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First-Line-Therapie des metastasierten Kolorektalkarzinoms

Einfluss der primären Tumorlokalisation auf die Behandlung von RAS-Wildtyp-Patienten

Frankfurt am Main (27. Juli 2016) - Die primäre Tumorlokalisation kann ein entscheidender Faktor für die Therapiewahl beim metastasierten Kolorektalkarzinom (mCRC) sein. Dies zeigt eine aktuelle Auswertung der Phase-III-Studie CALGB/SWOG-80405.1 Die Ergebnisse der retrospektiven Analyse zeigten, dass mCRC-Patienten mit KRAS-Wildtyp und rechtsseitigem Primärtumor besonders von der Kombinationstherapie mit Avastin® (Bevacizumab) und Chemotherapie profitieren.

„Die Studie bestätigt die prädiktive und prognostische Bedeutung der primären Tumorlokalisation beim mCRC“, so Prof. Dr. Arndt Vogel, Oberarzt der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie der Medizinischen Hochschule Hannover. Die Ergebnisse der Head-to-Head-Studie zeigten darüber hinaus, dass bei der Wahl des optimalen Therapieregimes aus Antikörper und Chemotherapie neben tumor- und patientenspezifischen Faktoren auch die primäre Tumorlokalisation berücksichtigt werden sollte. „Die RAS-Testung sollte nicht allein entscheidend für die Therapiewahl sein“, so Prof. Vogel.


Prognostische Relevanz der primären Tumorlokalisation beim mCRC

Die Auswertung der CALGB/SWOG-80405 Studie zeigte, dass mCRC-Patienten mit rechtsseitigem Primärtumor (unabhängig vom gewählten Therapieregime) eine signifikant schlechtere Prognose haben (Gesamtüberleben: 33,3 vs. 19,4 Monate; 95 %-KI: 1,32 - 1,82; HR: 1,55; p < 0,0001).1 Damit bestätigen die neuen Daten aus den USA bisherige Erkenntnisse zur Tumorlokalisation beim mCRC.2-5 „Die primäre Tumorlokalisation ermöglicht somit Rückschlüsse auf die allgemeine Prognose der Patienten und ist zugleich ein wichtiges Kriterium bei der Wahl der effektivsten Kombinationstherapie“, folgerte Prof. Dr. Nils Homann, Chefarzt der Medizinischen Klinik II am Klinikum Wolfsburg. „Tumoren rechts bzw. links der Milzflexur müssen deshalb als unterschiedliche Tumorentitäten betrachtet werden.“


Bevacizumab/Chemotherapie: Wirksamkeitsvorteil bei rechtsseitigen Tumoren

Die aktuelle Subgruppenanalyse untersuchte den Einfluss der Lokalisation des Primärtumors auf die Wirksamkeit der Behandlung mit Bevacizumab gegenüber der Therapie mit dem EGFR-Inhibitor Cetuximab – jeweils in Kombination mit Chemotherapie (FOLFOX bzw. FOLFIRI). Primärer Studienendpunkt war das Gesamtüberleben (OS).1 Die retrospektive Subgruppenanalyse der CALGB/SWOG-80405-Studie zeigte unter Bevacizumab/Chemotherapie bei rechtsseitigen Tumoren eine numerische Verlängerung des mOS um 7,5 Monate im Vergleich zur Therapie mit Cetuximab/Chemotherapie (24,2 vs. 16,7 Monate). Bei linksseitigen Tumoren wurden mediane Überlebenszeiten von 36,0 Monaten und 31,4 Monaten unter einer Cetuximab-haltigen bzw. Bevacizumab-haltigen Kombination erreicht. Zugleich stellte Prof. Vogel klar, dass auch Patienten mit linksseitigen Tumoren gut von der Therapie mit dem VEGF-Inhibitor Bevacizumab profitieren.1

Unabhängig von der primären Tumorlokalisation sei die Analyse des Mutationsstatus weiterhin wichtig für die Wahl des Antikörpers. Prof. Vogel erinnerte daran, dass die mCRC-Patienten mit mutierten RAS-Tumoren nicht mit EGFR-Antikörpern behandelt werden könnten. Bevacizumab ist als einziger monoklonaler Antikörper in der First-Line-Therapie beim mCRC sowohl für die Behandlung von mutierten als auch von Wildtyp-Tumoren zugelassen.6


Literaturverweise

  1. Venook AP et al., J Clin Oncol 2016; 34: (Suppl; Abstr 3504)
  2. O`Dwyer PJ et al., J Clin Oncol 2001; 19(9): 2413-2421
  3. Brule SY et al., Eur J Cancer 2015; 51(11): 1405-1414. doi: 10.1016/j.ejca.2015.03.015
  4. Loupakis F et al., J Natl Cancer Inst 2015; 107(3) pii: djun27. doi: 10.1093/jnci/dju427
  5. Missiaglia E et al., Ann Oncol 2014; 25(10): 1995-2001
  6. Fachinformation Avastin®, Stand Juni 2016



