor dem Brandenburger Tor in Berlin

 

Berlin (25. September 2008) -  Liebe Kolleginnen und Kollegen aus den deutschen Krankenhäusern!

Es ist einfach großartig, dass Sie in so großer Zahl nach Berlin gekommen sind. Ich darf Ihnen sagen: Wir sind 70.000! 70.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus allen Krankenhäusern unseres Landes von Süd bis Nord, von Ost bis West. Das ist einzigartig in der Geschichte der Bundesrepublik! Das hat es noch nie gegeben!

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Krankenhausfinanzierungsreformgesetz:

Drei Milliarden Euro mehr Geld für Krankenhäuser

 

Berlin (24. September 2008) - Das Bundeskabinett hat heute dem Entwurf eines Gesetzes zum ordnungspolitischen Rahmen der Krankenhausfinanzierung ab dem Jahr 2009 (Krankenhausfinanzierungsreformgesetz – KHRG) zugestimmt. Damit werden die Rahmenbedingungen der Krankenhausfinanzierung ab dem Jahr 2009 vorgegeben.

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Warum Menschen zu Mobbing-Opfern werden

Zusammenhang mit früheren Erfahrungen?

 

Heidelberger Traumaforscher starten online-Studie unter www.mobbing-studie.de

 

Heidelberg (12. September 2008) - Erhöhen Erfahrungen aus früheren Lebensphasen die Wahrscheinlichkeit, Opfer von Mobbing zu werden? Eine Online-Befragung auf Initiative von Wissenschaftlern der Sektion Psychotraumatologie der Klinik für Psychosomatische und Allgemeine Klinische Medizin des Universitätsklinikums Heidelberg soll dabei helfen, die Faktoren besser zu verstehen, die zum Mobbing führen.

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Telemedizin leidet an Regulierungsproblem

Neue europaweite Studie zur Versorgung von Herzpatienten

 

Leipzig (10. September 2008) - Eine wissenschaftliche Studie zur Versorgung von Herzschrittmacherpatienten über telematische Verfahren ist soeben am Zentrum für Healthcare Management der Handelshochschule Leipzig (HHL) abgeschlossen worden. Die Studie, in der wiederum 98 europaweite Studien analysiert und durch eine Nutzenbewertung ergänzt werden, wird helfen, grundsätzliche Entscheidungen zum weiteren Vorgehen beim Einsatz telemedizinischer Verfahren zu treffen. Die Studie wurde für die europäische Organisation Eucomed - eine Vereinigung von über 60 führenden Medizintechnikherstellern Europas, darunter Johnson & Johnson, 3M, Biotronik und Medtronic - erstellt. Die Arbeit wurde auch der Europäischen Kommission zugänglich gemacht, die momentan eine Kommunikationskampagne zum Thema "Telemedizin" erstellt.

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Poren öffnen dem Tod die Tür

 

Wissenschaftler klären den Hauptzugangsweg, über den Virus-befallene Körperzellen und Tumorzellen von körpereigenen Abwehrstoffen angegriffen werden.

 

Martinsried (2. September 2008) - Unser Körper wird nahezu kontinuierlich von Krankheitserregern und spontan entstehenden Krebszellen bedroht. Doch der Körper wehrt sich: Spezialisierte Zellen des Immunsystems schleusen kleine Moleküle (Granzyme) in Virus-befallene Körperzellen sowie Krebszellen ein, und lösen so das eingebaute Selbstmordprogramm der Zellen aus. Um in eine attackierte Zelle zu gelangen, gibt es zwei mögliche Wege. Trotz mehr als zwanzigjähriger intensiver Forschung blieb jedoch unklar, auf welchem der beiden Wege die tödliche Menge an Granzymen in eine Zelle eindringt. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Neurobiologie zeigen nun,dass winzige Poren in der Zelloberfläche den Granzymen für kurze Zeit die Tür öffnen. Die Ergebnisse eröffnen auch neue Perspektiven für eine verbesserte Therapie von chronischen Virusinfektionen und Krebserkrankungen. (PNAS, 2. September 2008)

