Home Osteoporose Originalpräparate punkten in der Osteoporose-Therapie mit Bisphosphonaten
17 | 12 | 2017
PDF Drucken

Originalpräparate punkten in der Osteoporose-Therapie mit Bisphosphonaten

 

Falkenstein (23. Januar 2009) – Bisphosphonate gehören bei der Behandlung der postmenopausalen Osteoporose zum Standard. Doch nicht alle Bisphosphonate sind gleich, wie Osteoporose-Experten bei einer Veranstaltung in Königstein im Taunus erläuterten: So ist ein Originalpräparat wie Risedronat (Actonel®) in Bezug auf Wirksamkeit und Verträglichkeit im Vorteil gegenüber einem generischen Alendronat-Produkt, wie eine Vergleichsanalyse1 gezeigt hat. Wer deshalb auf die Therapie mit einem bewährten Original-Bisphosphonat setzt, muss dafür nicht zwangsläufig viel mehr Geld ausgeben – so ist der Preis für das Komplettpaket aus Risedronat plus Calcium und Vitamin D (Actonel® plus Calcium D) vergleichbar mit dem eines separat einzunehmenden Bisphophonat-Generikums, das leitliniengerecht mit Calcium/ Vitamin D3-Brausetabletten zu ergänzen ist. Zudem kann die Kombinationspackung wesentlich zu einer verbesserten Compliance beitragen und somit den Erfolg der Osteoporose-Therapie auch langfristig sicherstellen.

 

Für die einmal wöchentliche Therapie der postmenopausalen Osteoporose empfehlen die Leitlinien des Dachverbandes Osteologie e.V. (DVO)2 unter anderem die Bisphosphonate Alendronat und Risedronat, die gleichermaßen mit dem höchsten Evidenzgrad klassifiziert sind. Die Wirksamkeit von Risedronat ist in mehreren kontrollierten klinischen Studien mit unterschiedlich langen Laufzeiten bei über 17.000 Patienten belegt. Demgegenüber ist die Datenlage zu generischen Bisphosphonaten knapp. Für die in Deutschland verfügbaren Bisphosphonat-Generika mit dem Wirkstoff Alendronat existieren die vorgeschriebenen Bioverfügbarkeitsstudien.

 

Um herauszufinden, ob es Unterschiede in der Effektivität und Sicherheit von originalem Risedronat und Alendronat im Vergleich zu generischem Alendronat gibt, wurde der Therapieverlauf von 186 Osteoporose-Patientinnen retrospektiv ausgewertet. Alle Studienteilnehmerinnen hatten im Westdeutschen Osteoporose Zentrum im Klinikum Leverkusen (Leitung: Professor Johann D. Ringe) für mindestens zwölf Monate jeweils einmal pro Woche ein Bisphosphonat eingenommen – entweder originales Risedronat (Actonel® 35 mg), originales Alendronat (Fosamax® 70 mg) oder generisches Alendronat 70 mg – und erhielten zusätzlich die leitliniengerechte Basistherapie mit 1.200 mg Calcium/Tag und 800 I. E. Vitamin D/Tag.

 

Wie Professor Ringe berichtete, stieg unter der Therapie mit den Original-Präparaten die Knochendichte an der Lendenwirbelsäule und am Schenkelhals um durchschnittlich 5,0 Prozent bzw. 3,0 Prozent an (Mittelwerte aus den beiden Behandlungsgruppen nach einem Jahr, Unterschiede zwischen Risedronat und Alendronat nicht signifikant). Dagegen wurde unter Einnahme des Generikums eine signifikant geringere Zunahme der Knochendichte von lediglich 2,8 Prozent bzw. 1,5 Prozent erzielt. „Das könnte mit der schlechteren gastrointestinalen Verträglichkeit des Generikums und einer daraus resultierenden verminderten Compliance zusammenhängen“, so Ringe.

 

Die mit dem Generikum behandelten Frauen klagten mehr als doppelt so oft über gastro­intestinale Beschwerden und brachen die Therapie häufiger ab als Frauen, die eines der Original-Präparate einnahmen. Die höchste Therapietreue (Persistenz) über zwölf Monate wurde in der Risedronat-Gruppe registriert (94 Prozent), gefolgt von Alendronat original (84 Prozent) und Alendronat generisch (68 Prozent).

