Pharmakologie

Shire erwirbt die US-Rechte an Resolor® (Prucaloprid)

 

Die Vereinbarung erlaubt die Entwicklung neuer Behandlungsmethoden bei chronischer Obstipation

 

Philadelphia, Pennsylvania (10. Januar 2012) - Wie das international tätige Spezialunternehmen für Biopharmazie Shire plc (LSE: SHP, NASDAQ: SHPGY) heute mitteilte, hat es die Entwicklungs- und Vermarktungsrechte an Resolor® (Prucaloprid) in den Vereinigten Staaten durch eine Vereinbarung mit der Janssen Pharmaceutica N.V. erworben. Details der Vereinbarung wurden nicht bekannt.

 

QIAGEN erwirbt Rechte an genetischen Biomarkern
für Hirntumore, Lungen- und andere Krebsarten  

 

Hilden (10. Januar 2012) - QIAGEN hat von zwei US-amerikanischen Biotechnologieunternehmen weltweit exklusive Rechte an Biomarkern erworben, denen eine wichtige Rolle bei der Personalisierung unterschiedlicher Krebstherapien zugeschrieben wird. Das Unternehmen gab heute den Abschluss beider Vereinbarungen bekannt.

 

Photo: Merck SelbstmedikationWarum werde ich die Erkältung nicht los?

 

Darmstadt (9. Januar 2012) - Viele Familien kennen das Problem: Ist die Erkältung erst einmal da, geht sie nicht so bald wieder weg. Erst steckt sich das jüngere Kind im Kindergarten an, dann bekommt es das Geschwisterkind, dann die Mutter und schließlich läuft auch dem Vater die Nase. Dies kann das Familienleben sehr belasten, denn häufig entstehen Fehlzeiten und Betreuungsengpässe, von dem allgemeinen Unwohlsein ganz zu schweigen.

 

Rote-Hand-Brief zu Aliskiren-haltigen Arzneimitteln

 

Berlin (5. Januar 2012) - Das Antihypertensivum Aliskiren hemmt das Enzym Renin, wodurch die Umwandlung von Angiotensinogen in Angiotensin I blockiert wird.

 

Rote-Hand-Briefe zu Uvadex™ (Methoxsalen) und zu Hexvix® (Hexaminolevulinat)

 

Berlin (2. Januar 2012) - Im Zusammenhang mit den Qualitätsmängeln bei der Herstellungsstätte Ben Venue Laboratories (BVL) wurden erneut zwei Rote-Hand-Briefe versendet:

Der eine betrifft Uvadex™ Lösung (Methoxsalen), die in Verbindung mit Therakos® Cellex® oder Therakos® UVAR XTS® Photopherese-Systemen eingesetzt wird zur palliativen Behandlung von Hautmanifestationen bei fortgeschrittenem kutanen T-Zell-Lymphom (CTCL).

Der zweite Rote-Hand-Brief betrifft Hexvix® (Hexaminolevulinat), ein Diagnostikum zur intravesikalen Anwendung. Es wird eingesetzt zur Erkennung von Blasenkarzinomen wie Carcinoma in situ bei der Blaulicht-Fluoreszenz-Zystoskopie in Verbindung mit einer Standard-Weißlicht-Zystoskopie.

 

Sterilitätsprobleme und Partikelverunreinigungen

Rote-Hand-Brief zu Virazole® (Ribavirin)

 

Berlin (23. Dezember 2011) - Das Virusstatikum Ribavirin (Virazole®) ist zugelassen zur Behandlung von schweren Infektionen der unteren Atemwege, die durch das Respiratorische-Synzytial-Virus (RSV) verursacht werden.

 

Novartis gibt Abbruch der ALTITUDE Studie bekannt – einer Studie zum Einsatz von Rasilez® bei Hochrisiko-Patienten mit Diabetes und Nierenfunktionsstörung

 

Nürnberg (20. Dezember 2011) - In die ALTITUDE Studie waren Patienten mit Typ-2-Diabetes und Nierenfunktionsstörungen mit hohem Risiko für kardiovaskuläre und renale Ereignisse eingeschlossen. Das Data Monitoring Committee, ein Studien-unabhängiges Expertengremium, kam zu dem Ergebnis, dass es bei diesen Risikopatienten häufiger zu unerwünschten Ereignissen kommt, wenn Rasilez® zusätzlich zu einem ACE-Hemmer oder einem Sartan gegeben wird.

