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Pflege
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Das Einmaleins der Schmerztherapie bei Tumorpatienten

 

Von Klaus Längler,

Arzt für Anästhesiologie, Schmerztherapie und Sportmedizin, Erkelenz

 

München (4. Juli 2007) - Fast alle Tumorpatienten sind auch Schmerzpatienten. Eine Schmerztherapie ist jedoch nicht selbstverständlich, obwohl 75 % der Tumorpatienten im Endstadium ihrer Erkrankung starke Opioide benötigen. Bei Diagnosestellung haben bereits bis zu 50 % der Tumorpatienten Schmerzen. In den meisten Fällen ist der Tumor für die Schmerzen verantwortlich. Doch nicht jede Tumorart verursacht Schmerzen. Als besonders schmerzhaft gelten Knochen‑, Gebärmutter‑, Mund‑ und Rachentumoren. Therapiebedingte Schmerzen treten in ca. 10‑25 % der Fälle auf. Sie werden verursacht durch eine Operation, Chemotherapie oder Radiatio.

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MS-Therapie als Herausforderung für die Pflege

Krankheitskosten der Multiplen Sklerose in Deutschland

 

Hattenheim (3. Juli 2007) - Eine aktuelle europaweite Krankenhausstudie (G. Kobelt et al., Eur J Health Econ 2006: 7:S34-55) kam zu dem Ergebnis, dass die Kosten der Multiplen Sklerose (MS) bzw. die Lebensqualität der MS‑Patienten mit fortschreitender Behinderung (steigender EDSS) stark zunehmen bzw. stark abnehmen. Während sich die Kosten bei einer EDSS Stufe von 0 ‑ 1 auf 18.500 € belaufen, steigen sie bei Stufe 8 ‑ 9 auf bis zu 70.500 € an. Im Durchschnitt betragen die Krankheitskosten 39.998 € pro Patient und Jahr. Produktivitätsverluste und der Einsatz von krankheitsmodifizierenden Medikamenten (disease modifying drugs, DMDs) stellen dabei die größten Kostenfaktoren dar.

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MS‑Therapie als Herausforderung für die Pflege

Bedeutung der Patientenmotivation für den Therapieerfolg

 

Hattenheim (3.Juli 2007) - Therapieziel bei Multipler Sklerose (MS) ist die Verzögerung der Krankheits-Progression. Erreicht werden kann dies aber nur durch eine konsequente Dauertherapie von Anfang an. Therapieabbrüche bei der Behandlung sind in diesem Zusammenhang daher besonders problematisch: Aktuelle Daten zeigen, dass über 1/4 der MS-Patienten die Therapie bereits innerhalb der ersten drei Monate eigenmächtig beenden. Gleichzeitig hat ein strukturiertes Betreuungsprogramm gezeigt, dass eigens für MS geschultes Pflegepersonal die Adhärenz an die Behandlung steigern und die Abbruchrate deutlich verringern kann (1).

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MS-Therapie als Herausforderung für die Pflege

Klinische Studien zu Rebif®

 

Hattenheim (3. Juli 2007) - Um die optimale Behandlungsstrategie mit Rebif® (Interferon beta-1 a s.c.) zu ermitteln, wurde eine Vielzahl klinischer Studien mit verschiedenen Dosierungen sowohl bei rezidivierend-remittierender MS (RRMS) als auch bei sekundär-progredienter MS (SPMS) durchgeführt. Das gesamte Studienprogramm umfasst die Daten von ca. 3.000 Patienten und über 7.000 Patientenjahren. Alle durchgeführten Studien bestätigten die Wirksamkeit und das hervorragende Sicherheitsprofil von Rebif.

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Was bewegt den MS-Patienten?

