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Bei der IOL (Intraokularlinse) handelt es sich um die künstliche Linse, die Ärzte Patienten implantieren, um die von einer Katarakt beeinträchtigte natürliche Linse zu ersetzen. Photo und Copyright: AlconAlcon

Multifokale Intraokularlinse AcrySof® IQ PanOptix® zur Korrektur der Presbyopie (Altersweitsichtigkeit)

 

                      • Die AcrySof® IQ PanOptix® ermöglicht ein scharfes und klares Sehen in alle Entfernungen und erhöht die Brillenunabhängigkeit nach einer Kataraktoperation.
                      • Der intermediäre Brennpunkt liegt bei 60 cm. Alltägliche Aufgaben, wie z.B. Arbeiten am Computer oder Lesen, können damit in komfortabler Armhaltung ausgeführt werden.
                      • Die AcrySof® IQ PanOptix® sorgt durch eine optimierte Lichtausbeute für eine klare Sicht.
                      • Europaweit werden jedes Jahr mehr als drei Millionen Kataraktoperationen durchgeführt,1 in Deutschland sind es jährlich ca. 1.000.000.2

 

Köln (18. November 2015) – Alcon, weltweit führend in der Augenheilkunde und eine Division von Novartis, gibt die Markteinführung der multifokalen Intraokularlinse (IOL) AcrySof® IQ PanOptix® bekannt. Es handelt sich dabei um eine IOL aus hydrophobem Acrylat für Patienten, die im Rahmen einer Kataraktoperation gleichzeitig ihre Presbyopie (Altersweitsichtigkeit) korrigieren und ihre Abhängigkeit von einer Lesebrille reduzieren möchten.


Die AcrySof® IQ PanOptix® überträgt bei einer Pupillengröße von 3,0 mm 88 % der Lichtenergie auf die Netzhaut, um ein scharfes und klares Sehen in alle Entfernungen zu ermöglichen. Mit einem intermediären Brennpunkt bei 60 cm bietet die AcrySof® IQ PanOptix® ein komfortableres Lesen und Arbeiten im Intermediärbereich mit den gängigsten Medien wie Tablets, Computer, Smartphones und Büchern.

 

„Bei den meisten Menschen treten mit Mitte 40 die Presbyopie (Altersnahsehschwäche) und später mit Mitte 60 eine Katarakt (Grauer Star) auf; beides beeinträchtigt die Qualität des Sehvermögens. Während bei der altersbedingten Nahsehschwäche das Tragen einer Lese- oder Gleitsichtbrille für klare Sicht in alle Entfernungen sorgt, kann der Graue Star nur durch einen operativen Eingriff behoben werden. Die getrübte, natürliche Linse wird durch eine künstliche Intraokularlinse (IOL) ersetzt“, so Dr. Omid Kermani, Augenklinik am Neumarkt, Köln. „Die neue PanOptix® Linse ermöglicht Patienten wieder eine klare und scharfe Sicht in alle Entfernungen, also beim Lesen, Autofahren und am Computer. Mit nur einer einzigen Operation wird die Altersnahsehschwäche beseitigt und einer Katarakt vorgebeugt. Die PanOptix® IOL wird auch bei Grauem Star eingesetzt und kann so eine Gleitsichtbrille ersetzen.“

 

„Intraokularlinsen der AcrySof® Produktfamilie genießen weltweit höchstes Vertrauen und wurden seit 1994 weltweit mehr als 85 Millionen Mal implantiert.3 Ihre Sicherheit und Zuverlässigkeit ist vielfach nachgewiesen“, so Dr. Steffen Wagner, Geschäftsführer von Alcon Deutschland. „Die AcrySof® IQ PanOptix® ist eine wichtige Ergänzung unseres Portfolios, die Patienten ein komfortables Sehvermögen für den Nah-, Intermediär- und Fernbereich bietet, damit sie unabhängiger von Sehhilfen sind.“

 

Die AcrySof® IOL sind faltbar und werden aus flexiblem hydrophobem Acrylat hergestellt. Dieses faltbare Linsenmaterial ermöglicht kleine Schnitte, die in der Regel nach der Operation nicht genäht werden müssen. Die AcrySof® IOL bieten eine sehr gute Leistungsfähigkeit und übertragen das Licht wie eine natürliche Linse. Sie sind in diversen Ausführungen erhältlich, um die häufigsten Brechungsfehler wie Myopie, Astigmatismus, Hyperopie und Presbyopie zu korrigieren.