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Kabinett beschließt Entwurf für ein Gendiagnostikgesetz

 

Berlin  (27. August 2008) --  Das Bundeskabinett hat heute den Entwurf für ein Gendiagnostikgesetz beschlossen. Ziel des Gesetzentwurfes ist es, die mit der Untersuchung menschlicher genetischer Eigenschaften verbundenen möglichen Gefahren und genetische Diskriminierung zu verhindern. Gleichzeitig sollen die Chancen des Einsatzes genetischer Untersuchungen für den Einzelnen gewahrt werden. Mit dem Gesetz sollen Anforderungen an eine gute genetische Untersuchungspraxis verbindlich geregelt werden. Der Gesetzentwurf ist auf der Grundlage der vom Kabinett am 16. April 2008 beschlossenen Eckpunkte erarbeitet worden.

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Lebenserwartung der Menschen in Deutschland nimmt weiter zu

 

Wiesbaden (22. August 2008) – Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, hat die Lebenserwartung in Deutschland weiter zugenommen. Nach der neuen Sterbetafel 2005/2007 beträgt die durchschnittliche Lebenserwartung für neugeborene Jungen 76,9 Jahre und für neugeborene Mädchen 82,3 Jahre. Nach der vorherigen Sterbetafel 2004/2006 waren es 76,6 beziehungsweise 82,1 Jahre.

Auch für ältere Menschen ist die Lebenserwartung weiter angestiegen. Nach der Sterbetafel 2005/2007 beläuft sich die Lebenserwartung von 60-jährigen Männern auf weitere 20,7 Jahre gegenüber 20,6 Jahren nach der letzten Sterbetafel. 60-jährige Frauen können statistisch gesehen mit weiteren 24,6 Lebensjahren rechnen. Nach der Sterbetafel 2004/2006 waren es durchschnittlich 24,5 Jahre.

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Babysimulatoren:

Zwischen Kinderwunsch und Kinderschutz

 

Oldenburg (21. August 2008) - Babysimulatoren sehen aus wie Babypuppen, aber ihr Innenleben besteht aus einem Computer, der das Verhalten von Säuglingen simuliert. Junge Mädchen sollen durch die Simulatoren erste Erfahrungen im Umgang mit einem Kind sammeln können. Gleichzeitig zeichnet der Simulator die Versorgungsleistung und die Umgangsfehler der Probanden mit den Baby-Attrappen auf. Die Simulatoren wurden in den USA entwickelt und haben in Deutschland seit 2000 eine erstaunlich starke Verbreitung und öffentliche Aufmerksamkeit gefunden. Doch der Einsatz der Babysimulatoren erweist sich unter pädagogischen Gesichtspunkten in der Praxis als mangelhaft. Zu diesem Ergebnis kommt die Oldenburger Pädagogin Prof. Dr. Anke Spies in ihrer Untersuchung "Zwischen Kinderwunsch und Kinderschutz - Babysimulatoren in der pädagogischen Praxis". Die Studie, die in Zusammenarbeit mit der Psychologin Lalitha Chamakalayil entstand, liefert erstmals empirische Daten und Befunde zur pädagogischen Arbeit mit Babysimulatoren in Deutschland.

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MEDICA 2008: Trendthema Telepathologie

Mikroskopische Ferndiagnose mittels Mausklick

 

Digitalisierung revolutioniert die Arbeitsprozesse

 

Düsseldorf (20. August 2008) - Eine Zunahme der Krebsfälle und der Trend zur Spezialisierung stellen die ohnehin kleiner werdende Gruppe der Fachärzte für Pathologie vor erhebliche Probleme. Patienten müssen sich auf längere Wartezeiten einstellen, bis sie ihre Diagnose bekommen. Einen Ausweg aus diesem diagnostischen Dilemma bietet die Telemedizin in Form der so genannten „virtuellen Mikroskopie“. Welches Potenzial in der Digitalisierung und dem Online-Versand von Pathologiedaten steckt, thematisieren führende Medizintechnik-Hersteller im Rahmen der mit mehr als 4.200 Ausstellern weltgrößten Medizinmesse MEDICA 2008 in Düsseldorf (19. bis 22. November).

