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Kombinationstherapie Cobimetinib plus Vemurafenib

Duale Strategie beim fortgeschrittenen Melanom: Überzeugende Langzeitwirkung in allen Patientengruppen

 

Berlin (25. Februar 2016) - Mit der Kombination aus dem MEK-Inhibitor Cotellic® (Cobimetinib) und dem BRAF-Inhibitor Zelboraf® (Vemurafenib) steht seit November 2015 eine Weiterentwicklung für die Therapie des BRAFV600-Mutation-positiven fortgeschrittenen Melanoms zur Verfügung. Prof. Dr. Axel Hauschild, Kiel, Prof. Dr. Stephan Grabbe, Mainz, und Dr. Michael Fluck, Hornheide, zogen auf dem 32. Deutschen Krebskongresses (DKK) in Berlin nun eine erste Bilanz und erläuterten den Stellenwert der neuen Kombinationstherapie.


Nach der Zulassung von Vemurafenib 2012 ist mit der Kombination eines BRAF- und MEK-Inhibitors ein weiterer Meilenstein bei der Behandlung von erwachsenen Patienten mit einem nicht resezierbaren oder metastasierten BRAFV600-Mutation-positiven Melanom gelungen – so das Resümee der Experten im Rahmen eines wissenschaftlichen Symposiums der Roche Pharma AG auf dem DKK. Die vorgestellten Studienergebnisse und Praxiserfahrungen zeigten eindrucksvoll, wie Patienten von der neuen Kombinationstherapie Cobimetinib plus Vemurafenib profitieren.

 

Professor Dr. Axel Hauschild, Oberarzt und Leiter der Arbeitsgruppe Dermatologische Onkologie an der Hautklinik des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, Campus Kiel, bezeichnet die Kombination aus MEK- und BRAF-Inhibitoren als neuen Therapiestandard für das fortgeschrittene Melanom: „Die duale Hemmung mit dem MEK-Inhibitor Cobimetinib und dem BRAF-Inhibitor Vemurafenib ermöglicht, im Vergleich zur Monotherapie mit Vemurafenib, eine deutlich verbesserte Wirksamkeit bei einem zugleich gut handhabbaren Sicherheitsprofil.“ Der Grund hierfür liegt in dem synergistischen Wirkansatz: Denn durch Kombinieren der beiden Substanzen wird der Mitogen-aktivierte Proteinkinase (MAPK)-Signalweg an zwei Stellen blockiert und eine mögliche Resistenz gegen die alleinige BRAF-Hemmung überwunden.

 

 

Zulassungsstudie coBRIM: Fast alle Patienten profitieren

 

Die Daten der Zulassungsstudie coBRIM belegen den Nutzen dieses dualen Wirkansatzes: Die Kombinationstherapie Cobimetinib plus Vemurafenib verlängerte sowohl das progres-sionsfreie Überleben (PFS) als auch das Gesamtüberleben (OS). Das mediane PFS verbes-serte sich mit Cobimetinib plus Vemurafenib um 5,1 Monate auf 12,3 Monate (vs. 7,2 Monate; HR: 0,58, 95 %-Kl: 0,46 – 0,72)1. „Die Kombinationstherapie Cobimetinib plus Vemurafenib erreichte erstmals ein PFS von mehr als einem Jahr“, hob der Kieler Dermato-onkologe hervor. Das mediane OS verlängerte sich zugleich auf 22,3 Monate (vs. 17,4 Monate gegenüber der Monotherapie mit Vemurafenib). Damit reduzierte sich das Sterbe-risiko um 30 % (HR: 0,70, 95 %-Kl: 0,55 – 0,90, p = 0,005). Nach einem Jahr lebten 75 %, nach zwei Jahren noch 48 % der Patienten.2 „Die Daten sind wirklich beeindruckend, da eine überzeugende Langzeitwirkung erreicht wurde, obwohl 46 % der Patienten einen prognostisch ungünstigen erhöhten Lactatdehydrogenase-Wert aufwiesen“, so Hauschild.

