Home Onkologie Prostatakrebs Denosumab zeigt Überlegenheit gegenüber Zometa(® hinsichtlich der Verzögerung von Komplikationen aufgrund von Knochenmetastasen bei Patienten mit fortgeschrittenem Prostatakrebs
23 | 10 | 2017
Medizin
- Anzeigen -

Awards
Veranstaltungen
Login
DocCheck





DocCheck Account beantragen »
PDF Drucken

Denosumab zeigt Überlegenheit gegenüber Zometa(® hinsichtlich der Verzögerung von Komplikationen aufgrund von Knochenmetastasen bei Patienten mit fortgeschrittenem Prostatakrebs

 

Dies ist die dritte der drei pivotalen Head-to-Head-Studien, die bei der FDA für die Behandlung von Patienten mit Knochenmetastasen eingereicht wurden.

 

Thousand Oaks, Kalifornien, USA (15. Juni 2010) – Amgen gab die detaillierten Ergebnisse einer Head-to-Head-Studie der Phase 3 bekannt, in der die Wirksamkeit und Sicherheit von Denosumab im Vergleich zu Zometa® (Zoledronsäure) bei 1.901 Patienten mit hormonrefraktärem Prostatakrebs und Knochenmetastasen untersucht wurde. Die Studie hat die primären und sekundären Endpunkte erreicht und gezeigt, dass Denosumab Zometa in Bezug auf die zeitliche Verzögerung und die Vorbeugung von skelettalen Ereignissen (SREs) überlegen ist. Die statistisch signifikanten Ergebnisse wurden am 6. Juni 2010 an der diesjährigen Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) in Chicago in einem Vortrag vorgestellt (Late Breaking Abstract Nr. LBA4507).

 

Bei Patienten mit Skelettmetastasen schwächen die wachsenden Tumorzellen den an den Tumor grenzenden Knochen und zerstören ihn. Dies kann zu einer Reihe schwerer Komplikationen führen, die als skelettalen Ereignisse (SREs) bezeichnet werden. Hierzu zählen: Frakturen, Knochenbestrahlung, Knochenoperationen oder Rückenmarkskompression. Sie alle stellen bei Krebs im fortgeschrittenen Stadium schwere Komplikationen dar.

 

In dieser Studie zeigte Denosumab eine signifikant überlegene Wirksamkeit gegenüber Zometa in Bezug auf die zeitliche Verzögerung des Eintretens des ersten SRE während der Studiendauer (Hazard-Ratio 0,82; 95%-Konfidenzintervall 0,71–0,95; p=0,008). Die mediane Dauer bis zum ersten studieninternen SRE betrug 20,7 Monate gegenüber 17,1 Monaten unter Zometa. Auch hinsichtlich der Verzögerung des Eintretens multipler SREs erwies sich Denosumab gegenüber Zometa als signifikant überlegen (Zeit bis zu den ersten und nachfolgenden SREs) (Hazard-Ratio 0,82; 95%-Konfidenzintervall 0,71–0,94; p=0,004).

 

„Knochenmetastasen sind Komplikationen, die eine schwere Beeinträchtigung darstellen. Bis zu 75% der Patienten mit fortgeschrittenem Prostatakrebs sind davon betroffen“, sagte Dr. med. Karim Fizazi, Leiter der Abteilung für medizinische Onkologie am Institut Gustave-Roussy, Villejuif, Frankreich. „Denosumab zeigte eine höhere Wirksamkeit in Bezug auf die Prävention von Skelettkomplikationen und wurde allgemein gut vertragen. Diese Ergebnisse im Kontext mit der anwenderfreundlichen subkutane Applikation und die Tatsache, dass ein renalesMonitoring nicht erforderlich ist, zeigten, dass Denosumab das Potenzial sich als erheblicher Fortschritt gegenüber derzeit verfügbaren Behandlungsoptionen zu erweisen hat.“

 

