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Metastasiertes HER2-negatives Mammakarzinom

Bevacizumab-Erhaltungstherapie bis Progression für maximale Wirksamkeit

Dresden (27. Mai 2016) - Die Kombination aus Bevacizumab (Avastin®) und Paclitaxel ist ein bewährter Standard für die Behandlung von Frauen mit metastasiertem HER2-negativem Mammakarzinom (mBC). Studiendaten belegen die prognostische Bedeutung der zulassungskonformen Bevacizumab-Gabe über die Chemotherapie hinaus bis zur Progression.1-4 Wie PD Dr. Marc Thill im Rahmen eines Symposiums der Roche Pharma AG auf der 36. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Senologie (DGS) in Dresden erklärte, bietet die Therapie mit Bevacizumab eine hohe Wirksamkeit, die maximiert werden kann, wenn Bevacizumab bis zur Progression gegeben wird.

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Roche-Medikament Gazyva/Gazyvaro zeigte längeres progressionsfreies Überleben als MabThera/Rituxan bei Patienten mit zuvor unbehandeltem follikulären Lymphom

  • Phase-III-Studie GALLIUM erfüllte die Kriterien für den primären Endpunkt vorzeitig, wie das unabhängige Gremium zur Beurteilung der Studiendaten feststellte

Basel, Schweiz (27. Mai 2016) - Roche gab heute positive Resultate der entscheidenden Phase-III-Studie GALLIUM bei Patienten mit zuvor unbehandeltem follikulärem Lymphom, der häufigsten Form von indolentem (langsam wachsendem) Non-Hodgkin-Lymphom (iNHL), bekannt. Die Studie beurteilte die Wirksamkeit und Sicherheit von Gazyva®/Gazyvaro® (Obinutuzumab) plus Chemotherapie (CHOP, CVP oder Bendamustin), gefolgt von Gazyva/Gazyvaro allein, im direkten Vergleich mit MabThera®/Rituxan® (Rituximab) plus Chemotherapie, gefolgt von MabThera/Rituxan allein.

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HER2-positives Mammakarzinom

Signifikante Verbesserung der Prognose durch zielgerichtete Therapien

Dresden (27. Mai 2016) - Zielgerichtete Substanzen spielen in der Therapie des HER2-positiven Mammakarzinoms eine zentrale Rolle. Neben dem bewährten Antikörper Herceptin® (Trastuzumab) erweitern Perjeta®▼ (Pertuzumab) in Kombination mit Herceptin und Docetaxel sowie Kadcyla®▼ (Trastuzumab Emtansin) das Therapiespektrum in der metastasierten Situation. Beide Wirkstoffe verlängern das Überleben der betroffenen Frauen in der First- bzw. Second-Line signifikant.1,2 Im Rahmen der 36. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Senologie (DGS) in Dresden berichteten Prof. Dr. Nadia Harbeck, München, und Prof. Dr. Andreas Schneeweiss, Heidelberg, über den Stellenwert der beiden HER2-gerichteten Therapien und ihre Erfahrungen aus der klinischen Praxis.

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Von links hinten nach rechts vorne: Ralf Diedrichsen, Barmer GEK Niedersachsen/Bremen, PD Dr. Lukas Heukamp, Medizinischer Direktor, NEO New Oncology, Prof. Dr Frank Griesinger, Sprecher NOWEL, Direktor Klinik für Hämatologie und Onkologie, Pius-Hospital, Innere Medizin-Onkologie, Medizinischer Campus Universität Oldenburg, Holger Vosgerau, Regionalgeschäftsführer der Barmer GEK Niedersachsen, Dipl. Kffr. Elisabeth Sandbrink, Geschäftsführerin des Pius-Hospitals, Dr. Markus Tiemann, Hämatopathologie Hamburg, Dr. Andreas Jenne, Vorstand NEO New Oncology. Photo und Copyright: NowelVerbesserte Versorgung von Lungenkrebspatienten durch Liquid Biopsy

