Pflege

Nutzen und Strategie der Insulintherapie ‑ mehr als nur Blutzuckerkontrolle

 

Von Prof. Dr. Petra-Maria Schumm-Draeger, München

 

Eltville-Erbach (9. August 2006) - Während in der Behandlung des Typ-1-Diabetes mellitus eindeutig belegt und akzeptiert ist, dass zur Vermeidung akuter und langfristiger Komplikationen des Diabetes zwingend eine normnahe Blutzuckereinstellung mit der Insulintherapie erreicht werden muss, hat sich in der Behandlung des Typ-2-Diabetes mellitus auf Grund der aktuellen Datenlage eindeutig ein Paradigmenwechsel zugunsten einer frühzeitigen Diagnostik und Therapie und insbesondere auch einer Insulinbehandlung ergeben.

Sanofi-Aventis kritisiert scharf die Entscheidung des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zu den kurzwirksamen Insulinanaloga

 

Frankfurt am Main (18. Juli 2006) ‑ Der G-BA hat auf Basis des IQWiG-Abschlussberichtes vom 15.12.2005 entschieden, dass kurzwirksame Insulinanaloga für Typ-2-Diabetiker nicht verordnungsfähig sind, solange sie teurer sind als Humaninsulin. Der Kostenvergleich erfolgt in diesem Fall auf Basis des Apothekenabgabepreises je internationale Einheit Insulin.

Nach Überzeugung von Sanofi-Aventis bietet diese Entscheidung keine tragfähige Grundlage für die Versorgung der sechs Millionen Typ-2-Diabetiker in Deutschland. Die im Voraus geäußerte grundlegende Kritik an der IQWiG-Bewertung, die auf der mit erheblichen Mängeln behafteten Bewertung der kurzwirksamen Insulinanaloga durch das IQWG basiert, findet in der Entscheidung des G-BA keine Berücksichtigung.

Aufklärungskampagne: Alltagsschmerzen an der Wurzel packen

Gemeinsame Aktion von fünf starken Partnern
Akute Schmerzen ernst nehmen, damit sie nicht chronisch werden

Köln (12. Juli 2006) - Schmerzen gehören zum Alltag der Deutschen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts erleben nur neun Prozent der Bevölkerung ein ganzes Jahr völlig schmerzfrei. Die Rangliste der häufigsten akuten Alltagsschmerzen führt bei Frauen der Kopfschmerz, bei Männern der Rückenschmerz an: Mehr als 36 Prozent der weiblichen Bevölkerung leiden mindestens einmal wöchentlich unter Kopf- und rund 30 Prozent der Männer unter Rückenschmerzen. Obwohl Schmerzen Warnsignale des Körpers sind, werden sie oft nicht ernst genommen. Die Folge: Bei bis zu acht Millionen Deutschen werden sie chronisch. Eine frühzeitige Bekämpfung der Ursachen und eine angemessene Akutbehandlung könnten dies verhindern.

Aufklärungskampagne „Alltagsschmerzen“:  Frauen leiden anders

Mythen und Fakten zum weiblichen (Kopf-) Schmerz

Köln (12. Juli 2006) - Schmerzen sind mit Abstand die am weitesten verbreiteten Gesundheitsstörungen im Alltag. Allein an Spannungskopfschmerz leiden täglich 2,5 Millionen Deutsche. Besonders häufig trifft es Frauen. In einer bundesweiten Befragung des Robert Koch-Instituts gaben nur sechs Prozent der Frauen an, im vergangenen Jahr keine Schmerzen gehabt zu haben. Bei den Männern waren es doppelt so viele. Das „schwache Geschlecht“ leidet häufiger und stärker unter Schmerzen. Dies bestätigt auch die aktuelle Forschung.

Mangelernährung ist eine bei Krebspatienten häufig auftretende Komplikation

 

Berlin (2. Juni 2006) - Bei manchen Krebsarten sind bis zu 85 % der Patienten von einer Mangelernährung betroffen. Eine Mangelernährung beeinträchtigt das Ansprechen der Patienten auf die Therapie, erhöht die Häufigkeit von behandlungsassoziierten Nebenwirkungen und kann zur Verkürzung der Lebensdauer führen. Dabei kann eine möglichst frühzeitige Identifizierung von mangelernährten Patienten oder Patienten bei denen ein Risiko für Mangelernährung besteht und eine rechtzeitige Ernährungstherapie eine klinische Besserung fördern und die Prognose positiv beeinflussen. Eine parenterale Ernährung ist immer dann erforderlich, wenn der Patient auf oralem oder enteralem Weg nicht oder nicht ausreichend ernährt werden kann. Fettemulsionen, insbesondere die neuen Emulsionen mit ω-3 Fettsäuren (wie Lipidem von B. Braun), stellen eine entscheidende Säule in der parenteralen Ernährung von Krebspatienten dar. ω-3 Fettsäuren interferieren mit zahlreichen Mechanismen, die an der Pathogenese der Tumorkachexie beteiligt sind. Eine parenterale Ernährung ist mit All-in-one Systemen (wie Nutriflex Lipid von B. Braun) auch zu Hause einfach und sicher durchzuführen.