Wie Ängste und Unsicherheiten den Therapieerfolg gefährden können

 

Hattenheim (3. Juli 2007) - Die Diagnose „Multiple Sklerose" ist für Betroffene und Angehörige ein Schock: Das gesamte bisherige Leben scheint auf den Kopf gestellt, und alle Zukunftspläne rücken in weite Ferne. Wie lange noch werde ich meinen Beruf noch ausüben können? Werde ich noch geliebt, auch wenn die Behinderungen fortschreiten? Ich wollte doch Kinder haben geht das denn noch? Diese und viele weitere Fragen stürzen auf die Patienten ein, und es dauert in der Regel einige Zeit, bis ein gewisser Verarbeitungsprozess einsetzt. Dann beginnt wieder der Alltag ‑ häufig nahezu unverändert gegenüber dem Zeitpunkt vor der Diagnose. Möglicherweise ist das einzige, das sich geändert hat, die Tatsache, dass nun eine regelmäßige Therapie erfolgt.

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MS-Therapie als Herausforderung für die Pflege

Erfolg ist, wenn man nichts spürt: Vom Dilemma der MS-Therapie

 

Von Dr. med. Mathias Buttmann

 

Hattenheim (3. Juli 2007) - Die Multiple Sklerose (MS) ist eine entzündlich-degenerative Erkrankung des Gehirns und des Rückenmarks, die meist im jungen Erwachsenenalter beginnt, chronisch verläuft und unbehandelt häufig zu einer bleibenden Behinderung führt. Bei 85 % der Betroffenen beginnt die Krankheit schubförmig, d.h. die Symptome entwickeln sich innerhalb von Stunden bis Tagen und bilden sich über Tage bis Wochen ganz oder teilweise wieder zurück. Unbehandelt geht die Erkrankung oft nach einigen Jahren in ein sekundär progredientes Stadium über, in dem Symptome schleichend auftreten und sich kaum noch zurückbilden.

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MS-Therapie braucht Adhärenz

Bedeutung einer professionellen Patientenbetreuung

 

Hattenheim (3. Juli 2007) - Jeder vierte MS‑Patient bricht die Therapie mit Interferon beta innerhalb der ersten drei Monate ab (1). Die Gründe dafür liegen oft in der Motivation der Betroffenen. Die prophylaktische Natur der Therapie, mehrmals wöchentliche Injektionen sowie anfängliche Nebenwirkungen verunsichern und demotivieren viele Patienten. Sie brauchen, gerade in der kritischen ersten Zeit nach der Diagnose beziehungsweise nach dem Therapiestart einen Ansprechpartner, der sie fachlich und psychologisch unterstützt. Speziell ausgebildete MS-Schwestern sind essentiell, wenn es darum geht, die Notwendigkeit einer Basisbehandlung unmittelbar nach der Diagnose zu verdeutlichen: der Erfolg hängt direkt von der dauerhaften Anwendung, auch in Zeiten der Symptomfreiheit, ab.

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HIV Clinical Cooperation Grant von Gilead

Förderung von HIV-Projekten aus Malawi und der Ukraine

 

Frankfurt (28. Juni 2007) - Im Rahmen des diesjährigen Deutsch-Österreichischen Aidskongresses in Frankfurt wurde erstmals der von Gilead Sciences Deutschland ausgelobte HIV Clinical Cooperation Grant vergeben. Mit dem Preis, der ausgewählte Forschungsobjekte mit jeweils bis zu 30.000 Euro unterstützt, wurden ein Trainingsprogramm für ukrainische Ärzte und Pflegekräfte in Berlin sowie ein afrikanisches Projekt zur besseren Differentialdiagnose opportunistischer Meningitiden ausgezeichnet. "Die beiden ausgezeichneten Projekte tragen dazu bei, die Situation HIV-Infizierter in ihren Heimatländern zu verbessern. Wir hoffen, dass wir mit dem Gilead HIV Clinical Cooperation Grant einen Beitrag zur dringend benötigten internationalen Vernetzung von HIV-Zentren leisten können", betonte Raymond Francot, General Manager von Gilead Sciences.

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Alzheimer im Fokus

Was leistet eine Memory Klinik?