 

XARELTO. Photo: Bayer HealthCareXarelto® von Bayer in der EU zur Prävention von Schlaganfällen bei Patienten mit Vorhofflimmern und zur Behandlung von tiefen Venenthrombosen zugelassen

 

Xarelto ist der einzige Gerinnungshemmer zur Prävention von Schlaganfällen bei Patienten mit Vorhofflimmern, der eine hocheffektive, nur einmal täglich anzuwendende Therapie ohne die Notwendigkeit regelmäßiger Überprüfungen der Gerinnungswerte bietet

Xarelto ist der erste Gerinnungshemmer zur Behandlung von tiefen Venenthrombosen sowie zur Prävention von wiederkehrenden tiefen Venenthrombosen und Lungenembolien, der Patienten als Monotherapeutikum eine effektive therapeutische Lösung ohne Injektionen und Monitoring bietet

Xarelto ist jetzt in der EU für drei Indikationen im Bereich der venösen und arteriellen Thrombosen (VAT) zugelassen

 

Berlin (19. Dezember 2011) - Der orale Gerinnungshemmer Xarelto® (Rivaroxaban) von Bayer HealthCare hat von der Europäischen Kommission in zwei weiteren Indikationen die Zulassung erhalten. Damit ist Rivaroxaban der einzige neue orale Gerinnungshemmer, der in drei Indikationen in allen 27 EU-Staaten zugelassen ist:

 

Photo: Merck SelbstmedikationVirale Mischinfektionen häufiger als vermutet

Frühzeitig therapieren mit Oxymetazolin

 

Darmstadt (6. Dezember 2011) - Langwierige Erkältungskrankheiten können durch einzelne Viren, aber auch durch mehrere, gleichzeitig auftretende virale Erreger bedingt sein. Moderne virologische Untersuchungen erlauben deren schnellen Nachweis. Bei Kindern, die wegen Erkrankungen des unteren Respirationstrakts im Krankenhaus behandelt werden müssen, treten bestimmte Erreger gehäuft auf. An der Spitze liegen respiratory syncitial virus (RSV), Rhinoviren und das erst kürzlich identifizierte humane Bocavirus (hBoV). Dabei beeinflussen die Art des Erregers wie auch die Viruslast die Schwere der Erkrankung, wobei die gleichzeitige Infektion mit mehreren Erregern sich eher negativ auszuwirken scheint.

 

Entwicklungspipeline von Bayer bietet Vielzahl neuer Behandlungsoptionen für Patienten

 

  • 2012: Ausbietung von Xarelto in zwei neuen Indikationen sowie Markteinführung von VEGF Trap‑Eye
  • Antrag auf Marktzulassung für zwei neue Onkologie‑Präparate (Alpharadin und Regorafenib) ebenfalls für 2012 geplant

 

Wuppertal (30. November 2011) ‑ Bayer treibt die Entwicklung vielversprechender Präparate, von denen einige sich bereits in der letzten Phase der klinischen Entwicklung befinden, voran. Das Unternehmen präsentierte heute aktuelle Informationen zu seinem Entwicklungsportfolio und kündigte weitere Zulassungsanträge an.

"Wir haben in mehreren Studien, die sich in der letzten Phase der klinischen Entwicklung befinden, gute Ergebnisse erzielen können. Diese stellen die Basis für die Beantragung der Marktzulassung einer Reihe neuer Produkte in den nächsten drei Jahren dar und könnten vielen Patienten neue Therapieoptionen bieten", sagte Dr. Kemal Malik, Leiter Entwicklung und Mitglied des Executive Committees von Bayer HealthCare. "Durch die Verschlankung unseres Entwicklungsportfolios sowie die Konzentration auf Kerngebiete wie die Kardiologie und die Onkologie sind wir für die Zukunft gut aufgestellt."

 

Gerinnungshemmer Pradaxa

Kausalzusammenhang mit deutschen Todesfällen kann als sicher angenommen werden

 

Sicherheitsmaßnahmen bereits in der Umsetzung

 

Bonn (16. November 2011) - Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) geht anhand einer vertieften Einzelfallprüfung davon aus, dass bei den vier an inneren Blutungen (Magen/Darm- oder Hirnblutungen) verstorbenen deutschen Patienten ein kausaler Zusammenhang mit der Einnahme des Gerinnungshemmers Pradaxa (Wirkstoff Dabigatran) als sicher angenommen werden kann. Ein weiterer zwischenzeitlich gemeldeter Fall wird derzeit noch geprüft.