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Datenskandal bei der DAK

Neue Diskussion über sicherstmögliche E-Card notwendig

 

Berlin (19. August 2008) -  Der Ärzteverband Marburger Bund (MB) bezeichnete die im ARD-Magazin Report berichtete Weitergabe von 200.000 Datensätzen chronisch kranker Versicherter der Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK) an die Privatfirma Healthways als „eklatanten Verstoß gegen den Patientenschutz“. Nach Angaben des Hauptgeschäftsführers des Marburger Bundes Armin Ehl unterstreiche dieser Datenskandal bei der DAK die dringliche Notwendigkeit einer nachhaltigen politischen Diskussion über die sichere Verwendung von vertraulichen Patienteninformationen insbesondere noch vor der im Jahr 2009 geplanten Einführung der elektronischen Gesundheitskarte.

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Biomarker enthüllen unser biologisches Alter

 

Ulm / Hannover (18. August 2008) - Unternehmen der BioRegioN beteiligt an der Identifizierung von Biomarkern, die ein Abbild des menschlichen Alterns geben und neue Möglichkeiten für die Diagnostik und Therapie älterer Patienten erschließen.

Die demographische Entwicklung der Bevölkerung zeigt deutlich einen stetig wachsenden Prozentsatz älterer Menschen. Dies stellt Mediziner immer häufiger vor die Frage, welche Therapie im Einzelfall dem älteren Patienten zugemutet werden kann. Gerade Therapien, die eine Regenerationsfähigkeit des Patienten voraussetzen, wie beispielsweise Operationen, Strahlen- oder Chemotherapie, bedürfen einer umsichtigen Indikationsstellung, die sich vielmehr am biologischen als am chronologischen Alter des Patienten orientieren sollte.

 

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Gleichzeitig beatmen und operieren

Flexibles "Fibuskop" erleichtert Eingriffe in den Atemwegen

 

 Abb.: Sauerstoff für den Patienten, Bilder für den Chirurgen - das Fibuskop liefert auch unter schwierigen Bedingungen beides. Photo: MK-MediaDesign.Heidelberg (14. August 2008) - Fremdkörper oder Tumor in den Atemwegen: Bei schwierigen Eingriffen steht der Chirurg vor dem Problem, dass die kritische Stelle untersucht, möglicherweise entfernt und der Patient gleichzeitig beatmet werden muss. Mit den herkömmlichen Sichtgeräten (Endoskopen) ist dies manchmal schwer möglich; dann muss der Brustkorb eröffnet werden.
Abhilfe könnte hier eine Erfindung von Dr. Christoph Schramm schaffen, der als Facharzt in der Klinik für Anästhesiologie (Ärztlicher Direktor: Professor Dr. Eike Martin) am Heidelberger Universitätsklinikum tätig ist: Mit dem von ihm konzipierten "Fibuskop", einem flexiblen Endoskop, wird der Patient beatmet und der Chirurg kann unter Sichtkontrolle auch schwierige Eingriffe vornehmen. Im April 2008 ist diese Erfindung mit dem "IT & Life Science"-Preis der baden-württembergischen Wirtschaftsiniative bwcon ausgezeichnet worden. Nun werden Firmen für die Entwicklung eines Prototyps gesucht.

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Wenn die Pyramide Kopf steht  - Perspektiven des Alterns:

VolkswagenStiftung bewilligt zwölf Projekte über insgesamt rund 3,6 Millionen Euro.

