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22 | 07 | 2018
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Therapie der postmenopausalen Osteoporose mit Denosumab

Starke Reduktion des Frakturrisikos ist wirtschaftlich umsetzbar

 

München (13. März 2014) – Patientinnen mit postmenopausaler Osteoporose rechtzeitig zu diagnostizieren und durch eine effiziente Langzeittherapie vor neuen Frakturen und dem damit verbundenen Leidensweg zu schützen, kann sich im Praxisalltag als Herausforderung erweisen. Während Bisphosphonate vor allem den trabekulären Knochenverlust unterbinden, kann der RANK-Ligand-Inhibitor Prolia® (Denosumab) die Knochendichte sowohl am trabekulären als auch am kortikalen Knochen langfristig erhöhen. Dadurch kann Denosumab effektiv das Risiko für osteoporosebedingte Wirbelkörper- und Hüftfrakturen senken, wie bereits die dreijährige Zulassungsstudie FREEDOM zeigte.1 Im Rahmen der an die dreijährige Doppelblindphase anschließenden offenen Verlängerungsphase wird die Wirksamkeit und Sicherheit von Denosumab über einen Gesamtzeitraum von 10 Jahren untersucht. Die aktuellen 8-Jahresdaten dieser FREEDOM-Verlängerungsstudie belegen, dass die starke Reduktion des Frakturrisikos und die gute Verträglichkeit des RANK-Ligand-Inhibitors über den untersuchten Behandlungszeitraum von bis zu 8 Jahren anhalten.2,3

 

 

Überzeugende Daten zum Langzeitnutzen

 

Während der FREEDOM-Verlängerungsstudie3 wurden 2.343 Patientinnen mit postmenopausaler Osteoporose aus der ursprünglichen Denosumab-Gruppe der FREEDOM-Studie für weitere 5 Jahre kontinuierlich mit Denosumab (60 mg s.c. alle 6 Monate) behandelt. Nach insgesamt 8 Jahren unter Denosumab stieg die Knochenmineraldichte an der LWS kumulativ um 18,5 Prozent und an der Gesamthüfte um 8,2 Prozent im Vergleich zu Studienbeginn an. In der ursprünglichen Placebogruppe, die erst nach der dreijährigen Doppelblindphase auf Denosumab umgestellt wurde (n = 2.207), stieg die Knochenmineraldichte nach 5 Jahren Denosumab kumulativ um 13,8 Prozent an der LWS bzw. 4,8 Prozent an der Gesamthüfte an. Der stetige Anstieg der Knochenmineraldichte spiegelte sich in einer anhaltend niedrigen Frakturinzidenz wieder: Nach insgesamt 8 Jahren Therapie betrug die jährliche Inzidenz neuer Wirbelkörperfrakturen in der Langzeitgruppe 1,2 Prozent (8 Jahre Denosumab) und in der Crossover-Gruppe 1,7 Prozent (5 Jahre Denosumab). Auch die für die Patienten besonders schwerwiegenden Hüftfrakturen waren mit einer Jahres-Inzidenz von 0,2 Prozent in der Langzeitgruppe bzw. 0,1 Prozent in der Crossover-Gruppe sehr seltene Ereignisse. Während der gesamten achtjährigen Beobachtungszeit zeigte Denosumab ein günstiges Nutzen/Risiko-Profil.

 

 

Effektive Frakturprophylaxe auch für schwierig behandelbare Patienten

 

„Mit Denosumab haben wir ein Medikament an der Hand, mit dem es uns gelingt, das hohe Frakturrisiko von Patientinnen mit postmenopausaler Osteoporose an allen relevanten Skelettlokalisationen nachhaltig zu reduzieren“, erläuterte Prof. Dr. Christopher Niedhart, niedergelassener Orthopäde aus Heinsberg. Aufgrund der einfachen halbjährlichen subkutanen Applikation fördert die Behandlung mit dem RANKLigand-Inhibitor auch die Adhärenz der Patientinnen. Im Gegensatz zu anderen Osteoporosemedikamenten könne Denosumab v. a. auch bei Patienten mit einer schweren Nierenfunktionseinschränkung (Grad IV und V) eingesetzt werden.

