Home Onkologie Fortgeschrittenes malignes Melanom: Langzeitwirkung und gutes Sicherheitsprofil von Cobimetinib plus Vemurafenib bestätigt
19 | 10 | 2017
Medizin
- Anzeigen -

Awards
Veranstaltungen
Login
DocCheck





DocCheck Account beantragen »
PDF Drucken E-Mail

Fortgeschrittenes malignes Melanom

Langzeitwirkung und gutes Sicherheitsprofil von Cobimetinib plus Vemurafenib bestätigt

Dresden (22. September 2016) - Viele Patienten zeigen unter der Kombinations-therapie Cotellic®▼ (Cobimetinib) und Zelboraf®▼ (Vemurafenib) einen langfristig stabilen Krankheitsverlauf mit deutlich späterer Krankheitsprogression. Aktuelle Daten belegen die Langzeitwirkung der Kombinationstherapie und bestätigen das gute Sicherheitsprofil. „Die Daten decken sich mit unseren positiven Erfahrungen aus dem Praxisalltag“, resümierte Prof. Dr. Ralf Gutzmer, Hannover, bei einem wissenschaftlichen Symposium der Roche Pharma AG auf dem 26. Deutschen Hautkrebskongress (ADO). Er präsentierte Daten zur Wirksamkeit, Verträglichkeit sowie Sicherheit der Kombinationstherapie und beantwortete praxisrelevante Fragen der Ärzteschaft anhand umfangreicher Erfahrungen aus dem klinischen Alltag.

Die Zulassung des MEK-Inhibitors Cobimetinib in Kombination mit dem BRAF-Inhibitor Vemurafenib Ende 2015 brachte einen weiteren Fortschritt in der Behandlung des BRAFV600-Mutation-positiven fortgeschrittenen Melanoms. Aktuelle Ergebnisse der Extensionsphase der Studie BRIM71 (medianes Follow-up: 21 Monate) belegen nun erneut die Langzeitwirkung von Cobimetinib plus Vemurafenib. Nach drei Jahren waren noch 37,2 % der BRAF-Inhibitor-naiven (BRAFi-naive) Patienten am Leben. „Damit profitiert ein erheblicher Teil der Patienten sehr lange von dem dualen Wirkprinzip“, so Gutzmer. Das Update zeigt darüber hinaus, dass BRAFi-naive Patienten mit BRAFV600-Mutation-positivem fortgeschrittenem Melanom im Median mehr als zweieinhalb Jahre (31,2 Monate) überlebten, wenn sie mit der Kombination aus dem MEK-Inhibitor Cobimetinib und dem BRAF-Inhibitor Vemurafenib behandelt wurden. Insgesamt sprachen fast 9 von 10 BRAFi-naiven Patienten (87 %) auf die Kombination an – fast jeder fünfte Patient (19 %) erreichte eine komplette Remission. Gutzmer: „Die steigende Rate an Komplettremissionen im verlängerten Follow-up zeigt die lang anhaltende Wirksamkeit der dualen Strategie.“


Langzeitdaten bestätigen Zulassungsstudie vollumfänglich

Die Langzeitergebnisse der BRIM7-Studie untermauern die Resultate der Zulassungsstudie coBRIM.2 Diese belegte, dass der duale Wirkansatz das progressionsfreie Überleben (PFS) wie auch das Gesamtüberleben (OS) verbessert. So wurde das mediane PFS um 5,1 Monate auf 12,3 Monate gegenüber 7,2 Monate unter Vemurafenib alleine verlängert (HR 0,58, 95 %-Kl: 0,46 – 0,72; p < 0,0001).3,4 Damit wurde erstmals ein PFS von mehr als einem Jahr erreicht.3 Auch das mediane OS verbesserte sich signifikant von 17,4 auf 22,3 Monate (HR 0,70, 95 %-Kl: 0,55 -0,90; p = 0,005), entsprechend einer Reduktion des Sterberisikos um 30 %, obwohl im Kombinationsarm mehr Patienten mit einem erhöhten Lactat-Dehydrogenase (LDH)-Wert eingeschlossen waren. Die Daten zeigen zudem, dass besonders Patienten mit normalem LDH-Wert von der Kombination Cobimetinib plus Vemurafenib profitieren. Konkret lebten unter der Kombination nach einem Jahr noch 75 % und nach 2 Jahren noch 48 % der Patienten. Auch erreichten unter der Kombinations-therapie mehr Patienten eine komplette (19 % vs. 11 %) bzw. eine partielle (54 % vs. 40 %) Remission.4,5 „Das aktuelle Update der coBRIM-Studie bestätigt nun diese ursprünglichen Ergebnisse“, berichtete Gutzmer. Auch dieses Datenupdate (medianes Follow-up: 18,5 Monate)4 zeigt, dass mit verlängertem Follow-up die Wirksamkeit der Kombinations-therapie Cobimetinib plus Vemurafenib gleichbleibend hoch ist. Zudem erhöhte sich die Zahl der Komplettremissionen.