 

Rote-Hand-Brief zu Pradaxa® (Dabigatranetexilat)

 

Berlin (28. Oktober 2011) - Dabigatran (Pradaxa®) ist ein direkter Thrombinhemmer, der in der Europäischen Union zur Primärprävention von venösen thromboembolischen Ereignissen bei erwachsenen Patienten nach elektivem chirurgischen Hüft- oder Kniegelenkersatz sowie zur Prävention von Schlaganfall und systemischer Embolie bei erwachsenen Patienten mit nicht valvulärem Vorhofflimmern zugelassen ist.

 

Merck gibt Safinamid-Rechte an Newron zurück

 

Darmstadt (21. Oktober 2011) – Die Merck KGaA gab heute die Entscheidung
bekannt, sämtliche Rechte an Safinamid an Newron Pharmaceuticals S.p.A.
zurück zu geben. Merck hatte die weltweiten Exklusivrechte zur Entwicklung,
Herstellung und Vermarktung von Safinamid bei Parkinson-Erkrankung und
anderen therapeutischen Anwendungen im Rahmen einer Vereinbarung mit Newron
im Jahr 2006 erworben.

Abb.: Verleihung des Innovationspreises 2011 der Pharmazeutischen Zeitung (v.l.n.r.): Professor Dr. Hartmut Morck (ehemaliger Chefredaktion der Pharmazeutischen Zeitung ), Dr. Ferenc Tracik (Leiter Klinische Forschung Spezialitätenmedizin, Novartis Pharma GmbH), Dr. Rüdiger Merkel (Leiter der Geschäftseinheit Multiple=Neuer Therapieansatz bei Multipler Sklerose

PZ Innovationspreis 2011 für Fingolimod

 

Düsseldorf  (8. Oktober 2011) - Der 17. PZ Innovationspreis würdigt eine Innovation in der Behandlung der Multiplen Sklerose (MS): Gilenya® (Fingolimod) überzeugte die siebenköpfige unabhängige Jury, weil es die erste orale Therapie der Multiplen Sklerose ist und über einen neuartigen Wirkmechanismus verfügt. In klinischen Studien reduzierte Fingolimod die jährliche Schubrate von MS-Patienten signifikant besser als Placebo und die Basistherapie mit Interferon beta-1a i.m. Im Rahmen des Deutschen Apothekertages nahm Dr. med. Ferenc Tracik, Leiter Klinische Forschung Spezialitätenmedizin, Novartis Pharma GmbH, den Preis in Düsseldorf entgegen.

 

Merck und Ono Pharmaceutical entwickeln orales Multiple-Sklerose-Medikament sowie Krebs-Immuntherapie gemeinsam

 

  • Merck Serono wird mit Ono gemeinsam ONO-4641 entwickeln und vermarkten, ein oral zu verabreichender Sphingosin-1-Phosphat-(S1P)-Rezeptor-Modulator in Phase II bei Multipler Sklerose
  • Zusammenarbeit in Japan bei der Entwicklung und Vermarktung von Stimuvax®, einer Krebs-Immuntherapie von Merck in Phase III der klinischen Entwicklung

 

Darmstadt (4. Oktober 2011) – Die Merck KGaA hat heute bekannt gegeben, dass sie zwei separate Vereinbarungen zur Kooperation der Sparte Merck Serono mit Ono Pharmaceutical Co., Ltd., Osaka, Japan, unterzeichnet hat, um die Therapiegebiete Multiple Sklerose und Krebs zu stärken.

 

PharmaBarometer und Ärzte wählen „Innovativstes Arzneimittel“

Gilenya und Novartis ausgezeichnet mit dem Pharma-Oscar: Doppelsieg bei Neurologen und Psychiatern

 

  • Ärzte küren Gilenya® (Wirkstoff Fingolimod) zum innovativsten Produkt des Jahres in der Neurologie
  • Novartis von Neurologen und Psychiatern als bestes Pharmaunternehmen mit „Goldener Tablette“ ausgezeichnet
  • Wirkvorteile und patientenfreundliche Anwendung überzeugen die Ärzte

München (13. September 2011) – Seit März dieses Jahres steht Gilenya (Wirkstoff Fingolimod) Multiple-Sklerose-Patienten in Deutschland zur Verfügung und kann sich ein halbes Jahr nach Markteinführung bereits „Innovativstes Produkt des Jahres 2011“ im Bereich Neurologie nennen. Rund 150 Neurologen und Psychiater gaben bei der diesjährigen Umfrage der Fachzeitschrift PharmaBarometer ihre Stimmen ab. „Wir freuen uns sehr über einen Doppelsieg“, sagte Dr. Rüdiger Merkel, Leiter der Geschäftseinheit Multiple Sklerose bei Novartis Pharma, am Rande der Preisverleihung in München. Denn die Neurologen und Psychiater zeichneten Novartis auch mit der „Goldenen Tablette“ für den besten Arzneimittelhersteller aus. „Beide Preise zeigen: Unsere jahrelangen Forschungsanstrengungen sind in der Praxis angekommen“, so Dr. Rüdiger Merkel.