 

In Europa gehören Kataraktoperationen zu den am häufigsten durchgeführten Operationen: Mehr als drei Millionen Operationen werden jährlich durchgeführt.1 Ohne Presbyopie-korrigierende IOL benötigen die meisten Patienten nach einer Kataraktoperation eine Sehkorrektur mit Brille oder Kontaktlinsen. Die multifokale AcrySof® IQ PanOptix® ist für Patienten mit und ohne Presbyopie indiziert, bei denen eine Kataraktoperation vorgenommen wird und die im Nah-, Intermediär- und Fernbereich mehr Brillenunabhängigkeit wünschen.

 

 

Über Katarakte

 

Als Grauen Star (auch Katarakt genannt) bezeichnet man die Eintrübung der in der Jugend noch glasklaren Augenlinse. Die am häufigsten vorkommende Art des Grauen Stars ist die Alters-Katarakt. Dabei handelt es sich um einen natürlichen Prozess, der sich bei jedem Menschen mit zunehmendem Alter entwickelt: Zunächst verliert die Linse ihre Elastizität (Alterssichtigkeit), im weiteren Verlauf kommt es zu einer fortschreitenden Eintrübung der natürlichen Linse – die Katarakt entwickelt sich. Meist beginnt die Eintrübung zunächst unbemerkt und verstärkt sich dann im Laufe der Zeit. Unbehandelt kann Grauer Star bis zur Erblindung führen.

 

Außerdem kann eine Katarakt vererbt werden bzw. angeboren sein, und sie kann schon kurz nach der Geburt auftreten.4 Grauer Star ist die häufigste altersbedingte Augenerkrankung und die häufigste Ursache für eine vermeidbare Erblindung.5 Die Behandlung von Katarakten erfolgt derzeit durch operatives Entfernen der getrübten natürlichen Augenlinse und Ersatz durch eine Intraokularlinse. Mehr als 98 Prozent aller Kataraktoperationen gelten als erfolgreich, und die Patienten können meist schon sehr bald danach wieder ihren alltäglichen Beschäftigungen nachgehen.6

 

 

Über Presbyopie

 

Die Altersweitsichtigkeit (Presbyopie) ist eine Folge des natürlichen Alterungsprozesses. Die Augenlinse verliert ihre Fähigkeit, die Form so zu verändern, dass nahe Gegenstände fokussiert werden können.7 Die ersten Anzeichen der Presbyopie sind angestrengte, müde Augen, Sehschwierigkeiten im Nahbereich bei wenig Licht und Probleme, kleine Gegenstände und/oder Kleingedrucktes deutlich zu erkennen. Bei Personen ab 40 Jahren steigt die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten einer Presbyopie und der Notwendigkeit einer Sehkorrektur durch eine Lesebrille oder multifokale Kontaktlinsen.8

 

 

Wichtige Information zur AcrySof® IQ PanOptix® IOL

 

Wie bei jeder anderen Operation können auch bei einer Kataraktoperation Komplikationen auftreten. Vor der Implantation einer AcrySof® IQ PanOptix® IOL sollte der Chirurg eine sorgfältige präoperative Untersuchung durchführen und anhand seiner klinischen Erfahrungen ein Nutzen/Risiko-Verhältnis bestimmen. Dies gilt insbesondere für Patienten mit Augenerkrankungen, die in der Gebrauchsinformation der AcrySof® IQ PanOptix® beschrieben sind. Bei einigen Patienten kann es aufgrund des multifokalen Linsendesigns vor allem bei schlechten Lichtverhältnissen zu Sehstörungen und/oder Sehschwierigkeiten kommen. Wie bei anderen multifokalen IOL auch, können diese Symptome so erheblich sein, dass der Patient die Explantation einer AcrySof® IQ PanOptix® IOL wünscht. Eine Trübung der hinteren Kapselwand (so genannter Nachstar) kann das Sehvermögen von Patienten mit multifokalen IOL zu einem früheren Zeitpunkt beeinträchtigen als bei Patienten mit monofokalen IOL.