Gut handhabbares Sicherheitsprofil

„Während des längeren Follow-up sind keine neuen Sicherheitssignale auftreten“, so der Dermatoonkologe. Bereits in der zulassungsrelevanten Auswertung wies die Kombination Cobimetinib plus Vemurafenib ein sicheres und gut handhabbares Nebenwirkungsprofil auf. Die Mehrzahl der Reaktionen waren mild oder moderat (Schweregrad 1 und 2, eingeteilt nach Common Terminology Criteria for Adverse Events (CTCAE)), traten nur vorübergehend, meist innerhalb der ersten vier Behandlungswochen auf und waren danach rückläufig. Als häufigste unerwünschte Ereignisse (bei > 20 % der Patienten) traten Durchfall, Übelkeit, Hautausschlag, Arthralgien, Fatigue, erhöhte Kreatinkinase-Werte, Photosensitivität, Fieber, erhöhte Leberwerte sowie Erbrechen auf.5


Kombination des BRAF-Inhibitors Vemurafenib mit einer Strahlentherapie

Gutzmer stellte auch Erfahrungen zur Therapie des BRAF-Inhibitors Vemurafenib in Kombination mit einer Strahlentherapie vor. Der Sicherheitsaspekt stehe dabei im Fokus: Grundsätzlich sei es möglich, Patienten mit einem BRAFV600-Mutation-positiven fortgeschrittenen Melanom mit einem BRAF-Inhibitor und einer Strahlentherapie zu behandeln. „Voraussetzung für die kombinierte Behandlung von zielgerichteter Therapie und Strahlentherapie ist, dass eine strenge Indikationsstellung zugrunde liegt. Zudem muss der Patient gut über mögliche Risiken aufgeklärt und engmaschig sowohl durch einen Dermatologen als auch durch einen Strahlentherapeuten überwacht werden.“ Er empfiehlt, wenn möglich, eine stereotaktische Bestrahlung. „Diese Bestrahlung ist in der Regel effektiver, da höhere Dosen appliziert werden können und erfahrungsgemäß weniger Nebenwirkungen auftreten.“


Literaturverweise

  1. Daud A et al., J Clin Oncol 2016; 34 (Suppl.): Abstract 9510
  2. Larkin J et al., New Engl J Med 2014; 371 (20): 1867-1876
  3. McArthur GA et al., Eur J Cancer 2015; 51: 720-723, Abstract LBA 25
  4. Ascierto PA et al., Lancet Oncol 2016; 17 (9): 1248-1260
  5. Atkinson V et al., SMR (Society of Melanoma Research) 2015; Late Breaking Oral

--


▼ Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung. Dies ermöglicht eine schnelle Identifizierung neuer Erkenntnisse über die Sicherheit. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung zu melden. Bitte melden Sie Nebenwirkungen an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. oder Fax +49 7624 14 3183.


Eindeutige Kennzeichnung von biologischen Arzneimitteln in der medizinischen Kommunikation

Für die Patientensicherheit ist es wichtig, biologische Arzneimittel durch ihren Handelsnamen klar zu kennzeichnen. Nur so kann gewährleistet werden, dass mögliche Nebenwirkungen eindeutig einem bestimmten Produkt zugeordnet und zurückverfolgt werden können. Analog europäischer behördlicher Vorgaben für die Dokumentation des Handelsnamens in der Patientenakte nennt Roche in Publikationen, Texten und Presseinformationen deshalb neben dem internationalen Freinamen auch den Handelsnamen.