Lungennetzwerk NOWEL schließt Vertrag mit der BARMER GEK

Oldenburg (20. Mai 2016) – Das Lungennetzwerk NOWEL, ein Zusammenschluss führender Experten aus den Bereichen Onkologie, Pneumologie und Pathologie, hat mit der BARMER GEK einen Vertrag zur besonderen Versorgung abgeschlossen, um Patienten deutschlandweit Zugang zu einer umfassenden molekularen Tumordiagnostik an Blut („Liquid Biopsy“) zu gewährleisten. Das genetische Profil des individuellen Tumors, das die Grundlage der Entscheidung für eine zielgerichtete Therapie bildet, kann somit durch eine einfache Blutprobe ermittelt werden, ohne dass eine erneute Gewebeentnahme nötig ist. Die BARMER GEK bietet als erste gesetzliche Krankenkasse Lungenkrebspatienten die Möglichkeit, auf belastende und risikoreiche zusätzliche Tumorgewebsentnahmen nach Erstdiagnose zu verzichten.

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Krebs

Gespräche verbessern Behandlungserfolg

Bonn (20. Mai 2016) - Eine gute Kommunikation zwischen Arzt und Patient verbessert augenscheinlich signifikant den Erfolg einer Prostatakrebs-Therapie. In diese Richtung weisen zumindest die Ergebnisse einer Studie in der urologischen Fachzeitschrift BJU international. In der Arbeit wurden Daten von fast 1.800 Männern der HAROW-Studie ausgewertet, denen die Prostata aufgrund eines Karzinoms entnommen worden war. Dazu kooperierten Forscher der Universitäten Bonn und Köln mit der Stiftung Männergesundheit. Die vorab online veröffentlichte Studie erscheint demnächst in der Druckfassung.

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FDA erteilt beschleunigte vorläufige Zulassung für Krebsimmuntherapeutikum Tecentriq (Atezolizumab) von Roche für Patienten mit bestimmter Form von fortgeschrittenem Blasenkrebs

  • Erstes und einziges von der FDA zugelassenes Anti-PD-L1-Krebsimmuntherapeutikum
  • Seit über 30 Jahren das erste von der FDA zugelassene Medikament für Patienten mit einer bestimmten Form von Blasenkrebs

Basel, Schweiz (19. Mai 2016) - Roche (SIX: RO, ROG; OTCQX: RHHBY) gab heute bekannt, dass die amerikanische Zulassungsbehörde FDA (Food and Drug Administration) die beschleunigte vorläufige Zulassung für Tecentriq™ (Atezolizumab) erteilt hat. Die Zulassung gilt für die Therapie von Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasierendem urothelialen Karzinom (mUC), deren Erkrankung bei Metastasierung während oder nach einer platinbasierten Chemotherapie oder innerhalb von 12 Monaten nach einer platinbasierten Chemotherapie vor der Operation (neoadjuvant) oder nach der Operation (adjuvant) weiter fortschritt. Das urotheliale Karzinom macht 90% aller Fälle von Blasenkrebs aus und kann sich auch in Nierenbecken, Harnleiter und Harnröhre entwickeln.

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Bundesministerium für Gesundheit

"Versorgung von krebskranken Menschen weiter verbessern"

  • Forschungsprojekte des Nationalen Krebsplans liefern wichtige Erkenntnisse zur Verbesserung der Patientenorientierung, Psychoonkologie und Krebsfrüherkennung

