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Onkologie_aktuell
Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) und Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO)
Krebsmedikament für Leukämie nicht lieferbar!
Berlin (3. September 2012) - Die Firma Pfizer hat angekündigt an, dass sie „Anfang September einen vorübergehenden Lieferengpass bei Daunoblastin®“ erwartet. Daunoblastin® (Daunorubicin) ist ein seit 40 Jahren angewendetes, hochwirksames und nicht verzichtbares Medikament für die Behandlung von Patienten mit akuter Leukämie bei Erwachsenen und Kindern. Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) und die DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie e.V. sehen diese Entwicklung mit großer Besorgnis.
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Verbundprojekt „KOKON“ klärt über alternative Heilmethoden auf
Mistel, Johanniskraut & Co. – sinnvoll bei Krebs?
Bonn (2. August 2012) – Welche ergänzenden oder komplementären Heilverfahren gibt es? Wie kann ich selbst meine Behandlung sinnvoll unterstützen? Wo finde ich verlässliche Informationen dazu? Diese Fragen stellen sich an Krebs erkrankte Menschen immer häufiger: Mehr als die Hälfte aller Betroffenen greifen im Verlauf der Therapie auf Komplementärverfahren zurück. Das jetzt gestartete „KOKON“-Projekt, ein Zusammenschluss mehrerer Kliniken und Forschungsinstitutionen, hat das Ziel, verlässliche und wissenschaftlich ausgewertete Informationen für Patienten und alle in der Onkologie beschäftigten Berufsgruppen bereitzustellen. Die Deutsche Krebshilfe fördert das Projekt über einen Zeitraum von drei Jahren mit 2,5 Millionen Euro.
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Neue Ansätze für Entwicklung von Krebstherapien
Wie metastasierende Krebszellen in Organe eindringen
Zürich, Schweiz (11. Juli 2012) - Nicht Primärtumore, sondern deren Metastasen sind für die Mehrzahl der Krebstoten verantwortlich. Physiologen und Neuropathologen der Universität Zürich identifizieren jetzt den Anfang der Metastasenbildung. Sie können als Erste den Weg von metastasierenden Darmkrebszellen aus den Blutbahnen nachweisen. Die Erkenntnisse erlauben neue Ansätze bei der Entwicklung von Krebstherapien.
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Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie
Jahrestagung 2012 fördert Wissensaustausch zwischen Ärzten und Pflegekräften
Berlin (11. Juli 2012) - Um eine hohe Versorgungsqualität von Krebspatienten kontinuierlich zu gewährleisten, müssen alle an der Therapie Beteiligten eng zusammenarbeiten. Die Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaften für Hämatologie und Onkologie wollen auf ihrer Jahrestagung und der begleitenden Pflegetagung den intensiven Austausch zwischen Fachärzten und Pflegekräften weiter fördern. Experten aus Klinik, Praxis und Pflege können sich vom 19. bis 23. Oktober in Stuttgart über neueste wissenschaftliche Erkenntnisse informieren und innovative Behandlungskonzepte diskutieren.
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Ulrike Kämmerer, Christina Schlatterer, Gerd Knoll
Krebszellen lieben Zucker - Patienten brauchen Fett
Systemed-Verlag
1. Auflage: 2012
Gebundene Ausgabe, 272 Seiten
ISBN-10: 3927372900
24,99 Euro
Das neue Standardwerk zur ketogenen Ernährung bei Krebserkrankungen. Mit der Diagnose "Krebs" konfrontiert, suchen viele Menschen nach Möglichkeiten, wie sie selber aktiv dazu beitragen können, den Verlauf ihrer Krankheit positiv zu beeinflussen. Eine der ersten Fragen ist hier meistens: "Kann ich an meiner Ernährung etwas verbessern?" Und tatsächlich setzt sich eine grundlegende Erkenntnis im klinischen Alltag durch: Krebspatienten profitieren sichtlich von einer fettreichen, kohlenhydratreduzierten Ernährung.
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Vandetanib bei Schilddrüsenkrebs
Keine Belege für Zusatznutzen
Herstellerdossier enthält keine Daten zu patientenrelevanten Endpunkten innerhalb der Zulassungspopulation
Köln (15. Juni 2012) - Seit Februar 2012 steht Vandetanib in Deutschland unter dem Handelsnamen Caprelsa® erwachsenen Patientinnen und Patienten zur Verfügung, die an einer bestimmten Form von aggressivem Schilddrüsenkrebs erkrankt sind. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat jetzt den Zusatznutzen des Wirkstoffs gemäß AMNOG überprüft. Demnach gibt es keine Belege für einen Zusatznutzen. Denn der Hersteller hat in seinem Dossier für die Patientinnen und Patienten, für die das Medikament zugelassen ist, keine Daten zu patientenrelevanten Endpunkten vorgelegt. Angesichts dieser Defizite sah sich das IQWiG gezwungen, das Dossier für "inhaltlich unvollständig" zu erklären.
