Pflege

Neue Chancen in der HIV-Therapie

Aktuelle Studienergebnisse mit Fuzeon®

 

Berlin (20. Februar 2006) - Dank der Fortschritte in der Arzneimitteltherapie der HIV-Infektion konnte in den letzten Jahren die Sterblichkeit HIV-infizierter Menschen deutlich gesenkt werden. Aufgrund von Unverträglichkeiten und der Entwicklung von Resistenzen stellt die Therapie vorbehandelter Patienten jedoch immer noch eine große Herausforderung dar. Diese HIV-Patienten können jetzt hoffen. Eine neue Therapiestrategie mit Enfuvirtid (Fuzeon®) bietet ihnen verbesserte Behandlungsmöglichkeiten: Unter dem neuen Therapieregime ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Viruslast unter die Nachweisgrenze gesenkt wird, doppelt so hoch. Aktuelle Studiendaten von mehr als 2.500 therapieerfahrenen HIV-Patienten zeigen das.

BONE-EVA Studie: Kosten der Osteoporose in Deutschland

Unterversorgung belastet Patientinnen und Patienten sowie das Gesundheitssystem

 

 

Berlin (14. Februar 2006) - Osteoporose-Patienten werden in Deutschland nicht adäquat behandelt. Das ist das Ergebnis der in Berlin vorgestellten BONE-EVA Studie, die zum ersten Mal ein vollständiges Bild der Epidemiologie, Therapie und der Kosten der Osteoporose in Deutschland zeichnet. Danach werden weniger als 10 Prozent der Osteoporose-Patienten mit Bisphosphonaten behandelt, dem geltenden Therapiestandard. Folge der gravierenden Unterversorgung sind mehr als 300.000 Knochenbrüche jährlich und damit verbunden Krankheitskosten in Höhe von 5,4 Mrd. Euro. „Osteoporose gehört damit zu den teuren Volkskrankheiten wie Diabetes oder ischämische Herzkrankheiten, für die jährlich 5,1 bzw. 7 Mrd. Euro ausgegeben werden“, wie Professor Dr. Bertram Häussler, Direktor des IGES im Rahmen der Pressekonferenz in Berlin berichtet.

Die Stiftung „Der herzkranke Diabetiker“ in der Deutschen Diabetes-Stiftung - Öffentlichkeits für Risikopatienten, ihre Ärzte sowie politische Entscheidungsträger

 

Von Univ.-Prof. Dr. Diethelm Tschöpe

 

Berlin (2. Dezember 2005) - Die Volkskrankheit Diabetes nimmt ständig, in letzter Zeit sogar exponentiell zu. Unterschiedliche Quellen, unterschiedliche Sichtweisen, gleiches Ergebnis. Neu ist allerdings die vor allem aus ökonomischer Perspektive vorrangig gewordene Betrachtung, daß es neben den sozialen und medizinischen direkten Belastungen der Zuckerkrankheit vor allem darum gehen muß, die immensen Kosten, die mit der Behandlung von Komplikationen verbunden sind, zu beherrschen. Dabei handelt es sich in erster Linie um Schäden an den Blutgefäßen. Während früher die Mikroangiopathie und die hierdurch bedingten Organschäden im Mittelpunkt des Bewußtseins sowohl der Ärzte als auch der Patienten mit Diabetes standen, verschiebt sich dieses Bewußtsein zunehmend auf dem Boden der Erkenntnis, daß es vor allem Herzinfarkt, Schlaganfall und Verschlüsse der Beinarterien sind, die Patienten mit Diabetes mellitus tödlich bedrohen. Herausragendes Problem: Die Zuckerkrankheit wird nicht bemerkt, Gefäßveränderungen, die schließlich zum Infarkt führen können, leider auch nicht.

Position analgetisch wirksamer Substanzklassen in der Therapie von Gelenkschmerzen

NSAR oder nicht NSAR…?

 

Von Dr. med. Wolfgang W. Bolten

 

München (31. Januar 2006) - Für die medikamentöse Behandlung von Gelenk- und Bewegungsschmerzen stehen unterschiedliche Wirkstoffklassen zur Verfügung, die sich in ihrer Wirksamkeit, Verträglichkeit und therapeutischen Zielrichtung zum Teil erheblich unterscheiden. Aufgrund ihrer antiphlogistischen Potenz sind nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) häufig unverzichtbar.

Paracetamol kann als Analgetikum der ersten Wahl in der medikamentösen Langzeit-Schmerztherapie eingesetzt werden. Ihm fehlt jedoch eine antiphlogistische Wirkung. Auch die analgetische Wirksamkeit ist im praktischen Einsatz bei mittleren bis starken Schmerzen häufig nicht ausreichend. In hoher Dosierung > 4g/Tag ist Paracetamol lebertoxisch.

Gute Blutdrucksenkung gepaart mit günstigen Begleitwirkungen auf den Glukose- und Lipidmetabolismus sowie die Nieren


Telmisartan bei der Therapie der Hypertonie

 

Berlin (24. November 2005) - Die Hypertonie entwickelt sich meist auf dem Boden eines metabolischen Syndroms. Besonders günstig sind bei der Therapie deshalb Wirkstoffe wie das Telmisartan, die sich nicht nur durch eine ausgeprägte Senkung des systolischen und des diastolischen Blutdrucks sowie der Blutdruckamplitude auszeichnen sondern zugleich auch den Glukose- wie auch den Lipidmetabolismus günstig beeinflussen, so das Fazit bei einem Satellitensymposium anläßlich der Hochdruckligatagung in Berlin.