 

Von Dr. med. habil. Andreas Fellgiebel,

Oberarzt und Leiter der Gedächtnisambulanz, Psychiatrische Klinik und Polikli­nik, Klinikum der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

 

Mainz (26. Juni 2007) - Alzheimer-Demenz ist eine äußerst komplexe Erkrankung mit vielfältiger Symptomatik. Der spezifische Hilfsbedarf und die Therapieziele wandeln sich in ihrem Verlauf. Dement­sprechend ist auch der Nutzen, den die Patienten und ihre Angehörigen von der Therapie haben, unterschiedlich ausgeprägt. Im Frühstadium ist die Demenz vor allem durch kog­nitive Beeinträchtigungen geprägt. Im weiteren Verlauf rückt der Verlust der Alltags­fähigkeiten in den Vordergrund. Die fortgeschrittene Alzheimer-Demenz ist zunehmend von neuropsychiatrischen Symptomen bestimmt. Es handelt sich hierbei vor allem um Halluzina­tionen, Wahnvorstellungen, Reizbarkeit, Erregung, Enthemmung, Aggressivität, Angst, De­pression, Apathie, zielloses Umherwandern, sonstige motorische Unruhe und gestörter Wach-Schlaf-Rhythmus.

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Alzheimer-Demenz:

Erkrankung mit vielen Gesichtern

Hamburg / Mainz (26. Juni 2007) - Der Verlauf der Alzheimer-Demenz ist nicht nur von kognitiven und funktionalen Beeinträchtigungen, sondern zunehmend auch von neuropsychiatrischen Auffälligkeiten geprägt. Ist der Betroffene leicht reizbar, aggressiv oder apathisch, kann das auch die Lebensqualität der pflegenden Angehörigen erheblich beeinträchtigen. Wie man diese Veränderungen frühzeitig erkennen und adäquat therapieren kann, wurde im Rahmen der Pressekonferenz „Noch behandlungswürdig? Alzheimer-Therapie: Nutzen in der Praxis" (Lundbeck) in Mainz diskutiert.

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Moderate bis schwere Alzheimer-Demenz

Metaanalyse bestätigt Wirksamkeit von Memantine

 

Hamburg (26. Juli 2007) - Der NMDA-Rezeptorantagonist Memantine (Ebixa®) ist als bislang einzige Substanz für das Therapiespektrum der moderaten bis schweren Alzheimer‑Demenz zugelassen. Eine kürzlich veröffentlichte Metaanalyse von sechs klinischen Studien hat die gute Wirksamkeit von Memantine in den Kerndomänen Kognition, Alltagskompetenz, Verhalten und Globalurteil nun erneut bestätigt. (1) Die meisten Patienten mit Alzheimer-Demenz werden im moderaten Stadium der Erkrankung diagnostiziert. Experten schätzen, dass etwa 80 Prozent der Patienten an moderaten bis schweren Formen leiden. (2) Dieser große Anteil der Betroffenen kann von einer Therapie mit Memantine (Ebixa®) profitieren.

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Expertentreffen am 22./23. Juni 2007 in Darmstadt

Schlaganfall im Dialog

 

Darmstadt (22./23. Juni 2007) - „Das sollte man eigentlich viel öfter machen°, sagte ein Teilnehmer. Sich mit Kollegen und ausgewiesenen Experten treffen, um die Neuigkeiten im Fach zu erfahren, aktuelle Trends zu diskutieren, aber auch die Möglichkeit zu haben, sich ganz offen über schwierige Therapieentscheidungen auszutauschen. Boehringer Ingelheim hatte zu der Veranstaltung „Schlaganfall im Dialog" eingeladen, und rund 120 klinische Neurologen nahmen die Gelegenheit wahr, mit den eingeladenen Experten zu diskutieren. Das waren zum Beispiel Prof. Dr. Martin Grond, Siegen, Prof. Dr. Hans Christoph Diener, Essen, Prof. Dr. Gerhard Hamann, Wiesbaden und Prof. Dr. Roman L. Haberl, München, um nur einige zu nennen. An den zwei Tagen fanden mehrere Vorträge sowie sechs parallel laufende Workshops statt, und selbst bei den Arbeitsessen rissen die Fachgespräche nicht ab. In einer Podiumsdiskussion ging es u. a. um Fragen zur Sekundärprävention.

