Home Onkologie Nierenkrebs Prof. Dr. Jan Roigas: Nierenzellkarzinom- Status quo und Rationale für den Einsatz von VEGF-Inhibitoren
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Nierenzellkarzinom

Status quo und Rationale für den Einsatz von VEGF-Inhibitoren

 

Von Prof. Dr. Jan Roigas

 

Frankfurt (22. Januar 2008) - In Deutschland erkranken pro Jahr etwa 13.500 Menschen an einem Nierenzellkarzinom. Es wird eine jährliche Steigerung der Inzidenz der Erkrankung von 2 bis 3 % beobachtet. Weltweit werden etwa 200.000 Neuerkrankungen und 100.000 Sterbefälle registriert. Das mittlere Erkrankungsalter liegt zwischen dem 65. und 70. Lebensjahr.  Bei einem auf die Niere begrenzten Karzinom besteht die Therapie in der Operation mit Entfernung der gesamten Niere (Tumornephrektomie) oder der Resektion des Tumors unter Erhalt der betroffenen Niere (Nierenteilresektion).

Bei ca. 25 % der Patienten besteht jedoch schon zum Zeitpunkt der Erstdiagnose eine metastasierte Erkrankung und bis zu 40 bis 50 % der operierten Patienten entwickeln im weiteren Verlauf Metastasen.

 

Die klassischen Säulen der Krebstherapie, Chemo-, Hormon- und Bestrahlungstherapie sind beim metastasierten Nierenzellkarzinom nicht wirksam.

 

Die Immuntherapie mit den Zytokinen Interferon-alpha und Interleukin-2 als Monotherapie oder in Kombinationsschemata stellte seit Mitte der 80er Jahre die Behandlungsoption dar. Insbesondere für Interferon-alpha konnte auf der Basis randomisierter Phase-III-Studien eine signifikante Verlängerung des Gesamtüberlebens nachgewiesen werden.

 

Die Entwicklung neuer, zielgerichteter molekularer Therapien beim Nierenzellkarzinom basierte auf einem besseren Verständnis der Signaltransduktion im Hinblick auf Angio- neogenese (Gefäßneubildung) und Tumorproliferation. Beim Nierenzellkarzinom bildet eine genetische Veränderung, der Verlust des VHL-Tumorsuppressorgens, die entschei-dende molekulare Grundlage für eine gesteigerte Expression von proangiogenetischen Faktoren. VEGF (vascular endothelial growth factor) spielt hierbei eine entscheidende Rolle. Anti-VEGF-Targeting stellt folglich einen optimalen molekularen Therapieansatz zur Hemmung der Angiogenese dar.

 

Avastin® bindet als anti-VEGF-Antikörper an VEGF und hemmt die Angiogenese über drei Mechanismen: die Rückbildung von Gefäßen, die Normalisierung von Gefäßstrukturen sowie die Hemmung der Gefäßneubildung.

 


Quelle: Pressekonferenz der Firma Roche Pharma zum Thema “Avastin® First-Line – Ein Meilenstein in der Nierenkrebstherapie” am 22.01.2008 in Frankfurt am Main (medical relations).

 

 
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