 

IQWiG: Erhöhte Cholesterinwerte - Nutzen von Ezetimib ist nicht belegt

Vorbeugung vor Herzinfarkt bei gleichzeitiger Einnahme von Statinen bleibt unklar

 

Berlin (12. September 2011) - Hohe Cholesterinwerte im Blut gelten als ein Risikofaktor für Herzinfarkte und andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Allerdings bedeutet das nicht zwangsläufig, dass jedes Medikament, das die Cholesterinwerte senkt, auch Herzinfarkten vorbeugen kann. So ist auch der Nutzen des cholesterinsenkenden Arzneistoffs Ezetimib unklar. Insbesondere fehlen Belege, dass Patientinnen und Patienten einen höheren Nutzen haben, wenn sie Ezetimib zusätzlich zu Statinen zur Herzinfarktvorbeugung einnehmen. Zu diesem Ergebnis kommt der Abschlussbericht, den das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) am 12. September 2011 vorgelegt hat.

 

Evotec und Roche vereinbaren Arzneimittelentwicklung gegen die Alzheimer-Erkrankung

 

Hamburg (5. September 2011) - Evotec AG und Roche AG gaben heute die Unterzeichnung einer exklusiven weltweiten Lizenzvereinbarung zur Entwicklung und Kommerzialisierung von Evotecs MAO-B-Inhibitor zur Behandlung der Alzheimer'schen Erkrankung bekannt.

 

IQWiG: Prasugrel - Für manche Patienten Hinweise auf Zusatznutzen, aber auch auf größeren Schaden

Im Vergleich zu Clopidogrel treten nicht tödliche Herzinfarkte bei bestimmten Patienten seltener auf, schwerwiegende Blutungen sind jedoch häufiger

 

Berlin (5. September 2011) - Um Blutgerinnseln vorzubeugen, können bei einer akuten Durchblutungsstörung des Herzmuskels zusätzlich zu Acetylsalicylsäure (ASS) auch die Wirkstoffe Clopidogrel oder Prasugrel verordnet werden. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat untersucht, ob die Kombination mit Prasugrel für Patientinnen und Patienten, bei denen die Gefäße durch eine perkutane Koronarintervention (PCI) geweitet werden, einen höheren Nutzen hat als die alleinige Gabe von ASS oder die Kombinationsbehandlung mit Clopidogrel.

 

Rote-Hand-Brief zur Assoziation von Sprycel® (Dasatinib) mit pulmonaler arterieller Hypertonie

 

Berlin (4. August 2011) - Dasatinib (Sprycel®) ist ein Tyrosinkinase-Inhibitor, der im November 2006 von der European Medicines Agency (EMA) für die Behandlung von Erwachsenen mit neu diagnostizierter Philadelphia-Chromosom-positiver (Ph+) chronischer myeloischer Leukämie (CML) in der chronischen Phase sowie mit CML in der chronischen bzw. akzelerierten Phase oder in der Blastenkrise mit Resistenz oder Intoleranz gegenüber einer vorherigen Behandlung einschließlich Imatinib zugelassen wurde. Angezeigt ist Dasatinib auch für die Behandlung von Erwachsenen mit Ph+ akuter lymphatischer Leukämie (ALL) oder lymphatischer Blastenkrise der CML mit Resistenz oder Intoleranz gegenüber einer vorherigen Therapie.

 

Forschung - Innovation – Gesundheit

Bayer HealthCare: Starke Forschung - für Innovation und medizinischen Fortschritt

  • Das Unternehmen ist für die Zukunft gut gerüstet
  • Wichtige Substanzen in der F & E Pipeline und neue Präparate vor der Markteinführung

  

Leverkusen (5. Juli 2011) - Forschung und die Entwicklung von Innovationen im Gesundheitsmarkt - das sind die vordringlichen Ziele von Bayer HealthCare: "Wir sind fest davon überzeugt, dass nur die Entwicklung und der Einsatz neuer Wirkstoffe zu weiteren Therapiefortschritten führen wird", erklärte Liam Condon, Geschäftsführer der Bayer Vital GmbH, beim Pressegespräch "Forschung-Innovation-Gesundheit" in Leverkusen. Nach wie vor gibt es laut Condon sehr viele Erkrankungen, die nicht heilbar sind und bei denen bislang keine befriedigenden Therapiemöglichkeiten gegeben sind. Beizutragen, dies zu ändern, ist nach seinen Worten ein erklärtes Ziel von Bayer HealthCare.