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Fatigue bei MS:

Abnorme Energielosigkeit (Fatigue) bei Patienten mit Multipler Sklerose

 

Von Dipl.-Psych. C. Engel und Prof. Dr. U.K. Zettl,

Universität Rostock, Klinik für Neurologie und Poliklinik

Spezialambulanz für klinische Neuroimmunologie und MS

 

 

Einleitung

 

Fatigue, ein nicht zu beherrschendes Gefühl der Abgeschlagenheit, Erschöpfung, Ermüdung und Energielosigkeit, wurde lange Zeit nicht als ein Kernsymptom der Multiplen Sklerose (MS) erkannt. Doch es wird von vielen MS-Patienten als belastendes Symptom berichtet, welches zu körperlichen, mentalen und sozialen Beeinträchtigungen führt und damit die Lebensqualität deutlich reduziert. Fatigue kann dabei häufig unabhängig von dem körperlichen Behinderungsgrad (Paresen, Hirnnervenstörungen, Blasenstörungen etc.) auftreten.

 

Bis zu 90 % der MS-Patienten klagen im Verlauf der Erkrankung über Fatigue (2). Dabei gaben bis zu 55 % der Patienten an, dass es eines der Hauptsymptome ihrer MS-Erkrankung und damit ein wichtiger Einflussfaktor auf deren Lebensqualität ist5. In einer Untersuchung zur Arbeitsfähigkeit waren 66 % der MS-Patienten arbeitslos (1). 78 % von ihnen gaben an, dass sie dies aufgrund ihrer MS-Symptomatik seien. Neben Problemen in der Gehfähigkeit nannten sie als wichtigsten Grund für ihre Arbeitslosigkeit die Fatigue-Symptomatik. Zudem beobachteten bis zu 50 % der Befragten Fatigue als erstes Symptom der MS. Unmittelbar nach der Diagnosestellung wurde eine Häufigkeit von 63 % gefunden (3). Demnach hat die Fatigue-Symptomatik bereits bei neudiagnostizierten MS-Patienten einen hohen Stellenwert.

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Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie bei Kindern

Lippen-, Kiefer-, Gaumenspalten

 

Von Prof. Dr. Dr. Siegmar Reinert,
Ärztlicher Direktor Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Universität Tübingen

 

Tübingen (15. Juni 2007) - Lippen-Kiefer-Gaumenspalten gehören nach den Gliedmaßenfehlbildungen mit 11 bis15 Prozent den häufigsten angeborenen Fehlbildungen. Sie treten sehr früh in der Entwicklungsphase im Grenzbereich sog. Organisationszentren auf, d.h. an den Grenzen von Zelldifferenzierungszonen des späteren Gesichtes. Die Entstehung liegt in der Zeit des 36. bis 42. Tages bzw. des 49. bis 56./58. Tages der Embryonalentwicklung. In dieser Entwicklungsphase befinden sich im späteren Gesichtsbereich sog. Zellwülste, die normalerweise verschmelzen. Bleibt diese Verschmelzung aus, entsteht dort eine Spaltbildung.

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Zahnverletzungen im Kindesalter

 

Von Dr. Martin Hairass,

Facharzt für Oralchirurgie, Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie

 

Tübingen (15. Juni 2007) - Statistisch erleidet jedes dritte Kind bzw. Jugendliche ein dentales Trauma der Milchzähne oder bleibenden Zähne. Insbesondere sind dabei die mittleren und seitlichen Schneidezähne im Oberkiefer betroffen. Man unterscheidet bei der Einteilung der Zahnverletzungen zwischen Zahnhartsubstanz-Verletzungen (Zahnfrakturen) und Dislokationsverletzungen bei denen es von einer geringfügigen Erschütterung eines Zahnes bis hin zum vollständigen Herauslösen eines Zahnes aus seiner Alveole kommen kann. Wegen der oft weit reichenden Folgen sind Verletzungen der bleibenden Zähne junger Patienten mehr gefürchtet als Milchzahnverletzungen.

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Folgen der Milchzahnkaries

 

Von Dr. Susanne Handtmann,
Oberärztin Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Universitätsklinikum Tübingen

 

Tübingen (15. Juni 2007) - In den letzten Jahren wird dank prophylaktischer Maßnahmen bei den meisten jugendlichen Patienten ein deutlicher Rückgang der Karies an den bleibenden Zähnen beobachtet. Im Milchgebiss ist dagegen der Kariesrückgang gering. Bei einem Teil der Kleinkinder ist der Kariesbefall sogar besonders stark.

