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dexdor_logoOrion Pharma Satelliten Symposium auf dem DIVI 2015 in Leipzig

Neue S3-Leitlinie und PAD-Guidelines im Praxischeck – der wache und kooperative Patient ist jetzt

 

Leipzig (3. Dezember 2015) - Setzen die neuen S3 Leitlinien (DAS-Leitlinie) Maßstäbe? Wie unterscheiden Sie sich von der vorherigen Version? Was sind die Unterschiede zu den amerikanischen PAD-Guidelines? – Sicher die wichtigsten Fragen, zu der überarbeiteten S3-Leitlinie Analgesie, Sedierung und Delirmanagement in der Intensivmedizin. Und genau diesen gingen die Referenten Professor Dr. Peter Tonner, Bremen, Dr. Thomas Böker-Blum, Lachen (Schweiz) und Dr. Rebecca von Haken, Heidelberg, im Rahmen des Satelliten Symposiums von Orion Pharma auf dem DIVI 2015 in Leipzig auf den Grund. Auch Umsetzung im Klinikalltag spielte eine wichtige Rolle sowie der Einsatz von modernen Sedativa wie Dexmedetomidin (dexdor®) zur leitliniengerechten Behandlung von Intensivpatienten.


„Der intensivmedizinisch behandelte Patient soll wach, aufmerksam, schmerz-, angst- und delirfrei sein, um an seiner Behandlung und Genesung aktiv teilnehmen zu können.“ (Präambel DAS Leitlinie) Mit dieser Forderung werden alle Ziele und Forderungen der neuen S3-Leitlinie prägnant zusammengefasst, nämlich die, nach einem wachen und kooperativem Patienten. „Wir haben hier eine Leitlinie geschrieben, die hohe Ansprüche stellt. In der Praxis gibt es sicher einige Punkte, die uns vor Herausforderungen stellen, aber das sind entscheidende Punkte, bei denen es sich lohnt, Lösungen zu finden“, so Professor Dr. Peter Tonner, Bremen, Mandatsträger für die DGAI – DAS-Leitlinie 2015.

 

 

Sedierung war gestern – der wache, aufmerksame Patient ist heute

 

Der neue Standard für alle Patienten auf der Intensivstation ist RASS 0 bis -1, d.h. ein wacher, aufmerksamer, kooperativer Patienten. Ein RASS tiefer -1 soll zukünftig die Ausnahme sein und ist nur noch speziellen Indikation vorenthalten. „Diese explizite Angabe des Standard-RASS-Korridors finde ich ausgesprochen gut“, betont Dr. Rebecca von Haken, Heidelberg, „denn damit ist genau definiert, wo wir hin wollen und müssen. Und wir können das auch gewährleisten, mit Dexmedetomidin steht uns beispielsweise ein Wirkstoff zur Verfügung, der gut geeignet ist, um den Patienten in diesem Sedierungskorridor zur führen – das zeigen nicht nur die Studien, sondern auch die Erfahrung.“

 

Gezielte Analysen sowohl der Zulassungsstudie1 als auch der Studie von Shehabi et al.2 zeigen deutlich die Stärke von Dexmedetomidin im jetzt geforderten Zielbereich RASS 0 bis -1 gegenüber anderen Sedativa wie Propofol und Midazolam. Auch in Bezug auf Kommunikation und Kooperation der Patienten kann eine Überlegenheit von Dexmedetomidin belegt werden.1 Damit kann der Grundstein für ein erfolgreiches Management der sich bedingenden Kardinalsymptome Schmerz, Agitation und Delir (erfolgreiches PAD-Management) in der klinischen Praxis gelingen, um so das Patienten-Outcome wesentlich zu verbessern.

 

 

Wunsch und Wirklichkeit: Die Leitlinien in der Praxis

 

Schlussendlich waren die Referenten sich in der Bewertung der neuen DAS-Leitlinie und den PAD-Guidelines einig – nämlich, dass es gute Maßgaben sind „und das schöne daran ist, dass wir uns aus diesen beiden bahnbrechenden Leitlinien das Beste heraussuchen können, um unsere Patienten optimal zu behandeln“, bekräftige Böker-Blum. Aber, und auch darüber sind sich die Experten einig, es ist noch ein weiter Weg, bis die Leitlinien umfassend das Bett der Patienten erreichen. Hier können Fortbildungsinitiativen, wie die 2014 von Orion Pharma gemeinsame mit einer Expertengruppe um Dr. von Haken und Kollegen aus Intensivpflege und Ärzten ins Leben gerufene, „Wie die Leitlinie ans Bett kommt“ wichtige Hilfe leisten.

 

 

Anmerkung

 

  • * Richmond-Agitation-Sedation-Scale

 

 

Quellen 

  1. Jakob et al., JAMA 2012;307:1151-60
  2. Shehabi Y et al., AJRCCM 2012; 187:724-731

 


Quelle: Orion Pharma, 03.12.2015 (tB).