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ASCO 2012: Bevacizumab beim Ovarialkarzinom
Aktuelle Phase-III-Daten bestätigen erneut das Wirkprinzip der Angiogenesehemmung
Frankfurt am Main (15. Juni 2012) - Der Angiogenese-hemmer Bevacizumab (Avastin®) wird seit Dezember 2011 erfolgreich in der Primärtherapie des fortge-schrittenen Ovarialkarzinoms eingesetzt. Nun zeigen die Ergebnisse der ersten Phase-III-Studie bei Patientinnen mit bereits vorbehandeltem platinresistenten Ovarial-karzinom erneut einen signifikanten Benefit mit Bevacizumab: Die zusätzliche Gabe von Bevacizumab zur Chemotherapie verlängert das progressionsfreie Überleben (PFS) der betroffenen Frauen signifikant um
3,3 Monate. Die AURELIA-Studie, die nun erstmals auf der diesjährigen Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) präsentiert wurde, bestätigt damit bereits als vierte Phase-III-Studie die hohe Wirksamkeit und Sicherheit von Bevacizumab [1].
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NOGGO: Post-ASCO 2012
Personalisierte Krebstherapie - Heilung in Sicht?
Berlin (13. Juni 2012) - Der Jahreskongress 2012 der amerikanischen Krebsgesellschaft (ASCO) stand in diesem Jahr unter dem Motto "Collaborating to Conquer Cancer". Dieser Aufruf macht deutlich, welchen hohen Stellenwert die interdisziplinäre und multiprofessionelle Zusammenarbeit und die Kommunikation mit den Betroffenen im Kampf gegen Krebs besitzen. „Im Mittelpunkt unserer Forschung steht der Patient“, sagte der Cancer Communications Committee Chair der ASCO, Nicholas J. Vogelzang, bei der Einführungspressekonferenz. Erstes Ziel ist die Heilung, die für immer mehr Patienten ein realistisches Ziel ist. Zudem können inzwischen viele unheilbare Krebserkrankungen in eine chronische Verlaufsform gebracht werden, mit immer wiederkehrenden Therapien. Deshalb wird heute gefordert, dass der Nutzen einer Behandlung möglichst individuell für jeden Patienten bereits vor der Therapie abgeschätzt werden kann.
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Forschung
Wie Brokkoli-Wirkstoffe die Krebstherapie unterstützen
Heidelberg (12. Juni 2012) - Inhaltsstoffe aus Brokkoli und verwandtem Gemüse hemmen das Krebswachstum und verstärken die Wirkung von Chemotherapien. Das zeigte Ingrid Herr vom Universitätsklinikum Heidelberg und Deutschen Krebsforschungszentrum in mehreren experimentellen Studien und ist dafür nun mit dem Sebastian-Kneipp-Preis 2012 ausgezeichnet worden. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis, den die Sebastian-Kneipp-Stiftung jährlich verleiht, würdigt in diesem Jahr Untersuchungen über die vorbeugenden und therapeutischen Wirkungen von Nahrungsstoffen bzw. sekundären Pflanzenstoffen bei Krebserkrankungen.
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Beta- und Gammadetektion mit einem Gerät
Innovative PET-Sonde bietet zwei Messkanäle
Berlin (24. Mai 2012) - Bei der intra- und extraoperativen Lokalisierung von radioaktiv markiertem Gewebe arbeitet die innovative PET-Sonde der First Sensor AG, Berlin, nach einem neuen Prinzip: In ihrer Spitze befinden sich zwei Siliziumdetektoren, mit denen sie gleichzeitig Gamma- und Betastrahlung misst. Der Einsatz mehrerer Mess-Sonden ist somit während einer Tumorresektion nicht mehr erforderlich. Die PET-Sonde von First Sensor vereint eine hohe Ortsauflösung in beiden Kanälen mit komfortabler Bedienung, denn sie ist besonders handlich und leicht.
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Nutzen von PET und PET/CT bei Eierstockkrebs ist nicht belegt
Nur in bestimmten Fällen werden Rezidive zuverlässiger erkannt als mit herkömmlichen Verfahren
Köln (23. Mai 2012) - Mangels Studien gibt es derzeit keine Belege, dass Patientinnen mit Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom) von der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) alleine oder in Kombination mit einer Computertomographie (CT) einen Nutzen haben. Was die diagnostische Güte betrifft, lassen sich Rückfälle (Rezidive) in bestimmten Fällen mit PET oder PET/CT früher und genauer erkennen als mit konventionellen bildgebenden Verfahren. Zu diesem Ergebnis kommt der Abschlussbericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), den die Kölner Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am 23. Mai 2012 publiziert haben.