 

Mit 90 % profitierten nahezu alle Patienten mit einem BRAFV600-Mutation-positiven fortgeschrittenen Melanom von der Kombinationstherapie Cobimetinib plus Vemurafenib: So zeigte die coBRIM-Studie eine mit 70 % gegenüber 50 % deutlich höhere objektive Ansprechrate (ORR) und eine mit 13 versus 9,2 Monaten deutlich längere Ansprechdauer. Zudem erreichten mehr Patienten eine komplette (16 % vs. 11 %) bzw. eine partielle (54 % vs. 40 %) Remission unter der Kombinationstherapie. 17 % der Patienten erlebten eine Krankheitsstabilisierung.1

 

„Unsere bisherigen Erfahrungen in der Praxis decken sich mit den Erkenntnissen der Studie“, ergänzte Dr. Michael Fluck, Koordinator des Hauttumorzentrums Hornheide-Münster und Leitender Arzt der Abteilung für Internistische Onkologie der Fachklinik Hornheide. „Viele Patienten zeigen unter der Kombination Cobimetinib plus Vemurafenib einen langfristig stabilen Krankheitsverlauf mit deutlich späterer Krankheitsprogression.“

 

 

Längere Überlebenszeit bei höherer Lebensqualität

 

In der coBRIM-Studie traten als häufigste unerwünschte Ereignisse (bei > 20 % der Patienten) Durchfall, Übelkeit, Hautausschlag, Arthralgie, Fatigue, erhöhte Kreatinkinase-Werte, Photosensitivität, Fieber, erhöhte Leberwerte sowie Erbrechen auf. Ein Großteil dieser Reaktionen war jedoch mild oder moderat (Schwergrad 1 und 2) und vorübergehend.3 „In der Regel treten die Nebenwirkungen innerhalb der ersten vier Wochen auf und die meisten Patienten können auf die Therapie gut eingestellt werden“, fasste Professor Dr. Stephan Grabbe, Direktor der Hautklinik der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, zusammen. Die Studiendaten zeigen, dass sich durch die Kombinationstherapie ebenso die Lebensqualität verbessert. Patienten berichteten insbesondere über Verbesserungen bei Schlaflosigkeit, Schmerzen und sozialen Funktionen.4 Dies sieht Dr. Michael Fluck auch in der Praxis bestätigt. „Wir beobachten im Klinikalltag, dass die Patienten in zweifacher Hinsicht von der Kombinationstherapie profitieren: durch längere Überlebenszeit bei zugleich höherer Lebensqualität.“

 

 

Literaturverweise 

  1. Mc Arthur GA et al., Eur J Cancer 2015; 51: 720-3 (Abstract #25LBA)
  2. Atkinson V et al., Society for Melanoma Research (SMR) Congress 2015, San Francisco, USA: Late Breaking Oral
  3. Larkin J et al., New Engl J Med 2014; 371 (20): 1867-76
  4. Dréno B et al., J Clin Oncol 2015; 33 (suppl; Abstract 9021)

 

 

Eindeutige Kennzeichnung von biologischen Arzneimitteln in der medizinischen Kommunikation

 

Für die Patientensicherheit ist es wichtig, biologische Arzneimittel durch ihren Handelsnamen klar zu kennzeichnen. Nur so kann gewährleistet werden, dass mögliche Nebenwirkungen eindeutig einem bestimmten Produkt zugeordnet und zurückverfolgt werden können. Analog europäischer behördlicher Vorgaben für die Dokumentation des Handelsnamens in der Patientenakte nennt Roche in Publikationen, Texten und Presseinformationen deshalb neben dem internationalen Freinamen auch den Handelsnamen.