Berlin (19. Mai 2016) - Auf Einladung des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) findet heute (Donnerstag) die Abschlussveranstaltung des Förderschwerpunktes „Forschung im Nationalen Krebsplan“ in B erlin statt. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe: „Für viele Menschen ist die Diagnose Krebs mit Angst, Hilflosigkeit und Verunsicherung verbunden. Sie selbst und ihre Angehörigen haben viele Fragen an die behandelnden Ärztinnen und Ärzte. Aufgabe der Ärztinnen und Ärzte ist es, die Patienten zu begleiten und über die Krankheit und Behandlungsmöglichkeiten aufzuklären. Dabei spielen Fachkenntnisse des Arztes, aber auch Einfühlungsvermögen und Verständlichkeit eine wichtige Rolle. Je besser das Arzt-Patienten-Gespräch gelingt, umso eher können Patienten aktiv am Genesungsprozess mitwirken. Im Rahmen des Nationalen Krebsplans haben wir Projekte gefördert, die dazu beitragen, Patientinnen und Patienten von der Früherkennung über die Diagnose und die Behandlung besser zu begleiten und zu unterstützen. Das ist ein wichtiger Beitrag, um die Versorgung krebskranker Menschen weiter zu verbessern.“

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IQWiG

Vismodegib bei Basalzellkarzinom: Zusatznutzen nicht belegt

  • Vorgelegte Daten ungeeignet;
  • nicht vorgelegte Studie stellt Zusatznutzen des Wirkstoffs infrage.

Köln (18. Mai 2016) - Vismodegib (Handelsname Erivedge) ist bereits seit 2013 zur Behandlung von Patientinnen und Patienten mit lokal fortgeschrittenem Basalzellkarzinom (laBCC) oder symptomatischem metastasiertem Basalzellkarzinom (smBCC) zugelassen und hat schon eine frühe Nutzenbewertung nach dem Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) durchlaufen. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G- BA) hat seinen Beschluss im Februar 2014 auf zwei Jahre befristet, weshalb der Hersteller nun erneut ein Dossier eingereicht hat.

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janssen_logo.jpgProteasom-Inhibition

Bortezomib - Eine zentrale Säule der Myelomtherapie

Neuss (4. Mai 2016) - Bortezomib (Velcade®) von Janssen war der erste Vertreter des Wirkprinzips der Proteasom-Inhibition und ist seit über 10 Jahren zur Behandlung des multiplen Myeloms zugelassen. In dieser Zeit hat sich Bortezomib als Kombinationspartner in der Myelomtherapie bewährt. Studien zeigten, dass mit Bortezomib bei Patienten mit multiplem Myelom in der Induktions-, Primär- wie auch der Rezidivtherapie hohe Ansprechraten erreicht werden können – beispielsweise 30 % komplette Remissionen in der Primärtherapie mit VMP.1,2,3,4,5,6 Die VMP-Primärtherapie kann Patienten, die für eine Hochdosis-Chemotherapie mit hämatopoetischer Stammzelltransplantation nicht geeignet sind, darüber hinaus einen nachhaltigen Überlebensvorteil (median 56,4 vs. 43,1 Monate mit MP; HR=0,695; p<0,001) sowie lange Therapiepausen (median 19,4 Monate) und damit einen Gewinn an Lebensqualität bieten.4

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IQWiG

Ibrutinib: In einem von drei Anwendungsgebieten Hinweis auf Zusatznutzen

  • Chronische lymphatische Leukämie und M. Waldens tröm: kein Zusatznutzen belegt
  • Mantelzell-Lymphom: Zusatznutzen für bestimmte Patienten

Köln (2. Mai 2016) - Ibrutinib ist ein Arzneimittel zur Behandlung seltener Leiden. Seit 2014 ist es zur Behandlung Erwachsener mit chronischer lymphatischer Leukämie (CLL) oder mit rezidiviertem oder refraktärem Mantelzell-Lymphom (MCL) zugelassen, seit 2015 auch zur Behandlung Erwachsener mit Morbus Waldenström. Für die Behandlung von Patientinnen und Patienten mit CLL und solchen mit MCL hatte der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) bereits eine Nutzenbewertung durchgeführt und 2015 einen Beschluss gefasst.

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Marktrücknahme von Regorafenib

Politischer Streit auf dem Rücken der Krebspatienten

Berlin (19. April 2016) – BAYER hat das Krebsmedikament Regorafenib (Stivarga®) mit sofortiger Wirkung vom deutschen Markt genommen. Regorafenib war zugelassen zur Behandlung von fortgeschrittenem Darmkrebs, nach Versagen anderer Medikamente. Hier wird ein Streit um Preise und Nutzenbewertung auf dem Rücken von Krebspatienten ausgetragen.