Vor allem stellt die frühkindliche Karies „Early Childhood Caries“ bzw. „Nursing bottle syndrom“, deren Ursache hauptsächlich durch fehlerhafte Ernährung mit zuckerhaltigen und säurehaltigen Getränken in Nuckelflaschen zu suchen ist, noch immer ein großes Problem dar. Neben der Ernährung spielen die orale Mikroflora, wie z. B. der Streptokokkus mutans und die Speichelzusammensetzung eine wichtige Rolle. Auch werden Vorschädigungen in Form einer mangelhaften Mineralisation des Schmelzes diskutiert.

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Aufstieg mit Handicap

Trotz künstlichen Darmausgangs erklimmt der Kanadier Rob Hill die Zugspitze und will damit anderen Betroffenen Mut machen

 Rob Hill beim Bergsteigen Photo: Weber Shandwick

Garmisch‑PartenkirchenlZugspitze (14. Juni 2007) ‑ Trotz seines künstlichen Darmausgangs (Stoma) kletterte der Kanadier Rob Hill heute von Garmisch‑Partenkirchen aus auf die Zugspitze. Mit seiner Aktion unter dem Motto „Great Comebacks" will der 35jährige andere Betroffene dazu ermutigen, sich ebenfalls ehrgeizige Ziele zu setzen. Hill bei seiner Ankunft auf dem Gipfel: „Seht her, was man trotz solch eines Handicaps erreichen kann. Jeder Stomaträger kann jeden Tag seinen ganz persönlichen Gipfel bewältigen." Bei dem Sportler wurde vor rund zehn Jahren der Dickdarm entfernt.

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Schnelle Hilfe für Patienten

Schmerzhafte diabetische Polyneuropathie

 

CymbaltaGöppingen (14. Juni 2007) - Duloxetin hat sich in den zwei Jahren seit seiner Zulassung zur Behandlung von Schmerzen bei diabetischer Polyneuropathie in Deutschland in der Praxis als gut verträgliche Substanz mit starker analgetischer Wirksamkeit bewährt. Der selektive Serotonin- und Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer zeichnet sich durch einen schnellen Wirkeintritt aus. Wie namhafte Experten aus der Erfahrung in der eigenen Praxis heraus bestätigen, setzt die Wirkung von Duloxetin (Cymbalta®) bereits innerhalb weniger Behandlungstage ein.

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Deutscher Forschungsverbund Neuropathischer Schmerz (DFNS)

 

Der internationale Kongress über neuropathische Schmerzen
Highlights aus Forschung und Klinik

 

Von Prof. Dr. Ralf Baron, Kiel

 

Berlin (7. Juni 2007) - Neuropathische Schmerzen, auch Nervenschmerzen genannt, entstehen als Folge von Verletzungen oder Erkrankungen von Gehirn, Rückenmark oder den so genannten peripheren Nerven. Sie gehen häufig mit brennenden Dauerschmerzen oder einschießenden Schmerzattacken einher. Die Patienten leiden oft auch unter unangenehmem Kribbeln, Taubheit oder extremer Empfindlichkeit bei nur leichter Berührung der Haut. Die Erkrankungen sind häufig chronisch und beeinflussen die Lebensqualität erheblich.

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Der Deutsche Forschungsverbund Neuropathischer Schmerz(DFNS) ‑ eine international einmalige Initiative

 

Von Prof. Dr. Thomas Tölle, München

 

Berlin (7. Juni 2007) - Der DFNS wurde mit der Absicht ins Leben gerufen, neuropathische Schmerzen, z.B. Nervenschmerzen bei Diabetes mellitus oder bei der Gürtelrose, besser zu verstehen und den geplagten Patienten besser zu helfen. Der klinisch- wissenschaftliche Leitgedanke, dass jeder einzelne Schmerzmechanismus eine spezifische Therapie erfordert (mechanismenorientierte Therapie), soll in konkrete und zeitnah klinisch anwendbare Ergebnisse umgesetzt werden. Eines der wichtigsten Ziele des DFNS ist dabei die Entwicklung und Anwendung eines standardisierten Protokolls der Quantitativ Sensorischen Testung (QST). Die QST erlaubt eine genaue klinische Analyse der Schmerzsymptome und lässt deshalb Rückschlüsse auf die beim jeweiligen Patienten im Vordergrund stehenden Mechanismen zu, die individuell zum Schmerz des Patienten führen.