 

Prof. Gerd Glaeske, Rede anlässlich des Jubiläums der Deutschen Apotheker Zeitung (DAZ). Photo: DAZJubiläum der Deutschen Apothekerzeitung (DAZ)

Glaeske: Beratungsauftrag unter Beweis stellen!

 

Berlin (1. Juli 2011) - Kritisch durchleuchtete Prof. Dr. Gerd Glaeske, Zentrum für Sozialpolitik der Universität Bremen, in seinem Vortrag auf dem DAZ-Jubiläumskongress die Stellung der Apotheken im heutigen Versorgungssystem. Nach seiner Auffassung müsste mehr Wettbewerb um Qualität und Effizienz stattfinden. Angesichts sich verändernder Rahmenbedingungen sollten die Apotheken die neuen Chancen wahrnehmen, z. B. in der geriatrischen Pharmazie. Apotheken müssen in Zukunft stärker ihren Beratungs- und Versorgungsvertrag unter Beweis stellen, so Glaeske auf dem Kongress am 1. Juli in Berlin.

 

Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V. (BPI)

Arzneimittelreport: Fragwürdige Sparpotentiale

 

Berlin (15. Juni 2011) - Die heute vorgestellten Daten der Barmer GEK machen deutlich, dass die pharmazeutische Industrie den weitaus größten Beitrag zur Entlastung der GKV erbringt. Im ersten Quartal 2011 seien, so die Barmer, die Ausgaben für Arzneimittel um 5 Prozent gesunken. Dies ist Ergebnis der extremen Kostendämpfungsmaßnahmen durch die massive Erhöhung der Herstellerabschläge des vergangenen Jahres. „Gleichzeitig beklagt sich die Barmer GEK, dass die Ausgaben für Spezialpräparate steigen. Doch dies ist Ergebnis von Fortschritt und Demographie. Es muss im Sinne der Kasse sein, dass ihre Versicherten mit schwerwiegenden Erkrankungen am medizinischen Fortschritt teilhaben.

 

Barmer GEK Arzneimittelreport 2011

Fragwürdige Verordnungen für Frauen, Demente und Alkoholabhängige

 

Berlin (15. Juni 2011) Bedenkliche Trends stehen im Mittelpunkt des neuen Barmer GEK Arzneimittelreports: Demnach erhalten knapp 14 Prozent der alkoholabhängigen Menschen in Deutschland starke Schlafmittel mit hohem zusätzlichen Suchtpotential verordnet. Jeder dritte Demenzkranke bekommt regelmäßig starke Beruhigungsmittel – trotz erhöhtem Sterblichkeitsrisiko. Und fast die Hälfte der 20 absatzstärksten Antibabypillen des Jahres 2010 enthalten neuartige Hormone mit einem doppelt so hohen Thromboembolierisiko wie bewährte ältere Präparate.

 

Rote-Hand-Brief zu Keratitis und ulzerativer Keratitis im Zusammenhang mit Vectibix® (Panitumumab)

 

Berlin (16. Mai 2011) - Panitumumab ist ein rekombinanter, vollständig humaner monoklonaler Antikörper gegen den humanen EGF-Rezeptor (epidermal growth factor). Er ist als Monotherapie zugelassen zur Behandlung des metastasierten, EGFR-exprimierenden kolorektalen Karzinoms mit nicht-mutiertem (Wildtyp-) KRAS-Gen bei Patienten, bei denen Fluoropyrimidin-, Oxaliplatin- und Irinotecan-haltige Chemotherapieregime versagt haben.

 

Rote-Hand-Brief zum Auftreten von Thromboembolien im Zusammenhang mit Thalidomide Celgene™ (Thalidomid)

 

Berlin (26. April 2011) - Thalidomid ist in Kombination mit Melphalan und Prednison zugelassen für die Erstlinienbehandlung von Patienten mit unbehandeltem multiplen Myelom ab einem Alter von 65 Jahren bzw. von Patienten, für die eine hochdosierte Chemotherapie nicht in Frage kommt.