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Neues zu Denosumab

Osteoporosetherapie mit Triple-A-Empfehlung

 

München (12. April 2013) – Denosumab (Prolia®) etabliert sich in der Osteoporose-Therapie von postmenopausalen Frauen immer mehr. Das untermauert auch der Entwurf zur neuen DVO-Leitlinie. Darin erhielt der RANK-Ligand-Inhibitor für die Reduktion des Frakturrisikos an Wirbelkörpern, proximalem Femur und peripheren Skelettlokalisationen jeweils den höchsten Empfehlungsgrad A.

 

Grundlage der Triple-A-Empfehlung ist die Phase-III-Studie FREEDOM, an der 7.808 postmenopausale Frauen mit Osteoporose teilnahmen.1 Denosumab verbesserte darin die Knochendichte sowohl an Skelettlokalisationen mit vorwiegend kortikalem als auch mit vorwiegend trabekulärem Knochen. Nach 36 Monaten war das Risiko für neue Wirbelkörperfrakturen, für nicht-vertebrale Frakturen und für Hüftfrakturen unter Denosumab um 68 %, beziehungsweise um 20 % und 40 % niedriger als unter Placebo (p < 0,001, p = 0,01, p = 0,04).1 Langzeitdaten von 4.550 Patientinnen bestätigen darüber hinaus, dass Denosumab über mindestens sechs Jahre effektiv ist und gut vertragen wird. Die Behandlung mit Denosumab war mit einer anhaltend niedrigen Inzidenz neuer Frakturen assoziiert.2 Ferner können auch bereits mit Bisphosphonaten vorbehandelte Patienten von einer Therapie mit Denosumab profitieren.

 

Aktuelle Vergleichsstudien ergaben für den RANK-Ligand-Inhibitor eine signifikant größere Zunahme der Knochenmineraldichte an allen gemessenen Skelettlokalisationen gegenüber Alendronat, Ibandronat bzw. Risedronat.3,4,5 Auf Basis dieser Daten erscheint ein Wechsel auf Denosumab vorteilhafter als der bisher vielfach praktizierte Austausch innerhalb der Bisphosphonate.

 

 

Gemeinsam für starke Knochen

 

Nach den Ergebnissen der BEST-Studie6 sind in Deutschland rund 6,3 Millionen Menschen an Osteoporose erkrankt, jedes Jahr kommen etwa 885.000 neue Fälle hinzu. Meist handelt es sich dabei um Frauen. Allerdings erhalten nur 25 % der behandlungsbedürftigen Patienten eine adäquate medikamentöse Therapie.7

 

Um hier ein größeres Bewusstsein zu schaffen und einen partnerschaftlichen Dialog zwischen Patientinnen und Ärzten über die Möglichkeiten der Vorbeugung und Behandlung anzustoßen, haben die Unternehmen Amgen und GlaxoSmithKline die Initiative GEMEINSAM FÜR STARKE KNOCHEN gestartet. Zentrale Plattform ist die Website www.osteoporose.de, auf der Interessierte aktuelle und ausgewogene Informationen zur Osteoporose finden. Experten wie der Präsident der Orthopädischen Gesellschaft für Osteologie (OGO), Dr. med. Hermann Schwarz, und die ehemalige Olympiasiegerin Heide Ecker-Rosendahl beantworten Fragen zur Osteoporose und geben Tipps aus ihren jeweiligen Fachbereichen. Amgen und GlaxoSmithKline hoffen, auf diese Weise zu einer Verbesserung der Therapie von Osteoporose-Patientinnen in Deutschland beizutragen.

 

 

Über Prolia®

 

Prolia® (Denosumab) hat einen bisher einzigartigen Wirkmechanismus. Denosumab ist der einzige Wirkstoff in zugelassenen Medikamenten, der spezifisch RANK-Ligand hemmt. Dieser Botenstoff ist essenziell für die Regulation der Osteoklasten (Zellen, die für den Knochenabbau verantwortlich sind).8

 

 

Über die Vermarktung von Prolia®

 

Prolia® wird je nach Indikation und Land von unterschiedlichen Unternehmen vermarktet:

 

  • Amgen und GlaxoSmithKline
    Gemeinsame Vermarktung in der Indikation Osteoporose bei postmenopausalen Frauen mit erhöhtem Frakturrisiko in Europa, Australien, Neuseeland und Mexiko.

 

  • Amgen
    Osteoporose bei postmenopausalen Frauen mit erhöhtem Frakturrisiko in den USA und Kanada.

 

  • GlaxoSmithKline
    Alle Indikationen in Ländern, in denen Amgen keine Marktpräsenz hat, zum Beispiel in China, Brasilien, Indien und Südkorea (nicht Japan). Diese Art der Zusammenarbeit eröffnet Amgen die Option, sich in Europa und anderen, aufstrebenden Märkten zu etablieren.

 

  • Amgen und Daiichi-Sankyo Company Ltd.
    Zusammenarbeit und Lizenzabkommen für die Entwicklung und Vermarktung in Japan.

 

 

Referenzen 

  1. Cummings SR et al. N Engl J Med 2009; 361: 756–765
  2. Papapoulos S et al. ASBMR 2012; Abstract und Präsentation FR0391/SA0391
  3. Kendler DL et al. J Bone Miner Res 2010; 25: 72–81
  4. Recknor C et al. ASBMR 2012; Abstract und Präsentation FRO0388/SA0388
  5. Roux C et al. ASBMR 2012; Abstract 1228
  6. Hadji P et al. Dtsch Ärztebl Int. 2013; Jan; 110(4): 52–57
  7. Ström O et al. Arch Osteoporos 2011; 6: 59–155
  8. Baron R et al. Bone 2011; 48: 677–692


 

Quelle: Meet-the-Expert anlässlich des Frühlingsforums Osteoporose aktuell. Der Knochen in der Wissenschaft – gestern, heute und morgen. Eine Veranstaltung von Amgen in Kooperation mit GlaxoSmithKline (tB).