Home Osteoporose Denosumab festigt trabekuläre und kortikale Knochen - Gute Verträglichkeit in der Langzeitanwendung
14 | 12 | 2017
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Denosumab festigt trabekuläre und kortikale Knochen(1)

Gute Verträglichkeit in der Langzeitanwendung(2,3)

 

München (21. April 2012) - In der dreijährigen Placebo-kontrollierten FREEDOM-Studie senkte der RANK-Ligand-Inhibitor Denosumab (60 mg subkutan, halbjährlich) das Risiko neuer Frak­turen signifikant an allen untersuchten Skelettlokalisationen.(4) Die auf der Basis quantitativer Computertomografien an Lendenwirbelsäule und Hüfte vorgenommene FEA zeigt, dass Denosumab die Knochenfestigkeit sowohl im trabekulären als auch im kortikalen Kompartiment deutlich verbesserte.(1)

 

Der Unterschied zu den Ausgangswerten und zu Placebo erreichte dabei schon nach einem Behandlungsjahr statistische Signifikanz. Nach drei Jahren hatte die Knochen­festigkeit an der Hüfte um 8,4 % und an der Wirbelsäule um 18,1 % zugenommen.(1)

 

Die Wirksamkeit von Denosumab an beiden Kompartimenten stellt einen entschei­denden therapeutischen Fortschritt dar. Bisphosphonate wirken vorwiegend am trabe­kulären Knochen wie etwa an der Wirbelsäule und weniger an Knochen mit höheren kortikalen Anteilen wie an der Hüfte und dem Radius. In einer Vergleichs­studie mit Alendronat zeigte sich, dass im Unterschied der Wirkstoff Denosumab nicht nur an der Wirbelsäule, sondern auch an den anderen Lokalisationen zu signi­fikant größeren Knochendichtezuwächsen führt.(5,6)

 

 

Kontinuierlicher Knochendichtezuwachs über sechs Jahre

 

Die besondere Wirkungsweise von Denosumab bestätigt sich auch in den mittler­weile verfügbaren Langzeitdaten zur Knochendichte. So zeigt eine Zwischenaus­wertung der offenen FREEDOM-Extension-Studie mit 4.550 Patientinnen, dass die Knochendichte an der Lendenwirbelsäule und an der Hüfte im Behandlungsverlauf kontinuierlich ansteigt.(2,3) Nach insgesamt sechs Behandlungsjahren beträgt der Zuwachs im ehemaligen Verum-Arm gegenüber dem Ausgangswert nun 15,2 % an der Lendenwirbelsäule beziehungsweise 7,5 % an der Hüfte. Bei Patientinnen des ehemaligen Placebo-Arms hat die Knochendichte nach drei Jahren um 9,4 % beziehungsweise um 4,8 % zugenommen.(7)

 

Dagegen erreicht die Knochendichte bei Behandlung mit Bisphosphonaten insbe­sondere an der Hüfte nach 3 bis 4 Jahren ein Plateau. Dies steht mit der vorwiegend trabekulären Wirkung dieser Substanzklasse im Einklang und könnte auch die eher abnehmende Effektivität von Bisphosphonaten im Hinblick auf die Reduktion des Hüftfrakturrisikos bei älteren Patienten erklären.(8,9)

 

Die Inzidenz neuer Frakturen blieb unter Langzeitgabe von Denosumab auch in den Jahren 4 bis 6 niedrig.(10) Dabei bewegte sich die Rate für vertebrale Fakturen nach 5 Jahren mit 1,4 % auf einem ähnlich niedrigen Niveau wie in der Denosumab-Gruppe und deutlich unter der Placebogruppe der Hauptstudie. Die Rate nicht-vertebraler Fakturen hatte weiter abgenommen und lag in Jahr 5 zuletzt bei 1,1 %.(8)8 Besonders erfreulich: In den zwei Jahren der Verlängerung waren die jährlichen Inzidenzraten schwerwiegender Infektionen und Malignome im ehemaligen Verum- und Placebo-Arm gleich oder niedriger als im Placebo-Arm der FREEDOM-Studie.(10)

 

 

Über Prolia®

 

Prolia® (Denosumab) hat einen einzigartigen Wirkmechanismus. Es ist das erste und bislang einzige zugelassene Medikament, das spezifisch RANK-Ligand hemmt. RANK-Ligand ist essenziell für die Regulation der Osteoklasten (Zellen, die für den Knochenabbau verantwortlich sind).

 

 

Über die Vermarktung von Prolia®

 

Prolia® wird je nach Indikation und Land von unterschiedlichen Unternehmen vermarktet:

 

  • Amgen und GlaxoSmithKline
    Gemeinsame Vermarktung in der Indikation Osteoporose bei postmenopausalen Frauen in Europa, Australien, Neuseeland und Mexiko.

 

  • Amgen
    Osteoporose bei postmenopausalen Frauen und onkologische Indikationen in den USA und Kanada, onkologische Indikationen in Europa und einigen anderen Märkten.

 

  • GlaxoSmithKline
    Alle Indikationen in Ländern, in denen Amgen keine Marktpräsenz hat, zum Beispiel in China, Brasilien, Indien und Südkorea (nicht Japan). Diese Art der Zusammen­arbeit eröffnet Amgen die Option, sich in Europa und anderen, aufstrebenden Märk­ten zu etablieren.

 

  • Amgen und Daiichi-Sankyo Company Ltd.
    Zusammenarbeit und Lizenzabkommen für die Entwicklung und Vermarktung in Japan.

 

 

Quellen 

  1. Keaveny T et al. ASBMR 2010; Präsentation 1099
  2. Papapoulos et al. J Bone Miner Res 2012, 27: 694 – 701
  3. Brown JP et al. ACR Scientific Meeting, Chicago IL 2011 (#8)
  4. Cummings SR et al. N Engl J Med 2009; 361: 756 – 765
  5. Brown JP et al. J Bone Miner Res 2009; 24: 153 – 161
  6. Kendler DL et al. J Bone Miner Res 2010; 25: 72 – 81
  7. Papapoulos S et al. Osteop Int 2012; 23 (Suppl2): S. 76(#OC27)
  8. Bianchi et al. Osteoporos Int 2011 Oct 6 [Epub ahead of print]
  9. Black et al. JAMA 2006; 296(24): 2927 – 2938
  10. Bone HG et al. J Bone Miner 2011; 26 (Suppl1): S22 – S23 (#1065)


 

Quelle: Frühlingsforum Osteoporose der Firmen Amgen und GlaxoSmithKline am 21.04.2012 in München. (tB)

 
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