Pflege

Abb. Oben: Die Zusammenarbeit der beteiligten Berufsgruppen ist ein wichtiger Baustein zur Verbesserung der Arzneimitteltherapie in AltenhilfeeinrichtungenPolypharmazie in der Altenhilfe

Therapiesicherheit und Verträglichkeit um 25 Prozent verbessert

 

                                    • In Einzelfällen konnte auf bis zu 5 Arzneimittel verzichtet werden
                                    • Online-Plattform und gemeinsame Schulungen brachten den Durchbruch

Mannheim (12. Oktober 2017) - „Mehr interprofessionelle Zusammenarbeit, mehr Technik, mehr Standardisierung.“ So lautet beim Deutschen Schmerzkongress das Fazit des Projekts InTherAKT zur Verbesserung der Medikation in Altenhilfeeinrichtungen. Rund zwei Jahre nach dem Start sind die in Mannheim vorgestellten Resultate beeindruckend: Die Angemessenheit der Arzneimitteltherapie wurde um 25 Prozent verbessert. In Einzelfällen wurden bis zu 5 Medikamente gestrichen. Übermedikation konnte generell vermieden werden. Herzstück der gemeinsamen Arbeit von 15 Hausärzten, 12 Apotheken und dem Pflegepersonal aus 10 münsterischen Altenhilfeeinrichtungen ist eine Online-Plattform, die inzwischen zum Patent angemeldet ist. Die Ergebnisse des Projektes gelten als bedeutsam für die Zukunft der Altenpflege.

Samsca® (Tolvaptan)

Hyponatriämie in der Geriatrie – rechtzeitige und effektive Behandlung hat hohe klinische Relevanz

Nürnberg (10. Oktober 2017) – Die Hyponatriämie ist eine oft schwerwiegende Elektrolytstörung, die mit zunehmendem Alter immer häufiger auftritt.1 Sie wird aufgrund der Variabilität der Symptome häufig nicht erkannt und daher nicht angemessen behandelt.2 Und das, obwohl eine Hyponatriämie die Hospitalisierung verlängern3,4 und das Mortalitätsrisiko erhöhen kann5. Bei etwa einem Drittel der Fälle wird die Hyponatriämie durch ein Syndrom der inadäquaten Sekretion des antidiuretischen Hormons (SIADH) ausgelöst.6 Im Rahmen eines von Otsuka Pharma unter-stützten Media-Workshops erläuterte Univ.-Prof. Markus Gosch, Chefarzt der Universitätsklinik für Geriatrie der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität, Klinikum Nürnberg, die Dringlichkeit, bei geriatrischen Patienten eine Hyponatriämie zu erkennen und adäquat zu therapieren. Er stellte neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zu Hyponatriämie und assoziierten Erkrankungen wie Demenz und Delir vor und erläuterte anhand von Fallbeispielen Diagnostik und Therapie der Hyponatriämie bei geriatrischen Patienten. Zudem berichtete er über seine klinischen Erfahrungen mit dem Einsatz von Samsca® (Tolvaptan) bei Patienten mit SIADH. Samsca® ist der erste und einzige orale selektive Vasopressin-V2-Rezeptor-Antagonist, der in Europa für die Behandlung von Erwachsenen mit Hyponatriämie als sekundäre Folge des SIADH zugelassen ist.7

DGN-Kongress 2017: Die Qual der Wahl – moderne Therapiestrategien bei MS

Copaxone®: Langzeitverträglichkeit und -sicherheit als entscheidende Faktoren für Therapiefindung

Leipzig (22. September 2017) - Im Rahmen des diesjährigen Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) diskutierten namhafte Experten bei einem Satellitensymposium von Teva moderne Strategien und Wege zur Entscheidungsfindung für eine individuelle Therapie der Multiplen Sklerose (MS). Prof. Dr. Martin S. Weber, Prof. Dr. Uwe Zettl und Dr. Dieter Pöhlau stellten fest: Neue Behandlungsoptionen haben in den vergangenen Jahren den therapeutischen Handlungsspielraum erheblich vergrößert. Der individuelle Verlauf der MS ist jedoch noch immer weitgehend unvorhersehbar. Für den Arzt stelle sich immer wieder die Frage, für welchen Patienten welche Therapie am besten geeignet ist. Zukünftig sei hier ein verbessertes Verständnis der Wirkmechanismen der einzelnen Medikamente notwendig, damit Risiken vermindert, mit den Vorteilen abgewogen und eine verträgliche und zugleich wirksame Behandlung gewährleistet werden kann – auch langfristig. Ergänzend seien Kriterien wie Darreichung und Familienplanung sowie Adhärenz und Lebensqualität für eine Therapiefindung heranzuziehen. Ein Beispiel für eine seit über 15 Jahren etablierte Erstlinientherapie bei schubförmiger MS (RMS) ist der Immunmodulator Glatirameracetat (GA, Copaxone®). Auf die Erfahrungen aus über zwei Millionen Patientenjahren von GA 20 mg baut die neuere und nur dreimal wöchentlich zu spritzende 40 mg-Dosierung auf.1

Innovative Studie untersucht Unterschiede zwischen Patienten mit früh und spät einsetzender Demenz am Lebensende

Welche Palliativversorgung brauchen Menschen mit Demenz?

München (22. September 2017) - Welche Versorgung benötigen Patienten, die an Demenz leiden, am Lebensende? Eine neue Studie der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München untersucht die Palliativversorgung von Menschen mit verschiedenen Formen von Demenz in Deutschland. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf Menschen, die schon im jüngeren Alter an einer Demenz erkranken. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert die EPYLOGE-Studie über drei Jahre mit 500.000 Euro.

Multiple Sklerose

Novartis Fingolimod (Gilenya®) zeigt in Registerstudien über fünf Jahre anhaltend hohe Wirksamkeit und Sicherheit

  • Registerstudien PANGAEA 1.0 und PANGAEA 2.0: Gilenya® (Fingolimod) bei mehr als 4.000 Patienten mit aktiver schubförmiger Multipler Sklerose hoch wirksam und gut verträglich.1-3
  • PANGAEA 1.0: Patienten profitieren von Umstellung auf Fingolimod – unabhängig von der Vortherapie. Etwa 90 Prozent der Patienten bleiben in jedem Behandlungsjahr ihrer Fingolimod-Therapie treu.1,2
  • Vergleich PANGAEA 1.0 mit PANGAEA 2.0: Patienten sind bei Ein- bzw. Umstellung auf Fingolimod jünger, haben weniger Schübe und niedrigeren Behinderungsgrad.2

Nürnberg/Leipzig (22. September 2017) – Sechs Jahre nach Einführung von Fingolimod als erste orale MS-Therapie liegen nun Daten aus der Praxis vor, die die konsistenten Ergebnisse des umfangreichen klinischen Studienprogramms weiter untermauern. Aktuelle Auswertungen der Registerstudien PANGAEA 1.0, und PANGAEA 2.0 belegen, dass Patienten unabhängig von der Art der Vortherapie von einer Umstellung auf Fingolimod profitieren.1-3 Das Behandlungsziel bei schubförmig-remittierender Multipler Sklerose (RRMS) ist das Erreichen der bestmöglichen Krankheitskontrolle. Das heißt, es treten keine Schübe auf und Patienten müssen keine dauerhaften motorischen oder kognitiven Beeinträchtigungen hinnehmen. Für die behandelnden Ärzte bedeutet das, dass sie früh und konsequent handeln, sobald der Patient Anzeichen einer Krankheitsaktivität zeigt. Dies gilt für initial hochaktive Patienten genauso wie für Patienten, die bereits eine Basistherapie erhalten.