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Integrative Onkologie – Der Weg für einen aktiven Patienten. Kampf gegen den Krebs: Wie die Mistel die körpereigene Abwehr stärkt und Lebensqualität verbessert. Evelyn Schiffner bekam ihren Befund an ihrem Geburtstag 1995. „Gallertkarzinom! Ich fühlte mich traumatisiert“, erinnert sich die heute 56-Jährige. Diese aggressive Krebsart im Bauchraum tritt äußerst selten auf. „Die Ärzte gaben mir ein halbes Jahr.“ Doch auch die Lehrerin und Mutter nahm den Kampf auf – auch wenn sie sich mit ihrem Wunsch nach einer integrativen Behandlung bei ihren Ärzten erst einmal durchsetzen musste. Knapp 500.000 Menschen erkranken in Deutschland jährlich an Krebs. Nach Schätzungen der Deutschen Krebshilfe wird die Zahl der Krebserkrankungen bis zum Jahr 2050 um 30 Prozent zunehmen. Photo: HelixorIntegrative Onkologie – Der Weg für einen aktiven Patienten

Kampf gegen den Krebs: Wie die Mistel die körpereigene Abwehr stärkt und Lebensqualität verbessert

Hamburg (14. April 2015) - Evelyn Schiffner bekam ihren Befund an ihrem Geburtstag 1995. „Gallertkarzinom! Ich fühlte mich traumatisiert“, erinnert sich die heute 56-Jährige. Diese aggressive Krebsart im Bauchraum tritt äußerst selten auf. „Die Ärzte gaben mir ein halbes Jahr.“ Doch auch die Lehrerin und Mutter nahm den Kampf auf – auch wenn sie sich mit ihrem Wunsch nach einer integrativen Behandlung bei ihren Ärzten erst einmal durchsetzen musste. Knapp 500.000 Menschen erkranken in Deutschland jährlich an Krebs. Nach Schätzungen der Deutschen Krebshilfe wird die Zahl der Krebserkrankungen bis zum Jahr 2050 um 30 Prozent zunehmen.

Nach der schockierenden Diagnose setzt sich für Betroffene sogleich die enorme psychische Belastung mit lebenswichtigen Fragen fort: Welche Therapie ist jetzt ratsam? Können die Nebenwirkungen gelindert werden? Welche Möglichkeiten bieten sich an?

Seit mehr als 35 Jahren steht eine Pflanze, der bereits im Mittelalter heilende Eigenschaften zugeschrieben wurden, im Fokus der sogenannten integrativen Onkologie: die Mistel.

Hexenkraut, Donnerbesen – der Volksmund kannte gerade im Mittelalter viele Bezeichnungen für die sogenannten Halbschmarotzer. Denn das ist die Mistel botanisch gesehen. Wer im vergangenen Winter aufmerksam nach oben blickend durch den Wald spazierte, wird sie gesehen haben – die buschförmigen Gewächse, die etwas Geheimnisvolles umgibt. Misteln wachsen ausschließlich auf Bäumen, besonders häufig sind sie in den Kronen von Laubbäumen wie Apfelbäume und Pappel gut an ihrem kugelförmigen Wachstum zu erkennen. Um sie auf Tannen oder Kiefern zu entdecken, muss man den „Mistelblick“ entwickeln. Dies machte sie schon früh für den Menschen interessant und ihr Gebrauch als Heilpflanze ist schon seit den Kelten bekannt.


Seit 1938 wissenschaftlich erforscht

Der Philosoph und Naturwissenschaftler Rudolf Steiner (1861 bis 1925), Begründer der Anthroposophie, erkannte als erster das Heil-Potenzial der Mistel bei Krebserkrankungen – zu einer Zeit, in der es außer Operationen nur wenige Therapiemöglichkeiten gab. Rudolf Steiner beschrieb die „Eigensinnigkeit“ der Mistel, die gegen den normalen Jahreslauf im Winter blüht und ihre weißlichen Beerenfrüchte ausbildet und dadurch zum Heilmittel gegen das ebenso „irrsinnige“ Krebswachstum wird.

