Onkologie_aktuell

Nicht metastasiertes, kastrationsresistentes Hochrisiko-Prostatakarzinom (nmCRPC)

Astellas erhält europäische Zulassung für Enzalutamid zur Behandlung erwachsener Männer mit nicht metastasiertem, kastrationsresistenten Hochrisiko-Prostatakarzinom

  • Ergebnisse der PROSPER-Studie zeigen ein medianes metastasenfreies Überleben (MFS) von 36,6 Monaten für Enzalutamid plus Androgenentzugstherapie (ADT) vs. 14,7 Monate bei Männern unter Placebo plus ADT1

München (19. November 2018) – Astellas Pharma Inc. (TSE: 4503, President und CEO: Kenji Yasukawa, Ph.D., „Astellas”) gab kürzlich bekannt, dass die Europäische Kommission (EC) eine neue Indikation für Enzalutamid (Handelsname: Xtandi™) zur Behandlung erwachsener Männer mit nicht metastasiertem, kastrationsresistentem Hochrisiko-Prostatakarzinom (castration-resistant prostate cancer, CRPC) zugelassen hat.2 Somit wird der Wirkstoff einer der ersten sein, die für die Behandlung dieses kritischen Krankheitsstadiums, bei dem derzeit noch ein erheblicher medizinischer Bedarf besteht, zugelassen sind. Enzalutamid wurde von der EC erstmals im Juni 2013 zugelassen und besitzt bereits die Indikation zur Behandlung erwachsener Männer mit metastasiertem CRPC mit asymptomatischem oder mild symptomatischen Verlauf nach Versagen der Androgenentzugstherapie (ADT), bei denen eine Chemotherapie klinisch noch nicht indiziert ist oder deren Erkrankung während oder nach einer Chemotherapie mit Docetaxel fortschreitet.2 

Jahrestagung der European Society for Clinical Oncology (ESMO)

Neue Ansätze beim fortgeschrittenen Lungen- und triple-negativen Mammakarzinom:
Vielversprechende Phase-III-Daten zu Kombinationstherapien mit Tecentriq

Berlin (16. November 2018) - Beim fortgeschrittenen Lungen- und triple-negativen Mammakarzinom (TNBC) geben kürzlich vorgestellte Phase-III-Daten zu Kombinationstherapien mit Tecentriq®▼(Atezolizumab) Anlass zur Hoffnung: Patienten mit fortgeschrittenem kleinzelligem (SCLC) und nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) profitieren durch ein signifikant verlängertes Gesamtüberleben (OS) und progressionsfreies Überleben (PFS), wenn sie first-line den PD-L1-Inhibitor Tecentriq in Kombination mit Chemotherapie bzw. Avastin® (Bevacizumab) und Chemotherapie erhalten.1-3 Auch für das TNBC sind die Daten vielversprechend: Das PFS verlängerte sich in der Phase-III-Studie IMpassion130 in der Intention-To-Treat-(ITT-) Population sowie bei PD-L1 positiven Patienten signifikant.

Roche Symposium AIO 2018 BerlinAIO 2018

Personalisierte Medizin überschreitet Entitätsgrenzen

Berlin (16. November 2018) - Die Onkologie befindet sich im Umbruch. Verbesserte diagnostische Verfahren, digitale Tools und innovative Medikamente machen es schon heute möglich, viele Patienten individuell zu behandeln. Gleichzeitig setzen neue Therapiekonzepte auf entitätsübergreifende Ansätze, wie beispielsweise die Prüfsubstanz Entrectinib bei NTRK-positiven Tumoren. In einer gepoolten Analyse zeigte Entrectinib eine Ansprechrate von 57,4 % bei lokal fortgeschrittenen oder metastasierten soliden Tumoren.1 Im Rahmen eines Symposiums der Roche Pharma AG auf dem diesjährigen Herbstkongress der Arbeitsgruppe Internistische Onkologie (AIO) schilderte Dr. Benedikt Westphalen, Koordinator des Molekularen Diagnostik und Therapieprogramms des Comprehensive Cancer Center München, wie die Personalisierte Medizin bereits heute zum Einsatz kommt und wohin sie sich entwickelt.