 

 

Roche weltweit

 

Roche ist ein globales Unternehmen mit Vorreiterrolle in der Erforschung und Entwicklung von Medikamenten und Diagnostika und ist darauf fokussiert, Menschen durch wissenschaftlichen Fortschritt ein besseres, längeres Leben zu ermöglichen. Roche ist das größte Biotech-Unternehmen weltweit mit differenzierten Medikamenten für die Onkologie, Immunologie, Infektionskrankheiten, Augenheilkunde und Erkrankungen des Zentralnervensystems. Roche ist auch der bedeutendste Anbieter von In-vitro-Diagnostika und gewebebasierten Krebstests und ein Pionier im Diabetesmanagement. Dank der Kombination von Pharma und Diagnostika unter einem Dach ist Roche führend in der Personalisierten Medizin – einer Strategie mit dem Ziel, jedem Patienten die bestmögliche Behandlung zukommen zu lassen. Seit der Gründung im Jahr 1896 erforscht Roche bessere Wege, um Krankheiten zu verhindern, zu erkennen und zu behandeln und leistet einen nachhaltigen Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung. Auf der Liste der unentbehrlichen Arzneimittel der Weltgesundheitsorganisation stehen heute 29 von Roche entwickelte Medikamente, darunter lebensrettende Antibiotika, Malariamittel und Krebsmedikamente. Ausgezeichnet wurde Roche zudem bereits das siebte Jahr in Folge als das nachhaltigste Unternehmen innerhalb der Pharma-, Biotechnologie- und Life-Sciences-Branche im Dow Jones Sustainability Index. Die Roche-Gruppe mit Hauptsitz in Basel, Schweiz ist in über 100 Ländern tätig und beschäftigte 2015 weltweit über 91.700 Mitarbeitende. Im Jahr 2015 investierte Roche CHF 9,3 Milliarden in Forschung und Entwicklung und erzielte einen Umsatz von CHF 48,1 Milliarden. Genentech in den USA gehört vollständig zur Roche-Gruppe. Roche ist Mehrheitsaktionär von Chugai Pharmaceutical, Japan.

 

 

Alle erwähnten Markennamen sind gesetzlich geschützt.

 

 

Roche in Deutschland

 

Roche beschäftigt in Deutschland rund 15.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Bereichen Pharma und Diagnostik. Das Unternehmen ist an den drei Standorten in Grenzach-Wyhlen (Roche Pharma AG), Mannheim (Roche Diagnostics GmbH, Roche Diabetes Care GmbH sowie Roche Diagnostics Deutschland GmbH und Roche Diabetes Care Deutschland GmbH) und Penzberg (Biotechnologie-Kompetenzzentrum, Roche Diagnostics GmbH) vertreten. Die Schwerpunkte erstrecken sich über die gesamte Wertschöpfungskette der beiden Geschäftsbereiche Pharma und Diagnostics: von Forschung und Entwicklung über Produktion, Logistik bis hin zu Marketing und Vertrieb, wobei jeder Standort neben dem Deutschland-Geschäft auch globale Aufgaben wahrnimmt. Roche bekennt sich klar zu den deutschen Standorten und hat in den letzten fünf Jahren in diese rund 2 Milliarden Euro investiert.

 

  • Weitere Informationen zu Roche in Deutschland finden Sie unter www.roche.de

 

 

Roche Pharma AG

 

Die Roche Pharma AG im südbadischen Grenzach-Wyhlen verantwortet mit rund 1.300 hochqualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern das deutsche Pharmageschäft. Dazu gehören Marketing und Vertrieb von Roche Medikamenten in Deutschland sowie der Austausch mit Wissenschaftlern, Forschern und Ärzten in Praxen und Krankenhäusern. Im Bereich der klinischen Forschung koordiniert der Standort alle zulassungsrelevanten Studien für Deutschland sowie Studien für bereits auf dem Markt befindliche Produkte. Für den europäischen Raum erfolgen in Grenzach-Wyhlen zudem zentrale Elemente der technischen Qualitätssicherung.

 


Quelle: Roche Pharma, 25.02.2016 (tB).

 
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