Insgesamt war die Häufigkeit unerwünschter und schwerer unerwünschter Ereignisse, einschließlich Infektionen, zwischen den beiden Behandlungsarmen weitgehend vergleichbar. Kiefer-Osteonekrosen (ONJ) waren selten (22 Fälle unter Denosumab bzw. 2,3% gegenüber 12 Fällen unter Zometa bzw. 1,3%) und es wurde kein statistisch signifikanter Unterschied zwischen den beiden Studienarmen festgestellt. Wie bei früheren Studien mit Patienten mit Krebs im fortgeschrittenen Stadium trat in der Denosumab-Gruppe häufiger eine Hypokalzämie auf. Das Gesamtüberleben (Hazard-Ratio 1,03; 95%-Konfidenzintervall 0,91–1,17; p=0,65) und die Zeit bis zur Progression der Krebserkrankung (Hazard-Ratio 1,06; 95%-Konfidenzintervall 0,95–1,18; p=0,30) war zwischen beiden Behandlungsarmen nicht unterschiedlich. Die häufigsten Nebenwirkungen unter Denosumab waren Anämie, Rückenschmerzen und Übelkeit. Die häufigsten Nebenwirkungen unter Zometa waren Anämie, Rückenschmerzen und verringerter Appetit.

 

Dies ist die letzte der drei zentralen Phase-3-Zulassungsstudien mit insgesamt mehr als 5.700 Patienten mit Krebs im fortgeschrittenen Stadium, in denen das Potenzial von Denosumab zur Behandlung von Knochenmetastasen untersucht wurde. Die drei Studien bilden die Grundlage der klinischen Dokumentation zur Anwendung von Denosumab bei Krebs im fortgeschrittenen Stadium, die bei den Zulassungsbehörden in den USA und der Europäischen Union eingereicht wurde.

 

 

Studiendesign

 

Es handelt sich um eine internationale, randomisierte, doppelblinde Phase-3-Studie, in der die Anwendung von Denosumab zur Behandlung von Knochenmetastasen bei Patienten mit fortgeschrittenem Prostatakrebs im Vergleich zu Zometa untersucht wurde. Die Studienteilnehmer wurden im Verhältnis von 1:1 randomisiert und erhielten entweder alle vier Wochen (q4w) subkutan 120 mg Denosumab oder alle vier Wochen 4 mg Zometa als mindestens 15-minütige intravenöse Infusion gemäß Packungsbeilage. An der Studie nahmen 1.901 Patienten (Durchschnittsalter: 71 Jahre) teil, bei denen Knochenmetastasen infolge eines hormonrefraktären Prostatakarzinoms vorlagen.

 

In klinischen Studien zur Prüfung neuer Medikationen für Knochenmetastasen wurde der Behandlungserfolg daran gemessen, ob die durch die Knochenmetastasen verursachten Knochenkomplikationen bzw. SREs reduziert oder verzögert werden konnten.

 

Der primäre Endpunkt war die Untersuchung, ob Denosumab bei Patienten mit fortgeschrittenem Prostatakrebs und Knochenmetastasen im Hinblick auf das erste SRE während der Studie Zometa nicht unterlegen ist. Die sekundären Endpunkte waren die Evaluierung, ob Denosumab Zometa hinsichtlich des ersten studieninternen SRE sowie der ersten und nachfolgenden studieninternen SREs überlegen ist. Ein weiterer sekundärer Endpunkt war die Beurteilung der Sicherheit und Verträglichkeit von Denosumab im Vergleich zu Zometa.

 

 

Informationen über Denosumab und die Forschungsarbeit von Amgen auf dem Gebiet der Knochenbiologie

 