Krebspatientin beim Krafttraining. Quelle: Medienzentrum des Universitätsklinikums Heidelberg.Weniger Fatigue

Bewegungstherapie bei Krebs hilft –
je individualisierter, desto besser

Heidelberg (30. Oktober 2018) – Regelmäßiger Sport senkt nicht nur das Risiko, an Krebs zu erkranken. Körperliches Training kann auch die Therapie bei einer bestehenden Krebserkrankung unterstützen. Ein internationales Forscher-Konsortium hat unter Beteiligung von Wissenschaftlern vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und vom Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg herausgefunden: Patienten, die sich regelmäßig bewegen, fühlen sich nicht nur körperlich fitter und kräftiger, sie beurteilen auch ihre eigene Lebensqualität als besser und leiden seltener unter dem chronischen Erschöpfungssyndrom Fatigue. Dabei scheinen jedoch bestimmte Patientengruppen mehr zu profitieren als andere.

Roche: ESMO 2018

Gepoolte Analyse bestätigt pan-Tumor Wirksamkeit von Entrectinib bei NTRK Fusion-positiven soliden Tumoren

München (23. Oktober 2018) - Auf der Jahrestagung der European Society for Medical Oncology (ESMO) in München wurden neue Studiendaten zur Wirksamkeit und Sicherheit von Entrectinib vorgestellt. In einer gepoolten Analyse aus 3 Studien zeigte Entrectinib bei Patienten mit NTRK Fusion-positiven, lokal fortgeschrittenen oder metastasierten soliden Tumoren ein klinisch relevantes, tiefes und lang andauerndes Ansprechen in 10 verschiedenen Tumorentitäten mit mindestens 19 verschiedenen Histologien unabhängig vom Vorliegen einer ZNS-Metastasierung. Entrectinib ist ein neuartiger ZNS-aktiver Inhibitor der drei TRK Proteine (TRKA/B/C), ROS1 und ALK. Genomische Fusionen von NTRK führen zu konstitutiv aktivierten TRK Proteinen, die durch die unkontrollierte Kinsasefunktion neoplastische Signale in vielen Tumortypen vermitteln. Entrectinib markiert damit einen weiteren Schritt in Richtung Präzisionsmedizin.

ESMO 2018 - Roche Pharma

Kombinationstherapien mit Tecentriq:
Patienten mit SCLC und NSCLC leben signifikant länger

München (22. Oktober 2018) – Patienten mit kleinzelligem Lungenkarzinom (SCLC) profitieren von einem signifikant längeren Ge-samtüberleben, wenn sie first-line Tecentriq®▼(Atezolizumab) in Kombination mit Chemotherapie erhalten. Darüber hinaus überleben auch Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) signifikant länger, wenn sie in der Erstlinientherapie den PD-L1-Inhibitor gemeinsam mit Avastin® (Bevacizumab) und Chemotherapie bekommen – dies belegen aktuelle Phase-III-Studiendaten, die im Rahmen eines Symposiums der Roche Pharma AG auf dem Jahrestreffen der European Society for Medical Oncology (ESMO) in München präsentiert wurden.1-3

Hohe Ansprechraten1 bei zwei Formen des Non-Hodgkin-Lymphoms

Zulassung der CAR-T-Zelltherapie Yescarta® (Axicabtagen Ciloleucel)

Wien, Österreich (2. Oktober 2018) – Patienten mit zwei Formen des Non-Hodgkin-Lymphoms (NHL) – dem rezidiviertem oder refraktärem diffus großzelligen B-Zell-Lymphom (DLBCL) bzw. dem primär mediastinalen B-Zell-Lymphom (PMBCL) – hatten bis vor kurzem eine schlechte Prognose. In einer Metaanalyse von zwei randomisierten Studien und zwei Registern sprachen lediglich 26 % auf eine Salvage-Therapie an, das mittlere Überleben betrug 6,3 Monate.2 „Diese Patientengruppe benötigt also dringend neue Behandlungsoptionen“, betonte Professor Dr. Marion Subklewe, München*. Nun ist seit August dieses Jahres Axicabtagen Ciloleucel (Yescarta®) zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem DLBCL und PMBCL nach zwei oder mehr systemischen Vortherapien zugelassen.1