Eindeutige Kennzeichnung von biologischen Arzneimitteln in der medizinischen Kommunikation

Für die Patientensicherheit ist es wichtig, biologische Arzneimittel durch ihren Handelsnamen klar zu kennzeichnen. Nur so kann gewährleistet werden, dass mögliche Nebenwirkungen eindeutig einem bestimmten Produkt zugeordnet und zurückverfolgt werden können. Analog europäischer behördlicher Vorgaben für die Dokumentation des Handelsnamens in der Patientenakte nennt Roche in Publikationen, Texten und Presseinformationen deshalb neben dem internationalen Freinamen auch den Handelsnamen.


Roche weltweit

Roche ist ein globales Unternehmen mit Vorreiterrolle in der Erforschung und Entwicklung von Medikamenten und Diagnostika und ist darauf fokussiert, Menschen durch wissenschaftlichen Fortschritt ein besseres, längeres Leben zu ermöglichen. Roche ist das größte Biotech-Unternehmen weltweit mit differenzierten Medikamenten für die Onkologie, Immunologie, Infektionskrankheiten, Augenheilkunde und Erkrankungen des Zentralnervensystems. Roche ist auch der bedeutendste Anbieter von In-vitro-Diagnostika und gewebebasierten Krebstests und ein Pionier im Diabetesmanagement. Dank der Kombination von Pharma und Diagnostika unter einem Dach ist Roche führend in der Personalisierten Medizin – einer Strategie mit dem Ziel, jedem Patienten die bestmögliche Behandlung zukommen zu lassen. Seit der Gründung im Jahr 1896 erforscht Roche bessere Wege, um Krankheiten zu verhindern, zu erkennen und zu behandeln und leistet einen nachhaltigen Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung. Auf der Liste der unentbehrlichen Arzneimittel der Weltgesundheitsorganisation stehen heute 29 von Roche entwickelte Medikamente, darunter lebensrettende Antibiotika, Malariamittel und Krebsmedikamente. Ausgezeichnet wurde Roche zudem bereits das siebte Jahr in Folge als das nachhaltigste Unternehmen innerhalb der Pharma-, Biotechnologie- und Life-Sciences-Branche im Dow Jones Sustainability Index. Die Roche-Gruppe mit Hauptsitz in Basel, Schweiz ist in über 100 Ländern tätig und beschäftigte 2015 weltweit über 91.700 Mitarbeitende. Im Jahr 2015 investierte Roche CHF 9,3 Milliarden in Forschung und Entwicklung und erzielte einen Umsatz von CHF 48,1 Milliarden. Genentech in den USA gehört vollständig zur Roche-Gruppe. Roche ist Mehrheitsaktionär von Chugai Pharmaceutical, Japan.

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Roche beschäftigt in Deutschland rund 15.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Bereichen Pharma und Diagnostik. Das Unternehmen ist an den drei Standorten in Grenzach-Wyhlen (Roche Pharma AG), Mannheim (Roche Diagnostics GmbH, Roche Diabetes Care GmbH sowie Roche Diagnostics Deutschland GmbH und Roche Diabetes Care Deutschland GmbH) und Penzberg (Biotechnologie-Kompetenzzentrum, Roche Diagnostics GmbH) vertreten. Die Schwerpunkte erstrecken sich über die gesamte Wertschöpfungskette der beiden Geschäftsbereiche Pharma und Diagnostics: von Forschung und Entwicklung über Produktion, Logistik bis hin zu Marketing und Vertrieb, wobei jeder Standort neben dem Deutschland-Geschäft auch globale Aufgaben wahrnimmt. Roche bekennt sich klar zu den deutschen Standorten und hat in den letzten fünf Jahren in diese rund 2 Milliarden Euro investiert.

  • Weitere Informationen zu Roche in Deutschland finden Sie unter www.roche.de
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Roche Pharma AG

Die Roche Pharma AG im südbadischen Grenzach-Wyhlen verantwortet mit rund 1.300 hochqualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern das deutsche Pharmageschäft. Dazu gehören Marketing und Vertrieb von Roche Medikamenten in Deutschland sowie der Austausch mit Wissenschaftlern, Forschern und Ärzten in Praxen und Krankenhäusern. Im Bereich der klinischen Forschung koordiniert der Standort alle zulassungsrelevanten Studien für Deutschland sowie Studien für bereits auf dem Markt befindliche Produkte. Für den europäischen Raum erfolgen in Grenzach-Wyhlen zudem zentrale Elemente der technischen Qualitätssicherung.


Quelle: Roche Pharma, 27.07.2016 (tB).

 
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