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Deutscher Forschungsverbund Neuropathischer Schmerz (DNFS)

 

"Nervenschmerz ‑ Impact auf das Gesundheitssystem"

 

Von Prof. Dr. Rolf-Detlef Treede, Mainz

 

Berlin (7. Juni 2007) - Nervenschmerzen sind wie ein Fehlalarm im Warnsystem des menschlichen Körpers: sie werden nicht durch eine Verletzung des Körpers verursacht sondern durch eine Schädigung des Nervensystems, das uns normalerweise vor solchen Verletzungen warnt. Bei einem Patienten mit Nervenschmerzen findet der Arzt daher keinerlei Veränderungen des schmerzhaften Körperteils; dieses ist im Gegenteil wegen der Nervenschädigung oft sogar gegen äußere schmerzhafte Reize unempfindlich. Außerdem ist der Charakter der Nervenschmerzen häufig ungewöhnlich und mit alltäglichen Erfahrungen nicht vergleichbar. Diese Eigenschaften machen den Nervenschmerz schwer verständlich. Nervenschmerzen galten lange Zeit auch als unbehandelbar, weil die klassischen Schmerzmedikamente dagegen nur wenig oder gar nicht wirksam sind. Bizarre Charakteristik und schlechte Behandelbarkeit führten dazu, dass Nervenschmerzen häufig nicht berichtet wurden.

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Pharmaforschung

Innovation für den Patienten

 

Von Dr. Hans‑Joachim Rothe

 

Leverkusen (4. Juni 2007) - Die Multiple Sklerose ist keineswegs eine seltene Erkrankung. Praktisch jeder kennt in seinem Umfeld Menschen, die an einer MS erkrankt sind oder waren. Dennoch ist die MS als Krankheit kaum im öffentlichen Bewusstsein verankert. Die Prävalenz der Erkrankung wird mit 138,5/100.000 Einwohner angegeben, die Inzidenz mit 4,5/100.000. Damit dürften in Deutschland mehr als 110.000 Menschen mit der Erkrankung leben. Jährlich kommen rund 3.600 Patienten neu hinzu.

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Drei Jahre Frühtherapie

Benefit für den Patienten

 

Von Prof. Dr. Bernhard Hemmer

 

Leverkusen (4. Juni 2007) - Sehstörungen, Taubheit und Kribbeln in Gesicht, in Armen, Beinen und im Rumpfbereich und eine Schwäche in den Beinen, können ebenso das erste Zeichen einer Multiplen Sklerose (MS) sein wie Steifigkeit, Blasenstörungen, rasche Ermüdbarkeit oder kognitive Einschränkungen. Charakteristisch ist ein schubförmiger Verlauf der Erkrankung, der durch plötzliches Auftreten von Ausfallserscheinungen und meist spontanter Rückbildung gekennzeichnet ist. Allerdings entwickeln viele Patienten im Zeitverlauf Behinderungen, die sich nicht mehr zurückbilden.

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Multiple Sklerose

Rationale der Frühtherapie

 

Von Priv.‑Doz. Dr. med. Karl Baum

 

Leverkusen (4. Juni 2007) - Die Zahl der Menschen mit Multipler Sklerose wird in Deutschland auf etwa 140.000 geschätzt. Die Erkrankung manifestiert sich am häufigsten um das 30. Lebensjahr herum, doch können auch Kinder und Jugendliche bereits erkranken und ebenso ist eine Krankheitsmanifestation in höheren Lebensjahren noch möglich.