Follikuläres Lymphom

Gazyvaro: Einfach und sicher in der medizinischen Praxis

Hamburg (22. August 2018) - Die Therapie von B-Zell-Lymphomen hat mit Gazyvaro®▼ (Obinutuzumab) große Fortschritte gemacht, zuletzt durch die Zulassung für die FL-Erstlinientherapie.1 Die zulassungsrelevante GALLIUM-Studie dokumentierte für den glykomodifizierten Typ-II-Anti-CD20-Antikörper einen klinisch relevanten Vorteil beim progressionsfreien Überleben (PFS) von plus 3 Jahren im Vergleich zum bisherigen Standard MabThera® (Original-Biologikum Rituximab).2 Gazyvaro stellt damit das aktuell überlegene Therapiekonzept in Induktion und Erhaltung beim FL dar und ist empfohlener Standard in der Therapie der chronisch lymphatischen Leukämie (CLL) – mit einem erstmals signifikant verlängerten Gesamtüberleben (OS).3-5 Was sich in der medizinischen Praxis durch die FL-Erstlinientherapie mit Gazyvaro verändert hat, war Thema eines Praxis-Pressegesprächs in Hamburg.* „Aufgrund der überlegenen Studiendaten sowie im Hinblick auf den sicheren Einsatz im bisherigen Behandlungsalltag ist Gazyvaro in der Erstlinienbehandlung von FL und CLL aus meiner Sicht Therapie der Wahl“, ordnete Dr. Volkmar Böhme, Inhaber der Onkologie Lerchenfeld in Hamburg, die Behandlung mit dem Typ-II-Anti-CD20-Antikörper ein.

42.Münchener Fachpresse-Workshop

Neues vom ASCO 2018 und zur Supportivtherapie in der pädiatrischen Onkologie

 

München (19. Juli 2018) - Beim 42. Münchener Fachpresse-Workshop wurden unter der Moderation von Prof. Dr. med. Petra Feyer, Berlin, praxisrelevante Neuigkeiten vom diesjährigen ASCO-Kongress zu den Themen Lungen-, Ovarial- und Mammakarzinom sowie aktuelle Fortschritte in der onkologischen Supportivtherapie bei Kindern thematisiert. Beim Lungenkarzinom zeichnen sich laut Prof. Dr. med. Christian Schumann, Klinikverbund Kempten-Oberallgäu, sowohl für nicht-kleinzellige (NSCLC) als auch für kleinzellige Tumoren (SCLC) zukunftsträchtige Neuentwicklungen ab. Zu erwähnen sei hierbei insbesondere der kombinierte Einsatz von Pembrolizumab (KEYTRUDA®) und Chemotherapie beim NSCLC im Stadium IV und eine neue, gegen das Target DLL3 gerichtete Therapie mit dem Wirkstoff Rovalpituzumab-Tesirin beim fortgeschrittenen SCLC. Beim Ovarialkarzinom stehen laut Prof. Dr. med. Michael Bohlmann, Mannheim, in der rezidivierten oder refraktären Situation die neuen Wirkstoffe Niraparib (ZEJULA®) und Pembrolizumab als Monotherapien und miteinander kombiniert im Fokus. In Bezug auf das hormonrezeptorpositive Mammakarzinom stellte Prof. Dr. med. Peter Fasching, Erlangen, aktuelle Studienergebnisse zum neuen CDK4/6-Inhibitor Ribociclib (KISQALI®) vor, der in Kombination mit Fulvestrant eine effektive und verträgliche Therapie in der fortgeschrittenen Krankheitssituation darstellt. Die pädiatrisch-onkologische Supportivtherapie hat laut Univ.-Prof. em. Dr. med. Herbert Jürgens, Münster, durch die Zulassung des oral zu verabreichenden NK1-Rezeptorantagonisten Aprepitant (EMEND®) für die antiemetische Prophylaxe bei Kindern im Jahr 2016 einen großen Fortschritt erfahren. Mit der aktuellen Zulassungserweiterung für Fosaprepitant (IVEMEND®) steht nun auch ein intravenös zu applizierender NK1-Rezeptorantagonist für die Antiemese in der pädiatrischen Onkologie zur Verfügung. 

Lokal fortgeschrittenes Plattenepithelkarzinom im Kopf-Hals-Bereich (LASCCHN)

Im Zweifel eine RT mit Cetuximab

  • COMPLY-Studie: ca. ein Drittel der „fitten“ Patienten ohne ausreichende kumulative Cisplatin-Dosis (< 200 mg/m²)
  • Cetuximab + RT bei Zweifel an der Erreichbarkeit einer Cisplatin-Kumulativdosis ≥ 200 mg/m² eine effektive und Leitlinien-konforme Alternative
  • EXTREME weiterhin Standard in Erstlinientherapie des r/m SCCHN