 

Risedronat-Tabletten haben eine günstige Galenik

Die von Professor Ringe durchgeführte Vergleichsanalyse weist darauf hin, dass sich Bisphosphonate nicht nur hinsichtlich der Wirkung auf die Knochenfestigkeit sondern auch in ihrer gastrointestinalen Verträglichkeit unterscheiden. Dies unterstützen weitere Unter­suchungen: So gab es in vergleichenden Endoskopie-Studien3,4 unter Einnahme von Risedronat (5 mg täglich) weniger Magenschleimhautschäden als bei Verwendung von Alendronat (10 mg täglich); ferner war in einer retrospektiven Datenbankanalyse5 die Rate an gastrointestinalen Beschwerden unter Therapie mit Risedronat (5 mg täglich) um 44 Prozent geringer als unter Alendronat (5 oder 10 mg täglich und 35 oder 70 mg wöchentlich), und dies nach einem Behandlungszeitraum von nur vier Monaten. Die unterschiedliche Verträglichkeit der beiden Bisphosphonate ist nach Angaben von Ringe vermutlich in deren Galenik begründet, denn eine nur für Risedronat verwendete Tablettenbeschichtung sorgt für eine rasche Passage des Wirkstoffes ohne Kontakt mit der empfindlichen Schleimhaut der Speiseröhre.

 

Komplett-Therapie gegen Osteoporose unterstützt die Compliance

Actonel® senkt schnell und zuverlässig das Risiko für vertebrale und nicht-vertebrale Osteo­porose-bedingte Frakturen. So war nach einer kombinierten Analyse aus vier Zulassungs­studien das Risiko für nicht-vertebrale Frakturen wie zum Beispiel Schenkelhalsfrakturen bereits nach sechs Monaten signifikant reduziert6. Auch neue Hüftfrakturen traten bei Frauen mit manifester Osteoporose signifikant seltener auf, wenn sie neben einer ausreichenden Calcium- und Vitamin D-Versorgung mit Risedronat behandelt wurden7. Außerdem weisen Ergebnisse aus der Versorgungsforschung8 auf Unterschiede zwischen Risedronat und Alendronat hin. Demnach haben Patientinnen unter Risedronat (35 mg 1x wöchentlich) nach sechs Monaten ein um 19 Prozent (p=0,05) niedrigeres und nach zwölf Monaten ein um 18 Prozent (p=0,03) niedrigeres Risiko für nicht-vertebrale Frakturen als unter Alendronat (70 mg 1x wöchentlich). Die Vermeidung insbesondere von Schenkelhals- und Hüftfrakturen ist ein wesentliches Ziel der Osteoporose-Therapie, wie Dr. Ortrun Gröschel vom Regionalen Expertenkreis Osteoporose (REKO) Nordbayern betonte. Voraussetzung für einen optimalen Frakturschutz sei die regelmäßige Einnahme der Osteoporose-Medikamente. „Je höher die Compliance, desto weniger Frakturen“, sagte Gröschel mit Hinweis auf Studien9,10,11, die diesen Zusammenhang belegen.

 

Die Therapietreue kann zusätzlich durch ein Compliance-Programm unter Einbeziehung moderner Informationswege wie persönlicher Mailing-Aktionen verbessert werden. Ein entsprechendes Compliance-Begleitprogramm12 wurde er­folgreich getestet und führte unter anderem zu einer tendenziell besseren täglichen Calcium-Aufnahme, was zum Erfolg einer antiresorptiven Therapie mit Bisphosphonaten wesentlich beiträgt11. Actonel® plus Calcium D ist die erste Kombinationspackung, die alle drei Therapie-Bestandteile enthält: eine wöchentlich einzunehmende Filmtablette mit 35 mg Risedronat sowie sechs Beutel mit einem täglich einzunehmenden Brausegranulat aus 1.000 mg Calcium und 880 I.E. Vitamin D zur Nahrungsergänzung. Die Kombination erleichtert die richtige Einnahme und wird von 72 Prozent der Patientinnen gegenüber einzelnen Packun­gen bevorzugt13. Das Kombinationspräparat gehört nicht zu den auf Me-too Listen genannten Analogpräparaten und ist auch nicht von Leitsubstanzquoten betroffen. Daher kann Actonel® plus Calcium D unter Beachtung des Richtlinienvolumens ohne weiteres verordnet werden.