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Ein Beitrag zu „Personalisierter Therapie“ und „interdisziplinärem Management“ in der Onkologie
Frankfurt am Main (12. Mai 2011) - Das Buch „Therapiealgorithmen Onkologie“ möchte Therapeuten ein Begleiter für den klinischen Alltag sein, der die komplexen Therapieoptionen übersichtlich und praxisnah darstellt. Die Idee, therapeutische Strategien in Form von Algorithmen darzustellen, entstand in der Vorstellung, dass Algorithmen einerseits der zunehmenden Individualisierung, andererseits auch der Interdisziplinarität der Therapie besonders effizient Rechnung tragen können. Eine solch kompakte Übersicht ist derzeit einzigartig in der onkologischen Fachliteratur.
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Hoffnung für Frauen mit Eierstockkrebs
Neues Medikament verzögert Fortschreiten der Erkrankung
Hamburg (27. März 2012) - Allein in Deutschland werden Jahr für Jahr fast 10.000 Frauen mit der Diagnose Eierstockkrebs konfrontiert [1]. Nun gibt es entscheidenden Fortschritt in der Therapie dieser schweren Erkrankung. Das neue Medikament, ein moderner Antikörper, greift den Tumor gezielt an und verzögert damit das Fortschreiten der Krebserkrankung. Dadurch gewinnen die Patientinnen mehr Zeit, die sie — trotz ihrer schweren Erkrankung — weitestgehend beschwerdefrei verbringen können. Anlässlich der Zulassung des neuen Medikamentes erläuterten die beiden Frauenärzte Professor Jalid Sehouli, Charité Berlin, und Privatdozent Dr. Sven Mahner, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, im Rahmen einer Presse-veranstaltung der Roche Pharma AG die Behandlungs-möglichkeiten für Frauen mit Eierstockkrebs und die Vorteile der neuen Therapie.
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Leben! – trotz Krebs
Lebensperspektiven dank Angiogenesehemmung
Köln (20. März 2012) - „Kein Stein liegt mehr auf dem anderen. Es ist, als hätte ein Seelenbeben von uns Besitz genommen.“ Mit diesen Worten beschreibt Ursula Goldmann-Posch, Gründerin und Vorstandsmitglied von mamazone – Frauen und Forschung gegen Brustkrebs e. V., ihre Empfindungen nach der Diagnose Krebs. Jahr für Jahr erleben allein in Deutschland fast eine halbe Million Menschen Ähnliches [1]. Dank einer zielgerichteten Therapie hat Ursula Goldmann-Posch ihre schwere Erkrankung wie viele andere Betroffene überlebt. Maßgeblich ermöglicht werden diese Fortschritte in der Behandlung von Krebspatienten durch die Entwicklung neuer, zielgerichteter Medikamente, wie zum Beispiel Bevacizumab (Avastin®).
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Zähne putzen
Besonders bei Brustkrebs
Berlin (1. März 2012) - Wenn ein Brustkrebs metastasiert, dann sind in etwa zwei von drei Fällen die Knochen betroffen. Solche Metastasen können sehr schmerzhaft sein und zu Knochenbrüchen führen. In diesen Fällen werden der Patientin häufig Bisphosphonate oder ein spezieller Antikörper, Denosumab verordnet, die den Knochenabbau aufhalten und die Knochen stabilisieren. Diese Arzneimittel schützen die Knochen auch vor Substanzverlusten, die eine Antihormontherapie hervorrufen kann, und die in eine Osteoporose münden können. Aber es gilt, Nebenwirkungen zu verhindern.
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Deutscher Krebskongress 2012
Bendamustin ist ein fest etabliertes Basistherapeutikum für Patienten mit chronischer lymphatischer Leukämie
Berlin (25. Februar 2012) - Die chronische lymphatische Leukämie (CLL) ist eine in der Regel unheilbare Erkrankung des höheren Lebensalters. Der einzige kurative Ansatz besteht in einer Knochenmarktransplantation, die jedoch nur für wenige Patienten indiziert ist. Bei der Mehrzahl der Patienten ist das angestrebte Therapieziel die Symptomlinderung und -kontrolle durch eine Chemotherapie.
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Knochenmestastasen in der Onkologie
Denosumab als effektiver und innovativer Behandlungsfortschritt
München (24. Februar 2012) - Patienten in der Onkologie leben dank immenser Behandlungsfortschritte immer länger. Damit rückt immer mehr der Knochen in den Fokus der Behandlung, denn Knochenmetastasen und damit verbundene Skelettkomplikationen schränken nicht nur die Lebensqualität der Patienten ein, sondern können auch das Überleben mindern. Frühzeitig und effektiv sollte daher in der Therapie auch die Regulation des Knochenstoffwechsels bedacht werden. Seit einiger Zeit steht dazu in Deutschland der RANKL-Inhibitor Denosumab (XGEVA®) als eine neue Option bei Patienten mit Knochenmetastasen aufgrund solider Tumoren zur Verfügung, die einen deutlichen Fortschritt zur Prävention skelettbezogener Komplikationen verkörpert. Auf dem deutschen Krebskongress 2012 diskutierten Experten in mehreren Symposien, welchen hohen Stellenwert die neue Substanz beim Mamma- und Prostatakarzinom hat.
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