Roche weltweit

Roche ist ein globales Unternehmen mit Vorreiterrolle in der Erforschung und Entwicklung von Medikamenten und Diagnostika und ist darauf fokussiert, Menschen durch wissenschaftlichen Fortschritt ein besseres, längeres Leben zu ermöglichen. Roche ist das größte Biotech-Unternehmen weltweit mit differenzierten Medikamenten für die Onkologie, Immunologie, Infektionskrankheiten, Augenheilkunde und Erkrankungen des Zentralnervensystems. Roche ist auch der bedeutendste Anbieter von In-vitro-Diagnostika und gewebebasierten Krebstests und ein Pionier im Diabetesmanagement. Dank der Kombination von Pharma und Diagnostika unter einem Dach ist Roche führend in der Personalisierten Medizin – einer Strategie mit dem Ziel, jedem Patienten die bestmögliche Behandlung zukommen zu lassen. Seit der Gründung im Jahr 1896 erforscht Roche bessere Wege, um Krankheiten zu verhindern, zu erkennen und zu behandeln und leistet einen nachhaltigen Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung. Auf der Liste der unentbehrlichen Arzneimittel der Weltgesundheitsorganisation stehen heute 29 von Roche entwickelte Medikamente, darunter lebensrettende Antibiotika, Malariamittel und Krebsmedikamente. Ausgezeichnet wurde Roche zudem bereits das siebte Jahr in Folge als das nachhaltigste Unternehmen innerhalb der Pharma-, Biotechnologie- und Life-Sciences-Branche im Dow Jones Sustainability Index. Die Roche-Gruppe mit Hauptsitz in Basel, Schweiz ist in über 100 Ländern tätig und beschäftigte 2015 weltweit über 91.700 Mitarbeitende. Im Jahr 2015 investierte Roche CHF 9,3 Milliarden in Forschung und Entwicklung und erzielte einen Umsatz von CHF 48,1 Milliarden. Genentech in den USA gehört vollständig zur Roche-Gruppe. Roche ist Mehrheitsaktionär von Chugai Pharmaceutical, Japan.

Alle erwähnten Markennamen sind gesetzlich geschützt.


Roche in Deutschland

Roche beschäftigt in Deutschland rund 15.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Bereichen Pharma und Diagnostik. Das Unternehmen ist an den drei Standorten in Grenzach-Wyhlen (Roche Pharma AG), Mannheim (Roche Diagnostics GmbH, Roche Diabetes Care GmbH sowie Roche Diagnostics Deutschland GmbH und Roche Diabetes Care Deutschland GmbH) und Penzberg (Biotechnologie-Kompetenzzentrum, Roche Diagnostics GmbH) vertreten. Die Schwerpunkte erstrecken sich über die gesamte Wertschöpfungskette der beiden Geschäftsbereiche Pharma und Diagnostics: von Forschung und Entwicklung über Produktion, Logistik bis hin zu Marketing und Vertrieb, wobei jeder Standort neben dem Deutschland-Geschäft auch globale Aufgaben wahrnimmt. Roche bekennt sich klar zu den deutschen Standorten und hat in den letzten fünf Jahren in diese rund 2 Milliarden Euro investiert.

  • Weitere Informationen zu Roche in Deutschland finden Sie unter www.roche.de


Roche Pharma AG

Die Roche Pharma AG im südbadischen Grenzach-Wyhlen verantwortet mit rund 1.300 hochqualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern das deutsche Pharmageschäft. Dazu gehören Marketing und Vertrieb von Roche Medikamenten in Deutschland sowie der Austausch mit Wissenschaftlern, Forschern und Ärzten in Praxen und Krankenhäusern. Im Bereich der klinischen Forschung koordiniert der Standort alle zulassungsrelevanten Studien für Deutschland sowie Studien für bereits auf dem Markt befindliche Produkte. Für den europäischen Raum erfolgen in Grenzach-Wyhlen zudem zentrale Elemente der technischen Qualitätssicherung.


Quelle: Roche Pharma, 22.09.2016 (tB)-

 
Anzeigen

Medical News
Schmerz - PainCare
Wundversorgung
Diabetes
Ernährung
Onkologie
Multiple Sklerose
Parkinson