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BENEFIT-Studie bei Multipler Sklerose

Frühtherapie verzögert das Auftreten bleibender Behinderung

 

Leverkusen (4. Juni 2007) – Mit recht unterschiedlichen Symptomen kann sich die Multiple Sklerose (MS) manifestieren. Ob sich durch eine gezielte Behandlung bereits in der Frühphase der Erkrankung, nach einem ersten Schub der MS, Einfluss auf die spätere Progression der Patienten nehmen lässt, wird in der  BENEFIT-Studie (Betaferon®/Betaseron® in Newly Emerging Multiple Sclerosis For Initial Treatment) geprüft. „Da bekannt ist, dass die Krankheitsaktivität in den ersten drei Jahren nach dem Auftreten von Symptomen am höchsten ist, lag es nahe, von Vorteilen einer Frühtherapie auszugehen“, berichtete Privatdozent Dr. Karl Baum aus Hennigsdorf bei der Präsentation der aktuellen Studiendaten im Rahmen einer Pressekonferenz in Leverkusen.

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Die moderne Diabetestherapie ist ein komplexes Geschäft

Der diabetische Risikopatient – eine interdisziplinäre Herausforderung

 

Hamburg (17. Mai 2007) - Nicht zuletzt vor dem Hintergrund der steigenden Patientenzahlen hat die moderne Diabetologie in den vergangenen Jahren eine enorme Entwicklung genommen. Längst geht es um weit mehr als um die reine Blutzuckersenkung. Vielmehr wird angestrebt, die gestörte Stoffwechsellage mit all ihren Facetten in den Griff zu bekommen und Folgeschäden der Erkrankung sowie das erhöhte Risiko für kardiovaskuläre Komplikationen abzuwenden. Entsprechend komplex ist die Diabetestherapie geworden. Sie umfasst die Blutzucker- wie auch die Blutdruckkontrolle, das Management von Risikofaktoren und auch die Therapie von Komplikationen der Grunderkrankung und das bis in den urologischen Bereich hinein. Der Typ 2-Diabetes stellt somit eine interdisziplinäre Herausforderung dar, wie bei einem Symposium von der Bayer Vital GmbH bei der 42. Jahrestagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft in Hamburg deutlich wurde.

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Medtronic Diabetes Deutschland führt die erste Insulinpumpe mit der Option zur kontinuierlichen Glukosemessung ein

 

Das MiniMed Paradigm® REAL-Time System: Insulinpumpe und kontinuierliche Glukosemessung

 

Düsseldorf (17. Mai 2007) – Die Firma Medtronic hat heute in Deutschland die Einführung des MiniMed Paradigm® REAL-Time Systems bekannt gegeben, das aus der neuen fortschrittlichen Insulinpumpe MiniMed Paradigm® 522/722 und der Option zur kontinuierlichen Glukosemessung besteht. Damit werden erstmals die Vorteile einer Insulinpumpe und der kontinuierlichen Glukosemessung (CGM) verbunden. Therapieverantwortlichen und Patienten eröffnen sich neue Möglichkeiten, das Diabetesmanagement zu optimieren. Die Funktion der kontinuierlichen Glukosemessung ermöglicht eine zeitnahe Interventionen zur Reduzierung der Häufigkeit und Schwankungsbreite unerwünschter glykämischer Exkursionen. Die Auswirkungen von Mahlzeiten, körperlicher Aktivität sowie von Insulin- und Medikamentengaben auf den Glukoseverlauf werden tranparenter. 

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Neu von Abbott Diabetes Care:

Innovative Messgeräte und eine neue Teststreifengeneration für die individuelle Blutzuckerselbstkontrolle

 

Praktische, einfache und verständliche Blutzuckermessung für jeden Patienten

 

Wiesbaden / Hamburg (17. Mai 2007) Die Wahl des richtigen Blutzuckermesssystems ist für das tägliche Diabetesmanagement von entscheidender Bedeutung. Das optimale Blutzuckermessgerät muss den Fähigkeiten und Bedürfnissen des einzelnen Diabetikers entsprechen, so das Fazit der Experten auf der Pressekonferenz „Innovationen von Abbott Diabetes Care: Moderne Messgeräte und eine neue Teststreifengeneration für die individuelle Blutzuckermessung" im Rahmen der diesjährigen Jahrestagung der Deutschen Diabetes‑Gesellschaft in Hamburg. Das Unternehmen Abbott Diabetes Care stellte zwei Neuheiten vor: Das Blutzuckermessgerät FreeStyle Lite* und den Precision Xtra Plus Teststreifen** zur Verwendung mit dem Messgerät Precision® Xceed™. Beide Messsysteme ermöglichen eine sekundenschnelle und präzise Blutzuckermessung mit der weltweit geringsten Blutmenge von 0,3 ml und sind sehr einfach in der Handhabung. Dadurch können die Bereitschaft zur Blutzuckerselbstkontrolle und der Erfolg der Diabetestherapie deutlich erhöht werden.