 

 

Literatur

  1. Ringe JD, Möller G Differences in persistence, safety and efficacy of generic and original branded once weekly bisphosphonates in patients with postmenopausal osteoporosis – 1-year results of a retrospective patient chart review analysis. Osteoporos Int 2008;19(Suppl 1):S24-S25 (OC45)
  2. Evidenz-basierte Konsensus-Leitlinie zur Osteoporose – Prophylaxe, Diagnostik und Therapie bei Frauen ab der Menopause, bei Männern nach dem 60. Lebensjahr, Herausgegeben vom Dachver­band Deutschsprachiger Wissenschaftlicher Gesellschaften für Osteologie (DVO) e. V. im Jahr 2006, http://www.lutherhaus.de/osteo/leitlinien-dvo/index.php
  3. Lanza R et al. Endoscopic comparison of esophageal and gastroduodenal effects of risedronate and alendronate in postmenopausal women. Gastroenterology 2000;119(3):631-638
  4. Thomson A et al. 14-Day Endoscopic Study Comparing Risedronate and Alendronate in Postmeno­pausal Women Stratified by Helicobacter pylori status. Rheumatology 2002;29:1965-1974
  5. Miller RG et al. Incidence of Gastrointestinal Events Among Bisphosphonate Patients in an Obser­vational Setting. Am J Manag Care 2004;10:S207-S215
  6. Harrington JT et al. Risedronate rapidly reduces the risk for nonvertebral fractures in women with postmenopausal osteoporosis. Calcif Tissue Int 2004;74:129 -135
  7. McClung MR et al. Effect of risedronate on the risk of hip fracture in elderly women. N Engl J Med 2001;344:333-340
  8. Silverman SL et al. Effectiveness of bisphosphonates on nonvertebral and hip fractures in the first year of therapy: the risedronate and alendronate (REAL) cohort study. Osteoporos Int 2007;18:25-34
  9. Caro JJ et al. The impact of compliance with osteoporosis therapy on fracture rates in actual practice. Osteoporos Int. 2004;15:1003-1008
  10. Siris ES, Harris ST, Rosen CJ, et al. Adherence to bisphosphonate therapy and fracture rates in osteoporotic women: relationship to vertebral and nonvertebral fractures from 2 US claims databases. Mayo Clin Proc. 2006;81:1013-22.
  11. Ziller V. Steigerung der Compliance in der Osteoporosetherapie: Einfluss einer Patientenerinnerung auf die Compliance in der Therapie der postmenopausalen Osteoporose. Osteologie 2006;15
    (Suppl 1):64-65(P 3.11)
  12. Adami S et al. for the ICARO Study Group. Fracture incidence and characterization in patients on osteoporosis treatment: the ICARO study. J Bone Miner Res 2006;21:1565-1570
  13. Fardellone, P et al. A convenient new approach to simplify osteoporosis treatment regimen for risedronate plus calcium and vitamin D. Calcified Tissue International, 2007; 80(Suppl 1): 125 (P333-S)

 

Actonel

 

Abb.: Actonel® plus Calcium D bietet mehr ... leitliniengerecht und attraktiver Preis. Tagestherapiekosten einer leitliniengerechten Osteoporose-Therapie im Vergleich (auf Basis der 3-Monatspackungen bei oralen Bisphosphonaten und Strontiumranelat).

 

 

 

Über Procter & Gamble

Drei Milliarden Mal am Tag kommen die Marken von P&G mit Verbrauchern in aller Welt in Berührung. Das Unternehmen steht für eines der stärksten Portfolios von bewährten, hochwertigen und führenden Marken, zu denen unter anderem Pampers®, Ariel®, Always®, Pantene®, Pringles®, Lenor®, Iams®, Oral-B®, Duracell®, Olay®, Head & Shoulders®, Wella®, Gillette®, und Braun® gehören. Für P&G sind mehr als 138.000 Mitarbeiter in über 80 Ländern weltweit tätig. Weitere Informationen und Berichte über P&G und unsere Marken finden Sie unter http://www.pg.com.

Procter & Gamble hat eine lange Tradition im Bereich Health Care, die über 150 Jahre zurück reicht. Im Health Care Portfolio werden ethische Medikamente, OTC-Produkte und Mundpflegeprodukte geführt.

Im Geschäftszweig „Procter & Gamble Pharmaceuticals“ vermarktet Procter & Gamble seit den späten 60er Jahren ein Portfolio von ethischen Medikamenten. Dazu gehören Actonel® (Natriumrisedronat), Didronel®-Kit (Dinatriumetidronat/Calciumcarbonat) und das Matrixpflaster Intrinsa (Testosteron 300 ug/24h).

 

 


 

Quelle: Pressekonferenz der Firma Procter & Gamble Pharmaceuticals zum Thema „Actonel® (plus Calcium D) – Nicht alle Bisphosphonate sind gleich“ am 23.01.2009 in Falkenstein (3K-Agentur für Kommunikation).

 
Anzeigen

Medical News
Schmerz - PainCare
Wundversorgung
Diabetes
Ernährung
Onkologie
Multiple Sklerose
Parkinson