In Zusammenarbeit mit Rudolf Steiner entwickelte die Frauenärztin Ita Wegman das erste Mistel-Injektionspräparat und setzte es in der Tumorbehandlung ein. Was als Erfahrungsmedizin und aufgrund phänomenologischer Betrachtung begann, wurde ab den 1960er Jahren zunehmend auch wissenschaftlich und klinisch erforscht.

Mistelextrakte stärken das Immunsystem

Gut zwei Drittel aller Krebspatienten greifen inzwischen neben der konventionellen Medizin zu komplementären Methoden, um ihr Immunsystem und den Organismus zu stärken. Die Misteltherapie nimmt dabei einen wichtigen Platz ein. Als einer der Pfeiler der Anthroposophischen Medizin versteht sie sich als Komplementärbehandlung zu onkologischen Standard-Therapien.

Klinische Studien belegen, dass Mistelextrakte das Immunsystem stärken und die Lebensqualität von Tumor-Patienten deutlich verbessern können. So kann das während und nach der Chemotherapie auftretende Fatigue-Syndrom mit einem Mistelpräparat verringert, wenn nicht gar verhindert werden und eine Besserung bei Schlaf- und Appetitlosigkeit sowie Übelkeit erreicht werden. Darüber hinaus gilt auch, dass der subkutan verabreichte Pflanzenextrakt stimmungsaufhellend wirken kann.

Für Dr. Annette Jänsch, Expertin für Biologische Tumortherapie am Immanuel-Krankenhaus in Berlin-Wannsee, ist die integrative Krebsbehandlung das Therapiekonzept des neuen Jahrtausends. Ihr Credo: „Die Angst vor dem Krebs darf den Patienten nicht lähmen.“ Deshalb müsse der Patient, neben klassischen Therapien wie Chemo, Bestrahlung und Operation, wieder an die eigene Kraft glauben, um die Selbstheilungskräfte zu aktivieren. „Kommt die Naturheilkunde dazu, wird der Mensch in seiner Gesamtheit wahrgenommen. Dabei geht es darum, dem Patienten zu helfen, sein eigener Heiler zu werden.

Die Empfehlung lautet: Direkt nach der Krebs-Diagnose mit dem kompletten Programm der integrativen Medizin starten. Ein klarer Weg führt zu signifikant besseren Therapieerfolgen“, so Dr. Jänsch, die sich seit 15 Jahren mit biologischer Tumortherapie beschäftigt und einen Lehrstuhl für Naturheilkunde an der Berliner Charité innehat.

Abbildung: Förderung der körpereigenen Abwehrkräfte durch komplementäre Misteltherapie. Photo: Helixor

Abbildung: Förderung der körpereigenen Abwehrkräfte durch komplementäre Misteltherapie


Ein Konzept, das bei Evelyn Schiffner aufgegangen ist. „Ganzheitliche, biologische, integrative medizinische Therapien und psychoonkologische Unterstützung waren für mich entscheidende Maßnahmen zur Krankheitsbewältigung“. Evelyn Schiffner hatte nach eigener Aussage immer ganz genau hingehört, was ihre Ärzte zu Beginn der Behandlung gesagt haben. Das hatte dazu gefügt, dass sie ihr Schicksal ganz wesentlich selbst in die Hand nahm: „In der Gesundheitskultur geht es zu, wie auf einem Einkaufsboulevard. Jeder verkauft das, was er auf Lager hat, auch wenn’s gar nicht passt!“ Evelyn Schiffner ist froh, dass sich bei ihren Ärzten die begleitende Misteltherapie in Kombination mit Hyperthermie durchgesetzt hat: „Ich fühle mich wesentlich besser, bin belastbar und der Tumormarker hat einen stabilen Status.“



Quelle: Helixor, 14.04.2015 (tB).

 
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