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Bessere Stoffwechseleinstellung bei Typ-2-Diabetikern dank Rimonabant

 

Frankfurt am Main / Hamburg (17. Mai 2007) ‑ Rimonabant verbessert signifikant den HbA1c-Wert sowie andere kardiometabolische Risikofaktoren wie HDL-Cholesterin und Triglyceride bei Patienten mit Typ-2-Diabetes. Dies geschieht durch die Blockade zentraler und peripherer CB1-Rezeptoren, so wird ein überaktiviertes Endocannabinoid-(EC)-System wieder normalisiert. Experten berichteten über die Wirkung von Rimonabant anlässlich eines Symposiums* auf der 42. Jahrestagung der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG) in Hamburg. „Mit Rimonabant steht uns eine Therapieoption zur Verfügung, die eine gute glykämische Kontrolle mit einer zusätzlichen Gewichtsreduktion verbindet", erklärte Prof. Dr. med. Andreas Pfeiffer, Charité Berlin.

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Erfolgreich gegen Typ 2 Diabetes – DDP-4 Inhibitor Vildagliptin

Angriffspunkt Inselzelle: Orale Diabetes-Therapie der nächsten Generation

 

  • Vildagliptin sorgt für eine effektive Blutzuckerkontrolle bei Typ-2-Diabetikern durch Verbesserung der Inselzellfunktion
  • DPP-4 Inhibitor steigert die Insulinproduktion in den Betazellen und hemmt die Glukagonsekretion in den Alphazellen
  • Plazeboähnliches Nebenwirkungsprofil: keine Gewichtszunahme, keine vermehrten Hypoglykämien, keine gastrointestinalen Nebenwirkungen
  • Patienten-gerechte Therapie: eine Tablette pro Tag, unabhängig von den Mahlzeiten

 

Nürnberg, 16. Mai 2007 – Ziel der meisten oralen Antidiabetika bei Typ-2-Diabetes ist es, zur Kontrolle des HbA1c-Wertes die Insulinresistenz zu senken oder die Insulinsekretion der Bauchspeicheldrüse zu stimulieren(1). Nach Ansicht von Experten verfehlen die derzeit eingesetzten Therapieregime jedoch ihr Ziel, den Wert im oberen Normbereich von 5,8%, mindestens aber unter 7% zu halten(2). Darüber hinaus ergeben sich Nebenwirkungen wie Durchfall, Übelkeit, Ödeme und Gewichtszunahme(3) – Faktoren, die die Compliance reduzieren und damit den Therapieerfolg schmälern können. Einen neuen Behandlungsansatz bietet die therapeutische Klasse der DPP-4 Inhibitoren, die über das hormonale Inkretinsystem im Darm einen verbesserten Effekt auf die Inselzellen ausüben.

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Behandlung schlafgestörter Patienten mit Diabetes mellitus

 

Von Prof. Dr. med. Stephan Volk, Hofheim am Taunus

 

Hamburg (16. Mai 2007) - Betrachtet man die Ursachen einer chronischen Schlafstörung in der Hofheimer Schlafambulanz, so wird deutlich, dass etwa 1/5 der Patienten organische Ursachen aufweisen. Der Diabetes mellitus, vor allem der Typ 1, spielt unter den organischen Ursachen der Schlafstörungen eine bedeutsame Rolle.

Die Behandlung einer chronischer Ein- und Durchschlafstörung bedeutet zunächst, einen nicht medikamentösen Ansatz zu verfolgen. Dabei geht es um die Übermittlung von Informationen über die physiologischen Grundlagen des Schlafes, die Vermittlung eines individuellen Störungsmodells und das Erlernen eines Entspannungsverfahrens.

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