Denosumab ist der erste voll humane monoklonale Antikörper im Spätstadium der klinischen Entwicklung, der den RANK-Liganden, den essenziellen Regulator von Osteoklasten (Zellen, die Knochen zersetzen) gezielt angreift. Mit weltweit mehr als 19.000 Patienten in Studien aller Indikationen ist das Denosumab-Entwicklungsprogramm das größte, das jemals von Amgen initiiert wurde. Dieses breit gefächerte und tief greifende Entwicklungsprogramm demonstriert Amgens Engagement für die Erforschung und Bereitstellung von bahnbrechenden Medikamenten für Patienten mit unerfülltem medizinischem Bedarf. Amgen untersucht Denosumab in zahlreichen Tumortypen im gesamten Spektrum der krebsinduzierten Knochenkrankheiten. Mehr als 11.000 Patienten wurden in die klinischen Onkologiestudien zu Denosumab zur Prüfung des Medikaments hinsichtlich Knochenverlust und -zerstörung, die im Zusammenhang mit durch Krebstherapie induzierten Knochenverlust bei Brust- und Prostatakrebs stehen, randomisiert, und zwar in Bezug auf die Prävention von skelettbezogenen Ereignissen aufgrund der Ausbreitung des Krebses auf den Knochen bei multiplem Myelomen und multiplen soliden Tumoren sowie im Hinblick auf sein Potenzial zur Verzögerung von Knochenmetastasen bei Prostatakrebs.

 

 

Knochenmetastasen: Auswirkung und Prävalenz

 

Knochenmetastasen, d. h. Krebszellen, die sich von Tumoren trennen und ins Knochengewebe abwandern, wo sie sich ansiedeln und wachsen, werden bei weltweit mehr als 1,5 Millionen Menschen festgestellt. Durch Verbesserungen in der Krebsversorgung, wie u. a. frühzeitigere Diagnose und neue Behandlungsmöglichkeiten, die zum Ansteigen der Überlebensraten führen, steigt die Zahl der Patienten, die im Verlauf der primären Krebserkrankung eine metastasierende Krankheit entwickeln. Knochenmetastasen sind ein signifikantes Problem für Patienten mit bestimmen Arten von fortgeschrittenem Krebs mit Inzidenzraten von fast 100 Prozent bei Myelompatienten und bis zu 75 Prozent bei Patienten mit soliden Tumoren.

 

Im Fall von Knochenmetastasen schwächen die wachsenden Krebszellen den Knochen um den Tumor herum und zerstören ihn. Der Schaden, den der Tumor am Knochen verursacht hat, kann zu einer Reihe schwerer Komplikationen führen, die in ihrer Gesamtheit als skelettbezogene Ereignisse (SREs) bezeichnet werden. Hierzu gehören u. a. Knochenfraktur, Knochenbestrahlung, Knochenoperation oder Rückenmarkkompression. Sie alle stellen schwerwiegende Komplikationen für Patienten mit fortgeschrittener Krebserkrankung dar.

 

Die wirtschaftliche Belastung durch Patienten mit Knochenmetastasen ist signifikant und lag im vergangenen Jahr in den USA bei schätzungsweise 12,6 Mrd. US-Dollar. Bei Patienten mit Knochenmetastasen, die ein SRE erleiden, entstehen wesentlich höhere medizinische Kosten als bei denjenigen, die kein SRE erleiden.

 

 

Über Amgen

 

Amgen erforscht, entwickelt, produziert und vertreibt innovative Therapien für Menschen. Seit 1980 gehört Amgen zu den Pionieren in der Biotechnologie und war eines der ersten Unternehmen, das die neuen Möglichkeiten der Wissenschaft erkannte, sichere und wirksame Arzneimittel aus dem Labor in die Herstellung und zu den Patienten zu bringen. Die Therapien von Amgen haben die medizinische Praxis verändert und Millionen von Menschen auf der ganzen Welt im Kampf gegen Krebs, Nierenleiden, rheumatoider Arthritis und andere schwere Erkrankungen unterstützt. Amgen verfügt über ein tiefes und breites Portfolio möglicher neuer Arzneimittel und ist ständig bestrebt, die Forschung voranzutreiben, um das Leben der Menschen entscheidend zu verbessern.

 


 

Quelle: Amgen GmbH, 15.06.2010 (tB).

 
Anzeigen

Medical News
Schmerz - PainCare
Wundversorgung
Diabetes
Ernährung
Onkologie
Multiple Sklerose
Parkinson