Ophthalmologie

Uni-Forscher suchen nach Therapien gegen Erblindung und Sehkraftverlust

 

Regensburg (14. Juli 2008) - Etwa 17.000 Patienten erblinden in Deutschland jedes Jahr, nahezu 50.000 leiden unter dem teilweisen Verlust ihrer Sehkraft. Forscher der Universität Regensburg haben sich zum Ziel gesetzt, die molekularen Ursachen zu erforschen, die zum Verlust der Sehfunktion führen. Die Deutsche Forschungs-gemeinschaft (DFG) hat Anfang Juli für dieses Projekt umfangreiche Fördergelder und Stellen für eine Forschergruppe zum Thema "Regulation und Pathologie von homöostatischen Prozessen der visuellen Funktion" bewilligt. Finanziell unterstützt die DFG die Universität Regensburg mit ca. 3,1 Millionen Euro für den Zeitraum von zunächst drei Jahren.

 

IQWIG: Sehscreening im Vorschulalter: Nutzen und Schaden noch unklar

Studienlage unsicher / Flächendeckende Einführung weiterer Augenuntersuchungen nicht gerechtfertigt

 

Berlin (2. Juni 2008) - Derzeit ist unklar, ob die Häufigkeit oder der Schweregrad von Sehschwächen in der Bevölkerung abnimmt, wenn man alle Kinder unter 6 Jahren einer speziellen Augenuntersuchung unterzieht. Denn zum einen lassen die wenigen bislang verfügbaren Studien keine belastbaren Aussagen zum Nutzen zu. Zum anderen wurde ein möglicher Schaden kaum untersucht. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hält es deshalb nicht für gerechtfertigt, zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein intensiviertes Sehscreening nach bereits vorhandenen Sehschwächen oder deren Risikofaktoren im Vorschulalter einzuführen. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut in seinem am 2. Juni 2008 veröffentlichten Abschlussbericht "Früherkennungsuntersuchungen von Sehstörungen bei Kindern bis zur Vollendung des 6. Lebensjahres".

Feuchte altersbedingte Makula-Degeneration:

Bayer und Regeneron starten weitere Phase-III-Studie mit VEGF Trap-Eye

Nachweis der wirksamen Behandlung der Erkrankung angestrebt

 

Leverkusen, Germany, Montville, NJ und Tarrytown, NY (8. Mai 2008) – Bayer HealthCare und Regeneron weiten ihr gemeinsam betriebenes Entwicklungsprogramm zu VEGF Trap-Eye aus. Mit VIEW 2 hat jetzt eine zweite klinische Phase-III-Studie begonnen, die die Wirksamkeit von VEGF Trap-Eye bei der Behandlung der neovaskulären Form der altersbedingten Makula-Degeneration (feuchte AMD) untersucht. Die feuchte AMD ist eine der wichtigsten Ursachen für Erblindungen im Erwachsenenalter.

Lucentis®: eine neue Ära in der AMD-Therapie beginnt

EU - Zulassung für Ranibizumab steht unmittelbar bevor

 

Klinische Studien belegen: Lucentis® erste und einzige Therapie, die die Sehkraft von Patienten mit feuchter altersabhängiger Makuladegeneration (AMD) verbessert

Bei 9 von 10 AMD-Patienten stabilisiert sich das Sehvermögen, knapp die Hälfte der Patienten verbessert ihre Sehkraft – und zwar langfristig bei guter Verträglichkeit der Anwendung

 

 

Vorlesen_AMDNürnberg (24. Januar 2007) - Sehen gehört nicht nur zu den fünf Sinnen. Sehen ist der zentrale Sinn, um so alltägliche Dinge wie Lesen, Essen, mit den Enkeln Spielen oder Autofahren selbständig zu bewältigen. Diese Fähigkeit fehlt Patienten, die unter der exsudativen altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) leiden: Sie sehen ihre Umwelt verzerrt, verschwommen, in ausgewaschenen Farben und nur auszugsweise – in vielen Fällen endet dieser fortschreitende Sehverlust in der völligen Erblindung. Dies ändert sich nun mit der Zulassung von Lucentis® (Wirkstoff Ranibizumab), die die europäische Kommission in diesen Tagen erteilen werden wird: Denn Lucentis® verbessert nachweislich die Sehkraft von AMD-Patienten.

Altersblindheit: Frühzeitige Behandlung wichtig

 

Neuer Wirkstoff zur Hemmung der Gefäßneubildung bei feuchter altersabhängiger Makuladegeneration (AMD)

 

Frankfurt am Main (25. April 2006) - Eine der häufigsten Augenerkrankungen war bislang für die meist älteren Patienten ein Grund zur Verzweiflung, für den behandelnden Augenarzt Anlaß zur Frustration: Die altersabhängige Makuladegeneration führt zu einem oft drastischen Abfall der Sehschärfe; die Möglichkeiten der Medizin, das Geschehen aufzuhalten, sind begrenzt. In diesem Jahr wird eine neue Therapie in Deutschland eingeführt, die bei jener Form der Krankheit helfen soll, die besonders oft zur Erblindung führt. Wie bei vielen chronischen Erkrankungen können auch hier die rechtzeitige Diagnose und der frühzeitige Behandlungsbeginn für die Prognose entscheidend sein. Seit dem 18. Mai 2006 ist das Präparat in Deutschland verfügbar.