Darmstadt/Leipzig (13. Juli 2018) – Merck, ein führendes Wissenschafts- und Technologie-Unternehmen, initiierte im Rahmen der 24. DEGRO-Jahrestagung 2018 ein Satellitensymposium auf dem renommierte Experten berichteten, dass Patienten mit lokal fortgeschrittenem Plattenepithelkarzinom im Kopf-Hals-Bereich (LASSCHN) eine erheblich geringere Überlebenschance haben, wenn sich die kumulative Mindestdosis von 200 mg/m2 KOF (Körperoberfläche) Cisplatin im Rahmen der simultanen Radiochemotherapie (RCT) nicht verabreichen lässt. Von einer Cisplatin-basierten RCT solle abgesehen werden, wenn Zweifel an der Applizierbarkeit von ≥ 200 mg/m² KOF Cisplatin bestehen. Die simultane Behandlung mit RT und dem EGFR (Epidermal Growth Factor Receptor)-Inhibitor Cetuximab (Erbitux®) ist dann eine effektive, gut durchführbare und evidenzbasierte Alternative.

Aktuelles vom Amerikanischen Krebskongress 2018

Roche präsentiert Daten zur Krebsimmuntherapie und personalisierten Medizin

Düsseldorf (12. Juni 2018) - Auf der 54. Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO), die vom 1. bis 5. Juni 2018 in Chicago, USA, stattfand, präsentierte Roche über 180 Abstracts zu rund 20 Substanzen gegen 13 Krebsarten. Im Fokus standen neue Erkenntnisse zur Behandlung von Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC). So bestätigt ein aktuelles Follow-up der ALEX-Studie Alecensa®▼ (Alectinib) erneut als Standard für die First-Line-Therapie beim ALK-positiven NSCLC: Gegenüber Crizotinib verdreifacht Alecensa die Zeit bis zur Krankheitsprogression – und dies unabhängig davon, ob bei Diagnose Hirnmetastasen vorlagen.1 Darüber hinaus wurden beim fortgeschrittenen NSCLC klinisch relevante Daten zum First-Line Einsatz von Tecentriq®▼ (Atezolizumab) in Kombination mit Avastin® (Bevacizumab) und Chemotherapie bzw. in Kombination mit Chemotherapie präsentiert.

ASCO 2018

Personalisiert, präzise, prädiktiv:
Digitale Technologien transformieren die Onkologie

Düsseldorf (11.Juni 2018) - Personalisierte Krebsmedizin, Tumorprofiling und Präzisionstherapien – die Highlights auf der Jahrestagung der Amerikanischen Gesellschaft für klinische Onkologie (ASCO) zeigen: Molekulare Informationen spielen in der Onkologie heute bereits eine entscheidende Rolle. Digitale Technologien bilden die Grundlage, um diese Informationen zu nutzen und transformieren so die Onkologie. Wie die Digitalisierung Forschung und Versorgung verändert, diskutierten Experten im Rahmen eines Pressedinners der Roche Pharma AG im Kontext aktueller Kongressdaten.

Psychische Folgen von Eierstockkrebs werden oft vernachlässigt
Sie beeinträchtigen die betroffenen Frauen jedoch erheblich.

  • 79% der Patientinnen mit Eierstockkrebs haben Bedenken, bei ihrem Arztbesuch psychische und emotionale Probleme anzusprechen (1)
  • Ein mögliches Rezidiv ist die größte Sorge der Patientinnen, das Thema wird aber nur selten angesprochen. 53% der Patientinnen geben an, dass mit ihnen nicht über mögliche Hinweise auf ein Rezidiv gesprochen wurde (2)
  • Am Welt-Eierstockkrebs-Tag wurde eine von TESARO unterstützte Literaturauswertung in Form eines Reviews veröffentlicht. Diese ist Teil des Our Way Forward-Programms von TESARO, das nach den USA jetzt auch in Europa durchgeführt und von Patientinnenorganisationen unterstützt wird.


München (24. Mai 2018) – TESARO, ein auf Onkologie spezialisiertes biopharmazeutisches Unternehmen, stellte am 8. Mai, dem World Ovarian Cancer Day, Ergebnisse einer von TESARO unterstützten europaweiten Literaturauswertung vor, die die Sicht von Patientinnen und Ärzten auf die Kommunikation und die Bedürfnisse von Frauen mit Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom) bei der Therapie untersuchte. Die umfassende Analyse bestätigt den erheblichen Einfluss der psychosozialen Auswirkungen der Erkrankung auf die Lebensqualität der betroffenen Frauen. Der Review Our Way Forward – Ovarian Cancer in Europe berücksichtigt Daten aus etwa 65 Publikationen und Patientinnenumfragen aus den letzten 15 Jahren.