Hannover (14. August 2008) - Häufig ist in den vergangenen Jahren vom demografischen Wandel die Rede. In den Medien dominieren dabei Schreckensszenarien, und die Diskussion konzentriert sich oft auf die negativen Folgen. Ein Blick auf die produktiven Gestaltungsmöglichkeiten kann hier einen positiven Akzent setzen. Im August 2006 gab die VolkswagenStiftung daher den Startschuss für eine Ausschreibung zum Thema "Individuelle und gesellschaftliche Perspektiven des Alterns" - unter dem Dach ihrer Initiative "Zukunftsfragen der Gesellschaft". Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sollten sich inhaltlich originell und methodisch ausgewiesen daran beteiligen mit dem Ziel, Entwicklungspotenziale einer alternden Gesellschaft auf individueller und gesellschaftlicher Ebene auszumachen und diese zu fördern - und zwar unter Beteiligung der "Betroffenen". Denn: Für eine offensive Gestaltung demografischer Herausforderungen tragen auch die älter werdenden Mitglieder einer insgesamt alternden Gesellschaft eine Mitverantwortung. Die VolkswagenStiftung bringt nun zwölf Forschungsvorhaben mit insgesamt rund 3,6 Millionen Euro auf den Weg:

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Pannenhilfe der Antibiotikumproduktion entschlüsselt

 

Lichtenberg-Professor Peter Güntert legt gemeinsam mit Forscherkollegen neue Erkenntnisse zur Wirkweise von Antibiotika vor.
Veröffentlichung im renommierten Wissenschaftsjournal Nature am Donnerstag, 14. August

 

Hannover (13. August 2008) - Seit der Entdeckung des Penizillins in den 1920er Jahren versuchen Wissenschaftler unaufhörlich, weitere Antibiotika aus Mikroorganismen zu isolieren - zumeist aus Pilzen oder Bakterien. Da viele krankheitserregende Bakterienstämme zunehmend Resistenzen ausbilden gegen die bekannten und zugelassenen Antibiotika, kommt der Suche nach neuen, geeigneten Substanzen mit antibakterieller Wirkung heute hohe Bedeutung zu. Allerdings ist das Auffinden bisher unbekannter Mikroorganismen, die solche Substanzen synthetisieren, nur ein möglicher Weg, um neuer Antibiotika habhaft zu werden.

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Was schwarze Pfoten über Blutarmut verraten

Der Wächter des Genoms und seine dunkle Seite

 

Was schwarze Pfoten über Blutarmut verraten - Der Wächter des Genoms und seine dunkle SeiteNeuherberg (13. August 2008) - „Wächter des Genoms“ wird das Molekül p53 genannt, weil es unkontrolliert wuchernden Zellen – und damit dem Krebs – Einhalt gebieten kann. Doch dieser wichtige Schutzfaktor hat auch dunkle Seiten, wie Prof. Martin Hrabé de Angelis, Direktor des Instituts für Experimentelle Genetik des Helmholtz Zentrums München, und Dr. Helmut Fuchs, der wissenschaftlich-technische Leiter der German Mouse Clinic, nun im Rahmen einer internationalen Studie zeigen konnten. Denn p53 reagiert auch auf bestimmte Defekte in den Proteinfabriken der Zelle, den Ribosomen, und kann dann bei Mensch und Tier verschiedene Störungen verursachen.

Dunkel pigmentierte Ohren, Schwänze und Pfoten (Foto) bei hellhäutigen Mäusen sind ein harmloses Beispiel dafür, die Diamond-Blackfan-Anämie beim Menschen ist dagegen eine schwerwiegende Erkrankung. Das Leiden ist gekennzeichnet von einer chronischen Blutarmut oder Anämie, wie sie auch bei manchen Krebsarten auftreten kann. Diese neuen Ergebnisse zur Rolle von p53 bei diesen Störungen könnten nun möglicherweise zu einer verbesserten Diagnose und Therapie schwerer Anämien führen (Nature Genetics).

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