 

Allerdings ist hier besonders sorgfältig auf eine ausreichende Calcium-/Vitamin DVersorgung der Patienten zu achten. Zudem eigne sich Denosumab auch für die Verhinderung des kortikalen Knochenverlustes, was insbesondere für alte Patienten mit einem hohen Risiko für Hüftfrakturen relevant sei, unterstrich Niedhart. Auch für Osteoporosepatienten mit Schluckbeschwerden bzw. mit Unverträglichkeiten von Bisphosphonaten sei Denosumab eine effektive und gut verträgliche Therapiealternative.

 

 

Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit gehören zusammen

 

Wie dem niedergelassenen Arzt auch unter den schwierigen gesundheitsökonomischen Rahmenbedingungen eine suffiziente Behandlung der Osteoporose mit einer innovativen Substanz wie Denosumab gelingen kann, beleuchtete Dr. Andreas Zemke, niedergelassener Orthopäde aus Berlin. Die Indikation für eine spezifische Therapie der Osteoporose richtet sich nach der in der aktuellen DVO-Leitlinie definierten Therapieschwelle entsprechend dem individuellen Risikoprofil der Patienten.4 „Nach dem Wirtschaftlichkeitsgebot können durchaus kostenintensivere Therapiealternativen eingesetzt werden, wenn dafür ein konkreter medizinischer Grund besteht“, so Zemke.

 

Arztpraxen mit vergleichsweise vielen Osteoporosepatienten haben die Möglichkeit, die Behandlung mit Denosumab als Praxisbesonderheit anerkennen zu lassen, riet Zemke. Um eine erkennbare Schwerpunktbildung zu belegen, ist der Nachweis der entsprechenden Fallzahlen nach ICD-10-Verschlüsselung (M80 und M81) im Vergleich zur Fachgruppe erforderlich. Darüber hinaus sollte die Verordnung von Denosumab vor dem Hintergrund der Rahmenbedingungen in jedem einzelnen Behandlungsfall sorgfältig dokumentiert werden. Die Dokumentation sollte Anamnese, Befund, Krankheitsverlauf und Begründung der Therapieentscheidung beinhalten. Auch eventuelle Kontraindikationen gegen Bisphosphonate sind festzuhalten. Nach den Ausführungen von Zemke ist es daher besonders wichtig, auch Nebendiagnosen wie Niereninsuffizienz, Gastritis oder Refluxösophagitis konsequent zu erfassen und zu dokumentieren.

 

 

Über Prolia®

 

Prolia® (Denosumab) hat einen bisher einzigartigen Wirkmechanismus. Denosumab ist bei zugelassenen Medikamenten der einzige Wirkstoff, der spezifisch RANK-Ligand hemmt. Dieser Botenstoff ist essenziell für die Regulation der Osteoklasten (Zellen, die für den Knochenabbau verantwortlich sind).5

 

In Deutschland wird Prolia® (Denosumab) von den Unternehmen Amgen und GlaxoSmithKline, in den Indikationen Osteoporose bei postmenopausalen Frauen mit erhöhtem Frakturrisiko sowie bei Knochenschwund im Zusammenhang mit Hormonablation bei Männern mit Prostatakarzinom mit erhöhtem Frakturrisiko, gemeinsam vertrieben. Bezüglich weiterer Informationen zu Indikationen und zum Vertrieb weltweit, wenden Sie sich bitte an die beiden Unternehmen.

 

 

Referenzen 

  1. Cummings SR et al.p N Engl J Med 2009; 361: 756-765
  2. Bone HG et al. J Clin Endocrinol Metab 2013; 98: 4483-4492
  3. Papapoulos S et al. J Bone Miner Res 2013; 28 (Suppl 1): #LB-MO30
  4. Baron R et al. Bone 2011; 48: 677-692

 


 

Quelle: OsteoTalk anlässlich des DVO-Kongresses 2014 – Gesprächsrunde zum Thema: „Osteoporose-Therapie heute: Wen, wann und wie behandeln?“. Eine Veranstaltung von Amgen in Kooperation mit GlaxoSmithKline, 13.03.2014 (tB) Thomas Backe

 
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