 

 

Über Alcon

 

Alcon, der Weltmarktführer im Bereich der Augenheilkunde, bietet innovative Produkte für besseres Sehen, die Menschen auf der ganzen Welt zu mehr Lebensqualität verhelfen.

Seit seiner Gründung im Jahr 1945 in Fort Worth, Texas, hat sich Alcon von einer kleinen, auf Augenarzneimittel spezialisierten Apotheke zum zweitgrößten Unternehmensbereich von Novartis entwickelt und ist heute eines der erfolgreichsten und angesehensten Unternehmen des Gesundheitswesens weltweit.

 

Die lange Geschichte innovativer und hochwertiger Produkte zur Verbesserung der Lebensqualität und des Sehvermögens vieler Menschen hat zur heutigen Position von Alcon als Weltmarktführer im Bereich der Augenheilkunde beigetragen und den ausgezeichneten Ruf auf dem Markt der Augenheilkunde gestärkt. Heute vertreibt Alcon seine Produkte in 180 Ländern mit über 25.000 Mitarbeitern in 75 Ländern.

 

Mit den drei Geschäftsbereichen Ophthalmochirurgie, Pharmazeutika und Consumer verfügt Alcon weltweit über das breiteste Produktportfolio in der Augenheilkunde zur Behandlung von Augenerkrankungen, Sehschwächen und Refraktionsfehlern.

 

  • Für weitere Informationen besuchen Sie bitte www.alcon.com oder www.de.alcon.com

 

 

Literaturangaben  

  1. Market Scope, 2014 Comprehensive Report on The Global IOL Market, May 2014.
  2. BVMed – Bundesverband Medizintechnologie e.V.
  3. Alcon-interne Daten, Data on file, December 2014.
  4. National Institute of Health (NIH), U.S. National Library of Medicine, Congenital cataract. Available at: http://www.nlm.nih.gov/medlineplus/ency/article/001615.htm. Accessed November 2015.
  5. World Health Organization (WHO), Global Data On Visual Impairment 2010. Available at: http://www.who.int/blindness/GLOBALDATAFINALforweb.pdf. Accessed November 2015.
  6. Cleveland Clinic. Cataracts. Available at: http://my.clevelandclinic.org/services/cole-eye/diseases-conditions/hic-cataracts.  Accessed November 2015.
  7. Mayo Clinic, Presbyopia. http://www.mayoclinic.com/health/presbyopia/DS00589. Accessed November 2015.
  8. Market Scope, Global Presbyopia-Correcting Surgery Market Report, April 2012.

 

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Abbildung oben:

 

Bei der IOL (Intraokularlinse) handelt es sich um die künstliche Linse, die Ärzte Patienten implantieren, um die von einer Katarakt beeinträchtigte natürliche Linse zu ersetzen.
Nach der Implantation bleibt die Linse dauerhaft im Auge.
Die Hauptfunktion der IOL besteht darin, das einfallende Licht gebündelt auf die Netzhaut zu richten, damit ein scharfes Bild entsteht, ähnlich der Funktionsweise der natürlichen Augenlinse.

Es gibt monofokale und multifokale IOL:

 

  • Monofokale IOL („Ein-Stärke-Linsen“) bieten Ihnen in einer Entfernung, in der Regel für das Sehen in der Ferne, ein scharfes Bild.
  • Multifokale IOL ermöglichen eine hohe Brillenunabhängigkeit, indem sie ein scharfes Sehen in mehrere Entfernungen ermöglichen. Dazu projiziert die Linse mehrere Bilder auf Ihre Netzhaut.
        • Patienten mit Astigmatismus (Hornhautverkrümmung) können von einer torischen IOL profitieren. Torische Intraokularlinsen behandeln den Grauen Star und gleichzeitig einen bestehenden Astigmatismus. Photo: Alcon

 

 


Quelle: Alcon, 18.11.2015 (tB).