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Highlights zur onkologischen Therapie und Supportivtherapie

Im Fokus Antiemese, leptomeningeale Metastasen und neuroendokrine Tumoren

München (13. April 2016) - Praxisrelevante Neuigkeiten zu einem zentralen Bestandteil der onkologischen Supportivtherapie, der Antiemese, erläuterte Prof. Petra Feyer, Berlin. Sie stellte die wichtigsten Neuerungen der gemeinsamen Antiemese-Leitlinien von MASCC und ESMO vor, die im März 2016 publiziert worden waren(1): Dazu gehört, dass die moderat emetogene Substanz Carboplatin eine Sonderstellung erhält und einer Dreifachantiemese unter Einschluss eines NK1-Rezeptorantagonisten bedarf. Eine leitliniengerechte Antiemese kann z.B. mit dem intravenösen NK1-Rezeptorantagonisten Fosaprepitant (IVEMEND®) in Kombination mit einem 5-HT3-Rezeptorantagonisten und Dexamethason erfolgen. An den Folgetagen ist dann keine weitere Antiemese mehr erforderlich. Ein Update zur Diagnostik und Therapie leptomeningealer Metastasen (LM) gab PD Dr. Agnieszka Korfel, Berlin. Die Diagnostik dieser seltenen, aber zumeist aggressiv verlaufenden und lebensbedrohlichen Komplikation fortgeschrittener solider oder hämatologischer Malignome erfolgt anhand der Klinik, eines kontrastmittelgestützten MRT und der Liquoruntersuchung. Ein neu entwickelter diagnostischer Index soll zukünftig die Diagnose im klinischen Alltag erleichtern. Die Behandlung von LM stützt sich auf intrathekale Therapie – von Vorteil kann hier ein Zytostatikum mit langer Halbwertszeit wie das liposomale Cytarabin (DepoCyte®) sein –, systemische Therapie mit vorzugsweise liquorgängigen Zytostatika und ggf. eine lokale Bestrahlung. Einen aktuellen Überblick über die Behandlung von neuroendokrinen Neoplasien (NEN) des Gastrointestinaltraktes und der Lunge gab Prof. Dr. Thomas Knösel, München. Diese seltenen Erkrankungen werden anhand ihrer Morphologie, Histologie und durch Bestimmung der Wachstumsfraktion klassifiziert. Gut differenzierte Tumoren mit moderatem Ki-67-Proliferationsindex profitieren meist nicht von einer aggressiven platinbasierten Chemotherapie, sondern von zielgerichteten Therapien wie einer mTOR–Inhibition, etwa mit Everolimus (Afinitor®). Während Everolimus bei NEN des Gastrointestinaltraktes zu den Standardtherapien gehört, zeigen aktuelle Studiendaten erstmals auch eine Wirksamkeit bei gut differenzierten NEN der Lunge.

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HER2-positives metastasiertes Mammakarzinom

Erfahrungen mit Kadcyla in der Second-Line: Überlebensvorteil bei hoher Lebensqualität

Frankfurt am Main (5. April 2016) - Kadcyla® (Trastuzumab Emtansin) ist die derzeit wirksamste Second-Line-Therapie für Frauen mit HER2-positivem metastasiertem Mammakarzinom. Das belegen die Daten der EMILIA-Studie: In der Zulassungsstudie lebten die Patientinnen median 5,8 Monate länger, wenn sie Trastuzumab Emtansin anstelle der Kombination Capecitabin plus Lapatinib erhielten.1 Im Rahmen eines Pressegesprächs berichteten Prof. Dr. Diana Lüftner, Berlin, und Prof. Dr. Jens Huober, Ulm, anhand konkreter Patientinnen-Beispiele von ihren Erfahrungen aus der klinischen Praxis.

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